Was bleibt übrig, wenn alle Kunst tot ist, alle Revolutionen gescheitert und alle Menschen zu Puppen geworden sind? In Alexander Kluges und Khavns Orphea herrscht wieder das Gesetz des Mythos – mit dem Gesicht einer Frau und in Form von anarchischem Dilettantismus. Filmkritik
Disney+: Zwei Amphibienjungs müssen in einem aus der Zeit gefallenen Fischerdorf ihre Ängste überwinden. Im charmanten Animationsfilm Luca geht es um Freundschaft, vielleicht sogar um Liebe. Ganz ohne Konflikte kommt ein Pixar-Film dann aber doch nicht aus. Filmkritik
Bruno Dumont erfindet sich schon wieder neu – mit einer schelmischen Mediensatire, die hyperrealistisch und abgehoben zugleich ist. Im Mittelpunkt von France stehen die Tränen im Gesicht von Léa Seydoux. Filmkritik
Zum ersten Mal in 74 Ausgaben gewinnt eine Regisseurin allein die Goldene Palme. Titane von Julia Ducournau ist das Gegenteil von einem Kompromiss: radikal, aufregend, monströs. News
Mit ihrem zweiten Langfilm Titane gewinnt Julia Ducournau die Goldene Palme. Die Gewinner der 74. Internationalen Filmfestspiele von Cannes auf einen Blick. News
Farhadi, Hamaguchi oder doch Ducournau? Im Podcast zum Abschluss des Festivals diskutieren wir über mögliche Palmen, eigene Favoriten und den zweifelhaften Überfluss, mit dem Cannes die Rückkehr ins Kino feiern will. Special
Erste Eindrücke zu Filmen aus dem Cannes-Programm. Heute: Apichatpong Weerasethakuls Memoria, der mit Tilda Swinton die Ewigkeit irritiert. News
In ihrer Insistenz auf Familienbande hat die Fast-&-Furious-Reihe ein Level erreicht, das selbst Star Wars alt aussehen lässt. Zugleich erreicht die Action einen Absurditätsgrad, auf dem auch aus der Komödie Top Secret entlehnte Gags nicht mehr irreal wirken. Filmkritik
Ein Pornodarsteller hustlet sich durch Bakers Texas City, Liebende finden sich in Audiards 13. Distrikt von Paris, und Tilda Swinton sucht in Weerasethakuls Medellín nach einem Sound. An Tag 9 geht der Cannes-Podcast auf Städtetour.
Special
Mediatheken-Tipp: Lee Isaac Chungs autobiografisch angehauchter Film Minari erzählt von koreanischen Migranten in den USA der 1980er Jahre. Dabei entzieht er sich nonchalant allen Culture-Clash-Klischees: Die Familie Yi erwarten ganz andere Probleme. Filmkritik