Big Mama’s Haus 2
In der Fortsetzung von Big Mama’s Haus (Big Momma’s House, 2000) schlüpft Martin Lawrence zum zweiten Mal in die Haut einer übergewichtigen Oma mit losem Mundwerk.

In Big Mama’s Haus 2 wird das Erfolgsrezept des Vorgängers unoriginell ausgeschlachtet. Die an den Haaren herbeigezogene Rahmenstory ist lediglich ein Vorwand, damit FBI-Mann Malcolm Turner (Martin Lawrence) sich ein zweites Mal in sein Alter Ego „Big Mama“ verwandeln kann: Als die „nationale Sicherheit“ durch ein Computervirus bedroht wird, beschließt Turner, dessen mutmaßlichen Schöpfer Tom Fuller (Mark Moses) zu beschatten – und zwar als Nanny in dessen Familienanwesen. Während Big Mama ihrer Undercover-Tätigkeit nachgeht, bringt sie nebenbei noch die dysfunktionalen Familienverhältnisse der Fullers in Ordnung.
Neben der hanebüchenen Story zeichnet sich Big Mama’s Haus 2 durch seinen durchwegs platten, teilweise zotigen Slapstick-Humor aus. Ob es lustig ist, wenn Big Mama in der Sauna eine Arschbombe ins Schlammbad hinlegt, dem Hund Tequila in den Fressnapf schüttet oder mit dem Laubsauger den Zimmerputz macht, ist natürlich Geschmackssache. Wenn der titelgebende Transvestit nicht gerade derartigen Unsinn anstellt, klopft er mit fistelnder Stimme Sprüche oder stellt seine immense Körpermasse zur Schau. Unterm Strich dürfte dieser äußerst flache Humor nur die Wenigsten über eineinhalb Stunden gut unterhalten.

Nicht eben hilfreich ist dabei, dass Big Mama’s Haus 2 nichts anderes als eine One-Man-Show für Martin Lawrence ist. Neben der exzentrischen Big Mama wirken fast alle Nebencharaktere, wie zum Beispiel die „rebellische“ Tochter, die leistungsbesessene Mutter oder die zahlreichen bösen Anzugträger, langweilig, da ihr einziger Zweck darin besteht, Big Mama Vorlagen für krude Sprüche und wahnwitzige Handlungen zu liefern. Der einzige originelle Nebencharakter ist der kleine Sohn der Fullers, der zwar nicht redet, dafür aber aus großer Höhe gefährliche Bauchlandungen hinlegt. Jedoch kommt er nicht häufig genug vor, um der dominanten Big Mama Paroli bieten zu können.
Völlig im Widerspruch zum Holzhammerhumor des Films steht sein moralinsaurer Unterton, der sich immer wieder in bemüht emotionalen Szenen mit kitschigen Dialogen äußert. Anfangs sind die Familienverhältnisse der Fullers zerrüttet – ein paar neunmalkluge Sprüche und Tanzlektionen von Big Mama später ist alles Friede, Freude, Eierkuchen. Warum, bleibt ein Rätsel. Dafür gibt es am Schluss noch ein äußerst kitschiges Voice-Over von Turner, in dem dieser über die Wichtigkeit des Familienzusammenhalts schwadroniert – ein passender Antiklimax zu einem humoristischen Tiefflieger.
Filmkritik von Johannes Wiedemann
Veröffentlicht am 01.03.2006
Kommentare zu Big Mama’s Haus 2
nadine 06.09.2006 11:13
hallo bigmama ich mag dich
lale 11.01.2007 21:41
...IcH FiNdE BiGMaMa EiNfAcH ToLL...
anja 22.02.2007 19:24
um was geht der fil big mama?
Aleyna 06.05.2007 14:31
Big Mama ist einfach klasse
Ened 13.06.2007 20:21
Big Momma ist einfach geil!
Georgi 06.08.2007 17:41
Big Mama ist vollkommen geil und kraz!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Pascal 25.02.2010 21:04
Ich liebe Big mama die ist klassse ich bin in sie verknallt
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Film-Angaben
Titel: Big Mama’s Haus 2
Originaltitel: Big Momma’s House 2
USA 2005
Laufzeit: 99 Minuten
Regie: John Whitesell
Drehbuch: Don Rhymer
Produktion: David T. Friendly, Michael Green
Darsteller: Martin Lawrence, Nia Long, Emily Procter, Mark Moses, Zachary Levi
Kinostart: 13.04.2006
DVD-Angaben
Titel: Big Mamas Haus 2
Vertrieb: Kinowelt Home Entertainment
Bild: 1,85:1, 16:9
Sprache(n): Deutsch (DD 5.1), Englisch (DD 5.1)
Untertitel: Deutsch
Altersfreigabe: ab 6 Jahren
Spieldauer: 95 Minuten
Extras: Audiokommentar von Regisseur John Whitesell, Produzent David Friendly und Zachary Levi; 12 Deleted Scenes mit optionalem Audiokommentar; TV-Spots & Trailer; Featurettes
Verleih ab: 24.10.2006
Verkauf ab: 01.12.2006
Copyright Big Mama’s Haus 2
Fotos: Kinowelt
BERLINALE 2012

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