Neu im Kino

Intime Fremde – Kritik

F 2003. Regie: Patrice Leconte. Mit: Sandrine Bonnaire, Fabrice Luchini
Start:

Weil sie sich in der Tür geirrt hat, vertraut Anna dem Steuerberater William Faber ihre Eheprobleme an. Zwischen dem vermeintlichen Psychoanalytiker und seiner attraktiven Klientin entspinnt sich eine Beziehung voller Rätsel und erotischem Verlangen. Der Film besticht durch ein erstklassiges Schauspielerduo, enttäuscht aber durch manch plattes Klischee. Kritik 

The Legend of the Evil Lake – Kritik

ROK 2003. Regie: Kwang-hoon Lee. Mit: Joon-ho Jeong, Hyo-jin Kim, Hae-ri Kim
Start:

Ein Feldherr muss im Korea des 9. Jahrhunderts den Kampf mit seiner von einem Dämonen besessenen Geliebten aufnehmen, um den Verfall des Königreichs zu verhindern. The Legend of the Evil Lake erweist sich als unausgegorener Genremix aus Fantasy-, Martial Arts-, Melodram- und Historienfilmelementen, der kaum mehr als triviale Unterhaltung bietet. Kritik 

Team America: World Police – Kritik

D 2004. Regie: Trey Parker
Start:

Die South Park-Schöpfer Trey Parker und Matt Stone beziehen mit dem Puppenfilm Team America: World Police Stellung zu der amerikanischen Außenpolitik: Der Kampf gegen den globalen Terror und Hollywoods Friedensaktivisten sind nur zum Lachen... Ein satirischer Großangriff. Kritik 

Oh Happy Day – Kritik

DK 2004. Regie: Hella Joof. Mit: Lotte Andersen, Malik Yoba
Start:

Das beschaulich-langweilige Provinzleben einer dänischen Hausfrau und Mutter wird durch den Besuch eines Gospelkonzerts erschüttert – und als dann der berühmte Gospelchorleiter die Proben ihres kleinen Kirchenchors übernimmt, ändert das alles. Trotz einiger Längen und eines vorhersehbaren Endes eine recht sympathische Komödie, in der die Lebensprobleme ernst genommen werden. Kritik 

Alexander – Kritik

USA, GB, D, NL 2004. Regie: Oliver Stone. Mit: Colin Farrell, Val Kilmer, Angelina Jolie
Start:

Oliver Stone hat Martin Scorsese und andere ausgestochen, sich einen Lebenstraum erfüllt und die Geschichte des größten Eroberers aller Zeiten in zumeist opulenten Bildern aufwendig erzählt. Dabei fehlt ihm jedoch die ästhetische Gesamtkonzeption und so zerbirst das Epos in einzelne Episoden, zwischen denen immer wieder eine penetrant störende Erzählerfigur zu vermitteln sucht. Kritik 

Sergeant Pepper – Kritik

D, IT, GB 2004. Regie: Sandra Nettelbeck. Mit: Neal Thomas, Ulrich Thomsen, Johanna Ter Steege, Barbara Auer
Start:

Sandra Nettelbecks zweite Regiearbeit ist ein erfrischender Kinderfilm um die Freundschaft zwischen einem Hund namens Sergeant Pepper, der von seinem Besitzer Haus und Vermögen erbt, und einem kleinen Jungen namens Felix, der am liebsten im Tigerkostüm herumläuft. Kritik 

Birth – Kritik

USA 2004. Regie: Jonathan Glazer. Mit: Nicole Kidman, Cameron Bright, Lauren Bacall, Danny Huston
Start:

Jonathan Glazer versucht in seiner exzellenten zweiten Regiearbeit zu ergründen, wie weit der Glaube eines Menschen über seinen Verstand triumphieren kann. Nicole Kidman spielt die Witwe Anna, deren Leben aus den Fugen gerät, als ein kleiner Junge behauptet, die Wiedergeburt ihres verstorbenen Mannes Sean zu sein. Kritik 

Birth – Kritik

USA 2004. Regie: Jonathan Glazer. Mit: Nicole Kidman, Cameron Bright, Lauren Bacall, Danny Huston
Start:

Anna (Nicole Kidman) trauert ihrer verstorbenen Liebe hinterher und glaubt diese in einem zehnjährigen Jungen wiederzufinden. Reinkarnation ist jedoch nur vordergründig das Thema dieses Films, der den Fall einer liebeskranken Frau mit namhaften Schauspielern schildert, sich dabei allerdings über weite Strecken in einem Mystery-Rätsel verläuft und keine ästhetische Ausgewogenheit entwickelt. Kritik 

Agata und der Sturm – Kritik

IT 2004. Regie: Silvio Soldini. Mit: Licia Maglietta, Giuseppe Battiston, Emilio Solfrizzi
Start:

Silvio Soldini hat nach seinem Erfolg Brot und Tulpen (Pane e tulipani, 2000) wieder sein altes Team um seine Muse Licia Maglietta zusammengeführt und eine im wahrsten Sinne des Wortes zauberhafte Komödie über das Leben, die Liebe und die alltäglichen Verwicklungen gedreht. Kritik 

Ong Bak – Kritik

TH 2003. Regie: Prachya Pinkaew. Mit: Tony Jaa, Petchtai Wongkamlao
Start:

Ein Muay Thai-Kämpfer soll das gestohlene Haupt des Buddha-Schutzpatrons seines Dorfes wiederbeschaffen. Auf seiner Mission muss er eindrucksvoll alle erlernten Kampfkünste gegen eine Horde Finstermänner anwenden und im Stile eines Jean-Claude Van Damme Vollkontakt-Wettkämpfe überstehen. Kritik 

Aus der Tiefe des Raumes – Kritik

D 2003. Regie: Gil Mehmert. Mit: Arndt Schwering-Sohnrey, Eckhard Preuß, Mira Bartuschek
Start:

Hans Günter bastelt mehr an seinem Kicker als in der Autowerkstatt. Doch gerade, als er sich für die Westdeutschen Tippkickmeisterschaften qualifiziert und in der adretten Fotografin Marion die Liebe seines Lebens findet, geschieht ein folgenschweres Wunder: der Kicker mutiert zum Leben und schickt sich an, als Günter Netzer Fußballgeschichte zu schreiben. Dieser irren Idee hat Regisseur Gil Mehmert in seinem Kinodebüt nicht viel hinzuzufügen, so dass Aus der Tiefe des Raumes am Ende enttäuschen muss. Kritik 

Vom Himmel hoch – Kritik

F, B 2003. Regie: Eric Guirado. Mit: Benoît Giros, Serge Riaboukine, Jean-François Gallotte
Start:

Der etwas dümmlich wirkende Provinzler Jérôme zieht in die Großstadt, um Geld für den Bauernhof zu verdienen. Schnell findet er Anschluss: Er arbeitet für die Stadt und freundet sich mit einem Obdachlosen an. Doch dann muss er miterleben, wie die Penner in Transportern aus der Stadt geschafft werden, um die Straßen sauber zu halten. Vom Himmel hoch (Quand tu descendras du ciel) überzeugt mit naturalistisch wirkenden Schauspielern und seiner sowohl unterhaltsamen als auch sozialkritischen Haltung. Kritik 

Ocean’s Twelve – Kritik

USA, AUS 2004. Regie: Steven Soderbergh. Mit: Brad Pitt, Catherine Zeta-Jones, George Clooney, Julia Roberts, Matt Damon
Start:

Happy Together: Steven Soderberghs Fortsetzung seines Films Ocean’s Eleven (2001) zelebriert das Zusammentreffen alter Freunde. Neben den Stars aus dem ersten Teil (George Clooney, Brad Pitt, Julia Roberts) ergänzen diesmal Catherine Zeta-Jones und Vincent Cassel die hochkarätige Besetzung. Leider fehlt der Gaunerkomödie der rechte Biss und man fragt sich, wieso Soderbergh das Team von Danny Ocean (Clooney) ein weiteres Mal ins Rennen schickte. Kritik 

Das Phantom der Oper – Kritik

USA, GB 2004. Regie: Joel Schumacher. Mit: Gerard Butler, Emmy Rossum
Start:

Frankreich 1870: Die Pariser Oper wird von einem Phantom (Gerard Butler) hinter den Kulissen terrorisiert. Um die junge Sängerin Christine (Emmy Rossum) für sich zu gewinnen, geht es wortwörtlich über Leichen. Uninspirierte Filmadaption des Andrew Lloyd Webber-Musicals, die nicht zu einer eigenen Sprache findet. Kritik 

En Garde – Kritik

D 2004. Regie: Ayse Polat. Mit: Maria Kwiatkowsky, Pinar Erincin, Luk Piyes
Start:

Ayse Polat erzählt in ihrem ersten Kinofilm die Geschichte einer Freundschaft zwischen der jungen, in sich gekehrten Alice und der Kurdin Berivan, die sich in einem Heim kennen lernen. Mit Hilfe der beeindruckenden Darsteller gelingt ihr dabei ein glaubhaftes Sozialporträt. Kritik 

Samaria – Kritik

ROK 2004. Regie: Kim Ki-duk. Mit: Kwak Ji-Min, Seo Min-Jung, Lee Uhl
Start:

Samaria ist eine ungewöhnliche und faszinierend moralische Geschichte über den Sündenfall, die Vergebung und nicht religiöse Nächstenliebe, deren Hauptplotelement Kinderprostitution nur als Aufhänger der Diskurse dient. Das spröde Werk des Koreaners Kim Ki-Duk bleibt gewollt unzugänglich und sperrig. Kritik 

Die Unglaublichen – Kritik

USA 2004. Regie: Brad Bird
Start:

Mr. Incredible und Elastigirl mussten sich ins Privatleben zurückziehen, aber einen Superhelden hält es natürlich nicht im mittelmäßigen Leben der Vorstadt – auch wenn ihn dann seine ganze Familie retten muss. Ein hinreißend komischer Animationsfilm aus den Pixar-Studios. Kritik 

Wild Side – Kritik

F, B 2004. Regie: Sébastien Lifshitz. Mit: Stéphanie Michelini, Edouard Nikitine, Yasmine Belmadi
Start:

VoD: In Presque Rien (Sommer wie Winter…, 2000) erzählte Sébastien Lifshitz eine Initiationsgeschichte Homosexueller. In Wild Side ist es dem Regisseur erneut gelungen, in einer ungewöhnlichen Liebesgeschichte von der Universalität der Gefühle zu erzählen. Kritik 

Northern Star – Kritik

D 2003. Regie: Felix Randau. Mit: Julia Hummer, Nic Romm
Start:

Wütend auf die Welt, einsam und entschlossen: Northern Star zeichnet ein ungewöhnlich reiches Portrait einer 18-Jährigen auf der Flucht vor sich selbst und ihrer alleinerziehenden Mutter. Schon allein die wenigen, oft wortkargen Szenen zwischen Mutter und Tochter lohnen den Kinobesuch, obwohl den Hauptteil die explizitere aber nicht minder ausdrucksstarke aufkeimende Liebe zu einem Jungen einnimmt. Kritik 

Ein Zuhause am Ende der Welt – Kritik

USA 2004. Regie: Michael Mayer. Mit: Colin Farrell, Dallas Roberts
Start:

Der junge Bobby verliert im Kindesalter seine gesamte Familie und versucht diese, in der Jugend, wie im Erwachsenenstadium, auf unkonventionelle Weise zu ersetzen. Unausgewogene Literaturverfilmung nach Michael Cunninghams gleichnamigen Roman, die ihre inszenatorischen, wie dramaturgischen Schwächen auch durch das hervorragende Schauspielensemble um Colin Farrell nicht verdecken kann. Kritik 

Young Adam – Kritik

GB 2003. Regie: David Mackenzie. Mit: Ewan McGregor, Tilda Swinton, Peter Mullan
Start:

Mit Young Adam, ausgezeichnet als Best New British Feature beim Edinburgh International Film Festival 2003, liefert Regisseur David Mackenzie eine gelungene Literaturverfilmung des gleichnamigen Kultromans von Alexander Trocchi. Kritik 

Cowgirl – Kritik

D 2004. Regie: Marc Schlichter. Mit: Alexandra Maria Lara, Wotan Wilke Möhring, Peter Lohmeyer
Start:

Cowgirl versteht sich als actionreiche Komödie um die Hausfrau Paula (Alexandra Maria Lara), die auszieht, um ihr Glück zu suchen. Tatsächlich ist es nicht mehr als eine bemühte Klamotte, der auch bewährte Darsteller nicht auf die Beine helfen. Kritik 

Dina – Meine Geschichte – Kritik

S, F, DK, D, NL 2002. Regie: Ole Bornedal. Mit: Marie Bonnevie, Gérard Depardieu, Christopher Eccleston
Start:

Ole Bornedal erzählt in seiner Verfilmung der literarischen Dina-Trilogie der norwegischen Autorin Herbjoerg Wassmo die Geschichte eines traumatisierten Mädchens, das ihr gesamtes Leben über Verluste definiert. Die pittoresken Bilder Norwegens im vorvergangenen Jahrhundert entschädigen dabei nicht für eine völlig dysfunktionale Narration. Kritik 

Die große Verführung – Kritik

CA 2003. Regie: Jean-Francois Pouliot. Mit: Raymond Bouchard, David Boutin, Benoît Brière
Start:

Die Bewohner eines gottverlassenen Inseldörfchens in Kanadas Norden buhlen mit allen Mitteln um einen Arzt, an dessen Praxiseröffnung die Zukunft der Gemeinde hängt. Witzige, manchmal etwas platte Komödie, die in Quebec der absolute Publikumsrenner war. Kritik 

Bridget Jones - Am Rande des Wahnsinns – Kritik

GB, F, D, IRL, USA 2004. Regie: Beeban Kidron. Mit: Renée Zellweger, Hugh Grant, Colin Firth
Start:

Bridget Jones hat eigentlich ihr Glück – also den richtigen Mann fürs Leben – gefunden; aber mit genügend Selbstzweifeln kann man natürlich auch dieses Glück ins Wanken bringen. Was in Romanform noch leidlich unterhaltsam war, wird auf der Leinwand zu einem weitgehend vorhersehbaren Rührstück mit gelegentlichen Slapstickeinlagen. Es ist dringend davon abzuraten, dieser „romantischen Komödie“ einen Abend zu opfern. Kritik 

Verrückte Weihnachten – Kritik

USA 2004. Regie: Joe Roth. Mit: Tim Allen, Jamie Lee Curtis, Dan Aykroyd
Start:

Die Kranks beschließen, Weihnachten ausfallen zu lassen und stattdessen zu verreisen. Ihren Boykott sämtlicher Feiertags-Konventionen will die Nachbarschaft überhaupt nicht tolerieren. Verrückte Weihnachten (Christmas with the Kranks) ist Popcorn-Kino im besten Sinne: leicht verdaulich und sehr unterhaltsam. Kritik 

Die fetten Jahre sind vorbei – Kritik

D, Ö 2004. Regie: Hans Weingartner. Mit: Daniel Brühl, Julia Jentsch, Stipe Erceg
Start:

Nach seinem Debüt, dem psychologischen Drama Das weiße Rauschen (2001), überrascht Hans Weingartner jetzt mit einer politischen Komödie: Eine Gruppe junger Idealisten von heute entführt einen alten Idealisten von gestern – die Liebe spielt dabei aber die größte Rolle. Ein sehenswerter Film, der vor allem durch die schauspielerischen Leistungen überzeugt. Kritik 

Das Vermächtnis der Tempelritter – Kritik

USA 2004. Regie: Jon Turteltaub. Mit: Nicolas Cage, Diane Kruger, Justin Bartha
Start:

Nicolas Cage spielt den Forscher Benjamin Franklin Gates. Seit acht Generationen suchen die Männer seiner Familie nach einem Schatz. Natürlich ist dies nicht irgendein Schatz, sondern der Schatz der Schätze, wie die Figuren auch ständig wiederholen. Es ist der National Treasure, oder eben Das Vermächtnis der Tempelritter. Dabei ist die Geschichte seiner Vorväter der alleinige Ansporn für den eindimensionalen Charakter. Kritik 

Der letzte Tag des Salvador Allende – Kritik

D 2004. Regie: Michael Trabitzsch
Start:

Michael Trabitzschs Dokumentarfilm versucht, den letzten Tag im Leben des chilenischen Staatspräsidenten Salvador Allende zu rekonstruieren. Vor allem durch Gespräche mit den engsten Mitarbeitern Allendes, aber auch eingestreutem Dokumentarmaterial, entsteht neben einem Bericht über den von General Augusto Pinochet angeführten Militärputsch vor allem ein persönliches Bild Allendes. Kritik 

Der Polarexpress – Kritik

USA 2004. Regie: Robert Zemeckis. Mit: Tom Hanks, Leslie Zemeckis
Start:

Für einen Weihnachtsfilm hat sich das oscarprämierte Erfolgsduo Tom Hanks / Robert Zemeckis wieder zusammengetan. Ihr Polarexpress ist die computeranimierte Verfilmung eines Kinderbuchs mit herzerwärmender Handlung und spektakulären, visuellen Attraktionen. Kritik 

Devot – Kritik

D 2003. Regie: Igor Zaritzki. Mit: Annett Renneberg, Simon Böer
Start:

In Igor Zaritzkis Zwei-Personen-Film erzählt Anja Geschichten, von denen nicht klar wird, ob sie ihr selbst widerfahren sind. Sie ist Henrys Geschichtenerzählerin, der sie in seinem Loft gefesselt hat, weil sie ihn bestehlen wollte. Der Film möchte ein Beitrag zu den Problemen Identität und Identitätssuche sein, bleibt aber an der schönen Oberfläche. Eine größtenteils enttäuschend langweilige Spielerei. Kritik 

Head in the Clouds - Mit dem Kopf in den Wolken – Kritik

CA, GB 2004. Regie: John Duigan. Mit: Charlize Theron, Penélope Cruz, Stuart Townsend
Start:

Head in the Clouds ist ein episches Liebesdrama vor dem tragischen Hintergrund des spanischen Bürgerkrieges und der Invasion Frankreichs durch die Nazis. Oscarpreisträgerin Charlize Theron durchlebt eine ménage à trois zwischen leidenschaftlichen Schicksalswegen der Liebe und politischem Kampf gegen den Faschismus. Atmosphärisch gut inszeniertes Kino im Hollywoodformat mit leichten Schwächen in der Charakterzeichnung. Kritik 

Sky Captain and the World of Tomorrow – Kritik

USA, GB, IT 2004. Regie: Kerry Conran. Mit: Jude Law, Gwyneth Paltrow
Start:

Der schneidige Pilot Joe Sullivan (Jude Law) und die engagierte Reporterin Polly Perkins (Gwyneth Paltrow) retten eine komplett aus dem Computer entsprungene Welt. Der digital reanimierte Schauspieler Sir Laurence Olivier (†1989) versucht als Doktor Totenkopf (!) dies zu verhindern. Wir befinden uns in the World of Tomorrow, aber sieht so auch das Kino von Morgen aus? Kritik 

Bad Santa – Kritik

USA 2004. Regie: Terry Zwigoff. Mit: Billy Bob Thornton, Tony Cox, Lauren Graham
Start:

VoD: Aus Scrooge und Grinch mache Bad Santa. Was sich wie ein todsicheres Weihnachtsrezept liest, hätte leicht zu einer stillosen Parodie oder einem pathetischen Machwerk werden können, wenn nicht Terry Zwigoff (Crumb, 1994 und Ghost World, 2000) die Regie übernommen hätte. Mit einem tollen Ensemble und treffsicheren Pointen rettet er Weihnachten. Kritik 

Schau mich an! – Kritik

F 2004. Regie: Agnès Jaoui. Mit: Marilou Berry, Jean-Pierre Bacri, Agnès Jaoui
Start:

Die Französin Agnès Jaoui erzählt in ihrer zweiten Regiearbeit eine amüsante, aber auch bittere Geschichte über die Abhängigkeit der Menschen von Berühmtheit und Status. In deren Mittelpunkt steht die Mitzwanzigerin Lolita, die, um sich ihren Berufswunsch Sängerin zu erfüllen, erst einmal lernen muss, sich von ihrem ebenso egozentrischen wie dominanten Vater, einem berühmten Schriftsteller, zu distanzieren. Kritik 

Exorzist: Der Anfang – Kritik

USA 2004. Regie: Renny Harlin. Mit: Stellan Skarsgård, Izabella Scorupco
Start:

In William Friedkins Exorcist (1973) trieb der mysteriöse Pater Merrin der 12-jährigen Regan den Teufel aus. Im Prequel Exorzist: Der Anfang spielt der Exorzismus nur noch am Rande eine Rolle, stattdessen setzt Regisseur Harlin auf Schockmomente und Ekeleffekte, die mit der Subtilität des Klassikers nichts mehr gemeinsam haben. Kritik 

Die Vergessenen – Kritik

USA 2004. Regie: Joseph Ruben. Mit: Julianne Moore, Dominic West
Start:

Hilfe, unsere Kinder werden von Aliens verschleppt! Aber keine Sorge, denn Julianne Moore nimmt den Kampf mit den Außerirdischen auf. Und im Kampf Mutter gegen Alien kann es nur eine Siegerin geben… Was sich anhört wie Scary Movie 4 ist ein durchaus ernst gemeinter Genremix. Kritik 

Der Manchurian Kandidat – Kritik

USA 2004. Regie: Jonathan Demme. Mit: Liev Schreiber, Meryl Streep
Start:

Golfkriegsveteran Bennett Marco (Denzel Washington) plagen Alpträume, die ihm realer scheinen als seine vermeintliche Erinnerung. Als sein früherer Sergeant Raymond Shaw (Liev Schreiber) zum Vizepräsidenten aufsteigt, wittert er eine Verschwörung, in deren Mittelpunkt Raymonds Mutter Eleanor (Meryl Streep) zu stehen scheint. Unter der Regie Jonathan Demmes verkommt dieses Remake eines John Frankenheimer Films zum lächerlich-belanglosen Mutter-Sohn Konflikt mit patriotischen Anklängen. Kritik 

Der Maschinist – Kritik

USA, E 2004. Regie: Brad Anderson. Mit: Christian Bale, Jennifer Jason Leigh
Start:

Trevor Reznik befindet sich geradewegs auf dem Highway to Hell in die Tiefen seiner eigenen Seele. Schlaflosigkeit, Gewichtsverlust und Paranoia treiben ihn in den Wahnsinn. Seine Passion führt den Maschinisten schließlich zur Konfrontation mit sich selbst. Brad Anderson visualisiert das Delirium des beinahe selbstmörderisch von Christian Bale inkarnierten Protagonisten in Räumen, die fast durchgehend als Labyrinthe fungieren. Neben der im dunkelsten Farbspektrum gehaltenen alptraumhaften Optik garantiert die perfekt konstruierte Geschichte einen der elektrisierendsten Filme des Jahres. Kritik 

Der neunte Tag – Kritik

D, L 2004. Regie: Volker Schlöndorff. Mit: Ulrich Matthes, August Diehl
Start:

Der luxemburgische Priester Henri Kremer wird aus dem Konzentrationslager Dachau entlassen und erfährt erst in seiner Heimat, dass es nur ein „Urlaub“ für acht Tage ist. Danach muss er zurück, es sei denn, er überzeugt im Auftrag des Gestapo-Chefs Gebhardt den Bischof von Luxemburg, mit der deutschen Besatzung zu kooperieren. In der von Volker Schlöndorff inszenierten Geschichte brilliert ein herausragender August Diehl, insgesamt wird der Film der komplizierten Problematik aber nicht gerecht. Kritik 

Just a Kiss – Kritik

B, D, IT, E, GB 2004. Regie: Ken Loach. Mit: Shamshad Akhtar, Ghizala Avan, Eva Birthistle
Start:

Das neueste Werk des Sozialporträtisten Ken Loach erzählt eine Liebesgeschichte vor der Folie zweier nicht zu vereinbarenden Kulturen. Damit entfernt sich der Regisseur von seinen bevorzugten Sujets aus dem wütenden und heruntergewirtschafteten Großbritannien der Thatcher-Ära. Herausgekommen ist ein politisch korrekter, bisweilen sympathischer aber insgesamt nur mittelmäßiger Ken-Loach-Film. Kritik 

Alien Vs. Predator – Kritik

USA 2004. Regie: Paul W. S. Anderson. Mit: Sanaa Lathan
Start:

Ein Forschungsteam gerät zwischen die Fronten der rivalisierenden Film-Monster aus den Alien- und Predator-Filmen. Ein mittelmäßiger und vorhersehbarer Actionfilm, der weder inhaltlich, noch filmisch die Größe seiner Vorbilder erreicht. Kritik 

Touch the Sound – A Sound Journey with Evelyn Glennie – Kritik

D, SC 2004. Regie: Thomas Riedelsheimer. Mit: Evelyn Glennie, Fred Frith
Start:

Thomas Riedelsheimers Dokumentarfilm Touch the Sound ist ein sensibles Porträt der klassischen Percussion-Künstlerin Evelyn Glennie, die aufgrund ihrer Schwerhörigkeit lernen musste, mit ihrem ganzen Körper zu hören, Töne zu fühlen. Paradoxerweise ist es gerade der Umstand ihrer Behinderung, der sie besser „hören“ und in Klangwelten eintauchen lässt, die den meisten Menschen verwehrt bleiben. Touch the Sound stellt den gelungenen Versuch dar, diese verschlossene Dimension des Klanges für den Zuschauer/Zuhörer zu öffnen. Kritik 

Status Yo! – Kritik

D, CH 2004. Regie: Till Hastreiter. Mit: DJ Quest, Sera, Yesim
Start:

In seinem Kinodebüt, einem musikalischen Episodenfilm, begibt sich Till Hastreiter 24 Stunden in die Berliner HipHop Szene und vermittelt einen authentischen und undistanzierten Einblick in das Lebensgefühl einer der wichtigsten gegenwärtigen Jugendkulturen. Kritik