IR 2006. Regie: Jafar Panahi. Mit: Sima Mobarak Shahi, Safar Samandar Start:
Fußballfieber im Iran: Der Eintritt in die Stadien ist für Frauen verboten. Einige, die es dennoch versuchen, werden erwischt und müssen das WM-Qualifikationsspiel Iran-Bahrain als Gefangene erleben. Kritik
IND 2006. Regie: Rakeysh Omprakash Mehra. Mit: Aamir Khan, Siddarth, Alice Patten Start:
Der Beginn von New Bollywood? Rang de Basanti erzählt von den Schrecken der britischen Kolonialzeit und dem Hedonismus der heutigen jungen Generation – mit unüberhörbaren Seitenhieben auf das aktuelle politische System. Kritik
ROK 2004. Regie: Kang Je-gyu. Mit: Won Bin, Jang Dong-gun Start:
Zwei unterschiedliche Brüder werden in den Wirren des Koreakrieges zu Kontrahenten. Der technisch brillante Brotherhood ist wahrscheinlich einer der blutrünstigsten Kriegsfilme aller Zeiten. Kritik
F 2005. Regie: Danis Tanovic. Mit: Emmanuelle Béart, Karin Viard, Marie Gillain Start:
Französisches Schauspielkino mit Emmanuelle Béart, Karin Viard und Marie Gillain: Wie in der Hölle setzt nach Tom Tykwers Heaven (2002) die von Krzysztof Kieslowski vor seinem Tod erdachte Filmtrilogie „Heaven, Hell and Purgatory“ fort. Kritik
D 2006. Regie: Henner Winckler. Mit: Kim Schnitzer, Gordon Schmidt, Feo Aladag Start:
Eine 18jährige allein erziehende Mutter versucht ihr Leben auf die Reihe zu bringen. Das ist einfacher gesagt, als getan, wie dieses gut beobachtete Jugenddrama beweist. Kritik
USA 2005. Regie: David Slade. Mit: Ellen Page Start:
Ein scheinbar harmloser Internetflirt endet fatal für alle Beteiligten. David Slade nähert sich in seinem Regiedebüt dem schwierigen Thema Pädophilie mit dem Vorschlaghammer. Kritik
CA 2005. Regie: Pat Holden. Mit: Brendan Fehr Start:
Mein verschärftes Wochenende verbindet auf phantasielose Art die Peinlichkeiten aus American Pie (1999) mit den Schmerzen aus Jackass – The Movie (2002). Kritik
CA 2003. Regie: Robert Lepage. Mit: Robert Lepage, Anne-Marie Cadieux Start:
Zum Verlust von Zeit und Raum. Der kosmonautische Wettstreit zwischen Russen und Amerikanern der 1950er Jahre dient in Die andere Seite des Mondes als Hintergrund für die Lebensrückblicke seines Protagonisten, den der tragische Tod seiner Mutter für eine Weile aus der Umlaufbahn des Lebens wirft. Kritik
USA 2006. Regie: Barry Sonnenfeld. Mit: Robin Williams, Cheryl Hines Start:
Ein Camping-Urlaub mit Hindernissen: Robin Williams erlebt in der Doppelrolle als Familienoberhaupt und Karrieremensch ein zweifaches Waterloo. Die Komödie wandelt dabei auf den Pfaden des National Lampoon’s Klassikers Die schrillen Vier auf Achse. Kritik
GB 2005. Regie: Stephen Frears. Mit: Judi Dench, Bob Hoskins Start:
Ausgehend von historischen Fakten wirft Stephen Frears einen nostalgischen Blick hinter die Kulissen des ebenso berühmten wie berüchtigten Londoner Windmill-Theaters. Kritik
Ein alpiner Psychothriller? Eine Mischung aus Franz Kafka und David Lynch? Nicht ganz, die Geschichte der jungen Irene, die eine Stellung in einem sonderbaren Berghotel angenommen hat, führt alle Versuche einer Klassifizierung ad absurdum. Kritik
USA 2006. Regie: Paul Weitz. Mit: Dennis Quaid, Hugh Grant Start:
Dennis Quaid als amerikanischer Präsident und Willem Dafoe als sein Stabschef brillieren in dieser zum Teil etwas schematischen, aber überwiegend das Zwerchfell strapazierenden Satire. Kritik
USA 2006. Regie: Clark Johnson. Mit: Michael Douglas, Kiefer Sutherland Start:
Für Freunde der Serie 24 hat Fox jetzt einen Agentenspielfilm mit Kiefer Sutherland produziert. Als Sahnehäubchen gibt es noch Michael Douglas und Desperate Housewife Eva Longoria dazu. Kritik
D 2005. Regie: Bastian Clevé. Mit: Axel Ganz Start:
Eine visuelle Assoziation der h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach, die sich in 27 Teilen sowohl narrativ als auch experimentell an die musikalische Vorlage annähert. Kritik
F 2005. Regie: Arnaud Larrieu, Jean-Marie Larrieu. Mit: Daniel Auteuil, Sabine Azéma Start:
Madeleine und William - ein in die Jahre gekommenes Ehepaar - erleben durch den Umzug in die französische Provinz und die Bekanntschaft mit einem experimentierfreudigen Pärchen ihren zweiten Frühling. Kritik
GB 2005. Regie: Stephen Woolley. Mit: Leo Gregory, Paddy Considine Start:
Harte Zeiten für die Rolling Stones. Keith Richards fällt von einer Palme – und nun auch noch dieser Film. Das Biopic Stoned geht einmal mehr der Frage nach: Warum starb Brian Jones? Kritik
D, LT 2005. Regie: Audrius Juzenas. Mit: Heino Ferch, Sebastian Hülk, Erika Maroszán Start:
Spiel mir das Lied vom Ghetto-Tod. Eine deutsch-litauische Koproduktion wagt sich an die Verfilmung von Joshua Sobols Theatergroteske. Das Musical vom Massenmord ist Teil des offiziellen litauischen Holocaust Gedenkprogramms. Kritik
Road-Movie, Theaterstück, Liebesfilm. Der Einblick in das Leben einer Alleinunterhalterin wartet mit allerlei absonderlichen Einfällen und Momenten auf. Doch Skurrilität muss nicht zwingend auch ein Qualitätsmerkmal sein. Kritik
Shita und Pazu kämpfen gemeinsam mit einer Horde wilder Piraten gegen ihre bösartigen Verfolger. Der Trickfilmklassiker Das Schloss im Himmel verkürzt die Wartezeit auf den neuen Film des japanischen Animeregisseurs Hayao Miyazaki. Kritik
GB 2006. Regie: Ben Hopkins. Mit: Arif Kutlu, Alpaslan Kutlu Start:
Alles andere als eine trockene Geschichtsstunde stellt 37 Uses for a Dead Sheep dar, eine Dokumentation über die Völkerwanderung der Pamir-Kirgisen, die erst in den 80er Jahren ihren Endpunkt fand. Kritik
USA, JP 2005. Regie: Matthew Barney. Mit: Matthew Barney, Björk Start:
In seinem neuesten Film begibt sich Matthew Barney mit seiner Lebensgefährtin Björk auf ein japanisches Walfangschiff, um eine blutige Hochzeitszeremonie zu feiern. Kritik
D, F 2006. Regie: Christian Ditter. Mit: François Göske, Paula Schramm Start:
Boy meets girl und dies ganz im Stil von La Boum – Die Fete (1980). Französisch für Anfänger stellt den Versuch dar, das Gefühl der ersten großen Liebe authentisch darzustellen. Herausgekommen ist dabei ein unsäglich biederer Film. Kritik
Die Flugzeuge, die am elften September 2001 die Türme des World Trade Centers zum Einsturz brachten, waren ein Zeichen der bevorstehenden Apokalypse. Genauso der Hurrikan Katrina im Jahr 2005. Es steht zu befürchten, dass der Sohn Satans die Erde betreten hat. Kritik
Ein Klassiker des afrikanischen Kinos findet seinen Weg nach Deutschland. Djibril Diop Mambéty erzählt die Geschichte eines jungen Paares auf der Suche nach einem Weg ins ferne Europa. Kritik
D 2004. Regie: Arne Nolting, Jan Martin Scharf. Mit: Katharina Schüttler, Thomas Feist Start:
Lügen haben kurze Beine - in Wahrheit oder Pflicht werden wir 90 Minuten lang Zeuge, wie sich die Protagonistin Tag für Tag mehr in ihren Lügen verstrickt. Wer bei diesem Stoff eine mahnende „Entweder..., oder...“ Moral befürchtet, wird angenehm überrascht sein. Kritik
Die Fußball-WM wirft auch im Kino ihren gewaltigen Schatten voraus. Während die Welt zu Gast bei Freunden ist, lässt es sich dank Gib mich die Kirsche! bequem zurück auf die Anfänge des deutschen Profifußballs blicken. Kritik
Ein Vater-Sohn-Plot, eine Initiation im Dschungel und viel Löwengebrüll auf dem neuesten Stand der computergenerierten Animation. Mit Tierisch wild versucht Disney erneut, in Sachen Family Entertainment alles richtig zu machen. Kritik
USA, F, GB 2006. Regie: Paul Greengrass. Mit: Christian Clemenson, Gary Commock Start:
Der erste Film über die Anschläge vom 11. September rekonstruiert die Ereignisse rund um den United-Airlines-Flug 93 und bietet streckenweise einen ungewöhnlich sachlichen Blick auf die Ereignisse. Kritik
Ö, D, GB, F 2006. Regie: Raoúl Ruiz. Mit: John Malkovich, Veronica Ferres, Saffron Burrows Start:
In einer Koproduktion mit Beteiligung von vier Ländern behandelt Raoúl Ruiz Leben und Werk des Malers Gustav Klimt - visuell teilweise anregend, jedoch dramaturgisch nicht leicht zugänglich. Kritik
Sechs Jahre nach Johanna von Orleans (The Messenger: The Story of Joan of Arc, 1999) meldet sich Luc Besson mit Angel-A als Regisseur zurück. „Ein Mann trifft eine Frau in Paris“ lautet seine lapidare Umschreibung der Story. Kritik
Magneto hält die Welt in Atem: Wolverine, Storm und ihre Superheldenkollegen treten dem Mutanten mutig entgegen. Die X-Men sind zurück und rüsten sich für das letzte Gefecht, bis zur nächsten Fortsetzung. Kritik
In seinem neuesten Film lässt Carlos Saura allein die Musik und den Tanz Spaniens sprechen. Wer dabei auf kein fundiertes Basiswissen über die musikalische Vielfalt der iberischen Halbinsel rekurrieren kann, wird sich in Iberia ganz auf die Überzeugungskraft der Bilder und Töne konzentrieren müssen und dabei vielleicht mehr erkennen als auf den ersten Blick erwartet. Kritik
CA 2005. Regie: Jean-Marc Vallée. Mit: Marc-André Grondin, Michel Côté Start:
Eine Jugend in Québec: Jean-Marc Vallée feiert mit diesem Porträt einer Familie mitten im gesellschaftlichen Umbruch der sechziger und siebziger Jahre Erfolge auf Festivals und beim Publikum. Kritik
F, IRQ, FI 2005. Regie: Hiner Saleem. Mit: Nazmî Kirik, Belcim Bilgin Start:
Nach Schildkröten können Fliegen (Lakposhtha hâm parvaz mikonand, 2004) drehte mit Hiner Saleem ein weiterer iranischer Regisseur einen Film im krisengeschüttelten Irak. Aus den Erinnerungen der Hauptfigur Ako, ein kurdischer Exil-Iraker, setzt Saleem ein Porträt des Golfstaates unter Hussein zusammen. Kritik
USA 2006. Regie: Liz Friedlander. Mit: Antonio Banderas, Rob Brown, Alfre Woodard Start:
Antonio Banderas in seiner ersten Mission: Impossible? Als Lehrer für Standardtänze will Pierre Dulaine antriebslose Problem-Kids zu ehrgeizigen, kultivierten Jugendlichen „erziehen“. Fragt sich nur, wer hier tatsächlich wen erzieht. Kritik
In seinem neuen Film erzählt Neil Jordan die Geschichte des Findelkinds Patrick, der sich in Kitten verwandelt und im London der siebziger Jahre nach seiner leiblichen Mutter sucht. Kritik
Streaming-Tipp: Michael Glawoggers eindrücklicher Dokumentarfilm Workingman’s Death schildert in fünf Episoden körperliche Schwerstarbeit. Entstanden ist ein nachdenklich stimmender Film über die Wahrnehmung der Arbeit vor dem Hintergrund der Globalisierung. Kritik
USA 2004. Regie: Jared Hess. Mit: Jon Heder, Efren Ramirez Start:
Der Überraschungserfolg des jungen Regieneulings Jared Hess hat endlich den Weg nach Deutschland gefunden. Napoleon Dynamite stellt die amerikanische Highschool-Komödie vom Kopf auf die Füße. Kritik
Thandeka Khumalo (Pamela Nomvete) kämpft. Sie schreit, rennt, weint, eilt von einem Ort, von einer Geschichte zur anderen, von den Problemen der Gegenwart zur unbewältigten Vergangenheit. Zur Ruhe kommt eine Frau wie sie fast nie. Wie sollte sie auch... Kritik
USA 2006. Regie: Ron Howard. Mit: Tom Hanks, Audrey Tautou, Ian McKellen Start:
Ron Howard hat den millionenfach verkauften Bestseller Sakrileg von Dan Brown verfilmt und macht daraus zweieinhalb Stunden Popcornwelterklärungskino ohne Realitätsbezug, aber mit fragwürdiger Botschaft. Er kann wenig dafür, das Buch ist so. Kritik
IT 2003. Regie: Saverio Costanzo. Mit: Mohammed Bakri, Lior Miller Start:
Der Nahostkonflikt als Kammerspiel: Das Spielfilmdebüt des italienischen Regisseurs Saverio Costanzo lässt israelische Soldaten und eine palästinensische Familie in einem Haus wohnen. Kritik
D 2005. Regie: Jutta Brückner. Mit: Lena Lauzemis, Hilmar Thate Start:
Jutta Brückner zielt auf den erotischen Kern des Faschismus und den fanatischen Glauben deutscher Frauen an ihren „Führer“ und inszeniert die Reifung einer Musikstudentin von „Deutschland erwache!“ zu einem moralischen Erwachen. Kritik
USA 2005. Regie: Kevin Reynolds. Mit: James Franco, Sophia Myles Start:
Die alte keltische Sage um die Königstocher Isolde und den tapferen Ritter Tristan wurde erneut für das Kino entdeckt. James Franco und Sophia Myles sollen dieses Mal ein vornehmlich junges Publikum ansprechen. Kritik
D 2005. Regie: Christoph Hochhäusler. Mit: Constantin von Jascherow, Manfred Zapatka Start:
Triste Vorstadtwüste, Perspektivlosigkeit, große Erwartungen, Unverständnis: Christoph Hochhäuslers neuer Film dreht sich um die Wirren der Spätpubertät und deren Auswirkungen. Kritik
USA 2005. Regie: Noah Baumbach. Mit: Jeff Daniels, Laura Linney Start:
New York City, Mitte der Achtziger Jahre: die Teenager Walt und Frank finden ganz unterschiedliche Wege mit der Scheidung ihrer Eltern umzugehen. Mit Witz inszeniert Noah Baumbach die tragikomische Geschichte seiner eigenen Jugend. Kritik
Vier junge Mädchen suchen aus Angst vor der Beschneidung Schutz bei einer rebellischen Dorfbewohnerin. Ousmane Sembenes neuester Film ist hochemotional, dezidiert politisch und wunderschön. Kritik
USA 2006. Regie: Christophe Gans. Mit: Radha Mitchell, Sean Bean Start:
Mal wird die Leinwand gänzlich in Schneeweiß gehüllt, mal verdunkelt sie sich für mehrere Sekunden komplett. Dazu schrillen dann die Sirenen von Silent Hill. Simpel und minimalistisch. Doch Regie und Effektspezialisten können auch ganz anders. Kritik
USA 2004. Regie: Paul Abascal. Mit: Cole Hauser, Robin Tunney Start:
Ein aufstrebender Actionfilmstar sieht sein Familienglück von aufdringlichen Paparazzi bedroht und beginnt einen gnadenlosen Rachefeldzug gegen sie. Kritik
Ö, D 2005. Regie: Benjamin Heisenberg. Mit: Bastian Trost, Mehdi Nebbou Start:
Misstrauen, Neid, Paranoia. Mit Schläfer liefert Benjamin Heisenberg ein düsteres Bild unserer Gesellschaft anhand eines individuellen Schicksals vor einem hoch politischen Hintergrund. Kritik
D 2005. Regie: Petra K. Wagner. Mit: Götz George, Claudia Michelsen Start:
Verlorenes Glück, Einsamkeit, verstellte Identitäten und den Mut zum Neuanfang thematisiert Regisseurin Petra K. Wagner in der überfrachtet wirkenden Liebesgeschichte Maria an Callas. Kritik
Ein junger Gangster muss von einem Tag auf den anderen Verantwortung für ein Baby übernehmen und beginnt, sein Leben zu verändern. Leider verändert das Neugeborene auch den Film – nicht zu dessen Vorteil. Kritik
USA 2005. Regie: John Madden. Mit: Gwyneth Paltrow, Jake Gyllenhaal Start:
Wer ist wahnsinnig und wer genial? Dieser Frage widmet sich der Film, der nebenbei noch eine Liebesgeschichte erzählen möchte und sich in seinem Ambiente der naturwissenschaftlichen Forschung nie so richtig wohl fühlt. Kritik
Wie schwierig es für eine muslimische Immigrantin sein kann, zugleich den Erwartungen der Familie und den eigenen Wünschen gerecht werden zu wollen, beschreibt dieses auf Festivals bereits mit viel Kritikerlob bedachte Portrait einer Grenzgängerin zwischen zwei Kulturen. Kritik
F, B 2004. Regie: Benoît Delépine, Gustave de Kervern. Mit: Benoît Delépine, Gustave de Kervern Start:
Zwei verfeindete Nachbarn trampen im Rollstuhl nach Finnland: nach einem Traktorunfall querschnittsgelähmt, wollen die beiden den finnischen Hersteller verklagen. Das Regieduo Delépine und Kervern versucht sich an einer Roadmovie-Komödie im Stil von Aki Kaurismäki. Kritik
USA 2006. Regie: J.J. Abrams. Mit: Tom Cruise, Philip Seymour Hoffman Start:
Ethan Hunt jagt einen Superschurken um die halbe Welt. Allerdings ist das Interesse des Agenten an der neuesten unmöglichen Mission nicht nur beruflich sondern auch privat, da er seine frisch angetraute Ehefrau retten muss. Kritik