Anthony Manns Winchester `73 und John Sturges’ Die glorreichen Sieben

John Sturges: Die glorreichen Sieben

Zwei Western in der Nacht von Samstag auf Sonntag: In Winchester `73 (1950) gab James Stewart sein Genredebut, gleichsam markiert der Film den Beginn einer längeren Zusammenarbeit des Schauspielers mit Regisseur Anthony Mann. Letzterer besaß eine Vorliebe für Racheplots, der er auch in Winchester `73 nachgeht: Lin McAdam (Stewart) verteidigt die Ehre seines Familiennamens gegen den mörderischen Bruder mit einem symbol- und traditionsträchtigen Winchestergewehr, das vor dem finalen Duell noch von Waffenhändlern und Indianern zurückerobert werden muss. Große Egos sind auch am Werk in John Sturges’ Klassiker Die glorreichen Sieben (The Magnificent Seven, s. Bild), der genau zehn Jahre später entstand und Motive von Akira Kurosawas Die sieben Samurai (Shichinin no samurai, 1954) aufgreift. Die Samurai finden sich als Revolverhelden übersetzt, engagiert, um ein mexikanisches Dorf vor dem alljährlichen Banditenübergriff zu beschützen. Jeder einzelne besitzt ein Talent, das Sturges in eindrucksvollen Setpieces in Szene setzt, weiter unterstützt von einem Schauspielensemble aus den unterschiedlichsten Charakterköpfen, zusammengesetzt unter anderem von Yul Brynner, Charles Bronson, Steve McQueen und James Coburn. (kst)

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Foto: © ARD Degeto

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