CH 2003. Regie: Peter Liechti. Mit: Peter Liechti Start:
Der Schweizer Peter Liechti hat in seinem Film Hans im Glück drei Fußmärsche von Zürich nach St. Gallen dokumentiert, die er unternahm, um seine Nikotinsucht zu bekämpfen. Diese Pilgermärsche sind nicht nur Dokumentation einer Auseinandersetzung mit dem Rauchen, sondern auch eine eindrucksvolle Collage vom Leben an sich und im Besonderen in der Schweiz. Kritik
D 2004. Regie: Marc Rothemund. Mit: Julia Jentsch, Fabian Hinrichs, Gerald Alexander Held Start:
Auf der Berlinale mit zwei Silbernen Bären ausgezeichnet kommt nun, zwei Tage vor dem zweiundsechzigsten Jahrestag von Sophie Scholls Hinrichtung, dieses bedrückende und emotional eindringliche Plädoyer für Zivilcourage in die Kinos, in dem die studentische Widerstandskämpferin zur modernen Heldin stilisiert wird. Kritik
D 2004. Regie: Christian Becker, Oliver Schwabe. Mit: Tom Schilling, Max Timm, Camilla Renschke Start:
Tom Schilling verkörpert den jugendlichen Jakob, der ziellos durchs Leben treibt und dabei seine Umgebung und sich selbst filmt. Das Regiekollektiv „Field Recordings“ inszeniert und lässt improvisieren unter der Schirmherrschaft von Wim Wenders. Das Konzept lässt Radikales erhoffen, und dabei bleibt es. Kritik
USA 2005. Regie: Francis Lawrence. Mit: Keanu Reeves, Rachel Weisz, Pruitt Taylor Vince Start:
Wer Engel und Dämonen sieht, hat keinen leichten Arbeitstag: John Constantine (Keanu Reeves) sorgt dafür, dass Halbwesen aus der Hölle schnell wieder dorthin zurückkehren. Nachdem er dem Hilfegesuch einer Polizistin nachgegeben hat, muss er feststellen, dass das Gleichgewicht zwischen Himmel und Erde gestört ist. Ein spannender Actionfilm, der Film-Noir- mit Comic-Ästhetik verbindet und mit gelungenen Special Effects unterhält. Kritik
S 2003. Regie: Peter Dalle. Mit: Gustav Hammarsten, Robert Gustafsson, Kristina Törnqvist Start:
Mit Verschwörung im Berlin-Express hat der schwedische Regisseur Peter Dalle einen wilden Mix aus Thriller und Komödie geschaffen, der optisch an den Film Noir der 30er und 40er Jahre des letzten Jahrhunderts erinnert, sich aber im Übrigen an die Maxime des österreichischen Philosophen Wittgenstein hält, dass nichts so ist wie es scheint. Kritik
USA 2004. Regie: Jay Roach. Mit: Ben Stiller, Robert De Niro Start:
Taxi Driver vs Marathon Man, Raging Bull vs The Graduate. Meet the Fockers bezieht seinen Reiz aus der Konfrontation von Robert De Niro und Dustin Hoffman, doch das Duell wird nur angedeutet. Hoffman dient hier lediglich als Sidekick. Allerdings liefert er aus dieser Position bevorzugt grandiose Leistungen, wie etwa in Asphalt-Cowboy (Midnight Cowboy, 1969) an der Seite von Jon Voight oder in Papillon 1973 neben Steve McQueen. Dies bestätigt er nun erneut und bleibt somit der einzige Lichtblick in diesem mäßigen Aufguss. Kritik
GB 1998. Regie: Christopher Nolan. Mit: Jeremy Theobald, Alex Haw Start:
Christopher Nolans (Memento) Filmdebüt aus dem Jahr 1998 dreht sich um einen erfolglosen jungen Schriftsteller, der aus Neugierde fremden Menschen auf der Straße folgt. Als ihn eines seiner Opfer bemerkt, gerät sein Leben zunehmend aus dem Gleichgewicht. Spannender und trotz seines niedrigen Budgets technisch beeindruckender Thriller. Kritik
GB, D 2004. Regie: Kevin Spacey. Mit: Kevin Spacey, Kate Bosworth Start:
Nach dem wenig bekannten Albino Alligator (1996) führt der Schauspieler Kevin Spacey in Beyond the Sea bereits zum zweiten Mal Regie. Dem nicht genug, übernahm der zweifache Oscarpreisträger gleich noch die Hauptrolle und war Produzent des Films. Bei dieser großen Herausforderung scheint Spacey, der ein Porträt des Sängers Bobby Darin abliefert, jedoch überfordert gewesen zu sein. Kritik
USA 2003. Regie: Vadim Perelman. Mit: Ben Kingsley, Jennifer Connelly Start:
Jennifer Connelly und Ben Kingsley brillieren als ungleiche und sich doch ähnliche Besitzer des gleichen Hauses. Ihre Tragödie erzählt der existenzialistische Film in ausgewogen komponierten Bildern und sparsamen Dialogen. Bereits mehrfach ausgezeichnet (u.a. drei Oscar-Nominierungen) stellt sich mit diesem Debüt ein erstaunlicher neuer Regisseur vor: Vadim Perelman. Kritik
HU 2004. Regie: Nimród Antal. Mit: Sándor Csányi, Zoltán Mucsi, Csaba Pindroch Start:
Der in Cannes mit dem Jugendpreis ausgezeichnete Erstling von Nimród Antal beschreibt die Sisyphusarbeit Budapester Kontrolleure. Eine spannende und zugleich unterhaltsame Momentaufnahme im gekonnt inszenierten Dunkel der U-Bahn. Kritik
USA 2004. Regie: Marc Forster. Mit: Johnny Depp, Kate Winslet Start:
Basierend auf Allan Knees Theaterstück Der Mann der Peter Pan war inszeniert Marc Forster (Monsters Ball, 2001) ein biederes Rührstück, das getragen von Johnny Depp an vielen Momenten dennoch ergreifend wirkt. Kritik
D 2004. Regie: Hendrik Hölzemann. Mit: Matthias Schweighöfer, Jessica Schwarz Start:
In seinem Regiedebüt erzählt Hendrik Hölzemann von dem jungen Rettungsassistenten Paul, der von allen „Crash“ genannt wird, weil er als kleiner Junge einen Autounfall überlebte. Neben der Visualisierung der Auswirkungen des Unfalls auf Paul ist es dem Regisseur und Drehbuchautor gelungen, den Alltag im Kölner Rettungsdienst realistisch zu schildern und eine wunderschöne Liebesgeschichte in intimen Bildern einzufangen. Kritik
USA 2004. Regie: David R. Ellis. Mit: Kim Basinger, Chris Evans, Jason Statham Start:
Eine Frau wird entführt; ihr einziger Kontakt zur Außenwelt ist ein junger Mann, der nicht weiß, wo sie sich befindet. Das Telefon ist in Final Call Dreh- und Angelpunkt einer actionreichen Geschichte, die gute Unterhaltung ohne allzu viele Überraschungen bietet. Kritik
TR 2002. Regie: Nuri Bilge Ceylan. Mit: Muzaffer Özdemir, Mehmet Emin Toprak Start:
Der türkische Regisseur Nuri Bilge Ceylan überzeugt in Uzak durch eine ruhige, melancholische Bildsprache. Für die tragischkomische Erzählung einer Begegnung zweier entfremdeter Cousins in der winterlich verschneiten Metropole Istanbul erhielt der Film in Cannes 2003 den „Großen Preis der Jury“. Kritik
GB 2004. Regie: Mike Leigh. Mit: Imelda Staunton, Richard Graham Start:
Mike Leighs neuster Film behandelt das moralische Dilemma einer Frau, die im London der 50er Jahre illegale Schwangerschaftsabbrüche vornimmt. Der Film wurde auf dem Filmfestival Venedig 2004 als bester Film ausgezeichnet. Kritik
USA 2004. Regie: Alexander Payne. Mit: Paul Giamatti, Thomas Haden Church Start:
Wein, Weib und wenig Gesang: Alexander Payne erzählt in diesem mit zwei Golden Globes ausgezeichneten Film die Geschichte zweier Männer, die in Kalifornien nicht nur guten Wein, sondern auch noch anderes Lebenswertes suchen. Eine sehenswerte Tragikomödie, deren Regisseur gelegentlich zu wenig auf seine großartigen Schauspieler vertraut. Kritik
Ein Mädchen sucht ihren Verlobten, der im Krieg gefallen sein soll. Nach Amélie ist in Mathilde erneut Audrey Tautou Zentrum eines Films Jean-Pierre Jeunets. Sein epochal angelegtes Werk verliert sich leider streckenweise in den Details der Nacherzählungen der Ereignisse. Kritik
B, F 2004. Regie: Stéphane Vuillet. Mit: Carmen Maura, Jacques Gamblin, Ingeborga Dapkunaite, Raphaëlle Molinier Start:
Stéphane Vuillets erster Spielfilm 25 Grad im Winter, der 2004 auch im Wettbewerb der Berlinale lief, ist eine charmante Tragikomödie über vier Menschen auf der Suche nach etwas, das sie aus ihrer Einsamkeit herausführt. Kritik
TW 2004. Regie: D.J. Chen. Mit: Tony Yang, Duncan Start:
Ein taiwanesischer Spartenfilm über eine mögliche Liebe zwischen einem schüchternen romantischen Jungen und einem verletzten Playboy. Formula 17 bietet in eintönig ausgeleuchteten Bildern ein Klischee homosexueller Liebe. Kritik
Melanie Pröschle tritt mit viel Enthusiasmus ihre erste Stelle an einer Realschule in Karlruhe an. Ihr Versuch, ein neues Leben anzufangen scheitert kläglich, da ihre bemühte Art weder im beruflichen noch privaten Umfeld ankommt. Der Wald vor lauter Bäumen, Maren Ades beachtenswertes Regiedebüt, ist kein Film, der sich bei seinem Publikum einschmeichelt. Kritik
D 2003. Regie: Sathyan Ramesh. Mit: Floriane Daniel, Julia Jäger, Caroline Peters, Clelia Sarto, Ulrike C. Tscharre Start:
Der Regieerstling Sathyan Rameshs handelt von fünf Schauspielerinnen, die sich bei einem Casting kennen lernen und in der darauffolgenden, alkoholseligen Nacht einander ihre Probleme, Träume und Lebensphilosophien erzählen. Trotz eines mittelmäßigen Drehbuchs, gelingt dem ehemaligen Filmkritiker dabei ein bisweilen unterhaltsamer Film. Kritik
USA 2004. Regie: Brad Silberling. Mit: Emily Browning, Liam Aiken, Jim Carrey Start:
Nachdem aus Kerry nichts wurde, gibt es den „Neuen Carrey“. Im Gegensatz zum Politiker John konnte sich das amerikanische Publikum mit dem Ausnahmekomiker Jim in seinem jüngsten Film anfreunden, dort spielte der Film annähernd 120 Millionen Dollar ein. Zugegeben, Carrey hat auch ein leichteres Spiel, es geht in Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse nicht um kontrovers diskutierte Themen, sondern lediglich um die Frage: „Was braucht ein Kind nicht, um glücklich zu sein?“. Kritik
D 2004. Regie: Helmut Dietl. Mit: Moritz Bleibtreu, Alexandra Maria Lara Start:
In ihrer neuen Zusammenarbeit orientieren sich Helmut Dietl und Patrick Süskind sehr frei am Mythos von Orpheus und Eurydike, die bei ihnen Mimi Nachtigal und Venus Morgenstern heißen. Die schon so oft und hier erneut variierte griechische Sage gerät aber in Vom Suchen und Finden der Liebe zu einer künstlerischen Hadesfahrt. Kritik
USA 2001. Regie: Tim Blake Nelson. Mit: David Arquette, Harvey Keitel Start:
Am 7. Oktober 1944 fand der einzige Aufstand im Vernichtungslager Auschwitz II (Birkenau) statt, der trotz langer Organisation und Planung unvorbereitet und spontan ausbrach. Ausgeführt wurde er von Häftlingen des Sonderkommandos, die in den Krematorien arbeiten mussten. Tim Blake Nelsons beklemmender und hoffentlich aufsehenerregender Film berichtet von diesen Häftlingen. Kritik
Der Klimaforscher Matt (Kieran O’Brien) lernt in London die amerikanische Austauschstudentin Lisa (Margo Stilley) kennen und lieben. In seinem neuen Film versucht Michael Winterbottom, die Grenzen expliziter Sexualitätsdarstellung im Kino auszuweiten, vermag dabei aber nicht zu überzeugen. Kritik
USA, JP, D 2004. Regie: Martin Scorsese. Mit: Leonardo DiCaprio, Cate Blanchett Start:
Martin Scorseses Bio-Pic Aviator reflektiert das Leben des Hollywood-Produzenten, Flugzeugingenieurs, Frauenhelden und vor allem kranken Außenseiters Howard Hughes in den dreißiger und vierziger Jahren. Ein großer Film – leider etwas zu groß für Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio. Kritik
ISR 2003. Regie: Limor Pinhasov Ben Yosef, Yaron Kaftori Ben Yosef. Mit: Baruch Shuv, Mordechai Zeidel Start:
Mehr als 100.000 Menschen wurden zwischen 1941 und 1944 in einem kleinen Dorf in der Nähe der litauischen Hauptstadt Vilnius umgebracht. In Stimmen aus dem Wald können einige der wenigen Überlebenden von diesen Massakern berichten. Die Bewohner des Dorfes, die zu jener Zeit dort lebten, wussten aber immer, was im Wald vor sich ging; der Film dokumentiert auch ihre Rechtfertigungsversuche und Schuldzuweisungen. Kritik
Ulrike Ottingers sechsstündiger Dokumentarfilm ist zugleich eine Reise von Deutschland über Osteuropa nach Odessa in der Ukraine, die schließlich in dem eurasischen Istanbul ihr Ziel findet. Mit Hilfe literarischer Texte bieten die Bilder des sich als Momentaufnahme verstehenden Filmes einen nicht immer gelungenen, aber sehr faszinierenden Blick auf die „weißen Flecken der Landkarte Europas“. Kritik
USA 2004. Regie: David S. Goyer. Mit: Wesley Snipes, Kris Kristofferson, Jessica Biel Start:
Zum dritten Mal wandert Blade in schwarzem Leder nun über die Leinwände – diesmal verbündet er sich mit zwei menschlichen Vampirjägern, um den Ur-Vampir Dracula zu vernichten. Leider erfährt man bis zum Ende nicht, warum das nötig war; das wilde Action-Spektakel kann nicht verdecken, dass es dem Regisseur und Drehbuchautor an Ideen für eine halbwegs spannende Handlung fehlte. Kritik
USA 2004. Regie: Irwin Winkler. Mit: Kevin Kline, Ashley Judd, Jonathan Pryce Start:
Irvin Winklers Cole Porter-Biographie De-Lovely ist ein exzellent besetzter musikalischer Bilderbogen, eine Hommage an die Glanzzeit der Musicals und gleichzeitig der Versuch, authentisch das Leben einer faszinierenden Persönlichkeit wiederzugeben. Kritik
D 2004. Regie: Hans W. Geißendörfer. Mit: Julia Jentsch, Ulrich Mühe Start:
Schneeland erzählt zwei Geschichten: die Geschichte von der Todessehnsucht der Schriftstellerin Elisabeth und die Geschichte vom Leiden und Lieben der Bauerntochter Ina. Beide Geschichten sollen zusammengehören und werden auch zusammengeführt. Trotz einiger herausragender Schauspieler ist Schneeland jedoch eine fast gänzlich misslungene Konstruktion, weil die Geschichte um Ina durch ihren Rückbezug auf Elisabeth nur instrumentalisiert wird. Kritik
IT 2003. Regie: Ettore Scola. Mit: Giorgio Colangeli, Antonello Fassari Start:
Der italienische Regiemaestro Ettore Scola will mit diesem Film seiner Heimatstadt Rom eine humorvolle und gleichzeitig melancholische Liebeserklärung machen. Damit fordert er den Vergleich zu Fellini heraus, verzettelt sich aber durch die Vielfalt von geschilderten Alltagssituationen mit diesem Porträt der Menschen Roms. Kritik
In der Neujahrsnacht werden Polizisten und Gefangene des Polizeireviers 13 Opfer eines mit blutiger Präzision vorgetragenen Anschlags. Das Ende naht... Kritik
HOK 2004. Regie: Wong Kar Wai. Mit: Tony Leung Start:
Während er in seinem Hotelzimmer an einem Science-Fiction-Roman schreibt, verliert sich der Schriftsteller Chow (Tony Leung) zunehmend in einem Strudel von Erinnerungen an verflossene Affären. Der neue Film des Kultregisseurs Wong Kar Wai ist ein hoch stilisiertes Meisterwerk über die Neurosen der Liebe, das filmästhetisch radikal, wie subtil die Innenwelt seiner Hauptfigur erforscht. Dabei zeichnet er ein düsteres Bild der Vereinsamung des modernen Menschen und reflektiert gleichzeitig die politisch-kulturelle Situation Hongkongs. Kritik
USA, E 2003. Regie: Oliver Stone. Mit: Oliver Stone, Fidel Castro Start:
Oliver Stone besucht Fidel Castro auf Kuba und in einem dreitägigen Interview-Marathon reden sie über Gott und die Welt. Auch wenn in dem Gespräch nicht viel Sensationelles zu erfahren ist, eines ist sicher: Oliver Stone hat in Castro einen Kumpel gefunden. Die Chemie zwischen altgedientem Politiker und altgedientem Regisseur scheint für beide aufzugehen. Kritik
USA 2004. Regie: Mike Nichols. Mit: Jude Law, Natalie Portman, Julia Roberts, Clive Owen Start:
Wer nach Ocean’s Twelve (2004) eigentlich eine Julia-Roberts-Pause einlegen müsste, kann dennoch entspannt in Hautnah gehen, denn es handelt sich nicht um ein Starvehikel für die junge Mutter. In der seltenen Konstellation mit drei weiteren, gleichgestellten Hauptdarstellern ist Roberts Teil eines Viererensembles. Neben ihr spielen Clive Owen, Jude Law und Natalie Portman in einer außergewöhnlichen Bühnenverfilmung. Kritik
D 2004. Regie: Ulrike Ottinger. Mit: Georgi Delijew, Genadi Skarga Start:
Ulrike Ottingers Version des bereits mehrfach verfilmten, russischen Romans Die Zwölf Stühle ist eine Symbiose aus Fiktion und aktueller Reisedokumentation mit einer ironischen Sicht auf heutige und damalige Verhältnisse. Kritik
D 2003. Regie: Lutz Dammbeck. Mit: John Brockman, Stewart Brand Start:
Der Multimediakünstler Lutz Dammbeck bereist in seiner Dokumentation Das Netz die USA und konfrontiert Computerwissenschaftler und Vordenker des Cyberspace mit den technologiekritischen Thesen des „Unabomber-Manifests“. Herausgekommen ist eine komplexe Untersuchung der Voraussetzungen, die zu gegenwärtigen Neuen Technologien geführt haben. Kritik
D 2004. Regie: Dennis Gansel. Mit: Max Riemelt, Tom Schilling Start:
Der Lehrer einer Eliteschule wird auf den Arbeitersohn Friedrich aufmerksam. Stolz ergreift der Junge die Chance, aus der beengenden Armut auszubrechen, aber die Schule hält für ihn eher Konflikte als Möglichkeiten bereit. Der als Pubertäts-Studie vielleicht nicht ganz misslungene Film trägt schwer an einem Dilemma: Er spielt im nationalsozialistischen Deutschland des Jahres 1942. Kritik
DK, D 2004. Regie: Peter Flinth. Mit: Moritz Bleibtreu, Julie Zangenberg, Aksel Leth Start:
Ein Zwillingspärchen hat sich mit einem eigenwilligen, streng riechenden Fakir herumzuschlagen, den sie im Keller ihres neuen Hauses in einem Kugelschreiber gefunden haben. Leider verschreibt sich dieser eigentlich recht unterhaltsame Kinderfilm nicht komplett der Phantasie, sondern lässt neben einfallsreichen Ideen große Handlungslücken einfach stehen. Kritik
D 2004. Regie: Dani Levy. Mit: Henry Hübchen, Hannelore Elsner Start:
Der Wendeverlierer und notorische Spieler Jaecki Zucker (Henry Hübchen) steht mit einem Bein im Gefängnis. Da eröffnen sich ihm gleich mehrere Chancen, seine Schulden, wegen denen er diesen Ärger hat, abzubezahlen. Ob und wie ihm das gelingt, davon handelt Dani Levys vergnügliche neue Komödie Alles auf Zucker! Kritik
Gwyneth Paltrow spielt Sylvia Plath, eine der bedeutendsten amerikanischen Schriftstellerinnen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sie war mit dem englischen Lyriker Ted Hughes verheiratet und nahm sich mit nur 30 Jahren 1962 das Leben. Sylvia konzentriert sich jedoch zu sehr auf das Paar Plath/Hughes und verliert dabei manchmal die Titelheldin aus den Augen. Kritik
Mit House of Flying Daggers schafft Zhang Yimou ein garantiert vieldiskutiertes Gegenstück zu seinem Meisterwerk Hero. Er schickt Andy Lau und Takeshi Kaneshiro in den Kampf um Zhang Ziyi, der sich als entscheidende Spiegelschlacht eines ganzen Volkes entpuppt. Bombastisch! Kritik
DK, NO, S, GB 2003. Regie: Per Fly. Mit: Ulrich Thomsen, Lisa Werlinder Start:
Nach Die Bank (Bænken, 2000), dem ersten Film einer Trilogie über die dänische Gesellschaft, erzählt Per Fly nun, wie ein Industriellensohn (Ulrich Thomsen – Festen) sein Leben zugunsten der Fabrik seines Vaters opfert. Über ein bürgerliches Portrait hinaus erzählt Das Erbe den universellen Konflikt zwischen Selbstverwirklichung und Pflichtgefühl. Auf dem Festival von San Sebastian wurde der Film für das beste Drehbuch ausgezeichnet. Kritik
Salma Hayek und Pierce Brosnan spielen ein Diebes- und Liebespaar, das sich nach einen Diamantenraub zur Ruhe setzen will. Die Idylle auf einer tropischen Insel entpuppt sich jedoch als Hort der Langeweile... After the Sunset führt wenig unterhaltsam fast sämtliche Stereotypen der Meisterdiebe-Filme vor und kommt am Ende genau da wieder an, wo er am Anfang schon nicht sein wollte. Kritik
F, D 2004. Regie: Claude Chabrol. Mit: Benoit Magimel, Laura Smet Start:
Zwischen Philippe (Benoit Magimel) und Senta (Laura Smet) entsteht in kürzester Zeit eine intensive, gar mystische Liebesbeziehung. Claude Chabrol inszeniert sie in einem Spiel mit den Konventionen der Komödie und des Thrillers, schafft damit aber kaum mehr als ein Übergangswerk. Kritik
USA 2004. Regie: Taylor Hackford. Mit: Jamie Foxx, Kerry Washington Start:
Ein zu 90 Prozent verbürgter Film über Ray Charles? Taylor Hackford präsentiert einen handwerklich soliden Versuch das Leben von Ray bis zu seiner Verhaftung wegen Drogenbesitzes psychologisch motiviert darzustellen. Die Vielschichtigkeit des Lebens des legendären Musikers - von einem glänzenden Jamie Foxx verkörpert - erscheint dabei jedoch als etwas zu determiniert. Kritik
D 2004. Regie: Wenzel Storch. Mit: Jürgen Höhne, Jasmin Harnau Start:
Kapitän Gustav landet mit seinem Schneckenschiff auf einer mysteriösen Insel und nimmt den Kampf gegen König Knuffi und dessen fiese Helfer auf. Ohne Rücksicht auf Verluste inszeniert der Undergroundfilmer Wenzel Storch sein bisher aufwändigstes Werk. Kritik