Helmut Käutner: Unter den Brücken

Helmut Käutner: Unter den Brücken

Helmut Käutner hätte diesen Monat seinen 100. Geburtstag gefeiert. Das Berliner Zeughauskino widmet dem deutschen Regisseur gerade eine Retrospektive, auf der kleinen Leinwand ist Unter den Brücken (1945) zu sehen. Entstanden ist die Geschichte um zwei Kahnschiffer, die sich in dasselbe Mädchen verlieben und mit ihr eine Reise durch hiesige Flusslandschaften antreten, gegen Ende des Dritten Reichs. Obwohl der Film noch vor dem Kriegsende eine Freigabe erhielt, zeigt sich in der verträumten Schilderung einer ganz privaten Idylle abseits der damaligen innerdeutschen Realität eine gewisse Verweigerung von Seiten Käutners, der es in seiner Karriere wiederholt verstand, sein Werk nicht in den Dienst der Nazi-Ideologie zu stellen. Unter den Brücken, der weitläufig als Klassiker des Käutnerschen poetischen Realismus gefeiert wird, kam schließlich im Jahre 1950 mit Verspätung in deutsche Kinos. (kst)

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Foto: © RBB Degeto

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