Egon Monk: Ein Tag – Bericht aus einem deutschen Konzentrationslager 1939

Egon Monk übernahm 1960 die Leitung der NDR-Abteilung für Fernsehspiel, ein Amt, das der Autor und frühere Schauspieler acht Jahre lang bekleiden sollte. Während dieser Zeit machte er sich einen Namen als Regisseur und drehte einige heute seltener gesehene Filme für den Sender. Am Samstag Abend aber läuft auf dem NDR anlässlich seines 80. Geburtstages Ein Tag – Bericht aus einem deutschen Konzentrationslager 1939 (1965), ein Film, der die Erinnerungen der ehemaligen KZ-Häftlinge Gunter R. Lys und Harry Nauok an einen Alltag im Lager nachstellt und diese mit sowohl fiktionalen Episoden wie auch dokumentarischem Material verbindet. Mit dieser Mischform begründete Monk das uns heute bekannte Format des Dokudramas. Die Filme von ihm, die in dieser Manier entstanden sind, werden heute auf der Basis ihres eher deskriptiven, distanzierten Charakters oftmals mit Brechts epischem Theater und der britischen Dokumentarfilmströmung „Direct Cinema“ verglichen. Der NDR zeigt Ein Tag um 23.30 Uhr. (kst)
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