Neu auf critic.de

The Visitor – Kritik

Eat out the rich: Bruce LaBruce bereitet Pasolinis Teorema (1968) über einen Fremden, der die Mitglieder einer großbürgerlichen Familie verführt, für die Gegenwart auf und bleibt dabei dem Punk treu. The Visitor ist konfrontativer und plakativer, aber auch utopischer als seine Vorlage. Filmkritik 

Wilder Diamant – Kritik

Agathe Riedinger folgt in ihrem Regiedebüt Liane, die eine Reality-TV-Show zur Flucht aus den Verhältnissen nutzen will. Im aufgerauten Look eines Sozialdramas erzählt Wilder Diamant von einer jungen Frau, die zum Phänomen wird und zunehmend die Kontrolle verliert. Filmkritik 

Framing #15: Prestige-Trash und Main-Streaming

Unser Podcast ist zurück aus der etwas lang geratenen Sommerpause. Diesmal geht es um den Begriff Mainstream, Edward Bergers Bestseller-Verfilmung Konklave, Steve McQueens Apple-Produktion Blitz sowie Festivalfilme aus Leipzig und Mannheim.
Special 

Reinas - Die Königinnen – Kritik

Regisseurin Klaudia Reynicke entfaltet ein Familiendrama vor dem Hintergrund des zerrütteten Peru im Sommer ’92. Das politische Chaos als Brandbeschleuniger für private Konflikte wird in Reinas dabei eher behauptet als gezeigt. Filmkritik 

Avantgardefilme im Bett – Loop Fair Barcelona 2024

Im November verwandelt sich das elegante Almanac-Hotel für ein paar Tage in ein Mekka des experimentierfreudigen Filmschaffens. Das Angebot ist so schillernd, divers und nervig, wie es sich für ein zeitgenössisches Videokunst-Festival gehört. Special 

Emilia Pérez – Kritik

Vom beinharten Kartell-Boss zur einfühlsamen Kämpferin für Gerechtigkeit: Die Heldin von Jacques Audiards melodramatischem Gangster-Musical wechselt zwar Milieu, Identität und Geschlecht, muss jedoch feststellen, dass das gar nicht so einfach ist. Filmkritik 

City of Darkness – Kritik

Eine kleine Enklave in Hongkong wird von einem übermächtigen Außen bedroht. In zwei Modi kommt Soi Cheangs City of Darkness zu sich: bei maximaler Verkitschung und bei maximaler Gewalt – beides atemberaubend choreografiert. Filmkritik 

Die Saat des heiligen Feigenbaums – Kritik

Staatsfernsehen oder Instagram? Der inzwischen aus dem Iran geflohene Regisseur Mohammad Rasoulof zeigt, wie die persische Diktatur Generationen spaltet und Familien zerreißt. Die Saat des heiligen Feigenbaums ist ein politisches Familiendrama, das zu einem rasanten Thriller wird. Filmkritik 

Afterwater – Kritik

Zwei Figuren, die einen See aufsuchen, Geschichten, die vom Wasser erzählen, ein Film, der in viele Richtungen wabert: Dane Komljens experimenteller Afterwater erprobt neue Wahrnehmungen von Zeit und Raum, bis ihm sein Konzept dazwischenkommt. Filmkritik 

Knurrige Männlichkeit auf engem Raum: Karacho 2024

Oberschurken in Mabuse-Tradition, das alte Europa, gefiltert durch Hollywood-Pulp-Fantasien, Jerry Goldsmiths zwischen Intellekt und Affekt pendelnde Filmmusik und weiße Ratten in der Nürnberger Altstadt. Eindrücke vom 9. Festival des Actionkinos. Special