Neu im Kino

Hans im Glück - 3 Versuche, das Rauchen loszuwerden – Kritik

CH 2003. Regie: Peter Liechti. Mit: Peter Liechti
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Der Schweizer Peter Liechti hat in seinem Film Hans im Glück drei Fußmärsche von Zürich nach St. Gallen dokumentiert, die er unternahm, um seine Nikotinsucht zu bekämpfen. Diese Pilgermärsche sind nicht nur Dokumentation einer Auseinandersetzung mit dem Rauchen, sondern auch eine eindrucksvolle Collage vom Leben an sich und im Besonderen in der Schweiz. Kritik 

Sophie Scholl - Die letzten Tage – Kritik

D 2004. Regie: Marc Rothemund. Mit: Julia Jentsch, Fabian Hinrichs, Gerald Alexander Held
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Auf der Berlinale mit zwei Silbernen Bären ausgezeichnet kommt nun, zwei Tage vor dem zweiundsechzigsten Jahrestag von Sophie Scholls Hinrichtung, dieses bedrückende und emotional eindringliche Plädoyer für Zivilcourage in die Kinos, in dem die studentische Widerstandskämpferin zur modernen Heldin stilisiert wird. Kritik 

Egoshooter – Kritik

D 2004. Regie: Christian Becker, Oliver Schwabe. Mit: Tom Schilling, Max Timm, Camilla Renschke
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Tom Schilling verkörpert den jugendlichen Jakob, der ziellos durchs Leben treibt und dabei seine Umgebung und sich selbst filmt. Das Regiekollektiv „Field Recordings“ inszeniert und lässt improvisieren unter der Schirmherrschaft von Wim Wenders. Das Konzept lässt Radikales erhoffen, und dabei bleibt es. Kritik 

Constantine – Kritik

USA 2005. Regie: Francis Lawrence. Mit: Keanu Reeves, Rachel Weisz, Pruitt Taylor Vince
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Wer Engel und Dämonen sieht, hat keinen leichten Arbeitstag: John Constantine (Keanu Reeves) sorgt dafür, dass Halbwesen aus der Hölle schnell wieder dorthin zurückkehren. Nachdem er dem Hilfegesuch einer Polizistin nachgegeben hat, muss er feststellen, dass das Gleichgewicht zwischen Himmel und Erde gestört ist. Ein spannender Actionfilm, der Film-Noir- mit Comic-Ästhetik verbindet und mit gelungenen Special Effects unterhält. Kritik 

Verschwörung im Berlin-Express – Kritik

S 2003. Regie: Peter Dalle. Mit: Gustav Hammarsten, Robert Gustafsson, Kristina Törnqvist
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Mit Verschwörung im Berlin-Express hat der schwedische Regisseur Peter Dalle einen wilden Mix aus Thriller und Komödie geschaffen, der optisch an den Film Noir der 30er und 40er Jahre des letzten Jahrhunderts erinnert, sich aber im Übrigen an die Maxime des österreichischen Philosophen Wittgenstein hält, dass nichts so ist wie es scheint. Kritik 

Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich – Kritik

USA 2004. Regie: Jay Roach. Mit: Ben Stiller, Robert De Niro
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Taxi Driver vs Marathon Man, Raging Bull vs The Graduate. Meet the Fockers bezieht seinen Reiz aus der Konfrontation von Robert De Niro und Dustin Hoffman, doch das Duell wird nur angedeutet. Hoffman dient hier lediglich als Sidekick. Allerdings liefert er aus dieser Position bevorzugt grandiose Leistungen, wie etwa in Asphalt-Cowboy (Midnight Cowboy, 1969) an der Seite von Jon Voight oder in Papillon 1973 neben Steve McQueen. Dies bestätigt er nun erneut und bleibt somit der einzige Lichtblick in diesem mäßigen Aufguss. Kritik 

Following – Kritik

GB 1998. Regie: Christopher Nolan. Mit: Jeremy Theobald, Alex Haw
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Christopher Nolans (Memento) Filmdebüt aus dem Jahr 1998 dreht sich um einen erfolglosen jungen Schriftsteller, der aus Neugierde fremden Menschen auf der Straße folgt. Als ihn eines seiner Opfer bemerkt, gerät sein Leben zunehmend aus dem Gleichgewicht. Spannender und trotz seines niedrigen Budgets technisch beeindruckender Thriller. Kritik 

Beyond the Sea – Kritik

GB, D 2004. Regie: Kevin Spacey. Mit: Kevin Spacey, Kate Bosworth
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Nach dem wenig bekannten Albino Alligator (1996) führt der Schauspieler Kevin Spacey in Beyond the Sea bereits zum zweiten Mal Regie. Dem nicht genug, übernahm der zweifache Oscarpreisträger gleich noch die Hauptrolle und war Produzent des Films. Bei dieser großen Herausforderung scheint Spacey, der ein Porträt des Sängers Bobby Darin abliefert, jedoch überfordert gewesen zu sein. Kritik 

Das Haus aus Sand und Nebel – Kritik

USA 2003. Regie: Vadim Perelman. Mit: Ben Kingsley, Jennifer Connelly
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Jennifer Connelly und Ben Kingsley brillieren als ungleiche und sich doch ähnliche Besitzer des gleichen Hauses. Ihre Tragödie erzählt der existenzialistische Film in ausgewogen komponierten Bildern und sparsamen Dialogen. Bereits mehrfach ausgezeichnet (u.a. drei Oscar-Nominierungen) stellt sich mit diesem Debüt ein erstaunlicher neuer Regisseur vor: Vadim Perelman. Kritik 

Kontroll – Kritik

HU 2004. Regie: Nimród Antal. Mit: Sándor Csányi, Zoltán Mucsi, Csaba Pindroch
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Der in Cannes mit dem Jugendpreis ausgezeichnete Erstling von Nimród Antal beschreibt die Sisyphusarbeit Budapester Kontrolleure. Eine spannende und zugleich unterhaltsame Momentaufnahme im gekonnt inszenierten Dunkel der U-Bahn. Kritik 

Wenn Träume fliegen lernen – Kritik

USA 2004. Regie: Marc Forster. Mit: Johnny Depp, Kate Winslet
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Basierend auf Allan Knees Theaterstück Der Mann der Peter Pan war inszeniert Marc Forster (Monsters Ball, 2001) ein biederes Rührstück, das getragen von Johnny Depp an vielen Momenten dennoch ergreifend wirkt. Kritik 

Kammerflimmern – Kritik

D 2004. Regie: Hendrik Hölzemann. Mit: Matthias Schweighöfer, Jessica Schwarz
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In seinem Regiedebüt erzählt Hendrik Hölzemann von dem jungen Rettungsassistenten Paul, der von allen „Crash“ genannt wird, weil er als kleiner Junge einen Autounfall überlebte. Neben der Visualisierung der Auswirkungen des Unfalls auf Paul ist es dem Regisseur und Drehbuchautor gelungen, den Alltag im Kölner Rettungsdienst realistisch zu schildern und eine wunderschöne Liebesgeschichte in intimen Bildern einzufangen. Kritik 

Final Call - Wenn er auflegt, muss sie sterben – Kritik

USA 2004. Regie: David R. Ellis. Mit: Kim Basinger, Chris Evans, Jason Statham
Start:

Eine Frau wird entführt; ihr einziger Kontakt zur Außenwelt ist ein junger Mann, der nicht weiß, wo sie sich befindet. Das Telefon ist in Final Call Dreh- und Angelpunkt einer actionreichen Geschichte, die gute Unterhaltung ohne allzu viele Überraschungen bietet. Kritik 

Weit – Kritik

TR 2002. Regie: Nuri Bilge Ceylan. Mit: Muzaffer Özdemir, Mehmet Emin Toprak
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Der türkische Regisseur Nuri Bilge Ceylan überzeugt in Uzak durch eine ruhige, melancholische Bildsprache. Für die tragischkomische Erzählung einer Begegnung zweier entfremdeter Cousins in der winterlich verschneiten Metropole Istanbul erhielt der Film in Cannes 2003 den „Großen Preis der Jury“. Kritik 

Vera Drake – Kritik

GB 2004. Regie: Mike Leigh. Mit: Imelda Staunton, Richard Graham
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Mike Leighs neuster Film behandelt das moralische Dilemma einer Frau, die im London der 50er Jahre illegale Schwangerschaftsabbrüche vornimmt. Der Film wurde auf dem Filmfestival Venedig 2004 als bester Film ausgezeichnet. Kritik 

Sideways – Kritik

USA 2004. Regie: Alexander Payne. Mit: Paul Giamatti, Thomas Haden Church
Start:

Wein, Weib und wenig Gesang: Alexander Payne erzählt in diesem mit zwei Golden Globes ausgezeichneten Film die Geschichte zweier Männer, die in Kalifornien nicht nur guten Wein, sondern auch noch anderes Lebenswertes suchen. Eine sehenswerte Tragikomödie, deren Regisseur gelegentlich zu wenig auf seine großartigen Schauspieler vertraut. Kritik 

Saw – Kritik

USA 2004. Regie: James Wan. Mit: Cary Elwes, Leigh Whannell
Start:

Frischer Wind weht uns im Serienkillergenre entgegen. Saw ist ein „kleiner“, „dreckiger“ Hardcore-Horrorfilm. Kritik 

Mathilde – Eine große Liebe – Kritik

F, USA 2004. Regie: Jean-Pierre Jeunet. Mit: Audrey Tautou, Gaspard Ulliel
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Ein Mädchen sucht ihren Verlobten, der im Krieg gefallen sein soll. Nach Amélie ist in Mathilde erneut Audrey Tautou Zentrum eines Films Jean-Pierre Jeunets. Sein epochal angelegtes Werk verliert sich leider streckenweise in den Details der Nacherzählungen der Ereignisse. Kritik 

25 Grad im Winter – Kritik

B, F 2004. Regie: Stéphane Vuillet. Mit: Carmen Maura, Jacques Gamblin, Ingeborga Dapkunaite, Raphaëlle Molinier
Start:

Stéphane Vuillets erster Spielfilm 25 Grad im Winter, der 2004 auch im Wettbewerb der Berlinale lief, ist eine charmante Tragikomödie über vier Menschen auf der Suche nach etwas, das sie aus ihrer Einsamkeit herausführt. Kritik 

Formula 17 – Kritik

TW 2004. Regie: D.J. Chen. Mit: Tony Yang, Duncan
Start:

Ein taiwanesischer Spartenfilm über eine mögliche Liebe zwischen einem schüchternen romantischen Jungen und einem verletzten Playboy. Formula 17 bietet in eintönig ausgeleuchteten Bildern ein Klischee homosexueller Liebe. Kritik 

Der Wald vor lauter Bäumen – Kritik

D 2003. Regie: Maren Ade. Mit: Eva Löbau
Start:

Melanie Pröschle tritt mit viel Enthusiasmus ihre erste Stelle an einer Realschule in Karlruhe an. Ihr Versuch, ein neues Leben anzufangen scheitert kläglich, da ihre bemühte Art weder im beruflichen noch privaten Umfeld ankommt. Der Wald vor lauter Bäumen, Maren Ades beachtenswertes Regiedebüt, ist kein Film, der sich bei seinem Publikum einschmeichelt. Kritik 

Schöne Frauen – Kritik

D 2003. Regie: Sathyan Ramesh. Mit: Floriane Daniel, Julia Jäger, Caroline Peters, Clelia Sarto, Ulrike C. Tscharre
Start:

Der Regieerstling Sathyan Rameshs handelt von fünf Schauspielerinnen, die sich bei einem Casting kennen lernen und in der darauffolgenden, alkoholseligen Nacht einander ihre Probleme, Träume und Lebensphilosophien erzählen. Trotz eines mittelmäßigen Drehbuchs, gelingt dem ehemaligen Filmkritiker dabei ein bisweilen unterhaltsamer Film. Kritik 

Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse – Kritik

USA 2004. Regie: Brad Silberling. Mit: Emily Browning, Liam Aiken, Jim Carrey
Start:

Nachdem aus Kerry nichts wurde, gibt es den „Neuen Carrey“. Im Gegensatz zum Politiker John konnte sich das amerikanische Publikum mit dem Ausnahmekomiker Jim in seinem jüngsten Film anfreunden, dort spielte der Film annähernd 120 Millionen Dollar ein. Zugegeben, Carrey hat auch ein leichteres Spiel, es geht in Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse nicht um kontrovers diskutierte Themen, sondern lediglich um die Frage: „Was braucht ein Kind nicht, um glücklich zu sein?“. Kritik 

Vom Suchen und Finden der Liebe – Kritik

D 2004. Regie: Helmut Dietl. Mit: Moritz Bleibtreu, Alexandra Maria Lara
Start:

In ihrer neuen Zusammenarbeit orientieren sich Helmut Dietl und Patrick Süskind sehr frei am Mythos von Orpheus und Eurydike, die bei ihnen Mimi Nachtigal und Venus Morgenstern heißen. Die schon so oft und hier erneut variierte griechische Sage gerät aber in Vom Suchen und Finden der Liebe zu einer künstlerischen Hadesfahrt. Kritik 

Die Grauzone – Kritik

USA 2001. Regie: Tim Blake Nelson. Mit: David Arquette, Harvey Keitel
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Am 7. Oktober 1944 fand der einzige Aufstand im Vernichtungslager Auschwitz II (Birkenau) statt, der trotz langer Organisation und Planung unvorbereitet und spontan ausbrach. Ausgeführt wurde er von Häftlingen des Sonderkommandos, die in den Krematorien arbeiten mussten. Tim Blake Nelsons beklemmender und hoffentlich aufsehenerregender Film berichtet von diesen Häftlingen. Kritik 

9 Songs – Kritik

GB 2004. Regie: Michael Winterbottom. Mit: Kieran O’Brien, Margo Stilley
Start:

Der Klimaforscher Matt (Kieran O’Brien) lernt in London die amerikanische Austauschstudentin Lisa (Margo Stilley) kennen und lieben. In seinem neuen Film versucht Michael Winterbottom, die Grenzen expliziter Sexualitätsdarstellung im Kino auszuweiten, vermag dabei aber nicht zu überzeugen. Kritik 

Aviator – Kritik

USA, JP, D 2004. Regie: Martin Scorsese. Mit: Leonardo DiCaprio, Cate Blanchett
Start:

Martin Scorseses Bio-Pic Aviator reflektiert das Leben des Hollywood-Produzenten, Flugzeugingenieurs, Frauenhelden und vor allem kranken Außenseiters Howard Hughes in den dreißiger und vierziger Jahren. Ein großer Film – leider etwas zu groß für Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio. Kritik 

Stimmen aus dem Wald – Kritik

ISR 2003. Regie: Limor Pinhasov Ben Yosef, Yaron Kaftori Ben Yosef. Mit: Baruch Shuv, Mordechai Zeidel
Start:

Mehr als 100.000 Menschen wurden zwischen 1941 und 1944 in einem kleinen Dorf in der Nähe der litauischen Hauptstadt Vilnius umgebracht. In Stimmen aus dem Wald können einige der wenigen Überlebenden von diesen Massakern berichten. Die Bewohner des Dorfes, die zu jener Zeit dort lebten, wussten aber immer, was im Wald vor sich ging; der Film dokumentiert auch ihre Rechtfertigungsversuche und Schuldzuweisungen. Kritik 

Südostpassage. Eine Reise zu den neuen weißen Flecken auf der Landkarte Europas – Kritik

D 2002. Regie: Ulrike Ottinger
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Ulrike Ottingers sechsstündiger Dokumentarfilm ist zugleich eine Reise von Deutschland über Osteuropa nach Odessa in der Ukraine, die schließlich in dem eurasischen Istanbul ihr Ziel findet. Mit Hilfe literarischer Texte bieten die Bilder des sich als Momentaufnahme verstehenden Filmes einen nicht immer gelungenen, aber sehr faszinierenden Blick auf die „weißen Flecken der Landkarte Europas“. Kritik 

Blade: Trinity – Kritik

USA 2004. Regie: David S. Goyer. Mit: Wesley Snipes, Kris Kristofferson, Jessica Biel
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Zum dritten Mal wandert Blade in schwarzem Leder nun über die Leinwände – diesmal verbündet er sich mit zwei menschlichen Vampirjägern, um den Ur-Vampir Dracula zu vernichten. Leider erfährt man bis zum Ende nicht, warum das nötig war; das wilde Action-Spektakel kann nicht verdecken, dass es dem Regisseur und Drehbuchautor an Ideen für eine halbwegs spannende Handlung fehlte. Kritik 

De-Lovely - Die Cole Porter Story – Kritik

USA 2004. Regie: Irwin Winkler. Mit: Kevin Kline, Ashley Judd, Jonathan Pryce
Start:

Irvin Winklers Cole Porter-Biographie De-Lovely ist ein exzellent besetzter musikalischer Bilderbogen, eine Hommage an die Glanzzeit der Musicals und gleichzeitig der Versuch, authentisch das Leben einer faszinierenden Persönlichkeit wiederzugeben. Kritik 

Schneeland – Kritik

D 2004. Regie: Hans W. Geißendörfer. Mit: Julia Jentsch, Ulrich Mühe
Start:

Schneeland erzählt zwei Geschichten: die Geschichte von der Todessehnsucht der Schriftstellerin Elisabeth und die Geschichte vom Leiden und Lieben der Bauerntochter Ina. Beide Geschichten sollen zusammengehören und werden auch zusammengeführt. Trotz einiger herausragender Schauspieler ist Schneeland jedoch eine fast gänzlich misslungene Konstruktion, weil die Geschichte um Ina durch ihren Rückbezug auf Elisabeth nur instrumentalisiert wird. Kritik 

Gente di Roma – Kritik

IT 2003. Regie: Ettore Scola. Mit: Giorgio Colangeli, Antonello Fassari
Start:

Der italienische Regiemaestro Ettore Scola will mit diesem Film seiner Heimatstadt Rom eine humorvolle und gleichzeitig melancholische Liebeserklärung machen. Damit fordert er den Vergleich zu Fellini heraus, verzettelt sich aber durch die Vielfalt von geschilderten Alltagssituationen mit diesem Porträt der Menschen Roms. Kritik 

Das Ende - Assault on Precinct 13 – Kritik

USA 2004. Regie: Jean-François Richet. Mit: Ethan Hawke, Laurence Fishburne
Start:

In der Neujahrsnacht werden Polizisten und Gefangene des Polizeireviers 13 Opfer eines mit blutiger Präzision vorgetragenen Anschlags. Das Ende naht... Kritik 

2046 – Kritik

HOK 2004. Regie: Wong Kar Wai. Mit: Tony Leung
Start:

Während er in seinem Hotelzimmer an einem Science-Fiction-Roman schreibt, verliert sich der Schriftsteller Chow (Tony Leung) zunehmend in einem Strudel von Erinnerungen an verflossene Affären. Der neue Film des Kultregisseurs Wong Kar Wai ist ein hoch stilisiertes Meisterwerk über die Neurosen der Liebe, das filmästhetisch radikal, wie subtil die Innenwelt seiner Hauptfigur erforscht. Dabei zeichnet er ein düsteres Bild der Vereinsamung des modernen Menschen und reflektiert gleichzeitig die politisch-kulturelle Situation Hongkongs. Kritik 

Comandante – Kritik

USA, E 2003. Regie: Oliver Stone. Mit: Oliver Stone, Fidel Castro
Start:

Oliver Stone besucht Fidel Castro auf Kuba und in einem dreitägigen Interview-Marathon reden sie über Gott und die Welt. Auch wenn in dem Gespräch nicht viel Sensationelles zu erfahren ist, eines ist sicher: Oliver Stone hat in Castro einen Kumpel gefunden. Die Chemie zwischen altgedientem Politiker und altgedientem Regisseur scheint für beide aufzugehen. Kritik 

Hautnah – Kritik

USA 2004. Regie: Mike Nichols. Mit: Jude Law, Natalie Portman, Julia Roberts, Clive Owen
Start:

Wer nach Ocean’s Twelve (2004) eigentlich eine Julia-Roberts-Pause einlegen müsste, kann dennoch entspannt in Hautnah gehen, denn es handelt sich nicht um ein Starvehikel für die junge Mutter. In der seltenen Konstellation mit drei weiteren, gleichgestellten Hauptdarstellern ist Roberts Teil eines Viererensembles. Neben ihr spielen Clive Owen, Jude Law und Natalie Portman in einer außergewöhnlichen Bühnenverfilmung. Kritik 

Zwölf Stühle – Kritik

D 2004. Regie: Ulrike Ottinger. Mit: Georgi Delijew, Genadi Skarga
Start:

Ulrike Ottingers Version des bereits mehrfach verfilmten, russischen Romans Die Zwölf Stühle ist eine Symbiose aus Fiktion und aktueller Reisedokumentation mit einer ironischen Sicht auf heutige und damalige Verhältnisse. Kritik 

Das Netz – Kritik

D 2003. Regie: Lutz Dammbeck. Mit: John Brockman, Stewart Brand
Start:

Der Multimediakünstler Lutz Dammbeck bereist in seiner Dokumentation Das Netz die USA und konfrontiert Computerwissenschaftler und Vordenker des Cyberspace mit den technologiekritischen Thesen des „Unabomber-Manifests“. Herausgekommen ist eine komplexe Untersuchung der Voraussetzungen, die zu gegenwärtigen Neuen Technologien geführt haben. Kritik 

Napola – Elite für den Führer – Kritik

D 2004. Regie: Dennis Gansel. Mit: Max Riemelt, Tom Schilling
Start:

Der Lehrer einer Eliteschule wird auf den Arbeitersohn Friedrich aufmerksam. Stolz ergreift der Junge die Chance, aus der beengenden Armut auszubrechen, aber die Schule hält für ihn eher Konflikte als Möglichkeiten bereit. Der als Pubertäts-Studie vielleicht nicht ganz misslungene Film trägt schwer an einem Dilemma: Er spielt im nationalsozialistischen Deutschland des Jahres 1942. Kritik 

Der Fakir – Kritik

DK, D 2004. Regie: Peter Flinth. Mit: Moritz Bleibtreu, Julie Zangenberg, Aksel Leth
Start:

Ein Zwillingspärchen hat sich mit einem eigenwilligen, streng riechenden Fakir herumzuschlagen, den sie im Keller ihres neuen Hauses in einem Kugelschreiber gefunden haben. Leider verschreibt sich dieser eigentlich recht unterhaltsame Kinderfilm nicht komplett der Phantasie, sondern lässt neben einfallsreichen Ideen große Handlungslücken einfach stehen. Kritik 

Alles auf Zucker! – Kritik

D 2004. Regie: Dani Levy. Mit: Henry Hübchen, Hannelore Elsner
Start:

Der Wendeverlierer und notorische Spieler Jaecki Zucker (Henry Hübchen) steht mit einem Bein im Gefängnis. Da eröffnen sich ihm gleich mehrere Chancen, seine Schulden, wegen denen er diesen Ärger hat, abzubezahlen. Ob und wie ihm das gelingt, davon handelt Dani Levys vergnügliche neue Komödie Alles auf Zucker! Kritik 

Sylvia – Kritik

GB 2003. Regie: Christine Jeffs. Mit: Gwyneth Paltrow, Daniel Craig
Start:

Gwyneth Paltrow spielt Sylvia Plath, eine der bedeutendsten amerikanischen Schriftstellerinnen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sie war mit dem englischen Lyriker Ted Hughes verheiratet und nahm sich mit nur 30 Jahren 1962 das Leben. Sylvia konzentriert sich jedoch zu sehr auf das Paar Plath/Hughes und verliert dabei manchmal die Titelheldin aus den Augen. Kritik 

House of Flying Daggers – Kritik

CN 2004. Regie: Zhang Yimou. Mit: Andy Lau, Takeshi Kaneshiro, Zhang Ziyi
Start:

Mit House of Flying Daggers schafft Zhang Yimou ein garantiert vieldiskutiertes Gegenstück zu seinem Meisterwerk Hero. Er schickt Andy Lau und Takeshi Kaneshiro in den Kampf um Zhang Ziyi, der sich als entscheidende Spiegelschlacht eines ganzen Volkes entpuppt. Bombastisch! Kritik 

Das Erbe – Kritik

DK, NO, S, GB 2003. Regie: Per Fly. Mit: Ulrich Thomsen, Lisa Werlinder
Start:

Nach Die Bank (Bænken, 2000), dem ersten Film einer Trilogie über die dänische Gesellschaft, erzählt Per Fly nun, wie ein Industriellensohn (Ulrich Thomsen – Festen) sein Leben zugunsten der Fabrik seines Vaters opfert. Über ein bürgerliches Portrait hinaus erzählt Das Erbe den universellen Konflikt zwischen Selbstverwirklichung und Pflichtgefühl. Auf dem Festival von San Sebastian wurde der Film für das beste Drehbuch ausgezeichnet. Kritik 

After the Sunset – Kritik

USA 2004. Regie: Brett Ratner. Mit: Pierce Brosnan, Salma Hayek
Start:

Salma Hayek und Pierce Brosnan spielen ein Diebes- und Liebespaar, das sich nach einen Diamantenraub zur Ruhe setzen will. Die Idylle auf einer tropischen Insel entpuppt sich jedoch als Hort der Langeweile... After the Sunset führt wenig unterhaltsam fast sämtliche Stereotypen der Meisterdiebe-Filme vor und kommt am Ende genau da wieder an, wo er am Anfang schon nicht sein wollte. Kritik 

Die Brautjungfer – Kritik

F, D 2004. Regie: Claude Chabrol. Mit: Benoit Magimel, Laura Smet
Start:

Zwischen Philippe (Benoit Magimel) und Senta (Laura Smet) entsteht in kürzester Zeit eine intensive, gar mystische Liebesbeziehung. Claude Chabrol inszeniert sie in einem Spiel mit den Konventionen der Komödie und des Thrillers, schafft damit aber kaum mehr als ein Übergangswerk. Kritik 

Ray – Kritik

USA 2004. Regie: Taylor Hackford. Mit: Jamie Foxx, Kerry Washington
Start:

Ein zu 90 Prozent verbürgter Film über Ray Charles? Taylor Hackford präsentiert einen handwerklich soliden Versuch das Leben von Ray bis zu seiner Verhaftung wegen Drogenbesitzes psychologisch motiviert darzustellen. Die Vielschichtigkeit des Lebens des legendären Musikers - von einem glänzenden Jamie Foxx verkörpert - erscheint dabei jedoch als etwas zu determiniert. Kritik 

Die Reise ins Glück – Kritik

D 2004. Regie: Wenzel Storch. Mit: Jürgen Höhne, Jasmin Harnau
Start:

Kapitän Gustav landet mit seinem Schneckenschiff auf einer mysteriösen Insel und nimmt den Kampf gegen König Knuffi und dessen fiese Helfer auf. Ohne Rücksicht auf Verluste inszeniert der Undergroundfilmer Wenzel Storch sein bisher aufwändigstes Werk. Kritik