Zum Glück geküsst
Lindsay Lohan spielt in diesem modernen Märchen die vom Glück gesegnete Ashley, die sich nach dem Kuss mit einem Pechvogel in einen solchen verwandelt.

Ashley scheint alles Glück dieser Erde zu haben: Sie sieht gut aus, hat reizende Freundinnen, und wenn sie auf der Straße ein Taxi heranwinkt, kommt es wegen des großen Angebots schon mal zu einem Verkehrschaos. Als sie im Auftrag ihrer Firma auch noch einen Maskenball für den erfolgreichen Musikproduzenten Damon Phillips organisieren soll, scheint selbst ihrem beruflichen Aufstieg nichts mehr im Weg zu stehen.
Die Liebeskomödie Zum Glück geküsst (Just my Luck) zeigt uns eine Welt, in der das Schicksal nicht in unseren eigenen Händen liegt, sondern in denen einer höheren Macht. Aus diesem Grund gibt es auch Menschen, die glücklich sind wie Ashley oder wahre Pechvögel wie der erfolglose Talentscout Jack. Da versteht es sich von selbst, dass beide Zustände nur als Extremformen existieren, weshalb die Szenen mit Jack zu slapstickhaften Zerstörungsorgien werden. Ashleys Glück definiert sich im Film vor allem durch materielle Werte und gutes Aussehen, während der Loser nicht nur finanziell am Boden ist, sondern auch äußerlich kaum zu beeindrucken weiß. Nachdem Ashley und Jack bei dem Maskenball aufeinander treffen, kommt es zum verhängnisvollen Kuss, durch den die Schicksale der beiden vertauscht werden. Nur zu blöd, dass Ashley Jacks Gesicht nicht gesehen hat und deswegen zwanghaft nach dem geheimnisvollen Unbekannten sucht, um sich ihrer neuen Rolle als Pechvogel so schnell wie möglich zu entledigen.

Bereits die Szene auf dem Maskenball zeigt eine deutliche Anlehnung an Aschenputtel, und auch der restliche Film spart nicht mit märchenhaften Elementen. Da darf es nicht weiter stören, dass die übrigen Figuren fast ausschließlich überstrapazierte Stereotypen wie die sexuell frustrierte Chefin, der unwiderstehliche südländische Gigolo oder der Plattenproduzent, dessen Macht vor allem durch seinen körperlichen Umfang verdeutlicht wird, sind. Das Ärgerliche an Zum Glück geküsst ist weniger, dass es sich dabei um eine uninspirierte und allzu routiniert inszenierte Liebesgeschichte handelt, sondern, dass die dargestellten Ereignisse von Anfang an als festgelegt und unabwendbar gezeigt werden. In so einer Welt muss man sich wenigstens keine Gedanken über das eigene Tun, geschweige denn über die Zukunft machen, weil ohnehin alles in der Macht des Schicksals liegt.
Filmkritik von Michael Kienzl
Veröffentlicht am 12.07.2006
Kommentare zu Zum Glück geküsst
Summer 17.07.2006 09:36
nun angenommen der film ist eine art märchen was mit der macht glück und pech handelt allerdings durch sehr guten schauspielern und niedlich inszenierten glücks- und pechmomenten ist der film nur empfehlenswert wer lachen möchte und auf liebesgeschichten steht muss unbedingt den film zum glück geküsst anschauen
Beatrice 28.11.2006 19:48
Der Film ist voll witzig zuerst ich hab ihn nur wegen McFly angeguckt aber die handlung ist auch voll cool.
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Film-Angaben
Titel: Zum Glück geküsst
Originaltitel: Just my Luck
USA 2006
Laufzeit: 103 Minuten
Regie: Donald Petrie
Drehbuch: I. Marlene King, Amy Harris
Produktion: Arnon Milchan, Arnold Rifkin, Bruce Willis
Darsteller: Lindsay Lohan, Chris Pine, Faizon Love, Missi Pyle, Samaire Armstrong, Bree Turner, Carlos Ponce
Kinostart: 17.08.2006
DVD-Angaben
Titel: Zum Glück geküsst
Vertrieb: Kinowelt Home Entertainment
Bild: 1,85:1, 16:9
Sprache(n): Deutsch (DD 5.1), Englisch (DD 5.1)
Untertitel: Deutsch
Altersfreigabe: ohne Altersbeschränkung
Spieldauer: 98 Minuten
Extras: „Look Of Luck“ – Featurette; Deleted Scenes; „McFly: Behind The Scenes“ – Featurette; „Beim Casting“ – Featurette; Star-Featurettes: Lindsay Lohan und Chris Pine; Interviews; McFly in Concert: I’ve Got You, I Wanna Hold You; Fotogalerie; TV-Spots; DVD-ROM-Part; Trailer
Verleih ab: 20.02.2007
Verkauf ab: 23.03.2007
Copyright Zum Glück geküsst
Fotos: © Kinowelt
BERLINALE 2012

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