Neue Filmkritiken

Silentium

Ö 2004. Regie: Wolfgang Murnberger. Mit: Josef Hader, Simon Schwarz, Joachim Król
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Der neue Film mit dem österreichischen Kabarettisten Josef Hader ist die zweite Verfilmung eines Krimis von Wolfgang Haas, in dem die Salzburger Gesellschaft von der katholischen Kirche bis zu den Festspielen vorgeführt wird. Ein harmloses Kabinettstückchen mit ironischem Blick auf die österreichische Mentalität. weiter 

Code 46

GB 2003. Regie: Michael Winterbottom. Mit: Tim Robbins, Samantha Morton, Om Puri
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Micheal Winterbottom legt in seinem ersten Science Fiction Film Code 46 weniger Wert auf futuristisches Set Design und Spezialeffekte, wie man es von diesem Genre gewohnt ist, sondern zeichnet einen irritierend vertrauten aber doch beklemmend nahen Zukunftsentwurf. Das Scheitern einer Liebe innerhalb einer genetisch kontrollierten Gesellschaft stellt die Frage nach den emotionalen Folgen des Klonen von Menschen. weiter 

Die syrische Braut

ISR, D, F 2004. Regie: Eran Riklis. Mit: Hiam Abbass, Makram J. Khoury, Clara Khoury, Ashraf Barhoum, Eyad Sheety
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In Die syrische Braut erzählt Regisseur Eran Riklis eindringlich von den privaten und politischen Konflikte einer drusischen Familie in den Golanhöhen, die seit 1967 von Israel besetzt werden, eigentlich aber zu Syrien gehören. weiter 

Palindrome

USA 2004. Regie: Todd Solondz. Mit: Jennifer Jason Leigh, Ellen Barkin, Richard Masur
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Die zwölfjährige Aviva möchte um jeden Preis ein Kind bekommen. Nachdem sie von zu Hause wegläuft, gerät sie auf ihrer abenteuerlichen Reise an christliche Fanatiker und einen Pädophilen. Palindromes von Todd Solondz (Willkommen im Tollhaus, Welcome to the Dollhouse; Happiness) erzählt von einem jungen Mädchen, verkörpert durch acht verschiedene Schauspielerinnen, das sich auf der Suche nach seinem Glück befindet. Trotz einiger interessanter Ideen und einer unkonventionellen Herangehensweise geht dem Film allerdings schon nach der Hälfte die Luft aus. weiter 

Rosenhügel

HU, D 2005. Regie: Mari Cantu. Mit: Péter Andorai, Erika Maroszán
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Aus der Perspektive zweier Kinder schildert Rosenhügel das Ungarn aus der Zeit des Volksaufstandes von 1956. Kammerspielartig versucht er, das große politische Drama als das zu zeigen, was es zuallererst ist: eine Tragödie des Einzelnen. Leider können diese Stärken des Filmes seine Schwächen vor allem der Figurenzeichnung nicht ganz verdecken. Dennoch ist der Regisseurin ein Film gelungen, der einen interessanten Einblick in die ungarische Geschichte bietet. weiter 

Der Fluch - The Grudge

USA 2004. Regie: Takashi Shimizu. Mit: Sarah Michelle Gellar, Jason Behr, Clea DuVall
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Ein Haus in Tokio ist mit einem Fluch belegt, der allen Menschen, die es betreten, den Tod bringt. Sarah Michelle Gellar macht sich in diesem Remake eines japanischen Horrorfilms daran, das Rätsel hinter diesem Fluch zu lösen. Leider ist das nicht so interessant, wie es sich anhört. weiter 

Die besten Jahre

IT 2003. Regie: Marco Tullio Giordana. Mit: Luigi Lo Cascio, Alessio Boni
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Viel gelobt wird derzeit Marco Tullio Giordanas Die besten Jahre (La meglio giuventù). In einen Sechsstundenfilm projiziert der Regisseur gut 35 Jahre italienischer Geschichte auf die fiktive Familie Carati. Der Film bestätigt, dass nicht grundsätzlich Quantität gleich Qualität ist. weiter 

Million Dollar Baby

USA 2004. Regie: Clint Eastwood. Mit: Hilary Swank, Clint Eastwood, Morgan Freeman
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Was beginnt wie die weibliche Version eines klassischen Boxer-Emporkömmling-Films, entwickelt Altmeister Clint Eastwood zu einer in aller Brillanz und Leichtigkeit marternden, schmerzlich intensiven Variation verschiedenster Liebes-Topoi. weiter 

Egoshooter

D 2004. Regie: Christian Becker, Oliver Schwabe. Mit: Tom Schilling, Max Timm, Camilla Renschke
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Tom Schilling verkörpert den jugendlichen Jakob, der ziellos durchs Leben treibt und dabei seine Umgebung und sich selbst filmt. Das Regiekollektiv „Field Recordings“ inszeniert und lässt improvisieren unter der Schirmherrschaft von Wim Wenders. Das Konzept lässt Radikales erhoffen, und dabei bleibt es. weiter 

Elektra

USA 2005. Regie: Rob Bowman. Mit: Jennifer Garner, Goran Visnjic, Kirsten Prout
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Profikillerin Elektra Nachios wechselt die Seiten, als sie erfährt, dass sie als nächstes zwei Freunde ermorden soll. Die sich daran anschließenden Kampfszenen haben angeblich etwas mit dem Schicksal der ganzen Welt zu tun, sind aber schlecht inszeniert und retten die höchst undurchsichtige und hanebüchene Geschichte auch nicht. weiter