Die legendäre Dokumentarfilmwoche galt als Augen- und Ohrenöffner, wie Filme geschaut und besprochen werden können. Dieses Jahr wird sie digital ausgerichtet und feiert die Inszenierung von Nähe. Ist das möglich, wenn Körper nicht mehr im Kino zusammenkommen? Special
In L.I.S.A. – Der helle Wahnsinn erschaffen sich zwei junge Geeks die perfekte Frau, um ihre Unschuld zu verlieren. John Hughes' Komödie lässt seine Helden dabei nicht nur hochnotpeinlich scheitern, sondern befreit sie auch von den Fesseln ihres Selbst. Filmkritik
Ein Banküberfall, sechzig Jahre Gefängnis. Der Dokumentarfilm Time, der auf Amazon Prime zu sehen ist, verspricht einen intimen Blick auf das US-amerikanische Justizsystem. Und macht endloses Warten ohne lange Weilen erfahrbar. Filmkritik
Ein menschenleeres Westberlin als Zwischenort, ein Brief von Ulrike Meinhof aus der Isolationshaft: Über zwei Arbeiten der belgischen Regisseurin Annik Leroy sowie weitere Filme vom DOK Leipzig. Festivalnotizen von der Uni Hildesheim. Special
Gagarin - einmal schwerelos und zurück nimmt uns mit auf eine Reise durch den Mikrokosmos der gleichnamigen Satellitenstadt vor den Toren von Paris – und erzählt von einem Jungen, der sich vor ihrer Räumung in einer selbst gebauten Raumkapsel einrichtet. Filmkritik
DOK Leipzig: Die Absurdität des Privatbesitzes. Jörg Heitmanns und Bettina Ellerkamps Wir wollten alle Fiesen killen sollte die Science-Fiction-Adaption eines Boris Vian-Romans werden. Doch zum Glück hatte die deutsche Filmförderung etwas dagegen. Filmkritik
Hausbau als Lebensprojekt, Alzheimer-Alltag als Horrorfilm und keine Lust auf art people: Eindrücke von der digitalen Ausgabe des portugiesischen Dokumentarfilmfestivals. Special
VoD: Atomkraft als technischer Fiebertraum. Zwischen vermeintlich strahlender Vergangenheit und finsterer Zukunft liegt in Carsten Raus Dokumentarfilm Atomkraft Forever ein Stück instabile Gegenwart. Filmkritik
Ein russischer Zirkus als System aus Macht und Kontrolle, der Amerikanische Bürgerkrieg als Familienspaß – und zwei politische Kurzfilme, die es ganz unterschiedlich mit der Wahrheit halten: Festivalnotizen von Studierenden der Uni Hildesheim. Special
In Michael Venus’ Debütfilm verlieren sich Mutter und Tochter in gleich mehreren Alptraum-Schichten. Die unheimliche Heimatgroteske Schlaf funktioniert wie ein Jenga-Turm: schraubt sich in luftige Höhen, verliert das Fundament – und macht dennoch Hoffnung für die hiesige Genrefilmlandschaft. Filmkritik