Neue Filmkritiken

Wenn Träume fliegen lernen

USA 2004. Regie: Marc Forster. Mit: Johnny Depp, Kate Winslet
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Basierend auf Allan Knees Theaterstück Der Mann der Peter Pan war inszeniert Marc Forster (Monsters Ball, 2001) ein biederes Rührstück, das getragen von Johnny Depp an vielen Momenten dennoch ergreifend wirkt. weiter 

Mathilde – Eine große Liebe

F, USA 2004. Regie: Jean-Pierre Jeunet. Mit: Audrey Tautou, Gaspard Ulliel
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Ein Mädchen sucht ihren Verlobten, der im Krieg gefallen sein soll. Nach Amélie ist in Mathilde erneut Audrey Tautou Zentrum eines Films Jean-Pierre Jeunets. Sein epochal angelegtes Werk verliert sich leider streckenweise in den Details der Nacherzählungen der Ereignisse. weiter 

Die Grauzone

USA 2001. Regie: Tim Blake Nelson. Mit: David Arquette, Harvey Keitel
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Am 7. Oktober 1944 fand der einzige Aufstand im Vernichtungslager Auschwitz II (Birkenau) statt, der trotz langer Organisation und Planung unvorbereitet und spontan ausbrach. Ausgeführt wurde er von Häftlingen des Sonderkommandos, die in den Krematorien arbeiten mussten. Tim Blake Nelsons beklemmender und hoffentlich aufsehenerregender Film berichtet von diesen Häftlingen. weiter 

Vom Suchen und Finden der Liebe

D 2004. Regie: Helmut Dietl. Mit: Moritz Bleibtreu, Alexandra Maria Lara
Start:

In ihrer neuen Zusammenarbeit orientieren sich Helmut Dietl und Patrick Süskind sehr frei am Mythos von Orpheus und Eurydike, die bei ihnen Mimi Nachtigal und Venus Morgenstern heißen. Die schon so oft und hier erneut variierte griechische Sage gerät aber in Vom Suchen und Finden der Liebe zu einer künstlerischen Hadesfahrt. weiter 

Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse

USA 2004. Regie: Brad Silberling. Mit: Emily Browning, Liam Aiken, Jim Carrey
Start:

Nachdem aus Kerry nichts wurde, gibt es den „Neuen Carrey“. Im Gegensatz zum Politiker John konnte sich das amerikanische Publikum mit dem Ausnahmekomiker Jim in seinem jüngsten Film anfreunden, dort spielte der Film annähernd 120 Millionen Dollar ein. Zugegeben, Carrey hat auch ein leichteres Spiel, es geht in Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse nicht um kontrovers diskutierte Themen, sondern lediglich um die Frage: „Was braucht ein Kind nicht, um glücklich zu sein?“. weiter 

Schöne Frauen

D 2003. Regie: Sathyan Ramesh. Mit: Floriane Daniel, Julia Jäger, Caroline Peters, Clelia Sarto, Ulrike C. Tscharre
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Der Regieerstling Sathyan Rameshs handelt von fünf Schauspielerinnen, die sich bei einem Casting kennen lernen und in der darauffolgenden, alkoholseligen Nacht einander ihre Probleme, Träume und Lebensphilosophien erzählen. Trotz eines mittelmäßigen Drehbuchs, gelingt dem ehemaligen Filmkritiker dabei ein bisweilen unterhaltsamer Film. weiter 

Der Wald vor lauter Bäumen

D 2003. Regie: Maren Ade. Mit: Eva Löbau
Start:

Melanie Pröschle tritt mit viel Enthusiasmus ihre erste Stelle an einer Realschule in Karlruhe an. Ihr Versuch, ein neues Leben anzufangen scheitert kläglich, da ihre bemühte Art weder im beruflichen noch privaten Umfeld ankommt. Der Wald vor lauter Bäumen, Maren Ades beachtenswertes Regiedebüt, ist kein Film, der sich bei seinem Publikum einschmeichelt. weiter 

Formula 17

TW 2004. Regie: D.J. Chen. Mit: Tony Yang, Duncan
Start:

Ein taiwanesischer Spartenfilm über eine mögliche Liebe zwischen einem schüchternen romantischen Jungen und einem verletzten Playboy. Formula 17 bietet in eintönig ausgeleuchteten Bildern ein Klischee homosexueller Liebe. weiter 

Sideways

USA 2004. Regie: Alexander Payne. Mit: Paul Giamatti, Thomas Haden Church
Start:

Wein, Weib und wenig Gesang: Alexander Payne erzählt in diesem mit zwei Golden Globes ausgezeichneten Film die Geschichte zweier Männer, die in Kalifornien nicht nur guten Wein, sondern auch noch anderes Lebenswertes suchen. Eine sehenswerte Tragikomödie, deren Regisseur gelegentlich zu wenig auf seine großartigen Schauspieler vertraut. weiter 

25 Grad im Winter

B, F 2004. Regie: Stéphane Vuillet. Mit: Carmen Maura, Jacques Gamblin, Ingeborga Dapkunaite, Raphaëlle Molinier
Start:

Stéphane Vuillets erster Spielfilm 25 Grad im Winter, der 2004 auch im Wettbewerb der Berlinale lief, ist eine charmante Tragikomödie über vier Menschen auf der Suche nach etwas, das sie aus ihrer Einsamkeit herausführt. weiter