Hitch - Der Date Doktor
Will Smith darf als New Yorker Date Doktor durchschnittlichen Männern zu den Frauen ihrer Träume verhelfen, nur er selber glaubt nicht mehr an die Liebe – bis er die Klatschkolumnistin Sara Melas kennen lernt. Andy Tennant, abonniert auf romantische Komödien, hat Hitch ironiefrei, aber durchaus unterhaltsam inszeniert.

Andy Tennant, erprobter Regisseur romantischer Komödien, dessen größter Erfolg Sweet Home Alabama – Liebe auf Umwegen (USA, 2002) war, schickt Will Smith als Date Doktor in die Singlestadt New York. Smith spielt Alex "Hitch" Hitchens, der gegen eine Gebühr verzweifelten, durchschnittlichen Männern hilft, die wunderschönen Frauen ihrer Träume zu erobern. Sein Meisterstück soll Albert werden, gespielt von dem durch die Sitcom King of Queens bekannt gewordenen Komiker Kevin James, der sich in die reiche Erbin Allegra Cole verliebt. Dass diese ausgerechnet von dem tatsächlichen Top-Model Amber Valletta gespielt wird könnte man als Ironie werten, doch dazu ist ihre Figur zu geradlinig angelegt. Valletta besitzt allerdings Ausstrahlung und eine gewisse Natürlichkeit. Beides fehlt Eva Mendes, die die Klatschkolumnistin Sara Melas und damit Will Smiths romantischen Gegenpart spielt. Ihre Sara ist – unterstützt durch das Drehbuch – eine unsympathische Großstadtzicke und es lässt sich nicht nachvollziehen, wieso sich Hitch ausgerechnet in die Journalistin verliebt. Die große Schwäche des Films ist denn auch das Zusammenspiel der beiden Hauptdarsteller: Funken sprühen eher nicht. Wesentlich einnehmender, wenngleich unglaubwürdiger in der Konstellation, ist die Liebesgeschichte zwischen Albert und Allegra.
Hitch ist weit entfernt von den Klassikern der romantischen Komödie, die die Interaktion von Mann und Frau thematisieren, man denke an Rob Reiners Harry und Sally (When Harry met Sally; USA, 1989). Tennants Film ist ein romantisches Märchen, das augenzwinkernd daher kommt, dabei aber eigentlich nur Männerträume bestätigt, ohne die absurde Geschichte wenigstens ansatzweise zu ironisieren. Dennoch ist Hitch ein stellenweise unterhaltsamer Film, der getragen wird von Will Smiths jungenhaftem Charme und dem man – trotz vorhersehbarer Gags und vorhersehbarem Ende – amüsiert folgen mag.
Kritik von Meike Stolp
Fotos © Sony Pictures
Veröffentlicht am 18.02.2005
Film-Angaben:
Titel: Hitch - Der Date Doktor (Hitch)
USA 2005
Laufzeit: 115 Minuten
Regie: Andy Tennant
Drehbuch: Kevin Bisch
Produktion: James Lassiter, Will Smith, Teddy Zee
Darsteller: Will Smith, Eva Mendes, Kevin James, Amber Valletta
Kinostart: 03.03.2005
Kommentare
Max Payne
Sonntag, 14-10-07 15:05
sasch
Samstag, 26-03-05 11:51
hab den film gestern im original gesehen und kann die kritik nicht nachvollziehen. "... Ihre Sara ist – unterstützt durch das Drehbuch – eine unsympathische Großstadtzicke und es lässt sich nicht nachvollziehen, wieso sich Hitch ausgerechnet in die Journalistin verliebt." bitte??? muss mir wohl mal die deutsche fassung ansehen
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Kein schlechter Film auch die Schauspieler sind cool und lustig ist er auch ! In Komödien geht es nicht um die Story sondern um den Witz und die Kombination mit Schauspielern und Witz ! Leider fand ich das Sarah ( Eva Mendes ) ziemlich herb und undankbar , unachtent , ..... mit Hitch ( Will Smith ) umgegangen ist ! Aber ein guter , lustiger Film !