USA 2026. Regie: Solomon Chase, David Toro. Mit: Madonna, George Todd McLachlan
Song-Snippets, Schnitt-Stakkato und ein Ritt vom Garten Eden in die 80er-Jahre-Disco: Confessions II – The Film verdichtet auf 14 Minuten nicht nur Madonnas neues Album, sondern ihre gesamte Karriere – und wirkt wie ein letztes Aufbäumen des Musikvideos als Kunstform. weiter
Nicht immer bedeutet Filmsex Spaß und gute Laune. Als Teenieparty-Mitbringsel war die VHS von Im Reich der Sinne (1976) wenig geeignet, musste unser Rezensent lernen. Zum 50. Jubiläum kehrt Nagisa Oshimas unnachgiebiger, grimmiger Realismus der Körper nun zurück in die Kinos. weiter
IT 2021. Regie: Haider Rashid. Mit: Adam Ali, Svetlana Yancheva
Streaming-Tipp: In seinem dritten Spielfilm Europa folgt der Italo-Iraker Haider Rashid einem Flüchtling über die türkisch-bulgarische Grenze. Inszeniert ist das als bitteres Abenteuer und filmische Achterbahnfahrt. weiter
D 2026. Regie: Kilian Armando Friedrich. Mit: Sabine Thalau, Thomas Sprekelsen Start:
Das Schicksal einer Managerin in einer Gebäudereinigung als Sinnbild für die Verwerfungen des modernen Arbeitsmarkts: Ich verstehe Ihren Unmut ist ein Film von nüchterner Intensität, der sich aber zum Glück ab und zu auch eine Kippenpause gönnt. weiter
PL, GB 2025. Regie: Jan Komasa. Mit: Stephen Graham, Anson Boon Start:
Zornig, ohne richtig zu wissen, auf wen oder warum: Tommy, die Hauptfigur in Jan Komasas Good Boy - Wir wollen nur dein Bestes, ist ein Bully aus der britischen Arbeiterklasse. Der Film jedoch wird nicht zu einem Sozialdrama, sondern zu einem etwas unausgegorenen schwarzhumorigen Entführungsthriller. weiter
F 1982. Regie: Jean Rollin. Mit: Marina Pierro, Françoise Blanchard
Jean Rollin gelang eine zugleich poetisch-leichte und melancholisch-brutale Elegie über eines der zentralen Themen des Horrorfilms: den Verlust, die Trauer und die Unmöglichkeit, einen geliebten Menschen loszulassen. Nun gibt es The Living Dead Girl (1982) neu restauriert auf Blu-ray. weiter
Zwischen einer Gedenkzeremonie in Guinea-Bissau und einer Hochzeit in der Pariser Banlieue, zwischen Dokument und Fiktion, Figurenkonstruktion und Selbstfindung: Alles fließt ineinander in Alain Gomis’ neuem Film Dao, der sich binären Konzepten von Identität ebenso widersetzt wie dem linearen Erzählen. weiter
D 2025. Regie: Lutz Pehnert. Mit: Egon Krenz Start:
Indianerspiele mit Egon Krenz. Lutz Pehnerts Dokumentarfilm Kommunist will keine historische Aufarbeitung liefern oder gar moralisches Diktatur-Bashing. Sondern einen Mann porträtieren, der zum inneren Zirkel der DDR-Staatsmacht gehörte und nun als Rentner an der Ostsee lebt. Doch dieser Essay hinterlässt das Gefühl, der Regisseur habe dem kalten Krieger Krenz einen Film geschenkt. weiter
GB 2025. Regie: Kirk Jones. Mit: Robert Aramayo, Peter Mullan Start:
Zuckungen, Beleidigungen und die Sehnsucht nach Nähe: Verflucht normal schildert die Herausforderungen eines Lebens mit Tourette-Syndrom. Dabei folgt der Film zwar bekannten Feel-Good-Mustern, tut das aber mit gewinnender Aufrichtigkeit und tief empfundener Wärme. weiter
Sich Treiben lassen in Passivitäten: Pedro Pinhos I Only Rest in the Storm gibt sich den Aporien des Neokolonialismus mit Kopf, Körper und Unterleib hin. weiter