Der verbotene Schlüssel
Krankenpflegerin Caroline nimmt eine Stelle bei einem älteren Ehepaar an, um sich um den bettlägerigen Mann zu kümmern. Neugierig erkundet sie auch das alte Haus, das gruselige Geheimnisse zu bergen scheint und entdeckt dabei Schauerliches.

Caroline (Kate Hudson) hält ihre Arbeit im Krankenhaus nicht mehr aus: das Sterben von Menschen, die von den Verwandten vergessen wurden, an die sich niemand mehr erinnern wird, deren spärliche Habe einfach in den Müllcontainer geworfen wird. Sie bewirbt sich um einen Job im Umland New Orleans’ und findet sich beim Ehepaar Devereaux (Gena Rowlands, John Hurt) wieder, die in einem abgeschieden gelegenen, verfallenen Haus wohnen. Um Ben, den Mann, soll sie sich kümmern, möchte eine persönliche Beziehung zu ihm aufbauen. Von seiner Frau Violet bekommt sie den Generalschlüssel, den Skeleton Key. Mit seiner Hilfe beginnt sie, die dunklen, geheimnisumwitterten Räume des Hauses zu erforschen. Dabei stößt sie auf Geistergeschichten, Hoodoo, nicht zu verwechseln mit Voodoo, und – natürlich – ein düsteres Geheimnis.
Der verbotene Schlüssel ist ein Horrorfilm ohne Splattermomente, aber mit den üblichen schnellen Kamerafahrten durch enge Korridore, scheinbar grundlos klappernden Türen, dunklen Zimmern mit alten Spiegeln oder Utensilien und mittendrin Kate Hudson, die zur Abwechslung nicht die süße Kleine spielt, sondern eine überzeugend dynamische, unerschrockene, manchmal auch unsympathische Mittzwanzigerin. Ihr zur Seite steht der brillante John Hurt, der seiner Rolle als sprachbehinderter Patient auch ohne Worte Lebendigkeit einzuflössen vermag, und Gena Rowlands, deren Spiel aber überraschend blass bleibt.

Den Fokus legt Regisseur Iain Softley in Der verbotene Schlüssel zu Recht auf die Hoodoo-Hexen-Grusel-Grundstimmung, vernachlässigt dabei allerdings die Entwicklung der Geschichte. So scheint die – zwar immer noch überraschende – Auflösung ein bisschen zu schnell, ein bisschen unglaublich. Auch der Entwicklung der Figuren hätte Softley mehr Zeit einräumen sollen, vielleicht wäre Gena Rowlands als Violet dann eine glaubwürdigere Gegenfigur zu Hudsons Caroline gelungen. So bleibt ein atmosphärischer Film, der zum Ende hin schwächer wird, unterhaltsam ist, aber aus der Masse der Horrorfilme nicht hinausragt.
Kritik von Meike Stolp
Fotos: © UIP
Veröffentlicht am 03.08.2005
Film-Angaben:
Titel: Der verbotene Schlüssel (The Skeleton Key)
USA 2005
Laufzeit: 104 Minuten
Regie: Iain Softley
Drehbuch: Ehren Kruger
Produktion: Michael Shamberg, Daniel Bobker, Stacey Sher, Iain Softley
Darsteller: Kate Hudson, Gena Rowlands, John Hurt, Peter Sarsgaard, Joy Bryant, Maxine Barnett, Fahnlohnee Harris
Kinostart: 18.08.2005
DVD-Angaben:
Titel: Der verbotene Schlüssel
Vertrieb: Universal Pictures
Bild: 2,35:1, 16:9
Sprache(n): Deutsch (DD 5.1), Englisch (DD 5.1)
Untertitel: Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte
Altersfreigabe: ab 16 Jahren
Spieldauer: 100 Minuten
Extras: Audiokommentar vom Regisseur; geschnittene Szenen mit optionalem Audiokommentar vom Regisseur; Making of; Featurettes: „Die Welt des Voodoo/Hoodoo“, „Rezept und Ritual – Das perfekte Gumbo“, „Blues im Bayou“, „Kate Hudsons Gruselgeschichte“, „Leben auf der Plantage“, Die Besetzung“, „John Hurts Geschichte“, „Ein Haus namens Felicity“, „Genas Liebeszauber“; Trailer
Verleih ab: 01.12.2005
Verkauf ab: 01.12.2005
Kommentare
Annette
Samstag, 21-10-06 15:16
Zimbo
Mittwoch, 20-09-06 14:36
Mir gefiel der Film ganz gut und im Gegensatz zu dem Kritiker finde ich schon, dass er sich von der Masse etwas abhebt. Dass es mal kein Happy-End ggab, fand ich ganz erfrischend, wer will denn immer sowas sehn. Und ich hoffe, dass es keine Fortsetzung geben wird, weil ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen kann, dass diese besser werden könnte geschweige denn überhaupt das gleiche Niveau erreichen mehr ...
anika
Dienstag, 05-09-06 16:22
weiss einer, ob es einen zweiten teil geben wird??
ich halt
Donnerstag, 24-08-06 22:12
also ich fande den Film sehr gut gemacht, aber ich fand das ende schade (weil ich steh eher auf happy end^^) aufjedenfall hab ich jetzt noch bammel^^ der Film war eindeutig nichts für mich...die arme frau die sich so für das Gute im leben eingesetzt hat ....wird bestrafft...das entspricht garnicht meinem filmgeschmack, aber wenn das nicht stört, für den ist der film sehr spannend und echt gut gemacht mehr ...
Simon
Samstag, 04-02-06 00:04
Nachträglich noch was von mir zum verbotenen Schlüssel. Mir hat er sehr gut gefallen. Der Schluß hat dem Film erst den richtigen Schliff verliehen. Wer konnte denn ahnen, wie das enden wird. - Ich war fasziniert. Außerdem gute Darsteller. Hab ihn zweimal im Kino gesehen und jetzt auf DVD.
Nicole
Freitag, 03-02-06 09:07
Der Film ist absolut klasse uns sehr spannend. Gänsehaut garantiert! Und natürlich nichts für Kids, deswegen läuft er wohl auch ab 16 J.
Twister
Mittwoch, 18-01-06 11:05
Na wer soll denn am Ende wohl in Ben stecken? Der Anwalt natürlich ! weil ja der pappa im anwalt steckt !
Karolina
Freitag, 06-01-06 19:30
It is a good film.
F&N
Mittwoch, 04-01-06 22:20
Huhuu, wir haben den Film gerade gesehen und haben eine kleine Frage: Zum Schluss werden ja die Körper getauscht, doch wer steckt zum Schluss in Ben? Danke...
Beffi
Mittwoch, 04-01-06 13:46
Der Film ist langweilig. Ich war schon bisl enttäsucht.
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Also mir gefällt der Film wahrsinnig gut. Endlich mal kein Happy End. Die gehen mir auf den Keks. Überhaupt die Darstellung und besonders gut hat mir die Fähigkeit des Films gefallen, das man in eine andere Welt. Eine Welt des Woodos kommt. Dort siehst man alles von einem anderen Winkel. Echt gut gelunge der Film, vorallem auch der plötzlich wechsle, zwischen den Leuten die einem unheimlich vorkamen... mehr ...