Historienfilm

Oliver Twist

Selten wurde ein Roman so häufig verfilmt wie Charles Dickens’ Oliver Twist. Dennoch gelingt dem Meisterregisseur Roman Polanski eine individuelle Annäherung an diesen kontroversen Klassiker. Filmkritik 

Drum

Im Johannesburg der 50er Jahre nimmt ein Reporter den Kampf gegen das Apartheidsregime auf. Zola Masekos Politdrama erzählt die Geschichte der historischen Zeitschrift „Drum“, die eine wichtige Rolle in der frühen südafrikanischen Bürgerrechtsbewegung spielte. Filmkritik 

Manderlay

VoD: Selbstzerstörung und Neuerfindung lassen Lars von Triers Filme immer wieder zu einer Überraschung werden. Mit Manderlay setzt er zum ersten Mal auf Kontinuität und schafft es mit diesem Abziehbild von Dogville (2003) wie gewohnt wohlsortierte moralische Kategorien zu demontieren. Filmkritik 

Proteus

Die Aufarbeitung der Vorfälle auf Robben Island hat mit der Publikation von Nelson Mandelas Memoiren im Jahr 1995 nur begonnen. Proteus rekonstruiert die Geschichte einer homosexuellen Liebe, die Anfang des 18. Jahrhunderts auf der südafrikanischen Gefängnisinsel zum Scheitern verurteilt war. Filmkritik 

NVA

Full Metal Jacket in Trabiland. Wer den Trailer von NVA gesehen hat, rechnet womöglich mit einer witzigen Komödie. So kann man sich täuschen. Filmkritik 

Stage Beauty

Richard Eyre verfilmt bemüht das Leben des Schauspielers Edward Kynaston, der im 17. Jahrhundert der Star unter den britischen Frauendarstellern war – bis der König auch für Frauen die Bühne öffnete. Filmkritik 

Dogtown Boys

Catherine Hardwicke inszeniert die Geschichte der legendären Z-Boys, die neue Maßstäbe im Skateboarden setzten und nun als Protagonisten eines adretten Teen-Movies versuchen, zwischen den Verlockungen von Ruhm und Geld den richtigen Weg zu finden. Filmkritik 

Die Frau des Leuchtturmwärters

Antoine übernimmt im Jahr 1963 eine Stelle als Leuchtturmwärter auf der Insel Ouessant. Dort trifft er auf Ablehnung bei den Männern und freundliches Interesse bei den Frauen. Philippe Lioret erzählt eine alte Geschichte ohne neue Ideen. Filmkritik 

Fateless – Roman eines Schicksallosen

Das Drehbuch zur Adaption seines Roman eines Schicksallosen schrieb Imre Kertész selbst. Regisseur Lajos Koltai setzte es mit einem kongenialen ästhetischen Konzept und einem herausragenden Hauptdarsteller um. Fateless wurde so zu einem der eindrücklichsten Filme über das Leben in den Konzentrationslagern. Filmkritik 

The Life and Death of Peter Sellers

In dem Biopic des Fernseh- und Kino- erfahrenen Regisseur Stephen Hopkins (24, ab 2001) vermag Geoffrey Rush den englischen Schauspieler und Komödianten, der durch die Rolle des Inspektor Clouseau zum Superstar der 60er Jahre aufstieg, in einer genialen Performance zu verkörpern. Filmkritik 

Der Kaufmann von Venedig

Die erste Verfilmung des Dramas seit langer Zeit stellt Shylock in den Kontext der Gesellschaft und macht ihn zu einer starken, tragischen Figur. Filmkritik 

Hotel Ruanda

Über die persönliche Odyssee des Hotelmanagers Paul vermittelt der Film einen beklemmenden Eindruck der Massaker im Ruanda des Jahres 1994. Filmkritik 

Kinsey

Dieses “Biopic” versucht, das Leben und die Arbeit des Sexualfoschers Alfred Kinsey zusammenzuführen; bemerkenswert Neues oder Skandalöses findet sich nicht. Filmkritik 

Machuca, mein Freund

Mit Machuca, mein Freund nähert sich der Regisseur Andrés Wood auf unkonventionelle Weise einem düsteren Kapitel aus Chiles Vergangenheit. Das Umfeld eines Zwölfjährigen dient dem Film als Vorlage für ein Porträt der letzten Monate der Allende-Regierung und der Zeit unmittelbar nach dem Militärputsch von 1973. Filmkritik 

Rosenhügel

Aus der Perspektive zweier Kinder schildert Rosenhügel das Ungarn aus der Zeit des Volksaufstandes von 1956. Kammerspielartig versucht er, das große politische Drama als das zu zeigen, was es zuallererst ist: eine Tragödie des Einzelnen. Leider können diese Stärken des Filmes seine Schwächen vor allem der Figurenzeichnung nicht ganz verdecken. Dennoch ist der Regisseurin ein Film gelungen, der einen interessanten Einblick in die ungarische Geschichte bietet. Filmkritik 

Die besten Jahre

Viel gelobt wird derzeit Marco Tullio Giordanas Die besten Jahre (La meglio giuventù). In einen Sechsstundenfilm projiziert der Regisseur gut 35 Jahre italienischer Geschichte auf die fiktive Familie Carati. Der Film bestätigt, dass nicht grundsätzlich Quantität gleich Qualität ist. Filmkritik 

Sophie Scholl - Die letzten Tage

Auf der Berlinale mit zwei Silbernen Bären ausgezeichnet kommt nun, zwei Tage vor dem zweiundsechzigsten Jahrestag von Sophie Scholls Hinrichtung, dieses bedrückende und emotional eindringliche Plädoyer für Zivilcourage in die Kinos, in dem die studentische Widerstandskämpferin zur modernen Heldin stilisiert wird. Filmkritik