Persepolis
„Punk is not ded“! Eine junge Frau zwischen Emanzipation, Revolution und Iron Maiden.

Marjane Satrapi ist mit ihrem Erstling eine außerordentliche Gratwanderung zwischen Geschichtsaufarbeitung, Tragödie und Coming-of-Age-Komödie gelungen. Anstatt mit erhobenem Zeigefinger auf politischen Missständen herumzureiten, konzentrieren sich Satrapi und Co-Regisseur Vincent Paronnaud darauf, Marjis ganz eigene Sicht der Dinge in eine adäquate filmische Form zu gießen. Dank des reduzierten Comic-Stils entsteht so ein wunderbares Kaleidoskop verschiedener Erzählformen: Das kindliche Unverständnis über die politische Situation als märchenhaftes Schattentheater, die Wirren der Teenagerzeit als überzeichnete Farce, der entschlossene Weg der späteren Universitätsjahre als Rocky-Parodie. Persepolis (2007) ist zu keiner Zeit bloße Anklage, sondern bleibt durch und durch Film. (jlo)
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