D 2004. Regie: Matthias Dinter. Mit: Tino Mewes, Thomas Schmieder Start:
In Die Nacht der lebenden Loser verwandeln sich drei Freunde über Nacht in Zombies und gewinnen bei ihren Schulkameraden durch ihre neu gewonnen Kräfte plötzlich an Beliebtheit. Anstatt das Genre des Zombie-Films zu parodieren, verliert sich das Debüt von Matthias Dinter in einer Anhäufung von Fäkalhumor und öden Kiffer-Witzen. Kritik
NO 2003. Regie: Morten Tyldum. Mit: Nicolai Cleve Broch, Aksel Hennie, Anders Baasmo Christiansen Start:
Buddy ist eine amüsante Komödie um drei norwegische Freunde, die sich eine Wohnung teilen. Als sie über Nacht berühmt werden, ist die Freude erst einmal groß. Bald müssen sie sich aber auch mit den Schattenseiten des Ruhms auseinandersetzen. Kritik
USA 2003. Regie: Shari Springer Berman, Robert Pulcini. Mit: Paul Giamatti, Hope Davis, Harvey Pekar Start:
American Splendor ist die Verfilmung des Lebens von Harvey Pekar, der durch seine autobiografischen Comics zum amerikanischen Antihelden und zur Kultfigur der Undergroundszene wurde. Dem Regieduo Shari Springer Berman und Robert Pulcini ist dabei eine mehrfach ausgezeichnete Mischung aus interessantem Spielfilm und informativer Dokumentation über den neurotischen Comic-Autor gelungen. Kritik
USA, D, GB, AR 2004. Regie: Walter Salles. Mit: Gael García Bernal, Rodrigo la de Serna Start:
Die Reise des jungen Che (Diarios de motocicleta) erzählt die Reise des damals noch unbekannten Ernesto „Che“ Guevaras und seines Freundes Alberto Granado, ausgehend von ihrer Heimat Argentinien nach Venezuela, die sie während, bzw. nach ihrem Studium unternahmen. Walter Salles zeigt eindrucksvoll die Reise zweier junger Männer, die als Abenteuer beginnt und für sie als Offenbarung endet. Kritik
USA 2004. Regie: Paul McGuigan. Mit: Josh Hartnett, Diane Kruger, Rose Byrne Start:
Regisseur Paul McGuigan bemüht sich in der Adaption des französischen Films L´Appartement (Lügen der Liebe, Gilles Mimouni 1996) an falscher Stelle um Eigenständigkeit und nimmt der leidenschaftlich-erotischen Vorlage jeglichen Tiefgang. Doch weder als romantische Liebesgeschichte, noch als Märchen und schon gar nicht als Thriller funktioniert sein Film mit den apathisch agierenden Darstellern Josh Hartnett und Diane Krüger. Kritik
USA 2004. Regie: Tod Williams. Mit: Jeff Bridges, Kim Basinger, Jon Foster, Elle Fanning Start:
The Door in the Floor ist die inzwischen fünfte Verfilmung eines John Irving Romans. Es ist die Geschichte eines Ehepaares (Jeff Bridges, Kim Basinger), das in seiner Trauer um den Verlust der Söhne gefangen ist. Als ein junger Student bei ihnen den Sommer verbringt, brechen die Wunden wieder auf. Regisseur Tod Williams verlässt sich in seinem zweiten Film zu Recht auf seine hervorragenden Darsteller, sein Film vermag dennoch nicht wirklich zu fesseln. Kritik
F 2004. Regie: François Ozon. Mit: Valeria Bruni-Tedeschi, Stéphane Freiss Start:
In umgekehrter Chronologie erzählt Ozon die fünf wichtigsten Momente im gemeinsamen Leben von Gilles und Marion, von der Scheidung bis zum Kennenlernen. Mit hervorragenden Darstellern und einem verblüffend einfachen Plot überzeugt der Film auch stilistisch als Zitat unterschiedlicher ästhetischer Strömungen. Kritik
Ö 2003. Regie: Ruth Mader. Mit: Aleksandra Justa, Gottfried Breitfuß Start:
Der Debütfilm der österreichischen Regisseurin Ruth Mader schildert die politisch-wirtschaftliche und die zwischenmenschliche Ausbeutung. Sie erzählt in schneidend kalten Bildern ein komplexes Drama menschlicher Existenz und entlässt den Zuschauer mit dem Paradox einer pessimistischen Hoffnung. Dem auf wichtigen Festivals ausgezeichnetem Film sind viele Zuschauer zu wünschen. Kritik
USA 2004. Regie: Paul Greengrass. Mit: Matt Damon, Franka Potente, Brian Cox Start:
Matt Damon jagt wieder als unehelicher Schwiegerneffe von James Bond seiner Vergangenheit und den Schurken dieser Welt hinterher. Dabei bahnt er sich diesmal schon nach der ersten Viertelstunde ohne Franka Potente seinen Weg. Die kaum von Handlung unterbrochene Jagd des Solisten, vor allem durch Berlin und Moskau, geriert ob handwerklicher Mängel der Filmemacher schnell zur Persiflage von Die schönsten Bahnstrecken. Kritik
S 2003. Regie: Mikael Håfström. Mit: Andreas Wilson, Linda Zilliacus, Henrik Lundström Start:
Evil ist eine tragische Coming-of-age Geschichte im Schweden der 50er Jahre, ein Film über Ursache und Wirkung körperlicher und seelischer Gewalt in der Familie und der Schule. Die Adaption der Autobiographie Ondskan des schwedischen Bestsellerautors Jan Guillou ist in Skandinavien der größte kommerzielle Kinoerfolg der vergangenen Jahre. Spannend, aber klischeebehaftet. Kritik
D 2004. Regie: Oskar Roehler. Mit: Martin Weiß, Moritz Bleibtreu, Herbert Knaup Start:
VoD: Ganz ohne Sozialkitsch oder moralische Keule inszeniert Oskar Roehler in seinem neuesten Werk eine Kritik deutscher Befindlichkeit. Mit Spaß und Gefühl werden die Geschichten dreier Geschwister erzählt, die auf der Suche nach ihrem Lebensglück sind. Zusammen bieten sie ein tiefgründiges Gesellschaftsporträt unserer Gegenwart. Kritik
D, B 2004. Regie: Dirk Szuszies, Karin Kaper. Mit: Julian Beck, Judith Malina, Hanon Reznikov Start:
Resist! ist eine beeindruckende Dokumentation über die Arbeit der freien US-amerikanischen Theatergruppe „Living Theatre“, die inzwischen seit über fünfzig Jahren besteht. Die Regisseure Dirk Szuszies und Karin Kaper begleiten sie zu Projekten in der ganzen Welt von New York bis in den Libanon, und zeichnen das Bild einer Truppe, die fest entschlossen ist, bestimmte politische und soziale Strukturen nicht einfach hinzunehmen, sondern sie mit den Menschen diskutieren und verändern will. Kritik
F 2004. Regie: Claude Nuridsany, Marie Pérennou Start:
Nach Mikrokosmos (1996), der Das Volk der Gräser vorstellte, richten die französischen Regisseure Claude Nuridsany und Marie Pérennou ihren Blick nun auf das ganze Universum und die ganze Geschichte der Entstehung. In Genesis geben sie leider philosophischen Erwägungen den Vorrang über reinem Erstaunen, das den ersten Film zu einem Welterfolg gemacht hatte. Kritik
AR 2004. Regie: Fernando E. Solanas. Mit: Fernando E. Solanas Start:
„Wie ist es gekommen, dass Argentinien, diese Kornkammer der Welt, Hunger leiden muss?“, wundert sich der argentinische Regisseur Fernando Solanas. In Memoria del Saqueo - Chronik einer Plünderung werden durch eine Mischung von Archivbildern und selbst gedrehtem Material die neoliberale Politik und die Korruption der politischen Elite verurteilt. Solanas, der unter anderem für La Hora de los hornos (Die Stunde der Hochhöfen, 1967) bekannt ist, wurde auf der diesjährigen Berlinale mit dem Goldenen Bären für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Kritik
USA 2004. Regie: E. Elias Merhige. Mit: Aaron Eckhart, Ben Kingsley, Carrie-Anne Moss Start:
Im ländlichen Niemandsland der USA ereignet sich eine unheimliche Mordserie. Die Jagd nach dem ultimativen Serienkiller, dem Suspect Zero, führt direkt in das bizarre parapsychologische Labyrinth einer düsteren Seele. Oscarpreisträger Ben Kingsley glänzt in einem Mystery-Psychothriller, der aber dramaturgisch selten überzeugt. Kritik
D, CH 2004. Regie: Andrea Schuler, Oliver Ruts. Mit: Herbert Hoffmann, Karlmann Richter, Albert Cornelissen Start:
Die drei fast 90jährigen Protagonisten von Flammend’ Herz, dem berührenden Debütfilm von Oliver Ruts und Andrea Schuler, haben eine sehr spezielle Leidenschaft: das Tätowieren. Sie hat sie zusammengebracht und verbindet sie bis heute. Der Film lässt die Männer selbst ihre Geschichten erzählen, immer auf der Suche nach einem erfüllten, selbst bestimmten Leben. Auf der Berlinale 2004 wurde Flammend’ Herz mit dem von einer deutsch-französischen Jugendjury vergebenen Preis „Dialogue en Perspective“ ausgezeichnet. Kritik
D 2004. Regie: Sherry Hormann. Mit: Maximilian Brückner, Lisa Maria Potthoff, Dietmar Bär Start:
In Männer wie wir versucht ein schwuler Torwart, seine Fußballerehre zu retten. Das ist stellenweise sehr amüsant anzusehen, verzichtet aber leider nicht auf die üblichen Klischees über homosexuelle Männer. Kritik
D, USA 2004. Regie: Wim Wenders. Mit: John Diehl, Michelle Williams Start:
Der in kürzester Zeit entstandene Film Land of Plenty ist der bisher politischste von Wim Wenders. Er zeigt die Armut im Land des Überflusses und paraphrasiert das paranoide Verhalten Amerikas zur Welt und den blinden Patriotismus einiger Amerikaner. Kritik
S 2002. Regie: Kjell Sundvall. Mit: Elisabet Carlsson, Michael Nyqvist Start:
Romantische Komödie über eine ungewöhnliche Liebe auf Umwegen zwischen einer Bibliothekarin und einem Landwirt. Eine überraschende Begegnung, die Sehnsüchte, Leidenschaften und Träume zwischen Landluft und Kulturschock weckt. In Schweden ist der Film ein Riesenerfolg. Sympathisch, leicht, sehenswert. Kritik
CA, GB 2003. Regie: Richard Kwietniowski. Mit: Philip Seymour Hoffman, Minnie Driver Start:
Richard Kwietniowskis zweiter Spielfilm ist das beeindruckende Portrait eines unscheinbaren Bankangestellten in Toronto, der seiner Spielsucht zum Opfer fällt und bis zu seiner Festnahme Gelder in Millionenhöhe veruntreut. Die Handlung basiert auf wahren Ereignissen und dokumentiert ein schicksalhaftes Drama aus der schillernden Welt der Finanzen und Casinos. In der Hauptrolle glänzt Charakterdarsteller Philip Seymour Hoffman. Absolut sehenswert. Kritik
IS, F, NO 2002. Regie: Baltasar Kormákur. Mit: Gunnar Eyjólfsson, Hélène de Fougerolles, Hilmir Snær Guðnason Start:
Vor vier Jahren hatte der isländische Schauspieler und Regisseur Baltasar Kormákur sein erfolgreiches Spielfilmdebüt mit der schwarzhumorigen Beziehungskomödie 101 Reykjavík. In Die kalte See (Hafið) inszeniert Kormákur nun das für Island politisch brisante Thema um das Fischfang-Quotensystem, eingebettet in ein Familiendrama mit Anleihen aus King Lear. Eine schwere Bürde für Kormákur, dessen Ironie und Talent für gut erzählte Geschichten in diesem Film nur schwer wiederzuerkennen sind. Kritik
USA 2003. Regie: Chris Kentis. Mit: Blanchard Ryan, Daniel Travis Start:
Verlassen in den Weiten des Ozeans entwickelt sich der vermeintliche Traumurlaub schnell zum Alptraum. Hier stellt sich automatisch die Frage nach den Grundwerten einer Beziehung. Doch das Paar hat sich nicht viel zu sagen. Was den schleichenden und stillen Horror der exzellenten Bilder unterstützt, fördert gleichzeitig die dramaturgischen Schwächen des Films ans Tageslicht. Kritik
AUS, USA, GB 2003. Regie: Jane Campion. Mit: Meg Ryan, Mark Ruffalo Start:
Frannie (Meg Ryan) dümpelt seicht in ihrem East Village-Alltagsleben, ehe sie in den Bann eines blutrünstigen Serienmörders gerät und sich im Angesicht des Todes ihrer eigenen Wünsche und Obsessionen immer bewusster wird. In dem jungen charismatischen Detective Malloy (Mark Ruffalo) findet sie ihren Boten zu einer anderen Welt. Ist es die der Leidenschaft oder die des Todes? Kritik
D 2004. Regie: Franziska Buch. Mit: Sidonie von Krosigk, Marie-Louise Stahl, Corinna Harfouch Start:
Bibi Blocksberg muss zur Strafe für schlechte Schulnoten ihre Ferien im Internat Schloss Altenberg verbringen. Dort hört sie vom Geheimnis der blauen Eulen, denen magische Kräfte nachgesagt werden. Um ihrer an den Rollstuhl gefesselten Freundin Elea zu helfen, begibt sie sich auf die Suche nach ihnen und muss sich dabei auch wieder mit ihrer Erzfeindin Rabia von Katzenstein auseinandersetzen. Kritik
E 2004. Regie: Pedro Almodóvar. Mit: Fele Martínez, Gael García Bernal, Daniel Giménez Cacho Start:
La mala educación (Schlechte Erziehung) erzählt eine verschachtelte Geschichte über Leidenschaft, Schuld und Unschuld, Heilige und Huren. Im Mittelpunkt stehen zwei Männer, die sich als Kinder in einer Klosterschule kennen gelernt haben und sich nach 20 Jahren wieder begegnen. Kritik
USA 2003. Regie: Errol Morris. Mit: Robert McNamara Start:
Die elf Lehrsätze des früheren amerikanischen Verteidigungsministers Robert McNamara, zusammengestellt von der Dokumentarikone Errol Morris, kunstvoll arrangiert mit der Musik seines langjährigen Weggefährten Philip Glass und bereits ausgezeichnet mit dem Oscar. Die dadurch geschürten Erwartungen werden nicht enttäuscht in einem der Filmhighlights des Spätsommers. Kritik
USA 2004. Regie: Tony Scott. Mit: Denzel Washington, Christopher Walken, Dakota Fanning Start:
„Gott vergibt ihnen, nicht ich. Ich führe sie nur zusammen.“ Tony Scott schickt Denzel Washington in zum Teil betörenden Bildern auf die reaktionärste und faschistoideste Reise ins Jenseits, die er sich ausdenken konnte. Fast im Vorbeigehen inszeniert er dabei die Dekonstruktion des postmodernen Kinos schlechthin. Kritik
CA, GB, F, D 2004. Regie: Alexander Witt. Mit: Milla Jovovich, Sienna Guillory Start:
Regisseur Alexander Witt lässt in Resident Evil: Apocalypse, dem zweiten Teil der Videospiel-Verfilmung, eine schwer bewaffnete Milla Jovovich erneut gegen Zombiehorden und Monster kämpfen und präsentiert dabei einen Film fern ab jeder Form von nachvollziehbarer Logik und Handlung. Kritik
USA 2004. Regie: Michael Mann. Mit: Tom Cruise, Jamie Foxx, Jada Pinkett Smith, Mark Ruffalo Start:
Als das Opfer eines Killers aus dem Fenster und auf ein Taxi fällt, muss dieser improvisieren. Von diesem Moment an wird seine nächtliche Tour mit dem Fahrer des Wagens zur Odyssee zweier Männer am Scheideweg. Kritik
Marseille ist die sehr langsam erzählte Geschichte der jungen Photographin Sophie, die, unzufrieden mit ihrem Leben in Berlin, einige Tage in Marseille verbringt. Sie möchte ihr Leben verändern, muss aber, wieder in Deutschland, erkennen, dass dies nicht so einfach ist. Kritik
D 2004. Regie: Oliver Hirschbiegel. Mit: Bruno Ganz, Alexandra Maria Lara Start:
Produzent und Drehbuchautor Bernd Eichinger sowie Regisseur Oliver Hirschbiegel haben mit großem finanziellen Aufwand die letzten zwölf Tage Hitlers im Führerbunker nachgestellt. Mit herausragenden Schauspielern ist dabei aber nur wenig mehr entstanden als eine teure Bebilderung historischer Fakten in Fernsehfilmqualität. Kritik
S 2003. Regie: Daniel Lind-Lagerlöf. Mit: Jonas Karlsson, Livia Millhagen Start:
Eine romantische Komödie aus Schweden: Ein junger Priester muss nach allerhand Verwicklungen erst die falsche Frau heiraten, bevor er zur Richtigen findet. Der dritte Kinofilm des jungen Regisseurs Daniel Lind-Lagerlöf spielt im Milieu der sozialen Unterschicht und greift deren Probleme auf. Die Geschichte ist amüsant und leicht erzählt, bleibt aber eher belanglos. Kritik
D 2004. Regie: Thomas Grube, Enrique Sánchez Lansch. Mit: Royston Maldoom, Susannah Broughton Start:
Schüler werden mal diszipliniert, mal motiviert. Sie sollen tanzen lernen und zu Strawinskys Le Sacre du Printemps eine Choreographie einstudieren. Rythm is it! ist ein Film über das erste Education-Großprojekt der Berliner Philharmoniker, in dem letztes Jahr 239 Jugendliche gemeinsam auftraten. Der Dokumentarfilm ist zwar häufig zu gewollt emotionalisierend, aber die Umsetzung des Themas und die Portraits sind lohnenswert. Kritik
USA 2004. Regie: M. Night Shyamalan. Mit: Joaquin Phoenix, Bryce Dallas Howard, Adrien Brody Start:
Noch herrscht Frieden zwischen Kreaturen und Dorfbewohnern. Doch als Lucius Hunt (Joaquin Phoenix) den furchteinflößenden Wald, Territorium der unbekannten Wesen, durchschreiten möchte, tauchen schreckenserregende Zeichen im Dorf auf. Letztlich entscheidet sich die blinde Ivy (Bryce Dallas Howard), um seinetwillen die Konfrontation zu wagen. Kritik
USA 2004. Regie: Howard Deutch. Mit: Bruce Willis, Matthew Perry Start:
Im unspektakulären zweiten Teil der Actionkomödie um Bruce Willis und Michael Perry, der Fortsetzung von The Whole Nine Yards (Keine Halben Sachen, 1999), gerät der Zahnarzt „Oz“ wieder zwischen die Fronten der Schießwütigen. Diesmal muss sein Freund und Profikiller Jimmy „die Tulpe“ sich gegen einen Bekannten aus früheren Zeiten beweisen – den Boss der ungarischen Mafia. Nach und nach wird klar, dass Oz’ Frau Cynthia allerdings nicht ganz zufällig von diesem entführt wurde... Kritik
D 2004. Regie: Marco Kreuzpaintner. Mit: Robert Stadlober, Kostja Ullmann Start:
Ein Mädchen verliebt sich in einen Jungen, der in seinen besten Freund verliebt ist, der seine eigene Freundin sehr liebt. Sommersturm erzählt mit einem herausragenden Ensemble junger Schauspieler die Geschichte von Tobi, der sich seinem besten Freund Achim offenbart und gleichzeitig erste Glücksmomente als geouteter Schwuler erlebt. Natürlich ist der autobiographisch inspirierte Film von Marco Kreuzpaintner auch pathetisch - aber er berührt. Kritik
USA, F, NL, GB 2003. Regie: Woody Allen. Mit: Christina Ricci, Jason Biggs Start:
Woody Allen hat sich in seinem neuen Film zwar eine ganz andere Rolle geschrieben als sonst, aber insgesamt scheint der Film wie seine Klassiker der späten Siebziger: vor New Yorker Kulisse analysieren witzige Dialoge zwischenmenschliche Beziehungen (diesmal die von Jason Biggs und Christina Ricci). Auf den zweiten Blick aber entpuppt sich der Film als ironischer Kommentar zu den Schriftstellerträumen eines Jungautors – und dem ganzen Film selbst! Kritik
Christophe Barratiers Regiedebüt begeisterte ganz Frankreich und wurde ein sensationeller Kinoerfolg. Die musikalische Geschichte vom enthusiastisch-selbstlosen Internatslehrer und seinen singenden Knaben garantiert angenehm unbeschwerte Kinounterhaltung, geht damit aber weitgehend am kritischen Kern der Geschichte vorbei. Kritik
PK, F, D 2003. Regie: Sabiha Sumar. Mit: Kirron Kher, Aamir Ali Malik Start:
Während der Islamisierung Pakistans im Jahre 1979 schließt sich Saleem, der Sohn der verwitweten Ayesha, einer Gruppe islamistischer Fundamentalisten an. Mit Sorge verfolgt Ayesha die Veränderung ihres Sohnes. Silent Waters ist die filmisch konventionell umgesetzte Tragödie eines Einzelschicksals in den religiösen und gesellschaftlichen Wirrungen des Landes, die mutig Stellung bezieht zur aktuellen politischen Situation des indischen Subkontinents. Kritik
ROK 2003. Regie: Park Chan-wook. Mit: Choi Min-sik, Yoo Ji-tae, Gang Hye-jung Start:
Die Manga-Adaption Oldboy ist der zweite Teil einer Rachetrilogie des koreanischen Regisseurs Park Chan-Wook, der den Blutreigen vor zwei Jahren mit Boksuneun nani geot (Sympathy for Mr. Vengeance) eröffnet hatte. In diesem Jahr erhielt Oldboy den renommierten Spezialpreis der Jury, die Silberne Palme von Cannes – zurecht, wie gleichzeitig schockierte, irritierte und gefesselte Kinobesucher attestieren werden. Kritik