Stanley Kubrick: Wege zum Ruhm, Die Rechnung ging nicht auf & Der Tiger von New York

Dreimal Stanley Kubrick bei der ARD: In Wege zum Ruhm (Paths of Glory, 1957) seziert der Regisseur mit nüchterner, rationaler Präzision die militärischen Machtstrukturen zur Zeit des Ersten Weltkrieges, ein Thema, das er später mit dem Vietnamfilm Full Metal Jacket (1987) in abgewandelter Form gleichermaßen erfolgreich aufgriff. Die Rechnung ging nicht auf (The Killing, 1956) vereint Konventionen des Heist-Movies mit einer komplexen Flashbackstruktur, die synchron die unterschiedlichen Perspektiven einzelner Charaktere auf das Geschehen einfängt. Bei seinem zweiten Spielfilm, Der Tiger von New York (Killer’s Kiss, 1955, s. Bild), zeichnete Kubrick gleich für Regie, Drehbuch, Produktion und Kamera verantwortlich. Stilistisch ist das Low-Budget-Werk im Film Noir zu verorten und zeigt in Rückblenden das Schicksal eines Boxers, der sich aus Liebe zu einer Femme Fatale mit einem Gangsterboss anlegt. Höhepunkt ist ein fast surreal anmutendes Finale in einer Schaufensterpuppenfabrik, gleichsam beeindrucken die kontrastreichen Schwarz-Weiß-Bilder der Straßen von New York. (chh)
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