Naomis Reise
Frieder Schlaichs Gerichtsdrama um einen rassistischen Mord stellt dem monotonen Juristen-Sprech die universelle Sprache der Gefühle entgegen. Einen Dolmetscher braucht Naomis Reise trotzdem. Filmkritik
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Frieder Schlaichs Gerichtsdrama um einen rassistischen Mord stellt dem monotonen Juristen-Sprech die universelle Sprache der Gefühle entgegen. Einen Dolmetscher braucht Naomis Reise trotzdem. Filmkritik
Styx kommt wie ein Abenteuerfilm daher, doch die Herausforderung, vor die er eine Ärztin auf offener See stellt, ist mit Heldentaten nicht zu lösen. Filmkritik
Sollen sie doch Kunst machen, ich mache Kino. Florian Henckel von Donnersmarcks Werk ohne Autor ist immer überlegen, allem. Filmkritik
Zugespitzte Männlichkeit. 20 Jahre nach American Psycho greift Mary Harron kaum weniger drastisch weiße, männliche Allmachtsfantasien und Gewaltexzesse in der US-Gesellschaft an. Ein feministischer Pamphletfilm über – oder besser gegen – Charles Manson. Filmkritik
Algerien ist ein gefährliches Land, ein unfreies Land, ein kriegstraumatisiertes Land, zeigt Warten auf Schwalben in drei Geschichten. Dabei erinnert der Regisseur Karim Moussaoui seine Landsleute daran, dass sie die Musik bestimmen. Filmkritik
Wenn die Europaflagge brennt: In Das Gespenst der Freiheit, Jan Bonnys Polizeiruf-Folge zur rechten Lage der Nation, erreicht das amerikanische Paranoia-Kino das deutsche Fernsehen. Sonntag, 19.08. um 20:15 Uhr bei Das Erste. Filmkritik
VoD: „Wo ist der denn deutsch, Mann?“ Auf der Spur von Neonazis zeigt Jan Bonnys Wintermärchen die Hölle, die das Leben sein kann, wenn man keine Macht hat. Filmkritik
Ein KZ-Kommandant und sein Häftling als Sparringspartner. Der Boxer und der Tod (1962) zeigt einen instabilen Status quo zwischen Fair Play und reguliertem Verbrechen. Das Meisterwerk der Slowakischen Neuen Welle liegt nun auf DVD und Blu-ray vor. Filmkritik
Neu auf VoD: Carla Simón spürt in ihrem ersten Langfilm Fridas Sommer der traumatisierten Psyche ihres siebenjährigen Ichs nach. Bis endlich wieder einer weint. Filmkritik
Stefano Sollima macht sich keine Illusionen über den Drogen- und Menschenhandel in den US-mexikanischen Borderlands: In Sicario 2 ist die Welt auf ihre Brutalität reduziert. Mit seinem schonungslosen Blick schont der Film vor allem sich selbst. Filmkritik
ArteKino Festival: Als seine Frau ins Koma fällt, beginnt ein Mann, sich in der Rolle des Bemitleideten zu gefallen. Leider wacht die Gattin plötzlich wieder auf. Regisseur Babis Makridis setzt mit dieser schwarzen Komödie die Greek Weird Wave fort. Filmkritik
Sie nehmen G und Ecstasy und Koks und Speed. Sie bereiten es her und strecken es, sie verkaufen es, sie verkaufen sich. Henning Gronkowskis Yung sucht das Unmittelbare und den Exzess in der Berliner Gegenwart. Filmkritik
VoD: Eine Frau plant eine radikale Theaterperformance über den Holocaust in Rumänien – und muss sich dabei mit einer Vielzahl an Hindernissen herumschlagen. Zwischen den unzähligen Erzählebenen von Radu Judes neuem Film balanciert sie dagegen elegant. Filmkritik
Ein schwuler Junge flüchtet aus der verarmten französischen Provinz, er ist der Autor Édouard Louis, aber dann auch wieder nicht. Anne Fontaines Marvin feiert die Lust an der Verwandlung. Filmkritik
Debra Granik erzählt in ihrem neuen Film von der fragilen Harmonie einer Vater-Tochter-Beziehung. Mäandernd zwischen Coming-of-Age und Kriegstraumata dreht sich Leave No Trace um eine alternativlose Flucht vor der Gesellschaft. Filmkritik
Warwick Thorntons Historienwestern Sweet Country ist eine Meditation über den Einzug der Moderne ins Outback – und darüber, was diese Moderne alles beim Alten lässt. Filmkritik
Die Unbestimmbarkeit durchdringender Blicke: Um seine Coming-out-Geschichte fürs große Publikum zu erzählen, braucht Greg Berlanti einen Helden, der so unauffällig wie möglich ist. Dabei ist es gerade die Normalität in Love, Simon, die immer wieder in Frage gestellt wird. Filmkritik
Susanna Nicchiarellis Biopic Nico, 1988 möchte die Vergangenheit zurücklassen, um einen Blick auf die Person hinter der Pop-Ikone zu werfen. Aber das Rampenlicht ist viel zu grell. Filmkritik
Wofür es sich zu überleben lohnt. Chloe Zhao beobachtet in ihrem Rodeo-Film The Rider einen jungen Mann, der nicht mehr tun soll, was er als Einziges tun will. Filmkritik
Fast zehn Jahre hat die argentinische Regisseurin Lucrecia Martel für ihren neuen Film gebraucht. Zama erzählt von Kolonialherren, die an ihrer eigens geschaffenen Welt zugrunde gehen – und lenkt den Blick dabei auf das Unsichtbare. Filmkritik
Der US-Regisseur Ari Aster wagt sich an eine Neuinterpretation des Horrorkinos als bürgerliches Familiendrama. Sein viel beachteter Debütfilm Hereditary – Das Vermächtnis setzt dabei weniger auf eine möglichst überraschende Auflösung als auf ein sich allmählich ausbreitendes Unbehagen. Filmkritik