Neue Filmkritiken

Kontroll

HU 2004. Regie: Nimród Antal. Mit: Sándor Csányi, Zoltán Mucsi, Csaba Pindroch
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Der in Cannes mit dem Jugendpreis ausgezeichnete Erstling von Nimród Antal beschreibt die Sisyphusarbeit Budapester Kontrolleure. Eine spannende und zugleich unterhaltsame Momentaufnahme im gekonnt inszenierten Dunkel der U-Bahn. weiter 

Following

GB 1998. Regie: Christopher Nolan. Mit: Jeremy Theobald, Alex Haw
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Christopher Nolans (Memento) Filmdebüt aus dem Jahr 1998 dreht sich um einen erfolglosen jungen Schriftsteller, der aus Neugierde fremden Menschen auf der Straße folgt. Als ihn eines seiner Opfer bemerkt, gerät sein Leben zunehmend aus dem Gleichgewicht. Spannender und trotz seines niedrigen Budgets technisch beeindruckender Thriller. weiter 

7 Brüder

D 2003. Regie: Sebastian Winkels. Mit: Klaus Hufschmidt, Hannes Hufschmidt, Wolfgang Hufschmidt, Dieter Hufschmidt, Volker Hufschmidt, Hartmut Hufschmidt, Jochen Hufschmidt
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Oft misst sich die Qualität eines Dokumentarfilms an dem Charisma der Personen, die zu Wort kommen und an dem Thema, über das sie berichten. Und obwohl zunächst das Thema des Films, einer Familiengeschichte von Talking Heads in einem schlichten Studiosetting geschildert, nichts allzu Spektakuläres vermuten lässt, ist dieser Film einer der unterhaltsamsten und spannendsten deutschen Dokumentarfilme der letzten Jahre. weiter 

Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich

USA 2004. Regie: Jay Roach. Mit: Ben Stiller, Robert De Niro
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Taxi Driver vs Marathon Man, Raging Bull vs The Graduate. Meet the Fockers bezieht seinen Reiz aus der Konfrontation von Robert De Niro und Dustin Hoffman, doch das Duell wird nur angedeutet. Hoffman dient hier lediglich als Sidekick. Allerdings liefert er aus dieser Position bevorzugt grandiose Leistungen, wie etwa in Asphalt-Cowboy (Midnight Cowboy, 1969) an der Seite von Jon Voight oder in Papillon 1973 neben Steve McQueen. Dies bestätigt er nun erneut und bleibt somit der einzige Lichtblick in diesem mäßigen Aufguss. weiter 

Hide and Seek - Du kannst dich nicht verstecken

USA 2004. Regie: John Polson. Mit: Robert De Niro, Dakota Fanning
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Psychologin Katherine glaubt, dass Charlie, der neue Freund von Emily, der Tochter ihres Psychologen-Freundes David, nur ein imaginiertes Trauma-Produkt ist. Ein tödlicher Irrtum, denn in diesem kruden Mix aus Shining (1979) und Angel Heart (1988) agiert Charlie äußerst blutrünstig. weiter 

Verschwörung im Berlin-Express

S 2003. Regie: Peter Dalle. Mit: Gustav Hammarsten, Robert Gustafsson, Kristina Törnqvist
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Mit Verschwörung im Berlin-Express hat der schwedische Regisseur Peter Dalle einen wilden Mix aus Thriller und Komödie geschaffen, der optisch an den Film Noir der 30er und 40er Jahre des letzten Jahrhunderts erinnert, sich aber im Übrigen an die Maxime des österreichischen Philosophen Wittgenstein hält, dass nichts so ist wie es scheint. weiter 

Vera Drake

GB 2004. Regie: Mike Leigh. Mit: Imelda Staunton, Richard Graham
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Mike Leighs neuster Film behandelt das moralische Dilemma einer Frau, die im London der 50er Jahre illegale Schwangerschaftsabbrüche vornimmt. Der Film wurde auf dem Filmfestival Venedig 2004 als bester Film ausgezeichnet. weiter 

Weit

TR 2002. Regie: Nuri Bilge Ceylan. Mit: Muzaffer Özdemir, Mehmet Emin Toprak
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Der türkische Regisseur Nuri Bilge Ceylan überzeugt in Uzak durch eine ruhige, melancholische Bildsprache. Für die tragischkomische Erzählung einer Begegnung zweier entfremdeter Cousins in der winterlich verschneiten Metropole Istanbul erhielt der Film in Cannes 2003 den „Großen Preis der Jury“. weiter 

Final Call - Wenn er auflegt, muss sie sterben

USA 2004. Regie: David R. Ellis. Mit: Kim Basinger, Chris Evans, Jason Statham
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Eine Frau wird entführt; ihr einziger Kontakt zur Außenwelt ist ein junger Mann, der nicht weiß, wo sie sich befindet. Das Telefon ist in Final Call Dreh- und Angelpunkt einer actionreichen Geschichte, die gute Unterhaltung ohne allzu viele Überraschungen bietet. weiter 

Kammerflimmern

D 2004. Regie: Hendrik Hölzemann. Mit: Matthias Schweighöfer, Jessica Schwarz
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In seinem Regiedebüt erzählt Hendrik Hölzemann von dem jungen Rettungsassistenten Paul, der von allen „Crash“ genannt wird, weil er als kleiner Junge einen Autounfall überlebte. Neben der Visualisierung der Auswirkungen des Unfalls auf Paul ist es dem Regisseur und Drehbuchautor gelungen, den Alltag im Kölner Rettungsdienst realistisch zu schildern und eine wunderschöne Liebesgeschichte in intimen Bildern einzufangen. weiter