VoD: Ein Feuerwerk der Harmlosigkeit. Ryusuke Hamaguchi erzählt in Ob wir schlafen oder wachen mit demonstrativer Leichtigkeit von einer gedoppelten Romanze, doch bei all der Luftigkeit verkommt seine Liebesgeschichte bald zu einem biederen Ritual. weiter
DK, F, S, D 2018. Regie: Lars von Trier. Mit: Matt Dillon, Bruno Ganz Start:
Die Nazis und ihr Sinn für Ästhetik dürfen wohl nicht fehlen in einem Opus über die Schönheit des Mordens. Lars von Trier hat mit The House That Jack Built wieder einen Schocker inszeniert und langweilt – bis zum fulminanten Finale. weiter
VoD: Körperkino obsessiv, musikalisch, kurzweilig, verdammt ernst und unbedingt komisch. Gaspar Noé ersinnt eine durchsexualisierte Tanzgruppe, bei der jeder Tänzer etwas dringend will. Climax setzt darauf, dass es schiefgeht. weiter
Schräge Familienaufstellung unter unsichtbarem Feuerwerk. Hirokazu Koreeda krakelt in Shoplifters mal wieder am japanischen Familienkonzept herum. So radikal wie vorher noch nie. weiter
USA 2018. Regie: Panos Cosmatos. Mit: Nicolas Cage, Andrea Riseborough Start:
Blutverkrustete Fratzen: In Panos Cosmatos Mandy macht sich Nicolas Cage auf einen brutalen Rachefeldzug. Der Film verzichtet dabei auf jedes Innehalten vorm Schwingen der Axt. weiter
Der iranische Regisseur Jafar Panahi darf sein Land nicht verlassen, und irgendwie hat er auch Berufsverbot. In Drei Gesichter spielt er wieder eine Hauptrolle, guckt in der Provinz durch Zäune und gefällt sich selbst. Und doch kann man ihm dafür kaum böse sein. weiter
Der kurdische Befreiungskampf erreicht den Wettbewerb von Cannes – oder eben auch nicht. Eva Hussons Girls of the Sun setzt den weiblichen Peshmerga-Milizen ein Denkmal, das diese nicht verdient haben. Eine Palme könnte es trotzdem geben. weiter