F 2008. Regie: Dany Boon. Mit: Kad Merad, Dany Boon Start:
Im Norden hausen arbeitslose Alkoholiker mit Sprachstörung, die ihre Haustiere grillen. Die Culture-Clash-Komödie um einen strafversetzten Postbeamten mit regionalen Vorurteilen wurde in Frankreich überraschend zum erfolgreichsten einheimischen Film aller Zeiten. Erklär mir mal einer die Franzosen. Kritik
D 2008. Regie: Peter Schamoni. Mit: Fernando Botero Start:
Der für seine Künstlerbiografien bekannte Peter Schamoni lässt Fernando Botero einen Blick auf sich selbst werfen. Im erinnernden Erzählen des kolumbianischen Künstlers wird die Realität zur Fiktion und damit authentisch. Kritik
Nach We Feed The Worldwidmet sich Erwin Wagenhofer erneut den Schattenseiten der Globalisierung. Let’s make Money erzählt unter anderem wie afrikanische Bauern westliches Geld vermehren und dabei selbst arm bleiben. Kritik
Eine vermeintlich klassisch-stereotype lesbische Butch-Femme-Liebesgeschichte ist das Zentrum dieses kleinen, zauberhaften Films, dem nichts ferner liegt als die platte Reduktion seiner Geschichte auf Typologien. Kritik
USA 2008. Regie: David Gordon Green. Mit: Seth Rogen, James Franco Start:
Im bekifften Zustand werden sogar laue Filme unterhaltsam: Ob jene Behauptung der Hauptfigur von Ananas Express als Anleitung für die Zuschauer dieser Kifferposse gemeint war? Kritik
D, NL 2008. Regie: Robert Dornhelm. Mit: Anna Netrebko, Rolando Villazòn Start:
Die Geschichte vom armen Künstler und der schönen, aber todkranken Frau findet einmal mehr den Weg von der Bühne ins Kino. Die Diva-Qualitäten des Opernstars Anna Netrebko überstrahlen dabei eine hausbackene Inszenierung. Kritik
CA, BR, JP 2008. Regie: Fernando Meirelles. Mit: Julianne Moore, Mark Ruffalo Start:
Als ein Autofahrer im Metropolenverkehr erblindet, hilft ihm ein Passant zunächst nach Hause, nur um ihm im direkten Anschluss den Wagen zu stehlen. In dieser Ambivalenz nistet sich Fernando Meirelles fulminante Literaturverfilmung tückisch ein. Kritik
USA 2006. Regie: Kelly Reichardt. Mit: Daniel London , Will Oldham Start:
Ein Männerausflug im Wald wird zum Abgesang auf die amerikanische Linke. Kelly Reichardts Festivalhit Old Joy findet mit zwei Jahren Verspätung seinen Weg nach Deutschland. Kritik
D 2008. Regie: Joseph Vilsmaier. Mit: Michael Herbig, Franz-Xaver Kroetz Start:
Joseph Vilsmaier hat einen ur-bayerischen Stoff verfilmt und setzt auf prominente Schauspieler und märchenhafte Atmosphäre. Doch der gutmütigen Komödie mit Bully Herbig und Franz-Xaver Kroetz fehlen Biss und Tempo. Kritik
D 2008. Regie: Emily Atef. Mit: Susanne Wolff, Johann von Bülow Start:
In kunstvollen Ellipsen erzählt Emily Atef die Geschichte einer Frau, die aufgrund einer psychischen Krise nach der Schwangerschaft ihr Kind ablehnt. Mittels ihrer Dramaturgie der Andeutung erschafft sie einen Schwebezustand zwischen Traum und Wirklichkeit. Kritik
USA 2008. Regie: Fred Wolf. Mit: Anna Faris, Emma Stone Start:
Anna Faris quartiert sich als Ex-Playboy-Bunny in einem Verbindungshaus ein, um den Studentinnen einige Lektionen in Sexyness beizubringen. Das beginnt einigermaßen witzig, ignoriert aber über weite Strecken das satirische Potential der Story. Kritik
VoD: Im neuen Film Jean-Pierre und Luc Dardennes wechseln Geldscheine im Minutentakt den Besitzer. Trotzdem geht nicht alles in Lornas Schweigen in Ökonomie auf. Kritik
D 2008. Regie: Sven Unterwaldt. Mit: Atze Schröder, Oliver Wnuk Start:
Auf der Suche nach neuen Herausforderungen, wird die Comedy-erprobte Figur des Atze Schröder von Regisseur Sven Unterwaldt kurzerhand auf ein U-Boot versetzt. Hinzu fügt man ein Ensemble populärer Schauspieler und ein paar beeindruckende Panoramaaufnahmen, fertig ist der avisierte deutsche Mainstream-Erfolg. Kritik
IT 2007. Regie: Silvio Soldini. Mit: Margherita Buy, Antonio Albanese Start:
Luxuriöser Lebensstil, privilegierte soziale Stellung, liebgewonnene Vorurteile: Alles hinüber, wenn der Job weg ist. Silvio Soldinis neuer Film porträtiert eine Ehe in Zeiten der Arbeitslosigkeit. Kritik
D 2008. Regie: Marco Kreuzpaintner. Mit: David Kross, Daniel Brühl Start:
Die Besetzungsliste von Krabat liest sich bisweilen wie ein Who-Is-Who deutscher Jungstars, doch neben Daniel Brühl und Robert Stadlober hat die Literaturverfilmung noch einiges mehr zu bieten. Kritik
In Disturbia (2007) gab Shia LaBoeuf für D.J. Caruso noch den Voyeur, in dessen neuem Film wird seine Hauptfigur selbst höchst erfolgreich überwacht. Kritik
Ein Senioren-Chor interpretiert Rock- und Pop-Nummern von The Clash bis David Bowie und feiert damit auf beiden Seiten des Atlantiks beachtliche Erfolge. Die Musik-Doku Young@Heart bringt uns die Protagonisten dieses ungewöhnlichen Projekts näher. Kritik
D 2008. Regie: Hannes Stöhr. Mit: Corinna Harfouch, Araba Walton Start:
In seiner ersten, autobiografisch gefärbten Filmrolle überzeugt der Musiker Paul Kalkbrenner als Ickarus, den sein ausschweifender Lebensstil von der DJ-Kanzel in die Nervenklinik bringt. Kritik
D 2008. Regie: Nicolai Rohde. Mit: Marie Bäumer, Sebastian Blomberg Start:
„Das Schicksal mischt die Karten und wir spielen“, behauptete Schopenhauer. Nach einer Flugzeugkatastrophe pokert eine Handvoll Menschen mit hohen persönlichen Einsätzen und tragischem Ausgang. Kritik
USA 2008. Regie: Joel Coen, Ethan Coen. Mit: George Clooney, Frances McDormand Start:
Nach dem düsteren Oscar-Streifen No Country for Old Men (2007) versuchen sich die Coen-Brüder in leichter Unterhaltung und inszenieren mit Burn After Reading eine unbeschwerte Spionage-Komödie. Kritik
D, CA 2008. Regie: Uwe Boll. Mit: Til Schweiger, Emmanuelle Vaugier Start:
Uwe Boll zeigt kein Zeichen von Müdigkeit: Erneut hat er ein Videospiel verfilmt, diesmal mit Til Schweiger in der Hauptrolle. Überdruss angesichts eines derart vorhersehbaren Spektakels wie Far Cry empfindet wohl nur der Zuschauer.Kritik
ISR, D, F 2007. Regie: Eran Riklis. Mit: Hiam Abbass, Ali Suliman Start:
Nicht einfach, die Nachbarin eines israelischen Ministers zu sein. Lemon Tree erzählt eindrücklich die süßsaure Geschichte einer palästinensischen Frau, deren Zitronenhain plötzlich zum Politikum wird. Kritik
USA 2008. Regie: Marco Schnabel. Mit: Mike Myers, Jessica Alba Start:
Nach dem Kassenschlager Austin Powers (1997-2002) schlüpft Mike Myers in die Rolle des Guru Pitka, der nach der neuesten Hollywood-Mode Lektionen über die Liebe erteilt und Selbstfindungsformeln aufstellt. Kritik
D 2008. Regie: Uli Edel. Mit: Martina Gedeck, Moritz Bleibtreu Start:
Mit einer so geglückten wie rücksichtslosen Werbekampagne hat Produzent Bernd Eichinger seine Version des Baader Meinhof Komplexes zum deutschen Kino-Event des Jahres stilisiert. Weder inhaltlich noch formal kann der Film diesen Hype rechtfertigen. Kritik
D 2008. Regie: Volker Meyer-Dabisch. Mit: Mando, Wetlipz Start:
Volker Meyer-Dabischs kleiner Dokumentarfilm beschäftigt sich mit einer außerhalb eingeweihter Kreise wenig bekannten Musikform und erklärt sie erfolgreich zu Kunst. Kritik
Amos Gitais neuer Film versucht vor dem Hintergrund eines familiären Dramas auf das politisch-öffentliche Elend aufmerksam zu machen. Während der Beginn des Films zu plakativ wirkt, verliert er sich später in den Wirren der Ereignisse. Kritik
USA, D, F 2006. Regie: Julia Loktev. Mit: Luisa Williams, Josh Phillip Weinstein Start:
Zwei Tage und Nächte im Leben einer Selbstmordattentäterin: Day Night Day Night, Julia Loktevs Independent-Beitrag zur Terrorismusdebatte, überrascht in seinen besten Momenten mit einer argumentativen und formalen Enthaltsamkeit.Kritik
VoD: Mit intimen Interviews und stimmungsvollen Aufnahmen der sächsischen Industrielandschaft erzählt Thomas Heise in seiner Dokumentation von einer Familie aus Halle-Neustadt. Kritik
Pixars jüngstes Animationsabenteuer blickt 800 Jahre in die Zukunft. Während die Erde einer Müllhalde gleicht und die Menschheit den Planeten längst verlassen hat, entwickelt ein kleiner Roboter allzu menschliche Gefühle. Kritik
D, CA 2008. Regie: Bruce LaBruce. Mit: Jey Crisfar, Katharina Klewinghaus Start:
Bruce LaBruce hat einen ambitionierten und variantenreichen schwulen Zombiefilm mit pornographischen Elementen und viel Raum für Interpretationen gemacht. Kritik
Wie lässt sich das fotografische, filmische und malerische Werk eines Künstlers der NS-Zeit in einem Dokumentarfilm beschreiben? Diese Frage stellt Die Natur vor uns vor eine schwierige Aufgabe. Kritik
D 2008. Regie: Andreas Morell. Mit: Kai Wiesinger, Nadeshda Brennicke Start:
Berlin bei Nacht: In Andreas Morells Episodenfilm Unschuld stehen das menschliche Streben nach Zweisamkeit und Glück, sowie die Unmöglichkeit dieses zu erreichen, im Mittelpunkt. Un-schuldig ist in diesem Film niemand. Kritik
USA 2008. Regie: Ben Stiller. Mit: Ben Stiller, Jack Black Start:
Ben Stillers stargespickte Parodie auf die Allüren und Eitelkeiten im Blockbusterkino hat große, sehr komische Momente - und gelegentlich zu viel Leerlauf. Kritik
D 2008. Regie: Niko von Glasow. Mit: Niko von Glasow, Kim Morton Start:
Schaut mich an! Zwölf contergangeschädigte Menschen gehen in die Offensive und posieren in Niko von Glasows Dokumentation nackt für einen Bildband – mit dem Regisseur als Mr. December. Kritik
IT 2008. Regie: Matteo Garrone. Mit: Toni Servillo, Gianfelice Imparato Start:
Fünf Einzelschicksale im Dunstkreis der Camorra: In seiner Bestsellerverfilmung bietet Matteo Garrone einen Einblick in die verschiedenen Wirkungsbereiche der süditalienischen Mafia. Kritik
CH 2007. Regie: Thomas Imbach. Mit: Beat Marti, Laura Drasbæk Start:
Nach einem beherzten Sprung in den Bodensee findet sich der so erfolgreiche wie skrupellose Banker Roger in einer kuriosen Märchenwelt wieder. Und die ist voller Frauen, die etwas von ihm wollen. Kritik
HOK 2008. Regie: Johnnie To. Mit: Simon Yam, Kelly Lin Start:
Pickpocket in Hongkong als nostalgische Gangsterkomödie. Johnnie Tos The Sparrow war eines der wenigen Highlights des Berlinalewettbewerbs 2008. Kritik
USA, D 2008. Regie: Timur Bekmambetov. Mit: James McAvoy, Angelina Jolie Start:
Eine Gilde von Auftragskillern entscheidet mit Hilfe von Webstühlen darüber, wer leben darf und wer mit Kugeln, die Kurven fliegen, ins Jenseits befördert wird. Das ist so absurd wie es sich anhört. Und gleichzeitig der beste Sommerblockbuster der Saison. Kritik
Er ist fußkrank, sie lernt Tanzen. Beide sind Großeltern und haben sich seit der High-School nicht mehr gesehen. Liebestoll im Abendrot erzählt eine Liebesgeschichte aus Japan. Kritik