Die mittlerweile vierte Fortsetzung in der Saw-Reihe will offene Fragen klären und noch einmal viele Leute zu Tode kommen lassen. Heraus kommt eher fades Telekolleg mit Blut und Schreien.

Saw V

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Als Saw 2004 zu einem unerwarteten Erfolg wurde, begründete er wohl wesentlich die Welle an stets nur mehr oder minder ansehnlichen „torture porn“-Filmen wie etwa Hostel (2006) und Turistas (2006) mit, die noch immer nicht ganz abgeflaut ist. Das Saw-Franchise hat seitdem fleißig jedes Jahr zu Halloween einen weiteren Film auf den amerikanischen Markt geworfen. Saw V dürfte nun und sollte auch das vorläufige Ende dieses Trends markieren.

Die Handlung setzt unmittelbar nach dem Ende des Vorgängers ein. FBI-Agent Peter Strahm (Scott Patterson) hat eine Falle des Jigsaw-Mörders – beziehungsweise dessen Nachfolgers – knapp überlebt und lässt sich auch von seiner Krankschreibung nicht davon abhalten, weiter in dem Fall zu ermitteln. Schnell keimt der berechtigte Verdacht in ihm, Detective Mark Hoffman (Costas Mandylor) könne an die Stelle des ursprünglichen Killers, John Kramer (Tobin Bell), getreten sein.

Saw V

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Zahlreiche Rückblenden erklären derweil, wie Hoffmann zu Kramers Schüler wurde, während sich in einer parallelen Handlung vier Menschen auf einmal in einem der für Jigsaw typischen Verliese wiederfinden, in denen sich die Tür zur Freiheit nur mittels großer physischer Opfer öffnen wird.

Dass der Film die Idee aus Saw II (2005) wieder aufnimmt, eine Gruppe von irgendwie durch Verbrechen miteinander verbundenen Menschen gemeinsam einzusperren, ist ein eigentlich begrüßenswerter dramaturgischer Schritt. Das Mit- und Gegeneinander innerhalb einer Gruppe war in der Saw-Reihe stets interessanter anzusehen als das Leiden Einzelner. Man wartet allerdings vergebens auf die erhoffte Spannung, da sich für keine der Figuren in Saw V je besonderes Mitgefühl einstellt und der Handlungsstrang zudem noch in kleine Episoden über den ganzen Film verteilt wurde. Auch sonst wirkt Saw V bis in einzelne Szenen hinein fahrig und zerrissen. Steckt gerade wieder jemand in einer Falle, dann gibt es auf einmal hektische, mit lautem Krach unterlegte Schnitte, und der Film wird so sehr beschleunigt, dass die Gesichter verschwimmen.

Saw V

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Der Effekt ist weniger, dass existenzielle Not dadurch spürbar würde; vielmehr verlieren die Menschen im Bildergeflimmer (natürlich in den genretypischen Braun- und Grüntönen) ihre Menschlichkeit. Auch Hoffmann und Strahm bleiben eindimensional und hölzern, und sogar Bells Kramer, der trotz seines Ablebens am Ende von Saw III dank vieler Rückblenden stets sehr präsent bleibt, verliert hier deutlich an Bedrohlichkeit.

Und weil der Täter nicht nur von Anfang an bekannt ist, sondern, wir ahnen es, das Prinzip der fortzusetzenden Serie auch sein Überleben fordert, fühlt sich der ganze Film wie eine Exposition an; als müsse nach all dem Geblute und Geschreie das Eigentliche noch kommen. Am Ende brechen Knochen und spritzt Blut, aber das war dann wirklich schon alles.

Filmkritik von Rochus Wolff

Veröffentlicht am 25.11.2008

Kommentare zu Saw V

Nyx 12.01.2009 13:28

Liebe Leutz! Schon komisch oder? Man kann doch jeden Tag beobachten wie naiv die lieben Menschlein doch sind -.- Kaum isn bisschen Blut an der Leinwand, schon wird aufgeschrien! Kann echt nicht sein....Da geh ich doch erst recht gar ned ins Kino!!! Dazu kommt doch noch immer diese äußerst naive Tunnelblick, solche FIlme würden unsere Jugend verderben.....so Leute nun eine wer war zuerst da, der Mörder oder der Film???? Ich selbst bin ein Riesiger Fan Der SAW-Serie, nein nicht nur wegen dem Gemetzel, sondern wegen der Schlichtweg genialen Story. MAn kann seine KRitik nicht immer nur an einem Punkt des Filmes messen, das ist nicht in Ordnung. Es kann mir keiner erzählen, das er die Story nicht genial findet, oder doch na klar, für die primitiven Köpfe auf dieser rotierenden Kugel im Nirgendwo-.- Wer schwache Nerven hat, muss es sich ja ned ansehen, aber auch keine unnötige Kritik dazu abgeben!!!!!

newraven 18.01.2009 02:23

was für kritik? bist ja der einzige der was geschrieben hat..bist du ein bisschen verwirrt in deinem kopf ?

jonas12 24.09.2011 22:04

ich find saw geil

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DVD von Saw V

 
 

Film-Angaben

Titel: Saw V

Alternative Schreibweise: Saw 5

USA 2008

Laufzeit: 92 Minuten

 

Regie: David Hackl

Drehbuch: Patrick Melton, Marcus Dunstan

Produktion: Mark Burg, Oren Koules

Bildgestaltung: David A. Armstrong

Montage: Kevin Greutert

Musik: Charlie Clouser

Darsteller: Scott Patterson, Costas Mandylor, Tobin Bell, Betsy Russell, Julie Benz, Meagan Good

 

Kinostart: 15.01.2009

 

DVD-Angaben

Titel: Saw V

Vertrieb: Kinowelt Home Entertainment

Bild: 1,78:1, 16:9

Sprache(n): Deutsch (DD 2.0/DS), Deutsch (DD 5.1), Englisch (DD 5.1), Deutsch (DTS 6.1 ES)

Untertitel: Deutsch

Altersfreigabe: keine Jugendfreigabe

Spieldauer: 91 Minuten

 

Extras: Behind the Scenes; Featurettes; Deleted Scenes; Trailer [Leih-DVD]; Interviews mit Darstellern, Regisseur und Producer; Behind the Scenes; Trailer [Kauf-DVD]; Audiokommentar von Regisseur David Hackl und Regieassistent Steve Webb; Audiokommentar von den Produzenten; Die Fallen von SAW V [Limited Collectors Edition]

 

Verleih ab: 19.05.2009

Verkauf ab: 05.06.2009

 

Weitere Filme

... mit Scott Patterson

Saw IV
USA 2007
Von Darren Lynn Bousman

... mit Costas Mandylor

Saw 6
USA 2009
Von Kevin Greutert

Saw IV
USA 2007
Von Darren Lynn Bousman

 

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Copyright Saw V

Fotos: © Kinowelt

 

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