Garfield 2

In der Fortsetzung von Garfield – Der Film (Garfield, 2004) verschlägt es den faulen und sarkastischen Kater nach England, wo er mit einem adeligen und millionenschweren Doppelgänger verwechselt wird.

Garfield 2

Wurde im ersten Teil von Garfield noch der Beginn der nicht gerade unproblematischen Beziehung zwischen dem sich nach Lasagne verzehrenden Kater und dem leicht unterbelichteten Hund Odie erzählt, nimmt sich der zweite Teil einer für die Comicvorlage von Jim Davis eher unüblichen Geschichte an.

Als Garfields Herrchen John nach London reist, um seine Freundin mit einem Heiratsantrag zu überraschen, reisen die beiden Vierbeiner als blinde Passagiere mit. Aufgrund von einigen zufälligen Ereignissen kommt es schließlich zur Verwechslung zwischen Garfield und einem adeligen Doppelgänger, der sich vor allem durch seine anmutigen Bewegungen und sein wohl artikuliertes British English von dem amerikanischen Hauskater unterscheidet. Als Garfield sein neues Zuhause - ein imposantes Schloss - sieht, ist er zunächst nicht abgeneigt vom neuen Lebensstil, doch schon bald muss er feststellen, dass er den Platz des millionenschweren Erben der verstorbenen Schlossherrin eingenommen hat, deren Neffe alles daran gibt, den Kater so schnell wie möglich zu beseitigen.

Garfield 2

Anders als in den Comics spielt sich die Handlung hier nicht innerhalb der eigenen vier Wände des Hauses Arbuckle ab, sondern wird auf weitaus spektakulärere Schauplätze ausgedehnt. Dabei wird Garfield 2 (Garfield: A Tail of Two Kitties) auch weniger von den bissigen Bemerkungen Garfields dominiert, als von der Struktur einer herkömmlichen Verwechslungskomödie mit all den damit verbundenen Missverständnissen und den daraus folgenden Pointen. Dazu kommt noch, dass der Film mit allerlei, in unterschiedlichen englischen Dialekten sprechenden Tieren, die sich auf dem zum Schloss zugehörigen Bauernhof tummeln, aufwartet. Gerade bei derart überstrapazierten Storyelementen hätte sich der Film stärker von der Vielzahl an Komödien mit ähnlichen Motiven abheben müssen.

Dass der Film trotzdem relativ gut funktioniert, liegt vor allem an der auf Rasanz und eine kurze Laufzeit ausgerichteten Inszenierung sowie einer souveränen Darbietung von Billy Connolly als habgieriger Neffe. Da werden sämtliche Slapstickregister gezogen, wenn sich Connolly mit dämonischem Charme die grausamsten Ideen ausdenkt, um an sein Ziel zu kommen. Die Einlagen von Connolly dürften ebenso wie die Vielzahl an sprechenden Tieren besonders die Kleineren amüsieren, während ältere Zuschauer sich immerhin an den Resten von Garfields Sarkasmus, der im Original von Bill Murray gesprochen wird, erfreuen können.

 

Kommentare


vnm

also ich fand den ersten teil gut.
den zweiten noch nicht gesehen (ist ja auch noch nicht drausen^^)


bert

Ich fand den film nicht so schlecht wie erwartet, man kann ihn sich durchaus ansehen. Wer jedoch den ersten nicht mochte, der solle in den zweiten nicht unbedingt reingehn...






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