Violette Nozière

Isabelle Huppert, die Jurypräsidentin der diesjährigen Filmfestspiele von Cannes, hat über sechzig Filme in ihrer fast vierzigjährigen Karriere gedreht und selbst zwei Mal den Preis für die beste Darstellerin in Cannes erhalten: 2001 für die Hauptrolle in Michael Hanekes Die Klavierspielerin und 1978 für die Titelrolle in Claude Chabrols Violette Nozière.

Violette Noziere

Um ihrem kleinbürgerlichen Milieu zu entkommen, verdingt sich Violette Nozière nachmittags als Prostituierte und versucht sich die Liebe eines Schnösels aus der Oberschicht mit Geschenken zu erkaufen, während sie vormittags in der elterlichen Wohnung das brave Mädchen spielt. Als das Doppelleben aufzufliegen droht, vergiftet Violette kurzerhand ihre Eltern. Auf einem historischen Kriminalfall der 1930er Jahre basierend, ist dieses Melodram die erste Zusammenarbeit zwischen Huppert und Chabrol und begründet eine sieben Filme umfassende – man möchte fast sagen: Komplizenschaft der beiden. Immer geht es in den gemeinsamen Geschichten um eine seltsame Mischung aus Feminismus und Gesellschaftskritik, um die Analyse des kleinbürgerlichen Milieus und die Kondition der Frau, die hoch hinaus will und am Ende um sich schlagend untergeht. (as)

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, Arte

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