Neu im Kino

Zimt und Koriander – Kritik

GR, TR 2003. Regie: Tassos Boulmetis. Mit: Georges Corraface, Markos Osse
Start:

In digital veredelten Bildern zaubert der griechische Regisseur Tassos Boulmetis das Istanbul der 50er und das Athen der 60er Jahre auf die Leinwand und erzählt dabei die Geschichte eines in der Türkei lebenden Jungen, der gezwungen ist, mit seinen Eltern nach Griechenland auszuwandern. Kritik 

Mondovino – Kritik

F, USA 2004. Regie: Jonathan Nossiter
Start:

Mondovino, die Welt des Weins, ist ein eigener Kosmos. Dennoch geht es dort wie überall zu: Amerikaner bekehren die Welt, Gallier wehren sich und am Ende ist alles Geschmackssache. Kritik 

Latter Days – Kritik

USA 2003. Regie: C. Jay Cox. Mit: Steve Sandvoss, Wes Ramsey
Start:

Ein bewegendes Drama über die Liebe zwischen einem eitlen Aufreißer und einem schüchternen Mormonenprediger. Vielleicht der Beginn eines schwulen Mainstreams. Kritik 

The Life and Death of Peter Sellers – Kritik

USA, GB 2004. Regie: Stephen Hopkins. Mit: Geoffrey Rush, Emily Watson
Start:

In dem Biopic des Fernseh- und Kino- erfahrenen Regisseur Stephen Hopkins (24, ab 2001) vermag Geoffrey Rush den englischen Schauspieler und Komödianten, der durch die Rolle des Inspektor Clouseau zum Superstar der 60er Jahre aufstieg, in einer genialen Performance zu verkörpern. Kritik 

Nachbarinnen – Kritik

D 2004. Regie: Franziska Meletzky. Mit: Dagmar Manzel, Grazyna Szapolowska
Start:

Jola glaubt, jemanden getötet zu haben, und Dora will eigentlich ihre Ruhe haben: die seltsamen Ursprünge einer zarten Liebesgeschichte in einem Leipziger Plattenbau. Kritik 

Kebab Connection – Kritik

D 2004. Regie: Anno Saul. Mit: Denis Moschitto, Nora Tschirner
Start:

Ob sich seine zukünftige Vaterschaft mit der Produktion des ersten deutschen Kung-Fu-Films vereinbaren lässt, muss der junge Türke Ibo in dieser unterhaltsamen Hamburger Kiezkomödie erst noch mühevoll herausfinden. Kritik 

Kismet – Würfel Dein Leben! – Kritik

D 2001. Regie: Lars Kraume. Mit: Caroline Korneli, David Sieveking
Start:

Ein Würfel trifft die Reiseentscheidungen zweier junger Menschen, die auf eine Odyssee durch Europa geschickt werden. Mit minimaler Technik realisiert, versucht der simulierte Dokumentarfilm das Lebensgefühl der heutigen Twens wiederzugeben. Kritik 

Der Kaufmann von Venedig – Kritik

USA 2004. Regie: Michael Radford. Mit: Al Pacino, Jeremy Irons, Joseph Fiennes
Start:

Die erste Verfilmung des Dramas seit langer Zeit stellt Shylock in den Kontext der Gesellschaft und macht ihn zu einer starken, tragischen Figur. Kritik 

Maria Voll der Gnade – Kritik

USA 2003. Regie: Joshua Marston. Mit: Catalina Sandino Moreno, Virginia Ariza
Start:

Das religiös angehauchte Drama erzählt von einer jungen Kolumbianerin, die sich durch Drogenschmuggel in die USA eine bessere Zukunft erhofft. Doch es kommt zu Komplikationen. Kritik 

Die Dolmetscherin – Kritik

USA 2005. Regie: Sydney Pollack. Mit: Nicole Kidman, Sean Penn
Start:

Who is she? Fragt sich Sean Penn. Nun, laut Drehbuch ist Nicole Kidman Afrikanerin. Unglaubwürdig genug… Kritik 

Lieber Frankie – Kritik

GB 2004. Regie: Shona Auerbach. Mit: Emily Mortimer, Gerard Butler, Jack McElhone
Start:

Ein charmantes Debüt aus Schottland präsentiert die ehemalige Fotografin Shona Auerbach. Sympathische Schauspieler und ein pointiertes Drehbuch lassen einen über die Vorhersehbarkeit der Geschichte hinwegsehen. Kritik 

Palindrome – Kritik

USA 2004. Regie: Todd Solondz. Mit: Jennifer Jason Leigh, Ellen Barkin, Richard Masur
Start:

Die zwölfjährige Aviva möchte um jeden Preis ein Kind bekommen. Nachdem sie von zu Hause wegläuft, gerät sie auf ihrer abenteuerlichen Reise an christliche Fanatiker und einen Pädophilen. Palindromes von Todd Solondz (Willkommen im Tollhaus, Welcome to the Dollhouse; Happiness) erzählt von einem jungen Mädchen, verkörpert durch acht verschiedene Schauspielerinnen, das sich auf der Suche nach seinem Glück befindet. Trotz einiger interessanter Ideen und einer unkonventionellen Herangehensweise geht dem Film allerdings schon nach der Hälfte die Luft aus. Kritik 

Katze im Sack – Kritik

D 2004. Regie: Florian Schwarz. Mit: Jule Böwe, Christoph Bach
Start:

Leipzig bei Nacht. Das Debüt von Florian Schwarz will besonders düster daherkommen – kaputte Beziehungen, kalter Sex, einsamer Tod. Kritik 

Atash - Durst – Kritik

ISR, PA 2004. Regie: Tawfik Abu Wael. Mit: Hussein Yassin Mahajne, Amal Bweerat
Start:

Durst nach Wasser, Freiheit und Begierde hat eine palästinensische Familie im selbst auferlegten Exil. Für sein beeindruckendes Familiendrama hat Tawfik Abu Wael 2004 in Cannes den Preis der Kritiker erhalten. Kritik 

Ewige Schönheit – Kritik

D 2003. Regie: Marcel Schwierin
Start:

Ewige Schönheit versucht die Gesellschaftsvision des Nationalsozialismus nachzuzeichnen. Der Film besteht ausschließlich aus Originalfilmmaterial und bietet einen wichtigen Einblick in nationalsozialistische Ästhetik und Politik. Kritik 

2 oder 3 Dinge, die ich von ihm weiß – Kritik

D 2005. Regie: Malte Ludin. Mit: Malte Ludin
Start:

Dokumentation über einen hingerichteten Naziverbrecher und die Gegenwart seiner hinterbliebenen Familie - intim, persönlich und in seiner Offenheit mutig erzählt durch den eigenen Sohn. Kritik 

Sugar – Kritik

CA 2004. Regie: John Palmer. Mit: Brendan Fehr, Andre Noble
Start:

Sugar erzählt von Cliff, der an seinem achtzehnten Geburtstag auf den Stricher Butch trifft, von dem er sofort fasziniert ist. Mit leichter Hand inszeniert John Palmer fast nebensächlich das Erwachsenwerden eines jungen Mannes im Strichermilieu, schafft es dabei aber nicht die anfängliche Stärke seines Films bis zum Ende durchzuhalten. Kritik 

Coach Carter – Kritik

USA 2005. Regie: Thomas Carter. Mit: Samuel L. Jackson, Rob Brown, Robert Ri´chard
Start:

Als ihre schulischen Leistungen zu schlecht werden, sperrt Coach Carter seine Mannschaft kurzerhand vom Training aus. Damit handelt er sich reichlich Ärger ein, behält aber recht – wie immer. Kritik 

Nobody Knows – Kritik

JP 2004. Regie: Hirokazu Koreeda. Mit: Yûya Yagira
Start:

Eine Siedlung in Tokio: Als eine alleinerziehende Mutter ihre vier Kinder zurücklässt, beginnt für die Heranwachsenden ein Überlebenskampf. Der beim Filmfestival von Cannes mit dem Darstellerpreis ausgezeichnete Nobody Knows besticht vor allem durch das natürliche Spiel seiner jungen Akteure und eine poetisch-realistische Erzählweise, die das Leben mit all seinen Facetten zelebriert. Kritik 

Hurensohn – Kritik

Ö, L 2003. Regie: Michael Sturminger. Mit: Chulpan Khamatova, Miki Manojlovic
Start:

Eine zwiespältige Verfilmung von Gabriel Loidolts Roman Hurensohn. Ausgezeichnet mit dem Filmpreis auf dem Filmfestival Max Ophüls 2004. Kritik 

Being Julia – Kritik

USA, CA, HU, GB 2004. Regie: István Szabó. Mit: Annette Bening, Jeremy Irons
Start:

István Szabó präsentiert seine zweite Komödie. Nach dem Zauber der Venus (Meeting Venus, 1991) lässt er uns nun dem Zauber Julias verfallen – und dies in einem phantastischen Film! Kritik 

Hide and Seek - Du kannst dich nicht verstecken – Kritik

USA 2004. Regie: John Polson. Mit: Robert De Niro, Dakota Fanning
Start:

Psychologin Katherine glaubt, dass Charlie, der neue Freund von Emily, der Tochter ihres Psychologen-Freundes David, nur ein imaginiertes Trauma-Produkt ist. Ein tödlicher Irrtum, denn in diesem kruden Mix aus Shining (1979) und Angel Heart (1988) agiert Charlie äußerst blutrünstig. Kritik 

Hotel Ruanda – Kritik

GB, CA, IT, ZA 2004. Regie: Terry George. Mit: Don Cheadle, Sophie Okonedo
Start:

Über die persönliche Odyssee des Hotelmanagers Paul vermittelt der Film einen beklemmenden Eindruck der Massaker im Ruanda des Jahres 1994. Kritik 

One Day in Europe – Kritik

D, E 2005. Regie: Hannes Stöhr. Mit: Megan Gay, Luidmila Tsvetkova, Florian Lukas, Erdal Yildiz
Start:

Vier Gepäckdiebstähle in vier europäischen Städten konfrontieren die betroffenen Touristen mit unverständlichen Formularen, Fußball schauenden Polizisten und unerwartet komplizierten Verhören, während gerade das Championsleague-Finale stattfindet und die Fans ausflippen. Ein filmisches Vierländerturnier, das auf unterhaltsame Art und Weise ein Europa zeigt, das trotz Verständigungsschwierigkeiten vereint im Fußballfieber schwelgt. Kritik 

Der Preis des Überlebens – Kritik

NL 2003. Regie: Louis van Gasteren
Start:

Der beklemmende Dokumentarfilm berichtet von den Erfahrungen der Kinder eines KZ-Überlebenden und wie tief die Traumatisierung des Vaters auch ihr Leben, das Leben der „zweiten Generation“, bestimmt hat. Kritik 

Vanity Fair – Jahrmarkt der Eitelkeit – Kritik

GB, USA 2005. Regie: Mira Nair. Mit: Reese Witherspoon, Romola Garai
Start:

Der soziale Aufstieg Becky Sharps wird in Mira Nairs Vanity Fair vor allem als unterhaltsamer Kostümfilm präsentiert und das Beziehungsgeflecht der Romanvorlage Thackerays zu Gunsten dieser einen Hauptperson aufgelöst. Die Regisseurin versucht nicht nur damit eigene Akzente in ihrer Umsetzung der Geschichte zu setzen, die insgesamt aber nicht überzeugen kann. Hinter den Erwartungen auf eine gelungene Adaption des Klassikers bleibt der Film weit zurück. Kritik 

Be Cool – Kritik

USA 2005. Regie: F. Gary Gray. Mit: John Travolta, Uma Thurman, Vince Vaughn
Start:

Uma Thurman und John Travolta tanzen wieder! Kritik 

Brothers - Zwischen Brüdern – Kritik

DK 2004. Regie: Susanne Bier. Mit: Connie Nielsen, Ulrich Thomsen
Start:

In Brothers gerät das Gleichgewicht zweier Brüder durch die politische Weltlage durcheinander. Der charakterstarke wird zum Monster und der Loser wird zum verantwortungsvollen Menschen. Wie sehr der Zufall unser Leben und unsere Liebe auf die Probe stellen kann, untersucht die Dänin Susanne Bier wirkungsvoll ohne vereinfachende Erklärungsschemata oder überdramatisierenden Pathos. Kritik 

Ring 2 – Kritik

USA 2005. Regie: Hideo Nakata. Mit: Naomi Watts, David Dorfman
Start:

Als sie den Fluch eines todbringenden Videos stoppen will, sieht sich die Reporterin Rachel (Naomi Watts), wie ihren Sohn Aidan (David Dorfman) von einem Rachegeist bedroht. Mit einer nur mäßigen Horrorwirkung, fällt Ring 2, trotz der stringenten Umsetzung seiner Thematik um Familienverfall und Kindesmissbrauch, gegenüber dem Vorgänger deutlich ab. Kritik 

andiamo! – Kritik

D, IT 2004. Regie: Thomas Crecelius. Mit: Carmela Tafaro, Giovanna La Fauci
Start:

Schönes Wetter und die malerische Mittelmeerküste reichen nicht unbedingt aus, um glücklich zu werden. andiamo! dokumentiert die kritische Heimatverbundenheit einer Gruppe von Abiturienten in der sizilianischen Stadt Noto, kurz bevor einige von ihnen zum Studieren von Zuhause weggehen müssen. Der Film beschränkt sich dabei nicht auf die Rolle des distanzierten Beobachters, sondern inszeniert eine Dokumentation. Kritik 

Machuca, mein Freund – Kritik

CHI, E, F, GB 2004. Regie: Andrés Wood. Mit: Matías Quer, Ariel Mateluna, Manuela Martelli
Start:

Mit Machuca, mein Freund nähert sich der Regisseur Andrés Wood auf unkonventionelle Weise einem düsteren Kapitel aus Chiles Vergangenheit. Das Umfeld eines Zwölfjährigen dient dem Film als Vorlage für ein Porträt der letzten Monate der Allende-Regierung und der Zeit unmittelbar nach dem Militärputsch von 1973. Kritik 

Reine Chefsache – Kritik

USA 2004. Regie: Paul Weitz. Mit: Dennis Quaid, Topher Grace
Start:

Ein neuer Film der Weitz-Brüder über den Kapitalismus, die Werbewirtschaft und zu junge Chefs, die mit der eigenen Tochter schlafen. Niveauvoller als American Pie und angepasster als About a boy. Kritik 

Million Dollar Baby – Kritik

USA 2004. Regie: Clint Eastwood. Mit: Hilary Swank, Clint Eastwood, Morgan Freeman
Start:

Was beginnt wie die weibliche Version eines klassischen Boxer-Emporkömmling-Films, entwickelt Altmeister Clint Eastwood zu einer in aller Brillanz und Leichtigkeit marternden, schmerzlich intensiven Variation verschiedenster Liebes-Topoi. Kritik 

Miss Undercover 2 – Fabelhaft und bewaffnet – Kritik

USA 2005. Regie: John Pasquin. Mit: Sandra Bullock, Regina King, Enrique Murciano
Start:

FBI-Agentin und “Miss Undercover” Gracie Hart wird eigentlich nicht mehr für Ermittlungsarbeit eingesetzt, aber als zwei Freunde entführt werden, mischt sie sich dennoch ein. Kritik 

Nomi Song – Kritik

D 2004. Regie: Andrew Horn. Mit: Klaus Nomi, Ann Magnuson
Start:

“He came from outer space to save the human race”. Der Aufstieg des außergewöhnlichen Countertenors Klaus Nomi von den Anfängen im New Yorker Untergrund der späten siebziger Jahre bis zu seinem internationalen Durchbruch steht in Andrew Horns durchaus unterhaltsamer Dokumentation Nomi Song im Mittelpunkt. Kritik 

Kinsey – Kritik

USA 2004. Regie: Bill Condon. Mit: Liam Neeson, Laura Linney, Chris O´Donnell
Start:

Dieses “Biopic” versucht, das Leben und die Arbeit des Sexualfoschers Alfred Kinsey zusammenzuführen; bemerkenswert Neues oder Skandalöses findet sich nicht. Kritik 

Willenbrock – Kritik

D 2005. Regie: Andreas Dresen. Mit: Axel Prahl, Inka Friedrich
Start:

Auch in seiner ersten Literaturadaption bleibt sich Regisseur Andreas Dresen treu. Auf Kosten des politischen Kerns von Christoph Heins Roman Willenbrock destilliert er vor allem die zwischenmenschlichen Beziehungen der Personen heraus. Dresens Film zeigt, wie bei souveräner Handhabung von Romanmotiven ein eigenständiges Werk entstehen kann. Kritik 

Die Tiefseetaucher – Kritik

USA 2004. Regie: Wes Anderson. Mit: Bill Murray, Owen Wilson, Cate Blanchett
Start:

In der neuen Komödie von Wes Anderson (Rushmore, 1998) agiert Bill Murray als zerzauster Unterwasserfilmer, für den Jacques Cousteau Pate stand. Der Film sprüht nur so vor Ideen, doch lässt das Werk den Humor von vorangegangenen Filmen des Regisseurs vermissen. Kritik 

Die syrische Braut – Kritik

ISR, D, F 2004. Regie: Eran Riklis. Mit: Hiam Abbass, Makram J. Khoury, Clara Khoury, Ashraf Barhoum, Eyad Sheety
Start:

In Die syrische Braut erzählt Regisseur Eran Riklis eindringlich von den privaten und politischen Konflikte einer drusischen Familie in den Golanhöhen, die seit 1967 von Israel besetzt werden, eigentlich aber zu Syrien gehören. Kritik 

Robots – Kritik

USA 2005. Regie: Chris Wedge
Start:

Der neue Animationsfilm aus den Blue Sky Studios wartet mit einer Welt voller Roboter auf, in der ein junger Mann vom Lande sich in der großen Stadt bewähren muss. Das Spektakel komischer Ideen ist gemischt mit Gesangs- und Tanzeinlagen. Kritik 

Das Meer in mir – Kritik

E 2004. Regie: Alejandro Amenábar. Mit: Javier Bardem, Belén Rueda
Start:

Alejandro Amenábar verfilmt die Lebensgeschichte des querschnittsgelähmten Ramón Sampedro, gespielt von Javier Bardem, der öffentlich für einen selbstbestimmten Tod eintrat, ein Recht, dass ihm gerichtlich verwehrt wurde. Dabei bleibt der Regisseur aber zu nah an der dem Film zu Grunde liegenden Biographie und findet kaum originelle visuelle Lösungen. Kritik 

L’esquive – Kritik

F 2004. Regie: Abdellatif Kechiche. Mit: Osman Elkharraz, Sara Forestier
Start:

Wenn man 15 Jahre alt ist und verliebt, dann passiert nicht unbedingt viel, aber es wird umso mehr geredet. Der französische Regisseur Abdellatif Kechiche inszeniert in L’esquive ein heftiges Wortgewitter, das Krimo ungewollt auslöst, nur weil ihm Lydia gefällt. Nichts Besonderes, könnte man denken, aber so sprachgewaltig und eindringlich dargestellt, dass dieser Film bei der Verleihung des französischen Filmpreises gleich vier Césars gewonnen hat. Kritik 

Elektra – Kritik

USA 2005. Regie: Rob Bowman. Mit: Jennifer Garner, Goran Visnjic, Kirsten Prout
Start:

Profikillerin Elektra Nachios wechselt die Seiten, als sie erfährt, dass sie als nächstes zwei Freunde ermorden soll. Die sich daran anschließenden Kampfszenen haben angeblich etwas mit dem Schicksal der ganzen Welt zu tun, sind aber schlecht inszeniert und retten die höchst undurchsichtige und hanebüchene Geschichte auch nicht. Kritik 

Creep – Kritik

GB, D 2004. Regie: Christopher Smith. Mit: Franka Potente, Vas Blackwood, Sean Harris
Start:

In den Tunneln der Londoner U-Bahn tummelt sich ein Monster, das wenig freundlich mit seinen Opfern umgeht. Franka Potente gibt die Scream Queen, was die Filmhandlung zwar nicht origineller macht, Creep aber auch nicht weniger gruselig. Kritik 

Alfie – Kritik

USA, GB 2004. Regie: Charles Shyer. Mit: Jude Law, Marisa Tomei
Start:

Als ein Europäer in New York tritt Jude Law in die Fußstapfen von Michael Caine und spielt die Titelrolle des modernen Casanova Alfie. Der Regisseur Charles Shyer machte für sein Remake Konzessionen an das Unterhaltungskino, dennoch scheiterte der Film an den US-Kassen. Kritik 

Wodka Lemon – Kritik

ARM, F 2003. Regie: Hiner Saleem. Mit: Romik Avinian, Ivan Franek, Lala Sarkissan
Start:

In der verschneiten Berglandschaft des Kaukasus lebt der Witwer Hamo und verscherbelt sein Hab und Gut um halbwegs durch den Winter zu kommen. Bei seinen täglichen Besuchen am Grab seiner Frau trifft er auf die ebenfalls verwitwete Nina, mit der er sich langsam anfreundet. Wodka Lemon ist ein netter kleiner Film aus Armenien, der zwar schöne Bilder und sympathische Charaktere zu bieten hat, ansonsten aber etwas einfallslos bleibt. Kritik 

Brüderliebe – Kritik

F 2004. Regie: Gaël Morel. Mit: Nicolas Cazalé, Stéphane Rideau, Thomas Dumerchez, Bruno Lochet, Aure Atika
Start:

Brüderliebe erzählt die bewegende Geschichte von drei Brüdern, die zwar unter demselben Dach wohnen, aber ihre Probleme nur mit sich selbst austragen. Auf zurückhaltende Weise erzählt Regisseur Gaël Morel von der Suche junger Menschen nach dem individuellen Glück und der Schwierigkeit in einer Männerwelt Gefühle zu zeigen. Kritik 

The White Diamond – Kritik

D, JP, GB 2004. Regie: Werner Herzog. Mit: Graham Dorrington
Start:

Um den unerforschten Baumkronenbereich des Urwalds von Guyana zu überfliegen, konstruiert der Ingenieur Dr. Graham Dorrington einen eigenen Mini-Zeppelin. Werner Herzog gelingt mit The White Diamond ein sehenswerter, durch die Schönheit der Aufnahmen bestechender Dokumentarfilm über den Traum vom Fliegen. Zugleich ist er das faszinierende Seelendrama eines schuldbeladenen Menschen, wie auch der Versuch, das Magisch-Mystische der Natur zu entdecken. Kritik 

Die Maske 2 – Die nächste Generation – Kritik

USA 2004. Regie: Lawrence Guterman. Mit: Jamie Kennedy, Alan Cumming
Start:

Ein Baby mit Superkräften lehrt seinen Vater das Fürchten, der dann auch noch von einem nordischen Gott heimgesucht wird: wenn Cartoons zum Leben erwachen, hat man es eigentlich auch als Comiczeichner nicht leicht. Leider wird die Lebendigkeit in diesem Film nur behauptet, und das Spektakel schlechter Spezialeffekte kriecht seinem vorhersehbaren Ende nur höchst uninspiriert entgegen. Kritik 

Shandurai und der Klavierspieler – Kritik

IT, GB 1998. Regie: Bernardo Bertolucci. Mit: Thandie Newton, David Thewlis
Start:

Bernardo Bertolucci erzählt geradlinig, scheinbar völlig unbeteiligt und ohne Verve die einer Romanvorlage James Lasduns entsprungene Liebesgeschichte einer flüchtigen Afrikanerin (Thandie Newton) und eines verschrobenen Briten (David Thewlis). Dies geschieht konventioneller und leidenschaftsloser, als man es von dem Granden des italienischen Films erwartet hätte. Kritik 

Die besten Jahre – Kritik

IT 2003. Regie: Marco Tullio Giordana. Mit: Luigi Lo Cascio, Alessio Boni
Start:

Viel gelobt wird derzeit Marco Tullio Giordanas Die besten Jahre (La meglio giuventù). In einen Sechsstundenfilm projiziert der Regisseur gut 35 Jahre italienischer Geschichte auf die fiktive Familie Carati. Der Film bestätigt, dass nicht grundsätzlich Quantität gleich Qualität ist. Kritik 

Der Fluch - The Grudge – Kritik

USA 2004. Regie: Takashi Shimizu. Mit: Sarah Michelle Gellar, Jason Behr, Clea DuVall
Start:

Ein Haus in Tokio ist mit einem Fluch belegt, der allen Menschen, die es betreten, den Tod bringt. Sarah Michelle Gellar macht sich in diesem Remake eines japanischen Horrorfilms daran, das Rätsel hinter diesem Fluch zu lösen. Leider ist das nicht so interessant, wie es sich anhört. Kritik 

Rosenhügel – Kritik

HU, D 2005. Regie: Mari Cantu. Mit: Péter Andorai, Erika Maroszán
Start:

Aus der Perspektive zweier Kinder schildert Rosenhügel das Ungarn aus der Zeit des Volksaufstandes von 1956. Kammerspielartig versucht er, das große politische Drama als das zu zeigen, was es zuallererst ist: eine Tragödie des Einzelnen. Leider können diese Stärken des Filmes seine Schwächen vor allem der Figurenzeichnung nicht ganz verdecken. Dennoch ist der Regisseurin ein Film gelungen, der einen interessanten Einblick in die ungarische Geschichte bietet. Kritik 

Code 46 – Kritik

GB 2003. Regie: Michael Winterbottom. Mit: Tim Robbins, Samantha Morton, Om Puri
Start:

Micheal Winterbottom legt in seinem ersten Science Fiction Film Code 46 weniger Wert auf futuristisches Set Design und Spezialeffekte, wie man es von diesem Genre gewohnt ist, sondern zeichnet einen irritierend vertrauten aber doch beklemmend nahen Zukunftsentwurf. Das Scheitern einer Liebe innerhalb einer genetisch kontrollierten Gesellschaft stellt die Frage nach den emotionalen Folgen des Klonen von Menschen. Kritik 

Silentium – Kritik

Ö 2004. Regie: Wolfgang Murnberger. Mit: Josef Hader, Simon Schwarz, Joachim Król
Start:

Der neue Film mit dem österreichischen Kabarettisten Josef Hader ist die zweite Verfilmung eines Krimis von Wolfgang Haas, in dem die Salzburger Gesellschaft von der katholischen Kirche bis zu den Festspielen vorgeführt wird. Ein harmloses Kabinettstückchen mit ironischem Blick auf die österreichische Mentalität. Kritik 

Hitch - Der Date Doktor – Kritik

USA 2005. Regie: Andy Tennant. Mit: Will Smith, Eva Mendes
Start:

Will Smith darf als New Yorker Date Doktor durchschnittlichen Männern zu den Frauen ihrer Träume verhelfen, nur er selber glaubt nicht mehr an die Liebe – bis er die Klatschkolumnistin Sara Melas kennen lernt. Andy Tennant, abonniert auf romantische Komödien, hat Hitch ironiefrei, aber durchaus unterhaltsam inszeniert. Kritik