RUS 2006. Regie: Michail Segal. Mit: Adrian Topol, Swetlana Iwanowa Start:
Ein weißrussisches Bauernmädchen und ein SS-Soldat verlieben sich und versuchen gemeinsam, den Zweiten Weltkrieg zu überleben. Eine schwierige Konstellation, die der Regisseur Michail Segal zugleich in schrecklichen und schönen Bilder zeigt. Kritik
JP 2006. Regie: Mika Ninagawa. Mit: Anna Tsuchiya, Masanobu Ando Start:
Für ihr Spielfilmdebüt wählte die gelernte Fotografin Mika Ninagawa einen Manga über das Leben einer Kurtisane im historischen Japan der Edo-Zeit aus. Das mit moderner Pop- und Rock-Musik unterlegte Drama bietet jedoch weit mehr als nur opulente Bilder. Kritik
USA 2007. Regie: Juan Carlos Fresnadillo. Mit: Robert Carlyle, Rose Byrne, Jeremy Renner Start:
Wegen des großen Erfolges von Danny Boyles Zombiefilm 28 Days Later (2002) war eine Fortsetzung nur eine Frage der Zeit. Regisseur und Darsteller haben gewechselt, aber der hektische Horror des Originals ist geblieben. Kritik
D 2007. Regie: Christoph Hübner. Mit: Thomas Harlan Start:
Er hat den eigenen Vater geliebt und doch bekämpfen müssen. Thomas Harlan ist der Sohn des Jud Süß-Regisseurs Veit Harlan. Er ist noch vieles mehr – vor allem ein wunderbarer Geschichtenerzähler, dem dieser Film beim Erinnern zusieht. Kritik
D 2006. Regie: Oliver Rihs. Mit: Robert Stadlober, Milan Peschel, Jule Böwe Start:
Die Münchner mal richtig schocken: Schwarze Schafe ist eine energiegeladene Low-Budget-Komödie über Berlin und seine schrägen Bewohner, in der sich bekannte Schauspieler die Klinke in die Hand geben. Kritik
D 2007. Regie: Elke Hauck. Mit: Jens Klemig, Nele Boberach Start:
Karger (Jens Klemig) ist der Typ, um den es hier geht. Sein Name ist Programm für anderthalb Stunden ostdeutsche Provinzdepression. Kräftig, tätowiert, Arbeiter in der Stahlindustrie, verliert er Job und Familie. Das Ganze im sächsischen Riesa. Kritik
CN 2006. Regie: Wang Quan’an. Mit: Yu Nan, Bater Start:
Die mongolische Hirtin Tuya steckt in einer Zwangslage: Um das Überleben ihrer Familie zu sichern, muss sie einen neuen Ehemann finden. Das berührende und stets auch humorvolle Porträt Tuyas Hochzeit wurde bei der Berlinale 2007 mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet. Kritik
Das „erste Mal“ ist es genau genommen weder für Ben Stone (Seth Rogen), noch für Alison Scott (Katherine Heigl). Nur eben in dieser Konstellation und ohne Verhütung. Und so kommt, was kommen muss... Kritik
Pascale Ferran widmet sich in ihrem ersten Film seit neun Jahren Regieabstinenz D. H. Lawrences wahrscheinlich berühmtestem Roman. Ihre Lady Chatterley-Version zeichnet sich gleichermaßen durch ungewöhnliche Komplexität und überwältigende Sinnlichkeit aus. Kritik
D 2007. Regie: Carsten Fiebeler, Michael Boehlke. Mit: Cornelia Schleime, Colonel, Daniel Kaiser, Bernd Stracke, Mita Schamal, Mike Göde Start:
Die DDR-Punkszene war für die meisten bislang eine Terra incognita. ostPunk! too much future porträtiert sechs ihrer Protagonisten und wartet mit spektakulärem, größtenteils unveröffentlichtem Archivmaterial auf. Kritik
D 2006. Regie: Rolf S. Wokenstein. Mit: Sebastian Achilles, Zoë Weiland, Manuel Cortez Start:
Das deutsche Selbstfindungsdrama war ursprünglich als Doku-Soap geplant, nun soll es ein „dokumentarischer Spielfilm“ sein. In diesem platzt nicht nur die Vorstellung einer Handvoll Jugendlicher von Ibiza als sorgenfreie Spaßinsel wie eine Seifenblase. Kritik
D 2007. Regie: Robert Thalheim. Mit: Alexander Fehling, Ryszard Ronczewski Start:
Während der „schwarz-rot-geilen“ Fußball-WM drehte Robert Thalheim seinen zweiten Spielfilm – in Auschwitz. Vor dem Hintergrund von Stadt und Gedenkstätte entspinnen sich ein Kino der kleinen Gesten und Annäherungen und eine vorsichtige Liebesgeschichte. Kritik
USA 2007. Regie: Mike Binder. Mit: Adam Sandler, Don Cheadle, Jada Pinkett Smith Start:
Wie lebt ein Angehöriger der Opfer fast sechs Jahre nach dem 11. September 2001? Wie schwierig es für einen ehemaligen Zahnarzt und Familienvater ist, aus dem seelischen Loch wieder aufzutauchen, davon erzählt Regisseur Mike Binder auf ungeschönte Weise. Kritik
F 2007. Regie: Claude Berri. Mit: Audrey Tautou, Guillaume Canet, Laurent Stocker, Françoise Bertin, Béatrice Michel Start:
Ein Wohlfühl-Film mit Audrey Tautou: Vier sehr unterschiedliche Menschen raufen sich zu einer Lebensgemeinschaft zusammen und helfen sich gegenseitig bei der Verwirklichung ihrer Träume. Kritik
D 2007. Regie: Simon Groß. Mit: Matthias Schweighöfer, Marie Zielcke, Jean-Hughes Anglade Start:
Für ein junges Paar wird ein Wüsten-Ausflug zu einer albtraumhaften Odyssee. Ein geheimnisvoller Fremder, der sich ihnen als Retter in der Not anbietet, verfolgt dabei ein auch für den Zuschauer undurchsichtiges Spiel – bis zum Schluss. Kritik
USA 2007. Regie: Brett Ratner. Mit: Jackie Chan, Chris Tucker Start:
Jackie Chan und Chris Tucker prügeln sich durch ihre dritte Stadt: Paris. Der Film zeigt, warum zweite Fortsetzungen nur entstehen sollten, wenn es gute Gründe dafür gibt. Kritik
USA 2007. Regie: Tom Shadyac. Mit: Steve Carell, Lauren Graham, John Goodman Start:
Der mit Steve Carell in der Hauptrolle besetzte Nachfolger zum Box Office-Hit Bruce Allmächtig vermischt eine penetrant vorgetragene Öko-Botschaft mit einer an Comedy-Qualitäten armen Geschichte. Kritik
D 2007. Regie: Ingo Rasper. Mit: Edgar Selge, Florian Bartholomäi, Roman Knizka Start:
Die Tragikomödie über einen Handelsvertreter reiht sich ein in die Vielzahl von Filmen über die existenzielle Angst des Bürgertums. Merkwürdigerweise haben die Protagonisten in diesen Filmen meistens eine ganz bestimmte Art von Beruf. Kritik
USA 2006. Regie: Barbara Kopple, Cecilia Peck. Mit: Natalie Maines, Emily Robison, Martie Maguire Start:
Muss man Country-Stars bedauern, wenn sie ein paar CDs weniger verkaufen? Nein, aber wenn drei Frauen einen Maulkorb verpasst bekommen, fängt die Geschichte an, spannend zu werden. Kritik
USA 2007. Regie: Robert Shaye. Mit: Rhiannon Leigh Wryn, Chris O’Neil, Rainn Wilson Start:
Ein Stoffhase aus der Zukunft stellt das Leben der kleinen Emma und ihres Bruders Noah ziemlich auf den Kopf. Und sorgt für Stromausfall in Seattle. Kritik
F 2007. Regie: François Ozon. Mit: Romola Garai, Lucy Russell Start:
François Ozon inszeniert in seinem neuen Film das Porträt einer aufstrebenden Kitschroman-Schriftstellerin in England zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit liebevoller Distanz und verstörender Künstlichkeit.
IR, Ö, F 2006. Regie: Bahman Ghobadi. Mit: Ismail Ghaffari, Allah Morad Rashtiani Start:
Ein alternder, berühmter kurdischer Musiker erhält nach Jahrzehnten der Unterdrückung die Erlaubnis für einen Auftritt. Half Moon erzählt in einer Mischung aus Allegorie und Realismus von den Lebensbedingungen von Künstlern im Iran. Kritik
AUS 2006. Regie: Rolf de Heer, Peter Djigirr. Mit: David Gulpilil Ridjimiraril Dalaithngu, Jamie Dayindi Gulpilil Dalaithngu Start:
Der niederländische Regisseur Rolf de Heer hat im Outback Down Under den ersten Spielfilm gedreht, der einen Dialekt der Aborigines zur Originalsprache hat. Und in dem die Ureinwohner Australiens einmal nicht Opfer der Weißen oder der Moderne sind. Kritik
NO 2006. Regie: Joachim Trier. Mit: Espen Klouman Høiner, Anders Danielsen Lie, Victoria Winge Start:
In dem mehrfach ausgezeichneten Spielfilmdebüt des norwegischen Autors und Regisseurs Joachim Trier stellen zwei junge befreundete Schriftsteller große Erwartungen an ihre Zukunft und machen sich auf die Suche nach verlorener Zeit. Kritik
D 2007. Regie: Leopold Grün. Mit: Isabell Allende Bussi, Armin Müller-Stahl, Celino Bleiweiß, Peter Boyles, Egon Krenz, Maria Moese, Wiebke Reed, Maren Ziedler Start:
Ein Pop-Kuriosum aus der Zeit des Kalten Krieges: Der US-Rock’n’Roller Dean Reed, im Westen nahezu unbekannt, war einer der größten Stars des Ostblocks – und seit 1972 DDR-Wahlbürger. Der rote Elvis ist ein facettenreiches Porträt, das dennoch genug Fragen offen lässt. Kritik
USA 2007. Regie: Todd Phillips. Mit: Jon Heder, Billy Bob Thornton, Jacinda Barrett Start:
Billy Bob Thornton und Jon Heder liefern sich hier eine als Komödie inszenierte Schlacht unter Männern, die vielleicht eine zynische Bestandsaufnahme moderner Männlichkeit ist. Komisch ist sie jedenfalls nicht. Kritik
USA 2007. Regie: Michael Bay. Mit: Shia LaBeouf, Megan Fox Start:
Die Decepticons sind auf der Suche nach Allspark, einer Art Talisman, der seinem Träger unbegrenzte Macht zur Verfügung stellt. Leider befindet sich Allspark irgendwo auf der Erde und die Menschen sind irgendwie im Weg. Kritik
B, F 2006. Regie: Marion Hänsel. Mit: Issaka Sawadogo, Carole Karemera Start:
Schon oft war die Wüste Hauptdarsteller in einem Film. Marion Hänsel zeigt ihre Lebensfeindlichkeit aus einer neuen, radikalen Perspektive: Was bedeutet das Verdursten wirklich? Wie sieht es aus? Kritik
Nach 18 Staffeln ist es 2007 soweit: Die Familie aus Springfield wird auf Leinwandgröße gestreckt. Und mit ihr ein ganzer Kader an Figuren, Referenzen und Nebenhandlungen. Kaum zu glauben, was man in der Laufzeit von knapp vier Folgen alles unterbringen kann. Kritik
D 2007. Regie: Bernd Böhlich. Mit: Axel Prahl, Katharina Thalbach, Herbert Knaup Start:
Mit hervorragenden Schauspielern und leisen Zwischentönen erzählt Bernd Böhlichs sommerliche Tragikomödie von kleinen Gesten, größeren Sehnsüchten und einer stürmischen Midlife-Liebe in Zeiten der Arbeitslosigkeit. Kritik
SGP 2005. Regie: Erik Khoo. Mit: Theresa Chan Poh Lin, Samantha Tan Start:
Erik Khoo verbindet fiktive und dokumentarische Elemente zu einem fein gewebten, episodisch erzählten Quasistummfilm. Mit zwei Jahren Verspätung erreicht ein Kinokleinod aus Singapur Deutschland. Kritik
USA 2007. Regie: Quentin Tarantino. Mit: Kurt Russell, Sydney Tamiia Poitier, Vanesse Ferlito Start:
VoD: Quentin Tarantino setzt mit Death Proof der Grindhouse-Ära ein filmisches Denkmal. In Deutschland kommt im Unterschied zu den USA die in Cannes uraufgeführte Langfassung in die Kinos. Darin vertraut Tarantino einmal mehr auf ungebremste Frauen-Power. Kritik
USA 2006. Regie: Frank Oz. Mit: Jane Asher, Ewen Bremner, Peter Dinklage Start:
In der neuen Komödie von Frank Oz wird eine Begräbnisfeier in den eigenen vier Wänden für die betreffende Familie und ihre Verwandtschaft schon bald Schauplatz zahlreicher Katastrophen. Kritik
AUS 2006. Regie: Murali K. Thalluri. Mit: Teresa Palmer, Joel Mackenzie, Frank Sweet Start:
Ein Schultag im Leben von sechs Teenagern, an dem sich einer von ihnen umbringt. Nur wer? Grund genug haben sie alle. Der australische Debütfilm ist ein Selbstmord-Whodunit. Ein Exploitation-Drama, das es gut meint. Kritik
USA 2007. Regie: Nimród Antal. Mit: Luke Wilson, Kate Beckinsale Start:
Luke Wilson und Kate Beckinsale in der Falle: Ihr Motelzimmer entpuppt sich als Schauplatz für ein Horrorvideo, in dem sie vor laufender Kamera ermordet werden sollen. In seinem zweiten Spielfilm versucht sich Regisseur Nimród Antal in klassischem Genrekino. Kritik
F 2007. Regie: Pierre Jolivet. Mit: Vincent Lindon, Sandrine Bonnaire Start:
Weil er Frauen nicht mehr traut, lässt ein Unternehmer seine Angebetete von einem Privatdetektiv ausspionieren. Kann das Liebe sein? wartet mit eindrucksvollem Schauspielerensemble auf und bietet charmant-seichte Unterhaltung ohne Tiefgang. Kritik
GB, USA 2007. Regie: David Yates. Mit: Daniel Radcliffe, Rupert Grint, Emma Watson Start:
Der neueste, fünfte Film aus der Harry-Potter-Reihe ist solides Abenteuerkino mit viel Spezialeffekten und ohne Längen – dafür fehlt einiges, was die Romane J.K. Rowlings so interessant macht. Kritik
USA 2006. Regie: Kevin Smith. Mit: Brian O’Halloran, Jeff Anderson, Rosario Dawson Start:
Zwölf Jahre nach seinem Indie-Hit Clerks – Die Ladenhüter drehte Autor und Regisseur Kevin Smith dessen Fortsetzung. Die zwei Titel gebenden Antihelden der Arbeit sind hierin zwar älter, aber deshalb noch lange nicht reifer, kundenfreundlicher oder politisch korrekter. Kritik
S 2006. Regie: Colin Nutley. Mit: Helena Bergström, Maria Lundqvist Start:
Zwei ungleiche Freundinnen brechen in das von Männern dominierte Genre des Buddy-Movies ein. Und auch sonst hat die schwedische Feel Good-Komödie wenig übrig für das vermeintlich starke Geschlecht. Kritik
USA 2006. Regie: Craig Brewer. Mit: Samuel L. Jackson, Christina Ricci, Justin Timberlake Start:
Eine leicht bekleidete weiße Frau an einer Kette zu Füßen eines schwarzen Mannes - mit diesem Kinoplakat wird für Black Snake Moan geworben, den neuen Film von Craig Brewer. Der Zuschauer bekommt aber keine Pulp-Fiction-Story geboten, sondern etwas völlig anderes. Kritik
GB, D 2006. Regie: Douglas Mackinnon. Mit: Jonny Lee Miller, Billy Boyd, Laura Fraser Start:
Jonny Lee Miller radelt sich frei. In Douglas Mackinnons Kinodebüt spielt der Brite die schottische Radsportlegende Graeme Obree, der in den neunziger Jahren zweimal Weltmeister in der Einerverfolgung wurde und nebenbei gegen seine Depressionen kämpfte. Kritik