Kommunist

Indianerspiele mit Egon Krenz. Lutz Pehnerts Dokumentarfilm Kommunist will keine historische Aufarbeitung liefern oder gar moralisches Diktatur-Bashing. Sondern einen Mann porträtieren, der zum inneren Zirkel der DDR-Staatsmacht gehörte und nun als Rentner an der Ostsee lebt. Doch dieser Essay hinterlässt das Gefühl, der Regisseur habe dem kalten Krieger Krenz einen Film geschenkt.

Specials

Der anregende Rausch des Minimalen – Berlinale Grohlumne (4)

Wie weit lässt ein Film sich reduzieren? Und welches Potenzial liegt darin? Inmitten strapaziöser Infrastruktur und hektischer Debatten können eine zwei minimalistische Filme aus der Hosentasche wieder auf Null bringen: Sinne schärfen, kleinste Dinge als Ereignis freilegen. Schafft ein, zwei, viele Hongs und Bennings! weiter 

Bis zum Hals im Mystizismus – Berlinale-Notizen (8)

Zum Wettbewerbs-Finale greift Josephine beim Thema sexuelle Gewalt tief in die manipulative Mottenkiste. Andere Filme verteilen großzügig Esel und rote Tupfer auf der Leinwand oder widmen sich ostdeutschen Befindlichkeiten. Pavao zieht ein Festival-Resümee und nennt seine diesjährigen Favoriten. weiter 

Bedrohliches Wackeln: Iranisches Kino auf der Berlinale

Neben der Protestbewegung hat sich in den letzten Jahren auch das iranische Filmschaffen radikalisiert und von manchen Zwängen des Systems befreit. Die einzigen beiden iranischen Langfilme im diesjährigen Berlinale-Programm geben ganz unterschiedliche Einblicke in das Leben im Land. weiter 

Von der Wendezeit zur Zeitenwende – Berlinale Grohlumne (3)

Deutsche in Uniform begegnen ungelenk und sorgenvoll den Wirren eines historischen Umbruchs – einmal im Bahnhof Friedrichstraße, einmal in einem Manöverdorf der Bundeswehr. In seiner dritten Kolumne von der Berlinale serviert Thomas Groh ein sektionsübergreifendes Double Feature. weiter 

Framing Berlinale 2026 (Teil 2)

In unserer zweiten Podcast-Folge gibt es einiges aufzuholen: Wettbewerbs-Highlights von Markus Schleinzer, Anthony Chen und Angela Schanelec sowie weitere Lieblingsfilme aus den Nebensektionen. weiter 

Nebenwirkung: Geistererscheinungen – Notizen von der Berlinale (6)

Das Festival neigt sich dem Ende zu. Im Wettbewerb ist Juliette Binoche in ihrem am wenigsten französischen Film zu sehen, ein aufgeblähter Body-Horror-Schocker enttäuscht und eine Dokufiktion von der Autobahn erweist sich als angenehm lebensklug. Und dann kam noch eine unerfreuliche Mail aus der Presseabteilung. weiter