IT 2003. Regie: Ettore Scola. Mit: Giorgio Colangeli, Antonello Fassari Start:
Der italienische Regiemaestro Ettore Scola will mit diesem Film seiner Heimatstadt Rom eine humorvolle und gleichzeitig melancholische Liebeserklärung machen. Damit fordert er den Vergleich zu Fellini heraus, verzettelt sich aber durch die Vielfalt von geschilderten Alltagssituationen mit diesem Porträt der Menschen Roms. weiter
D 2004. Regie: Hans W. Geißendörfer. Mit: Julia Jentsch, Ulrich Mühe Start:
Schneeland erzählt zwei Geschichten: die Geschichte von der Todessehnsucht der Schriftstellerin Elisabeth und die Geschichte vom Leiden und Lieben der Bauerntochter Ina. Beide Geschichten sollen zusammengehören und werden auch zusammengeführt. Trotz einiger herausragender Schauspieler ist Schneeland jedoch eine fast gänzlich misslungene Konstruktion, weil die Geschichte um Ina durch ihren Rückbezug auf Elisabeth nur instrumentalisiert wird. weiter
USA 2004. Regie: Irwin Winkler. Mit: Kevin Kline, Ashley Judd, Jonathan Pryce Start:
Irvin Winklers Cole Porter-Biographie De-Lovely ist ein exzellent besetzter musikalischer Bilderbogen, eine Hommage an die Glanzzeit der Musicals und gleichzeitig der Versuch, authentisch das Leben einer faszinierenden Persönlichkeit wiederzugeben. weiter
USA 2004. Regie: David S. Goyer. Mit: Wesley Snipes, Kris Kristofferson, Jessica Biel Start:
Zum dritten Mal wandert Blade in schwarzem Leder nun über die Leinwände – diesmal verbündet er sich mit zwei menschlichen Vampirjägern, um den Ur-Vampir Dracula zu vernichten. Leider erfährt man bis zum Ende nicht, warum das nötig war; das wilde Action-Spektakel kann nicht verdecken, dass es dem Regisseur und Drehbuchautor an Ideen für eine halbwegs spannende Handlung fehlte. weiter
Ulrike Ottingers sechsstündiger Dokumentarfilm ist zugleich eine Reise von Deutschland über Osteuropa nach Odessa in der Ukraine, die schließlich in dem eurasischen Istanbul ihr Ziel findet. Mit Hilfe literarischer Texte bieten die Bilder des sich als Momentaufnahme verstehenden Filmes einen nicht immer gelungenen, aber sehr faszinierenden Blick auf die „weißen Flecken der Landkarte Europas“. weiter
ISR 2003. Regie: Limor Pinhasov Ben Yosef, Yaron Kaftori Ben Yosef. Mit: Baruch Shuv, Mordechai Zeidel Start:
Mehr als 100.000 Menschen wurden zwischen 1941 und 1944 in einem kleinen Dorf in der Nähe der litauischen Hauptstadt Vilnius umgebracht. In Stimmen aus dem Wald können einige der wenigen Überlebenden von diesen Massakern berichten. Die Bewohner des Dorfes, die zu jener Zeit dort lebten, wussten aber immer, was im Wald vor sich ging; der Film dokumentiert auch ihre Rechtfertigungsversuche und Schuldzuweisungen. weiter
USA, JP, D 2004. Regie: Martin Scorsese. Mit: Leonardo DiCaprio, Cate Blanchett Start:
Martin Scorseses Bio-Pic Aviator reflektiert das Leben des Hollywood-Produzenten, Flugzeugingenieurs, Frauenhelden und vor allem kranken Außenseiters Howard Hughes in den dreißiger und vierziger Jahren. Ein großer Film – leider etwas zu groß für Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio. weiter
Der Klimaforscher Matt (Kieran O’Brien) lernt in London die amerikanische Austauschstudentin Lisa (Margo Stilley) kennen und lieben. In seinem neuen Film versucht Michael Winterbottom, die Grenzen expliziter Sexualitätsdarstellung im Kino auszuweiten, vermag dabei aber nicht zu überzeugen. weiter
DK, D 2004. Regie: Peter Flinth. Mit: Moritz Bleibtreu, Julie Zangenberg, Aksel Leth Start:
Ein Zwillingspärchen hat sich mit einem eigenwilligen, streng riechenden Fakir herumzuschlagen, den sie im Keller ihres neuen Hauses in einem Kugelschreiber gefunden haben. Leider verschreibt sich dieser eigentlich recht unterhaltsame Kinderfilm nicht komplett der Phantasie, sondern lässt neben einfallsreichen Ideen große Handlungslücken einfach stehen. weiter
D 2004. Regie: Dennis Gansel. Mit: Max Riemelt, Tom Schilling Start:
Der Lehrer einer Eliteschule wird auf den Arbeitersohn Friedrich aufmerksam. Stolz ergreift der Junge die Chance, aus der beengenden Armut auszubrechen, aber die Schule hält für ihn eher Konflikte als Möglichkeiten bereit. Der als Pubertäts-Studie vielleicht nicht ganz misslungene Film trägt schwer an einem Dilemma: Er spielt im nationalsozialistischen Deutschland des Jahres 1942. weiter