D, CA 2006. Regie: Christoph Schrewe. Mit: Manu Fullola, Brian Blessed Start:
Sex, Intrigen und Männer in schicken Kostümen – Christoph Schrewe verfilmt eine Papstwahl der Renaissance als kirchliches Kammerspiel mit allen Zutaten. Kritik
D 2006. Regie: Justus von Dohnányi. Mit: Justus von Dohnányi, Jan Josef Liefers Start:
Von den Schweizer Alpen bis zum Sylter Ellenbogen führt das Regiedebüt von Justus von Dohnányi. Mit wenig Budget ist eine halb improvisierte Komödie entstanden, die alte Gags recht frisch aussehen lässt. Der Regisseur und Drehbuchautor spielt selbst eine tragende Rolle: eine Leiche. Kritik
AUS 2006. Regie: Ray Lawrence. Mit: Laura Linney, Gabriel Byrne Start:
Angesiedelt im abgelegenen Hinterland Australiens, erzählt Ray Lawrences Jindabyne von einem brutalen Mord und dessen Folgen für die Bewohner einer Kleinstadt. Kritik
Mit vielen Interviews und reichlich Archivmaterial erzählt der Dokumentarfilm Ich habe euch nicht vergessen die Lebensgeschichte von Simon Wiesenthal - des Holocaust-Überlebenden, der es sich zur Aufgabe machte, untergetauchte NS-Größen vor Gericht zu bringen. Kritik
2007. Regie: Enrique Sánchez Lansch. Mit: Johannes Bastiaan, Erich Hartmann Start:
Nach Rhythm Is It! nähert sich Enrique Sánchez Lansch bereits zum zweiten Mal den Berliner Philharmonikern und beschäftigt sich diesmal mit deren Rolle als Reichsorchester unter Hitler. Kritik
USA 2007. Regie: Bobby Farrelly, Peter Farrelly. Mit: Ben Stiller, Michelle Monaghan Start:
Ben Stiller ist auf das Komödienfach abonniert, so wie die Brüder Farrelly. Kein Wunder, dass sich die Wege der Drei bereits mehrfach kreuzten. Im besten Fall kommt dabei ein infantiler Spaß wie Verrückt nach Mary heraus. Im schlimmsten Fall so etwas wie Nach 7 Tagen – Ausgeflittert. Kritik
Der Titel ist Programm: In En la Cama geht es um einen Mann und eine Frau in einem Bett. Zum zweiten Mal experimentiert Matías Bize mit einer selbst auferlegten Beschränkung der Mittel. Kritik
USA 2007. Regie: Andrew Dominik. Mit: Brad Pitt, Casey Affleck Start:
Filmemacher Andrew Dominik betätigt sich als Pathologe. In seinem melancholischen Spät-Western seziert er die vielschichtige Beziehung der Outlaw-Legende Jesse James zu seinem Weggefährten und späteren Mörder Robert Ford. Kritik
USA 2007. Regie: Rob Zombie. Mit: Scout Tayler-Compton, Malcolm McDowell Start:
Rob Zombies Remake von John Carpenters Halloween ist glücklicherweise nicht das achte Sequel, sondern bietet einen durchaus frischen Blick vor allem auf die Kindheit der Figur Michael Myers. Kritik
Michael Herbigs Parodie auf die Sissi-Filme fleddert reichlich Material aus seiner Bullyparade und fügt es zu einem nur halbwegs stringenten, aber größtenteils recht unterhaltsamen Animationsfilm zusammen. Kritik
In seinem zweiten Spielfilm erzählt Ulrich Seidl von einem Österreicher und einer Ukrainerin, die ihr finanzielles Glück im Land des anderen suchen. Kritik
GB, USA 2007. Regie: Matthew Vaughn. Mit: Charlie Cox, Claire Danes Start:
Der Verfilmung von Neil Gaimans Fantasyroman fehlt leider die Essenz des Buches. Unterhaltsamer und jedenfalls witziger als die übliche Genrekost ist sie aber allemal. Kritik
USA, CN 2007. Regie: Ang Lee. Mit: Tony Leung, Tang Wei Start:
VoD: Eine junge Studentin soll im Shanghai des Zweiten Weltkrieges einen verhassten Kollaborateur in eine Falle locken. Ang Lees Gewinner des goldenen Löwen auf den diesjährigen Filmfestspielen von Venedig ist ein stiller Liebesfilm. Kritik
„Drei Gründe zu leben“ ist der Untertitel von Angelina Maccarones drittem Kinofilm. Drei Gründe Vivere zu sehen sind Hannelore Elsner, Esther Zimmering und Kim Schnitzer in einem träumerischen Roadmovie auf der Suche nach persönlicher Freiheit. Kritik
USA, CA, D 2007. Regie: Uwe Boll. Mit: Zack Ward, Dave Foley Start:
Mit Postal versucht sich Schrott-Regisseur Uwe Boll wieder an einer Videospielverfilmung und diesmal auch an politischen Untertönen. Was bleibt ist reine Provokation. Kritik
USA 2007. Regie: Billy Ray. Mit: Ryan Phillippe, Laura Linney Start:
Der Fall „Hanssen“ gilt als einer der größten Agentenskandale der US-Geschichte. Umso erstaunlicher, wie unskandalös Regisseur Billy Ray ihn in Szene setzt und dabei einen Spionagethriller der etwas anderen Art schafft. Kritik
USA 2006. Regie: Stephen Simon. Mit: Henry Czerny Start:
Wie lassen sich Glaube und Gottvertrauen mit einem aufgeklärten und reflektierten Menschen vereinen? Ein Film über den Bestsellerautor Neale Donald Walsch gibt darüber Aufschluss. Kritik
D 2007. Regie: Jan Bonny. Mit: Victoria Trauttmansdorff, Wotan Wilke Möhring Start:
VoD: Gewalt in jeder Beziehung. Jan Bonnys Debütfilm, der in Cannes und auf dem Münchener Filmfest für Aufsehen sorgte, zeigt die Ehe als Hölle und die Familie als pathologisches System. Kritik
Schon in Das Haus am See spielte Sandra Bullock eine Frau, die sich in einer verwirrenden Geschichte rund um wechselnde Zeitebenen zurechtfinden musste. Auch in ihrem neuen Film, gedreht von einem deutschen Regisseur, geht einiges durcheinander. Kritik
USA 2007. Regie: Peter Berg. Mit: Jamie Foxx, Ashraf Barhoum Start:
Ein Bombenanschlag auf Amerikaner in Riad bringt ein FBI-Team in die saudi-arabische Hauptstadt. Peter Berg inszeniert einen nicht unproblematischen „clash of civilizations“ als Parabel auf Gewalt und den „war on terror“. Kritik
Bereits jetzt zählt Klopka – Die Falle zu den erfolgreichsten Filmen des Jahres in seinem Entstehungsland Serbien. Angereichert mit sozialer Kritik erzählt das Psychodrama von einem unbescholtenen Bürger, der aus Not zum Mörder wird. Kritik
Glaubt man Michal Moores Abrechnung mit dem kränkelnden US-Gesundheitssystem, ist ein Häftling im Gefangenenlager von Guantanamo Bay medizinisch besser versorgt als ein Durchschnittsbürger in den Vereinigten Staaten. Kritik
Gefangen in Kurt Waldheims Mercedes: Christoph Grissemann, Dirk Stermann und Heinz Strunk glänzen mit vollendetem Anti-Schauspiel – in einer Situation, die wie für sie geschaffen ist, auf die sich der Film aber leider nicht allein verlässt. Kritik
Pascale Ferran widmet sich in ihrem ersten Film seit neun Jahren Regieabstinenz D. H. Lawrences wahrscheinlich berühmtestem Roman. Ihre Lady Chatterley-Version zeichnet sich gleichermaßen durch ungewöhnliche Komplexität und überwältigende Sinnlichkeit aus. Kritik
D, USA, E 2006. Regie: Dietmar Post, Lucía Palacios Start:
Konzeptkunst trifft Beatrock. Eben noch haben die Torquays Beatles und Beach Boys gecovert, dann betreiben sie auch schon als Monks Dekonstruktion im Sinne der Ulmer Hochschule für Gestaltung. Kritik
CN 2006. Regie: Jia Zhang-Ke. Mit: Tao Zhao, San-ming Han Start:
Jia Zhang Ke erzählt in seinem neuen, mit dem Goldenen Löwen von Venedig prämierten Film zwei Geschichten einer Suche. Dafür begibt er sich in das Gebiet des Drei-Schluchten-Damms in der südchinesischen Provinz Szechuan. Kritik
D 2007. Regie: Maggie Peren. Mit: Florian Lukas, Gustav-Peter Wöhler, Herbert Knaup, Sebastian Bezzel, Kostja Ullmann Start:
Fünf Männer, die schon privat nicht sonderlich gut mit Frauen zurecht kommen, machen eine Begleitagentur auf und wollen sich fortan vom schönen Geschlecht für Sex bezahlen lassen. Die Geschäftsidee ist so wenig überzeugend wie der Film, den Maggie Peren darüber gemacht hat. Kritik
In der neuesten Pixar-Produktion hat eine Ratte wahrlich Großes vor. Der dank modernster CGI-Technik animierte Nager träumt von einer Karriere als Sternekoch in einem Pariser Gourmettempel. Als Zuschauer begleitet man ihn nur zu gerne bei diesem Unterfangen. Kritik
USA 2007. Regie: Greg Mottola. Mit: Jonah Hill, Michael Cera Start:
VoD: Männliche Teenager auf der Suche nach Sex. Superbad gelingt das Kunststück, diesem scheinbar zu Tode gefilmten Thema zneue Aspekte zu entlocken. Kritik
GB 2007. Regie: Julian Jarrold. Mit: Anne Hathaway, James McAvoy Start:
Einer neuen Biographie zufolge soll Englands Schriftstellerikone Jane Austen ihren eigenwilligen Romanheldinnen gar nicht allzu unähnlich gewesen sein. Geliebte Jane zeigt Austens junge Jahre und ihre erste Liebschaft, die sie in ihrem Werdegang als Autorin angeblich sehr geformt haben soll. Kritik
USA 2007. Regie: Robert Rodriguez. Mit: Rose McGowan, Freddy Rodriguez Start:
VoD: Robert Rodriguez sorgt mit seinem Grindhouse-Beitrag sicher für gute Laune unter den Freunden des Trashkinos. Selten ging es im Kino so eklektisch blutig zu wie in Planet Terror. Kritik
USA 2007. Regie: Dennis Dugan. Mit: Adam Sandler, Kevin James Start:
Wenn zwei heterosexuelle Männer als homosexuelles Paar heiraten, dann ließe das reichlich Platz für schwulenfeindliche Fehltritte. Dennis Dugans Komödie trifft allerdings fast immer die richtigen Töne – nur die Homosexuellen bleiben letztlich außen vor. Kritik
F, AUS, D, GB, USA 2007. Regie: Russell Mulcahy. Mit: Milla Jovovich, Oded Fehr, Iain Glen Start:
Alice im Zombieland: Zum dritten Mal tritt Milla Jovovich gegen eine immer weiter zunehmende Zahl von Untoten an. Das Ende bleibt natürlich offen genug für eine Fortsetzung. Kritik
Zwei Tote, vier Gestrandete. Fatih Akin schafft mit dem zweiten Teil seiner „Liebe, Tod und Teufel“-Trilogie einen Kunstfilm, der aus der Distanz zu erzählen weiß. Kritik
Zwei Menschen, drei Orte, drei Jahreszeiten. Nuri Bilge Ceylan liefert mit Iklimler - Jahreszeiten ein Meisterstück des minimalistischen Erzählfilms ab. Kritik
D 2007. Regie: Armin Völckers. Mit: Alain Morel, Anna Hausburg Start:
Wie einst Shaft durch die Straßen New Yorks, wandelt der schwarze Teenager Leroy durch Berlin und kämpft um die Liebe zur blonden Eva. Mit Verve und doppelbödigem Humor inszeniert Armin Völckers seinen ersten Spielfilm. Kritik
USA 2007. Regie: Neil Jordan. Mit: Jodie Foster, Terrence Howard Start:
Im neuen Film von Neil Jordan spielt Jodie Foster die Radiomoderatorin Erica Bain, die einem Gewaltverbrechen zum Opfer fällt und sich daraufhin zur knallharten Kämpferin für Gerechtigkeit entwickelt. Kritik
D 2006. Regie: Rainer Kaufmann. Mit: Ulrich Noethen, Ulrich Tukur, Katja Riemann, Petra Schmidt-Schaller Start:
Die Neuverfilmung von Martin Walsers berühmter Novelle über die Midlife Crisis bringt ein sehr überzeugendes Schauspielerensemble zusammen. Das Unterfangen, aus dem Text eine Komödie zu machen, gelingt aber nur halb. Kritik
D 2006. Regie: Romuald Karmakar. Mit: Manfred Zapatka Start:
In ihrer zweiten filmischen Texterkundung nach dem Himmler-Projekt (2000) gewähren Romuald Karmakar und Manfred Zapatka Einblick in das Weltbild eines Islamisten. Ein minimalistisches Experiment und ein Beitrag zur Aufklärung. Kritik
RUS 2006. Regie: Timur Bekmambetow. Mit: Konstantin Chabenski, Marija Poroschina Start:
Timur Bekmambetows Fortsetzung von Wächter der Nacht (Notschnoi dosor, 2004) bietet eine komplexe und kompliziert erzählte Geschichte ohne allzu viele Hintergrundinformationen. Ästhetisch setzt sich der Film kaum von seinem Vorgänger ab. Kritik
USA 2007. Regie: D.J. Caruso. Mit: Shia LaBeouf, Sarah Roemer Start:
Seinen voyeuristischen Instinkten folgend, verdächtigt ein Teenager seinen unscheinbaren Nachbarn, ein gefürchteter Mörder zu sein. Dieser kontert die Anschuldigungen mit Hundeblick und unheimlicher Gelassenheit. Kritik
USA 2006. Regie: Taggart Siegel. Mit: John Peterson Start:
Das dokumentierte Leben des skurrilen Titelhelden repräsentiert den amerikanischen Traum vom Triumph des kleinen Mannes. Der ist nicht nur ein Stehaufmännchen - Farmer John ist die Drag-Queen unter den Öko-Bauern, hüpft als Hummel verkleidet über Gemüsefelder und fährt im Fummel Traktor. Kritik
USA 2007. Regie: Scott Frank. Mit: Joseph Gordon-Levitt Start:
Seit den achtziger Jahren lag das Script von Drehbuch-As Scott Frank auf Eis. Nun hat er die Geschichte um einen Mann, dessen Gedächtnisstörungen ihn in eine verbrecherische Intrige verwickeln, selbst inszeniert. Kritik
D 2007. Regie: Gernot Krää. Mit: Thelma Heintzelmann, Paul Vincent de Wall, Constanze Spranger Start:
Wie kommen Zwölf- bis Dreizehnjährige in der heutigen Welt mit ihrem Leben zurecht? Mit einer Großstadt wie Hamburg? Der Subtext in Gernot Krääs Film erzählt davon. Nicht mit dem Zeigefinger, sondern verpackt in eine aufregende Detektivgeschichte. Kritik
USA 2007. Regie: Mikael Håfström. Mit: John Cusack, Samuel L. Jackson Start:
Braucht das Kino einen weiteren Film über ein Hotelzimmer, in dem es nicht mit rechten Dingen zugeht? Mikael Håfströms Verfilmung einer Kurzgeschichte von Stephen King ist sicherlich kein innovativer, aber dennoch ein erstaunlich effektiver Gruselthriller der alten Schule. Kritik
F 2005. Regie: Coline Serreau. Mit: Muriel Robin, Artus de Penguerin Start:
Wandern ist in. Wandern auf dem Jakobsweg noch viel mehr. So kommt diese französische Tragikomödie über eine Gruppe illustrer Pilger zur rechten Zeit in unsere Kinos. Kritik
Ein Beutekunstprozess, der die Gemüter erregt - und das Kino einmal mehr als Ausstellungsort. Stealing Klimt arbeitet einen widersprüchlichen Streit um die Werte der Kunst auf, aber auch ein Stück österreichischer Familien- und Zeitgeschichte. Kritik
USA 2007. Regie: Paul Greengrass. Mit: Matt Damon, David Strathairn Start:
Man on the Run! Paul Greengrass bricht die dritte Episode der Robert Ludlum-Verfilmung auf ihr essenzielles Minimum herunter. Was zu deren großer Stärke avanciert. Kritik
D 2006. Regie: Erica von Moeller. Mit: Nina Hoss, Isabel Bongard, Wolfram Koch Start:
Hannah bewegt sich ängstlich durch ein Leben der Grenzen, das sich vor allem über die Abgrenzung zur Umwelt und Vergangenheit definiert. Als eben diese einbricht, beginnt ein – recht stereotyper und vorhersehbarer – Wandel. Kritik
USA 2007. Regie: Adam Shankman. Mit: Nikki Blonsky, John Travolta, Christopher Walken Start:
Anders als John Water’s Original ist Adam Shankmans Hairspray nicht mehr und nicht weniger als ein nahezu perfektes Sommermusical, mit Straßentanzszenen und viel Gesang. Kritik
D 2007. Regie: Daniel Acht, Ali Eckert. Mit: Fabian Busch, Wotan Wilke Möhring Start:
Der Verleih nennt Video Kings selbst eine „Trash-Komödie“ – wer so mit dem Schrott flirtet, begibt sich freilich in die Gefahr, auf Augenhöhe zu enden. Dieser Film hat allerdings eher Schwierigkeiten mit seinem Anfang. Kritik
D 2006. Regie: Ed Herzog. Mit: Heike Makatsch, Anna Maria Mühe Start:
Heike Makatsch und Anna Maria Mühe erleben als ungleiches Schwesternpaar einen Urlaub voller emotionaler Höhen und Tiefen. Für Makatsch, die auch am Drehbuch mitschrieb, ist es die erste Arbeit vor und gleichzeitig hinter der Kamera. Kritik