Inception

Christopher Nolans Nerd-Kathedrale Inception zelebriert die Entpolitisierung des Science-Fiction-Kinos.

Inception

Träume werden vom Träumer gleichzeitig erschaffen und wahrgenommen. Das erklärt Dom Cobb (Leonardo DiCaprio) der jungen Ariadne (Ellen Page). Dom ist ein Traumräuber, ein spezialisierter Krimineller, der in anderer Leute Träume eindringt und aus ihnen Geheimnisse extrahiert. Ariadne ist eine angehende Traumarchitektin, die im Schlaf Welten baut, die dann von anderen als selbst konstruierte, selbst geträumte wahrgenommen werden. Die Architektin baut die Welt, das Subjekt bevölkert dieselbe mit Projektionen.

Dem Kino ist von Seiten ideologiekritischer Theoretiker oft der Vorwurf gemacht worden, es liefere die Zuschauer dem Film aus wie der Schlaf den Schlafenden dem Traum. Eine solche Anordnung verkennt freilich die kreative Natur des Traums fast noch mehr als die des Kinos. Christopher Nolans Inception hat eine komplexere Anordnung und liefert eine ambitioniertere Allegorie: Schließlich sind auch die Kinowelten zunächst anderswo erträumt worden, bevor sie sich im unmittelbaren Erleben dem Zuschauer vergegenwärtigen.

Inception

Freilich bleibt die Filmwahrnehmung trotz allem stets diesseits der totalen, psychotischen Identifikation mit der Kunstwelt, verharrt im „als ob” der ästhetischen Illusion. Fast noch mehr als für andere Filme gilt dieser Einspruch für einen Techno-Blockbuster wie Inception, einen Film, den man eher von außen bewundert wie eine Leistung der Architektur, als dass man sich in ihm verlieren könnte wie in einem Roman – oder gar einem Traum. Im Zentrum des Films steht eine Gruppe Spezialisten um Dom Cobb und Ariadne, die den Auftrag erhält, einen Gedanken in das Unterbewusstsein eines Industrieerben einzupflanzen. Um diese Aufgabe durchzuführen, ist eine dreischichtige Traum-im-Traum-Konstruktion notwendig. Der erste Teil des Films besteht hauptsächlich aus Szenen, in denen nerdige Professionals professionell tun und mit stolzgeschwellter Brust die Komplexität des eigenen Plans und damit auch der Drehbucharchitektur des Films ausstellen.

Inception ist innerhalb kürzester Zeit zu einer Projektionsfläche besonderer Art geworden. Christopher Nolan, spätestens seit The Dark Knight (2008) der Held der Nerd-Cinephilie der Gegenwart, hat seine Fanbase im Internet. Schon bevor der Film die Kinos erreichte, schworen sich die Anhänger auf das erwartete neue Meisterwerk ein und erklärten alle kritischen Stimmen zum Freiwild. Nicht in jeder Hinsicht haben sie Unrecht. Dass Nolan, wie ihm die (wenigen) kritischen Besprechungen seines Films in den USA vorhalten, die philosophischen Untiefen seines Stoffes zugunsten der Oberflächenreize eines modernen Actionfilms vernachlässigt, ist ihm kaum übel zu nehmen. Ganz im Gegenteil, an der dynamisierten Oberfläche wird die Geschwindigkeit der Körper im Raum im Idealfall ganz unmittelbar zur Geschwindigkeit der Gedanken. Die kunstvoll konstruierte drei- bis vierschichtige Traumkonstruktion, die die gesamte zweite Hälfte des Films einnimmt, ist gerade deshalb so wirkungsvoll, weil sie nach allen Regeln des Blockbusterkinos affektiv aufgeladen wird. In der Tat ist es streckenweise großartig anzuschauen, wie sich in elaborierten Parallelmontagen zeitliche Strukturen ganz unmittelbar verräumlichen und wie zum Beispiel ein Autounfall in einer Traumschicht eine Lawine in einer anderen auszulösen vermag.

Inception

Die popphilosophischen Diskurse von Matrix (The Matrix, 1999) vermisst man also kaum. Was an Inception dagegen sehr wohl irritiert und was auch kritisiert werden dürfen muss, ist die Konsequenz, mit der der Film das Science-Fiction-Kino entpolitisiert. Dass am Anfang der ganzen Unternehmung ein „politischer” Auftrag steht, nämlich die Verhinderung einer Monopolisierung des Industriemarkts, spielt keine Rolle mehr, sobald sich Leonardo DiCaprio und seine nerdigen Freunde in die selbst konstruierten Traumwelten abseilen.

Martin Scorsese schickte Anfang des Jahres ebenfalls Leonardo DiCaprio in Shutter Island auf einen auf den ersten Blick ähnlich gearteten Selbstfindungstrip. Manch einen irritierte schon dort die Art und Weise, wie Bilder aus den Vernichtungslagern des nationalsozialistischen Deutschland als Deckerinnerungen für ein Familientrauma dienten. Rückblickend erkennt man jetzt allerdings die Leistung des Inception in jeder Hinsicht überlegenen Scorsese-Films, eine Leistung, die gerade darin bestand, das individuelle und das kollektive Unbewusste miteinander kurzzuschließen. Nolan dagegen faltet das zwar metaphysisch, aber gleichzeitig eindeutig gesellschaftspolitisch motivierte Verschwörungsnarrativ von Filmen wie The Matrix oder Welt am Draht (1973) endgültig und unwiederbringlich nach innen, in die Psyche. Und umso tiefer man in diese eintaucht, umso deutlicher reduziert sich alles auf die psychoanalytische Grundkonstante der Kernfamilie. Ganz unten, im Limbus des eigenen Unbewussten, schließt diese sich in die Überreste von Kindheitserinnerungen ein und konstruiert einen ahistorischen Ursprungsmythos, der die innovative räumliche Struktur des Films negiert.

Inception

Inception, der ultimative Nerd-Film, interessiert sich nicht mehr für die gesellschaftlichen Uto- und Dystopien des fantastischen Kinos. Die barocke Kathedrale, die Hollywoods chief craftsman Christopher Nolan baut, mag noch so kunstvoll konstruiert sein, am Ende steht hinter jedem Kathedralenbau doch nur wieder deren religiöse Finalisierung. Und im säkularen Medium Film läuft alles darauf hinaus, dass Dom Cobb wieder in die Gesichter seiner Kinder blicken kann.

Trailer zu „Inception“


Trailer ansehen (2)

Kommentare


Steeva

Na ja, zu viel Ballerei, zu wenig emotionale Tiefe. Moon hat mich mehr berührt. Die Bilder waren recht beeindruckend, aber das gleiche gilt auch für den Popcornbecher meines Sitznachbarn.
Alles in allem leider eine toll verpackte Enttäuschung.


Richard Gronemeyer

Ein Berg hat gekreißt, eine Maus ward geboren. Ein träumerisch verschachtelter Fantasy-Action-Film, der oberflächlich bleibt.


Markus bürgin

Einfach müll! Die besten szenen werden im trailer gezeigt. Der rest ist mühsames rumgeballer dass sich ewig in die länge zieht. Das einzige was mich begeistert hat, ist die tatsache, dass ich so lange ohne pause sitzenbleiben kann.


N.E.R.D.

Ich suche immer noch das "Meisterwerk" in diesem mitunter langatmigen Schinken, das viele sehen wollen. Er fordert intellektuell schon deshalb nicht, da es wegen dem ständigen Bond-oder Bourne-artigem Geballer dramturgisch schlichtweg egal wird, wer sich gerade auf welcher (Traum-)Ebene befindet. Die Anleihen bei "Matrix", "Dark City", "eXistenZ" und beispielsweise "Vanilla Sky" sind offenkundig... sogar ein wenig "Hinter dem Horizont" kann man finden. DiCaprio macht als Agent zudem zuweilen eine recht ungelenke Figur und spielt quasi seine Rolle aus "Shutter Island" weiter. Unbelassen ist, dass es sich inszenatorisch aber um eine große Effekt-Show handelt, die überwiegend von ihrer Bildästhetik lebt.


Sascha

Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschliessen.Was bitte war denn an dem Film so toll ? Die Actionszenen hat man in nem James Bond Film schon unzählige Male gesehen,die Special Effect Szenen waren in Martix wohl klar besser ,sogar teilweise aus diesem kopiert.Die Story,von Traum in Traum gab es schon oft zb in den Star Trek Serien.
Das halbe Kino kämpfte seinerseits nach ner halben Stunde selbst damit,nicht in seine eigenen Träume zu versinken,inklusive mir.Außerdem sind dort soviele logische Filmfehler drin ,das es wohl den Kritikern ,die mit dem Strom schwimmen wohl nicht aufgefallen ist ,vor lauter Genialität,Verworrenheit,Tiefgründigkeit usw.Der Streifen schafft es ja nicht mal,einen Spannungsbogen aufzubauen und zu halten,weil er immer wieder von der Story an seine verstorbene Frau,die der arme junge einfach nicht vergessen kann unterbrochen wird.
Fazit : 2,5 Std Kopfkino..Gibt mir bitte auch jmd ne Pistole,das ich aus dem Film aufwache !!!


ghfghf

Endlich mal eine Kritik, die nicht dem Hype folgt, die man überall im Internet dazu findet.Danke.
Allerdings sehe ich nicht, was an dem Film nerdig sein soll?!


Tisi

Nicht zu vergessen, das im Prinzip die Figur des Cobb von Johhny Depp in "From Hell" schon deutlich brillianter gegeben wurde.


Steven

Lieber Herr Förster. In der Tat ist es schön endlich eine Kritik zu lesen die auch wirklich kritisch ist! Schade ist es allerdings dass es mir trotz jahrelangem Studium nicht gelungen ist zu verstehen, was Sie dem Film in Endeffekt vorwerfen. Außerdem wäre es schön gewesen, trotz der Tatsache dass Shutter Island Ihr absoluter Lieblingsfilm zu sein scheint, zu argumentieren, inwiefern letzterer Inception denn „in jeder Hinsicht überlegen“ ist! Aus Ihren psychologisch-philosophischen Ausführungen konnte ich es leider nicht ableiten...


Lukas Foerster

@ghfghf:
"nerdig" ist der Film in meinen Augen schon deshalb, weil die Traumdiebe-Crew ausschließlich aus Muster-Nerds besteht, die sich hoffnungslos in ihren komplizierten Job verliebt haben. Da sich der Film Perspektive und Haltung der Traumdiebe vollständig zu eigen macht, kann man ihn auch als Ganzen mit gutem Recht als "nerdig" bezeichnen.

@Steven: Was mich an dem Film unter anderem irritiert hat ("vorwerfen" ist ein zu starkes Wort, ein schlechter Film ist "Inception" auf keinen Fall) ist, dass hinter der komplexen, vierschichtigen Traumwelt, die er mit viel Rafinesse konstruiert, am Ende nur wieder die ewig gleiche, doch recht langweilige Familiengeschichte steckt. In "Shutter Island" ist das deutlich komplizierter; da kann Di Caprio nicht so einfach unterscheiden zwischen (Alp-)Traum und "dem, was wirklich zählt".


Stormking

Ach, hätten Sie doch den Versuch unterlassen, die Filmbesprechung ihrerseits gegen Kritik zu immunisieren. Der Absatz über angebliche Fanboy-Hetzjagden auf Kritiker ist jedenfalls ziemlich durchschaubar und verleidet einem das Vorhaben, sich mit ihren Punkten näher zu beschäftigen. Wenn ich jedesmal wenn ich ihnen widerspreche befürchten muß, zum Teil der großen Nolan-Fanboy-Weltverschwörung gezählt zu werden, dann lasse ich es lieber bleiben.


meinereiner

Irgendwie kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, das ein Großteil von Ihnen im falschen Film war. Wer Autorenkino erwartet sollte sich andere Filme anschauen und wer das begreift, tut es auch. Fehlende Tiefe und Öberflächlichkeit bei einem Film zu bemängeln der 160 Millionen Dollar gekostet hat und diese auch mindestens wieder einspielen sollte, das ist schon weit neben der Spur. Wenn Ihr euch für so schlau haltet das solche Filme unter eurem Niveau sind, dann geht in euer Autorenkino und fachsimpelt danach stundenlang beim Glas Rotwein über die Qualität und Tiefe dieser Meisterwerke. Inception ist für das was er sein will ein genialer Film. Er war halt nie für solche Schlaumeier gedacht. Leider haben das einige nicht begriffen. Aber ob diese Meinungsmacher bei anspruchsvollen Filmen gut aufgehoben sind, daß wage ich dann doch zu bezweifeln.


Andi

Ich habe den Film auch gesehen und kann nur sagen, dass es der absolute Hammer ist. Ich weiß gar nicht, wo man da anfangen soll. Man sieht nie mehr als nötig, kein einziges Wort wird umsonst gesagt, alles bedeutet irgendetwas. Was für ein Spektakel?? Die oben kritisierten Bond- und Matrix-Anspielungen sind perfekte Bestandsaufnahmen des aktuellen Kinos. Dort wird klassischer Stoff immer wieder recyceled und endlos lang gezogen. Dann schießen die Bösewichte andauernd und treffen nicht, dazu ist die Musik auch noch zu laut - einfach grandios.
Diese "blassen" Figuren sind doch kein
Zufall. Sie sind eher eine Konsequenz aus dem Ende (egal wie man es betrachtet).


@Richard: Im Trailer laufen nur nichtssagende Szenen.
@Sascha: Bitte nennen Sie nur einen Fehler!!
@Lukas F.: Ich habe Shutter Island zwei Tage vorher gesehen. Sie wollen mir doch nicht ernsthaft weißmachen, dass dort die Frage nach der Realität dort verworrener ist? Dann sagen sie mir doch, wo in Inception die Realität liegt, oder haben Sie einen längeren Film gesehen?

Tipp: Bald kommt wieder ein Film mit Kevin James.


Iron

Den Kommentar von Andi kann ich komplett unterstreichen. Bin regelmäßiger Kinogänger und einer der Vorredner, die von dem Film nichts halten, sollen mir einen Film in den letzten 2 Jahren nennen, der an Shutter Island oder Inception rankommt. Für mich war Matrix damals bahnbrechend - ein neues Kinozeitalter. Inception ist für mich endlich wieder ein Film der ähnliches bewirkt. Zwar auf eine andere Art, aber dennoch hebt er sich meilenweit ab, vom gängigen Popkorn-Kino. Ein Freund von mir hat es gestern auf dem Nachhauseweg vom Kino treffend gesagt: Ich weiß gar nicht, was ich den Leuten sage, wenn sie mich fragen, ob man den Film unbedingt gesehen haben muss. Sicherlich gibt es Leute, die checken nichts und finden den Film bescheuert und Leute die finden ihn genial.Wie Recht er doch hatte...
Ach so ich hätte auch noch einen Kinovorschlag: Ich glaube am 09.09. startet "Die Superbullen" mit Tom Gerhard - das wär doch auch was :-)


sk

@meinereiner: nolan hat das buch geschrieben, den film inszeniert und produziert - eine bessere definition für autorenfilm lässt sich wohl nicht finden. nach seinen erfahrungen bei "insomnia", wo er sich zwischen produzenten und pacino zerrieb, hat er einen weg gefunden, in hollywood als autor zu arbeiten. stellt man seine filme in eine reihe, erkennt man immer wiederkehrende motive, bestimmte ästhetische vorlieben und vor allem eine klare linie, was den sound angeht. natürlich ist "inception" als autorenfilm zu verstehen, das hat mit dem budget nichts zu tun. ihre dichotomien ergeben leider gar keinen sinn, genauso wenig die beschimpfung eines vermeintlich rotweintrinkenden zuschauerspektrums, dem sie sich offensichtlich heillos unterlegen fühlen. brauchen sie nicht. trinken sie weiter ihr bier und erfreuen sie sich an schlichten dingen, die in ihr ignorantes weltbild passen. niemand verübelt ihnen das.
@lukas: mir hat der film noch weniger gefallen als dir, obwohl ich nolan grundsätzlich weitaus mehr schätze, als du. den vergleich zu "shutter island" finde ich sehr treffend, der drängt sich geradezu auf. und obwohl "shutter island" m.e. einige probleme hat, ist es deutlich der bei weitem gelungenere film. was mich an "inception" vor allem gestört hat - und hier greift der begriff "nerdig", wobei ich eher "smart" nutzen würde - ist nolans schlaumeierei, der stolz, mit dem er sein ach so kluges buch verfilmt. der film ist die ganze zeit damit beschäftigt, die im buch entwickelten regeln der eigenen welt zu erklären und in kraft zu setzen (das ist ähnlich wie bei shyamalan). und damit es zuschauer wie einige der kommentatoren hier auch verstehen gibt es dann immer die passenden dialogerklärungen (nach dem wurf von der treppe nochmal: "paradox"). und dann dieser unglaublich dämliche gag am ende, den er sich nicht verkneifen kann...
schon faszinierend, dass sich nolan weder um klassische dramaturgie, noch um figurenzeichnung kümmert (wer sind all die figuren mit ausnahme von cobb!?). was ich extrem störend fand, war der brachialversuch, den sci-fi-stoff ins actiongenre zu manövrieren. diese weitere dämliche drehbuchidee, dass die superreichen schon gegen traumangriffe gewappnet sind und durch ein training verteidigungsarmeen vom unterbewusstsein losgeschickt werden. und die spielen dann immer krieg bzw. actionfilm. ständig wird da im traum geballert, ohne dass es irgend sinn machen würde, da entstehen dann plötzlich bond-sequenzen (di caprio später mal als erster amerikanischer bond ist allerdings eine reizvolle vorstellung) und irgendwann sind wir mit tarnanzügen im schneeweiß und man muss an "agenten sterben einsam" denken.
in einem zentralen punkt deiner argumentation würde ich dir widersprechen: entpolitisierend scheint mir das ganze nicht. im sci-fi von spielberg bis scott geht es ja immer um die familie. jede kriegs- und kalte-kriegs-argumentation beginnt immer damit, dass die kinder in der richtigen welt aufwachsen sollen. immer zieht es den helden zu den kindern. im persönlichen steckt immer das politische und der entscheidende nexus zwischen all den filmen scheint mir das verlust-thema zu sein. und dazu hat "inception" genauso wenig neues zu sagen, wie zum thema traum.
p.s.: in abgeschwächter form würde ich "stormking" recht geben. deine kritik verschließt sich etwas, indem sie sich gegen das vermeintliche schweigegebot stellt.


meinereiner

@sk: vermeitlichen Möchtegernkritikern den Spiegel vorzuhalten heist nicht zwangsläufig, das ich mich diesen Leuten unterlegen fühle. Ich weiss nicht woher Sie Ihre Kausalitäten nehmen und möchte darauf auch nicht weiter eingehen. Sie haben diesbezüglich bestimmt genug Probleme mit sich selbst. Natürlich spielt das Budget eines Filmes eine Rolle, schließlich muss mir bei 160 Millionen genau überlegen, für wen ich Filme mache. Für einen elitären Kritikerkreis mit Affinität zu hochintellektueller Kinokost bestimmt nicht. Und das ich mich der Gruppe rotweintrinkender, selbstherrlicher und an Selbstüberschätzung leidender Randgruppenphilosophen verschließe, heisst noch lange nicht das ich Biertrinkend und allerlei Töne von mir gebend auf dem Sofa liege und meinem Fußballverein hinterher brülle. Bleiben Sie bitte bei den Tatsachen und tun Sie nicht so, daß Sie diese durch Ihr Klicheedenken umdrehen könnten.


Lukas Foerster

@Stormking & sk: Nur eine kleine Klarstellung: Ich möchte selbstverständlich meine Kritik nicht gegen Kritik von anderer Seite immunisieren. Die entsprechende Textstelle bezieht sich ausschließlich auf Kommentarthreads wie zum Beispiel diesen hier:
http://www.rottentomatoes.com/m/inception/comments.php?reviewid=1918863
Da wird Herr Scott unter anderem vorgehalten, er möge Inception nicht, weil the Dark Knight in Chicago, anstatt in seiner Heimatstadt New York gedreht worden war. Viele andere Kommentare sind nicht weniger hysterisch und es gibt im Netz, ohne Übertreibung, hunderte ähnliche Diskussionen. Das entscheidende Moment ist, wie ich ja auch geschrieben habe, dass diese ganzen Sachen geschrieben wurde, bevor der Film überhaupt die Kinos erreicht hat. Das heisst, die Nolanfans haben Inception bereits mit allen Mitteln verteidigt, bevor sie den film überhaupt gesehen haben.
Ich glaube schon, dass diese spezielle Art von Fandiskurs eine Erwähnung wert ist, vor allem, weil ähnliches vor zwei Jahren auch im Fall von The Dark Knight zu beobachten war - bei anderen Filmen aber nicht, oder zumindest nicht in diesem Ausmaß.
---
Zu Kevin James: Von Paul Blart war ich damals enttäuscht, aber auf Kindsköpfe freue ich mich...


N.E.R.D.

@sk: kann inhaltlich nur voll zustimmen!
@meinereiner: Ist der, welcher mit den rotweintrinkenden "Möchtgernkritikern und Randgruppenphilosophen" parlieren möchte und das um seiner Selbstaufwertung willen als "Spiegel vors Gesicht halten" bezeichnet, nun selbst ein Möchtgernkritiker-Kritiker, ein Randgruppen-Randphilosoph oder nur ein Möchtergern?
Wenn einer "Schlaumeirt", dann doch wohl Nolan selbt: Der Meister erliegt der Suggestionskraft seines Produktes und der Imagination des eigenen Traums. "Inception" ist großes Theater, aber auch eine der selbstverliebtesten Inszenierungen seit langem... damit auch "elitär" im besten Sinne. Was Sie bestens damit beweisen, dass Sie sofort bereit sind anderslautende Meinungen niederzuknüppeln, damit Sie sich selbstgefällig im Glanz der eigenen "Erkenntniskraft" unbehelligt weiter sonnen können.
Wenn sich einer über noch so winzige Facetten des Films bereit ist auszulassen und in jede Nuance einen abyssalen Bedeutungsinhalt hineininterpretiert, dann doch die (Nerds), welche bei einem Glas Bier, Wein, Limo oder Absynth, noch immer zwischen imaginären Traumebenen hängen.
Und als Tipp:
In einem pluralistischen freiheitlichen Land, gehört es zum guten Ton in einem demokratischen Diskurs auch die Meinungen anderer als gleichberechtigt stehen lassen zu können.


meinereiner

@ Nerd : Es tut mir leid, aber Sie haben es schlicht und ergreifend nicht begriffen, worum es mir geht. Aber trösten Sie sich. Sie sind da nicht allein. Wenn ich heute in einen amerikanischen Blockbuster, was anderes ist Inception nicht und möchte es auch nicht sein, gehe erwarte ich weder hochgeistiges Kino noch eine tiefgründige Geschichte. Ich will schlicht und ergreifend unterhalten werden. Und das macht dieser Film perfekt. Das ist so und das läßt sich auch nicht wegdiskutieren. Wenn ich aber als Sportreporter ein Handballspiel besuche und mich über die mangelden fußballerischen Qualitäten der Spieler in der Halle aufrege, dann bin ich zur falschen Zeit am falschen Ort.
Wenn Sie einer schwarzen Wand vorwerfen, das Sie Ihnen nicht grün genug ist hat das mit demokratischer Disskusion nichts zu tun. Es ist ganz einfach nur falsch. Und von Selbstgefälligkeit kann hier auch nicht die Rede sein. Sie kennen mich nicht, deshalb muss ich Ihnen auch nix beweisen. Das ist der Vorteil von Anonymität.
Aber ich geb Ihnen gern mal 2 Beipiele
"Steeva 30.07.2010 01:40

Na ja, zu viel Ballerei, zu wenig emotionale Tiefe. Moon hat mich mehr berührt. Die Bilder waren recht beeindruckend, aber das gleiche gilt auch für den Popcornbecher meines Sitznachbarn.
Alles in allem leider eine toll verpackte Enttäuschung. " und " Richard Gronemeyer 31.07.2010 11:53

Ein Berg hat gekreißt, eine Maus ward geboren. Ein träumerisch verschachtelter Fantasy-Action-Film, der oberflächlich bleibt. "

Sorry, aber was haben diese Leute erwartet?

Nebenbei bemerkt hab ich ein Problem damit, wenn angebliche Filmkritiker Ihren mangelden Sprachwortschatz mit irgendwelchen im Internet gefundenen Sprüchen aufwerten, nur um wichtig und gebildet zu wirken.

Nun nochmal kurz zu Ihrem ersten Beitrag hier.

Sie regen sich darüber auf, das es das alles schonmal gab, in dem Film und in dem, ach ja in dem auch und in dem. Nix für ungut, aber diese Argumentation ist eine Killerapplikation. Was soll man dagegen eigentlich noch sagen? Nennen Sie mir doch bitte mal den Film, in dem etwas gezeigt wurde, was es nicht schonmal irgendwo in einer abgewandelten Form gab. Egal, wie alt Sie sind, Sie werden sich nicht erinnern können.
Mir geht es nicht mal ansatzweise darum irgend jemanden zu diskreditieren, aber Zweifel an der Zurechnungsfähigkeit diverser Meinungsmacher sind durchaus angebracht, wie Sie sicher selbst festgestellt haben.


N.E.R.D.

@meinereiner: Mein lieber Herr, erstens ist es völliger Unsinn, zu behapten, dass meinem ersten Statement eine Totschlagargumentation zugrunde liegt. Es ist ein Riesenunterschied, ob jemand kreative Anleihen bei Vorgängern nimmt oder seinen Film zusammenstückelt.
Sie fragten überdies, ob ich Ihnen Filme nennen kann, die völlig für sich zeitlos bestehen können und die im Vorheinein nicht schon in ähnlicher Form umgesetzt wurden. Selbstverständlich existieren diese:

- Murnaus: "Nosveratu", stellt im Prinzip bis heute den Film dar, auf den fast alle anderen Vampirfilme in irgendeiner form referieren.

- Fritz Langs: "Metropolis", stellt im Prinzip den ersten Scifi-Film überhaupt dar.

- Chaplins: "Der Große Diktator"

- Und auch: "Citizen Kane" oder "Der dritte Mann", sind alle auf ihre Weise absolut einzigartig.

Natürlich wird es immer schwerer solche Beispiele zu finden, umso weiter man in der Filmgeschichte voranscheitet.

Aber selbst ein "Avatar" schaffte es zumindest in seiner Optik und seinem visuellen Stil, im Genre einen Meilenstein zu setzen. Und erst ab Ende August im deutschen Kino, gelingt es Gaspar Noes "Enter the Void" (ja, ich habe ihn schon gesehen) mit seinen Kamerafahrten und hypnotischen Bildern abermals dem Kino etwas Neues hizuzufügen. Das alles habe ich bei "Inception" schlichtweg vermisst!

Zu guter letzt, um nicht alles nochmal durchzukauen: natürlich befinden wir uns hier alle in einem anonymen Raum und niemand schuldet niemandem Rechenschaft. Aber gerade Sie, mein Herr, scheinen dies von den anderen zu erwarten, da in Ihrem Dafürhalten, die anderen einfach nicht in der Lage sind zu begreiffen...
Und natürlich darf jeder in einer Demokratie behaupten, was immer er will, solange er damit niemandem schadet oder ethische Verstöße begeht - und sei es das die Nacht hell ist und der Tag dunkel.

>>Selbst wenn 100.000 etwas behaupten und bloß einer eine andere Meinung vertritt, heißt das nicht, dass er falsch liegt!<<

Eine alte Weisheit aus dem Tao


Nils A.

Mich schockiert das Ende dieser Kritik, die ihrerseits wohl mehr barocke Kathedrale ist, als sie vorgibt zu sein.

Dieser Film ist eine grandiose Allegorie an jegliche Form des Eskapismus, an Drogen-Eskapaden, an MMORPGs und an jede andere erdenkliche Form von Flucht vor der Realität, die diese Welt uns bietet. (Was im übrigen besonders deutlich wird in der Traum-Opium-Höhle, wer sich an die Szene erinnert).

Warum dieser Film die sozialen Utopien und Dystopien ignoriert, die er an wenigen Stellen vorgibt zu besitzen ?
Wer sich diese Frage stellt, dem sei es anzuraten, den Film noch einmal zu besuchen. Das Thema dieses Werkes ist das Ureigene, die eigene Welt, die wir uns Schaffen, bedingt duch die Subjektivität unserer Wahrnehmung, hier zum Ausdruck gebracht in ihrer subjektivsten Form, dem Traum, der mittels Technologie ein Stück weit, aber eben nur einen winzigen Raum, der Realität und der Öffentlichkeit zu Teil wird.

War etwas anderes zu erwarten als Schmerz im Limbus eines Mannes, der ein ganzes Leben mit einer Frau geteilt hat, für dessen Tod er sich verantwortlich fühlt ? Nein, natürlich nicht. Kein Kant, kein Rousseau und auch kein Gott.

Wer diesem Film nichts Intellektuelles abgewinnen kann, dem kann ich nur entgegenbringen, dass man besser keine Antworten gibt, auf Fragen, die man nicht verstanden hat.

Einziger wirklich Kritikpunkt ist natürlich die Action-Lastigkeit, aber wir dürfen eins nicht vergessen, nämlich dass der finanzielle Aufwand, der solche Produktionen erst ermöglicht, eine gewisse Zahl von Besuchern erzwingt, die auf Unterhaltung aus sind. Auch der Beste Regisseur ist genötigt, dass Angenehme in seiner Existenz als Künstler und das Angenehme für den "einfachen Zuschauer", nämlich die Action miteinander zu verbinden.

Eine Zuwendung zum intellektuellen Publikum ist doch allein das Ende, das die Botschaft des Films und nicht die emotionale Genugtuung in den Vordergrund stellt.


deppyjohn

pro:
- actionszenen waren gut synchronisiert
mit den verschiedenen ebenen der handlungsstruktur. das hat nolan auch schon in the dark knight bewiesen.

- intelligent ausgetüftelte story

- teilweise waren die szenen visuell und von der musik her so beindruckend, dass man voll im geschehen war.


contra:
-ín den letzten filmen mit caprio wiederholt sich immer wieder das drama mit seiner psychologisch verwirrten ehefrau :zeiten des aufruhrs,shutter island und jetzt auch in inception.

-das hineindenken in die logik der szenen war zu mühselig, man musste sie als richtig hinnehmen oder man musste sich gedanken machen über die logik , dann alerdings hätte man den filmfluss verpasst. ich denke, dass ein film beim ersten gucken einfach logisch erscheinen muss ohne, dass man das gefühl hat, das überprüfen zu wollen. das war hier nicht so.

- wie erwähnt, hatte man das gefühl, eine andere version von matrix oder ähnlichen filmen zu erleben. es gab zu viele parallelen, wie zum beispiel die regeln, die man beachten muss, wenn man in der matrix ist und was paasiert wenn man in der matrix stirbt usw.

- hier war von der idee her nicht wirlich etwas geniales
neues. die erzählweise und der handlungsstrang haben mir zwar sehr gefallen, aber selbst hier hätte ich mehr von nolan erwartet, um volle punktzahl zu geben.


Marcel

Einen schönen guten Morgen allerseits. Wenn ich diese hochtrabenden Worte hier lese, wird mir genauso schlecht wie gestern als ich aus diesem schlechten Film herauskam. (eigene persönliche Meinung, die ich keinem aufzwängen möchte).
Ja, es soll ein Blockbuster sein, aber ehrlich gesagt, hätte ich ihn zu späterer Zeit im Fernsehen gesehen, so hätte ich nach 5 Minuten freiwillig abgeschaltet.
Die Techniken mit denen der Film gemacht wurde, die übrigens wie oben bereits angemerkt in einigen Dutzend Filmen besser zusammengehängt wurden, haben Unmengen an Geld verschlungen, vor allem für die Gagen der durchschnittlichen Leistung der Schauspieler.
Nein, es ist kein Blockbuster, denn ich habe seit Alien vs. Predator 2, keinen annähernd schlechten Film im Kino gesehen. (auch meine persönliche Meinung).
Es ist eine tolle Geschichte, die absolut schlecht verfilmt und verarbeitet wurde. Ich bin der Meinung, dass man das herausgeworfene Geld besser für etwas Sinnvolles ausgeben hätte sollen, wie z.b. Hilfe für ölverschmierte Vögel durch die Ölbohrinselkatastrophe.

In diesem Sinne eröffne ich das Zerfleischen meines Kommentares und meiner subjektiven Meinung und wünsche viel Spaß.


brianlenox

Wenn ich hier einige Kommentare lese frage ich mich echt was die für einen Film gesehen haben. Ich persöhnlich fand mich gut unterhalten, ich fand den Film nicht langatmig, sondern durchgehend spannend, besonders die zweite Hälfte hat mich richtig mitgerissen.

Also möchte ich echt mal wissen was an dem Film langweilig war. Der Film schafft sich einen eigenen Kosmos mit eigenen Gesetzmäßigkeiten, und das der Film zu lange braucht um sich zu erklären finde ich überhaußpt nicht. Die Scene Dom Cupp Adriane alles erklärt ist doch sehr visuell gemacht, mit den explodierenden Blumenkästen und der Stadt die sich wölbt. Man kann die ganzen Regeln die im Film später wichtig sind doch nicht in einer einzigen Scene erklären. Und auch wenn bis zur Mitte immer wieder neue Informationen dazukommen hatte ich nie das Gefühl, das der Film stehenbleibt, sondern die Geschichte immer weitervorrangetrieben wird.


CranK

Auch ich kann niemandem zustimmen der behauptet der Film sei langweilig oder überhaupt nicht fordernd gewesen. Auch der Vergleich zu Shutter Island ist sinnlos, weil er beim Thema Gedanken in eine ganz andere Richtung steuert als Inception. Und der Film war durchaus fordernd, zumindest insofern, dass man nach Möglichkeit die ganzen 2 1/2 stunden aufgepasst hat um die Thematik und die Vokabeln die damit verbunden sind zu verstehen. Also ich war im Kino und ich habe gehört wie Leute hinter mir einander gefragt haben ob dies nun Traum oder Wirklichkeit sei, und vieles mehr. Die Action lockert das ganze hingegen etwas auf und lässt den Film frisch wirken. Sie ist ausserdem nie Cobra 11-mäßig sinnfrei sondern hat immer einen guten Grund in Kraft zu treten.
Ich kann guten Gewissens behaupten dass Inception der beste Film ist den ich seit langem gesehen habe. Das Problem hier ist scheinbar, dass viele Leute hier sich für Hobbykritiker halten die genug Ahnung von Filmen haben um sie objektiv bewerten zu können. Aber Kritiker aber scheinbar leider die Angewohnheit keinen Spaß am filmegucken zu haben, sondern durchgehend auf altherkömmliche narrative Punkte zu achten. Das ist auch eine Kritik an den Autor dieses Textes, denn der Kerl hat sich zwar mit vielen schön verschachtelten Sätzen und eloquenten Wörtern ausgedrückt, wie es sich für einen Kritiker gehört, aber ich persönlich kann in den negativen Punkten kaum zustimmen.
Cheers! ;D


Ina

Die Grundidee und die Traum- im- Traum Idee sind gut, ebenso die Schauspieler und die Effekte. Auch das Ende: Gut.
Der Film insgesamt aber leider nicht!Die Handlung bleibt z.T. in sich widersprüchlich und (jedenfalls nicht beim ersten Schauen des Films und ohne Rückspultaste) nicht immer nachvollziehbar. Das Wechseln zwischen den Ebenen und das Rumgeballere hatte etwas von zu absolvierenden anstrengenden Computerspielleveln. Insgesamt: Lang und anstregend auf eine nicht fordernde, sondern eher unangenehme Weise. Irgendwann ist man versucht, innerlich auszusteigen und in eine eigene Traumwelt abzudriften, um die lange, lange Zeit im Kinosessel zu überbrücken.


corri78

Als ich gestern im Radio gehört habe das der Moderato meinte das dies der größte Blockbuster des Jahres sein soll dachte ich an einen echt guten Film. Zudem der Film mit 170 Millionen Dollar nicht gerade billig war.
Allerdings muss ich nach meinem Kinobesuch sagen das von dem Film viel zuviel versprochen wird. Allein die Tatsache das nie richtig gezeigt wird wie man in die Traumwelt gelangt ist für mich unbegreiflich. Die legen sich hin, schnallen sich was ums Handgelenk, drücken einen Knopf im Koffer der auch nur einen Knopf hat, damit er auch alleine bedient werden kann ( von einer Frau ) und gelangen so in die Traumwelt.

Das alleine ist ein Manko das bei einem so teuren Film auf keinen Fall auftreten dürfte. Da möchte ich nur ein mal kurz an Matrix Erinnern wo gerade dieses Detail perfekt umgesetzt wurde.

Also als Fazit will gesagt sein das Inception meiner Meinung nach ein guter Film ist der für einen DVD-Abend gut geeignet ist, allerdings ist das versprochene Filmspektaktel welches so hoch angepriesen wurde nicht mit enthalten und somit würde ich im nachhinein auf den Kinobesuch verzichten und den Film lieber für 3 Euro aus der Videothek ausleihen bevor ich für 3 Personen 24 Euro zahle.

Ich hoffe mein Kommentar kann irgendjemanden dazu bringen sein Geld für diesen Film nicht im Kino zu lassen.


BakersCookies

Nur weil hier ein paar Leute die Handlung nicht kapieren und irgendwann abschalten, heißt das nicht, dass der Film schlecht ist, denn genau darin besteht meiner Meinung nach die Intention von Inception (schönes Wortspiel).

Klar ist das ein gewaltiger Brocken, der auf einen zukommt, sowohl audiovisuell als auch handlungsmäßig. Was war denn 2012? Jeder ist in den Film gegangen, fand ihn klasse. Aber handlungs- und schauspielermäßig ist da nicht viel gelaufen. Ehrlich gesagt fand ich diesen Streifen wirklich erbärmlich.

Da ist Inception doch viel besser. Wie subtil mit Licht gespielt wird, wie negativ Mal (oder wie sie nun heißen mag) darin erscheint. Die Kameraführung. Die Schauspieler.

Die Handlung ist zerrissen, das ist klar, aber keineswegs unverständlich. Die überraschenden Wendungen finde ich sehr entertainend, und das Ende ist ein Augenzwinkern vom Regisseur. Kein billiger Hollywood-Schmalz, wo sich alle lieb haben.

Filmisch klasse umgesetzt, mit einem größtenteils sehr guten Soundtrack (der mal nicht von Williams kommt, juhuu).

Dass hier jeder Idiot daherkommt und sagt "Matrix war viel besser!!"
Es muss doch nicht immer alles vorgekocht und püriert sein, damit man es essen kann.


Mann!


Kichererbse

@BakersCookies - oder wie der auch immer heißen mag! Ist doch toll, wenn einen niemand für seine "genialischen" Wortspiele loben wird, wenn man sich selber im Voraus auf die Schulter klopft.
Weniger schön und meiner Meinung nach gegen jede Netiquette ist es, andere Menschen als "Idioten" zu titulieren. Allerdings relativiert sich die Aussage von selbt, da es offensichtlich, dass Sie nicht mal in der Lage waren, zu begreifen, dass sich die Menschen hier von "Inception" eher gelangweilt, als in irgend einer Form überfordert fühlten...
Und es ist eben Kennzeichen dieses Films, dass er sich aus vielem bedient, dass bereits oft "vorgekaut" wurde. Gerade die ach-so-tolle Schlusspointe ist eine Wendung mit elendlich langem Anlauf, die sich quasi von Beginn an abzeichnete; ohne diese wäre es sogar ein besserer Film gewesen!


DerCineast

Leute, wacht auf! Der Film ist genial... ;)


Pangold

der beste Mainstream-Autorenkino-Blockbuster Film den ich jemals gesehen habe. Wer anderer Meinung ist sei verdammt und soll auf ewig im Limbus seinen Kreisel drehen und dort von der Matrix träumen.
@Sascha: welche Stellen wurden aus Matrix kopiert worden? Das halte ich für glatten Humbug von Dir.


Grettli

Nolan hat für diesen Film VIER Jahre an dem Drehbuch geschrieben! Ich finde das merkt man auch. Die Handlung ist kompliziert aber alles andere als unverständlich, solange man sich nicht von den Actionsequenzen ablenken lässt und man wirklich jeden Dialog genau anhört. Das Thema Träume ist schon kompex genug, doch Nolan geht einen Schritt weiter und beschäftigt sich mit der Frage "Wie und Was ist möglich wenn man weiß das man in einem Traum ist?" Genau das macht für mich die Komplexität des Films aus. Die Action im Film finde ich ist auf jedenfall glaubwürdig und teilweise sogar ironisch. Ich finde es logisch das in einer Welt in der es solche Techniken gibt sich Superreiche so einen Schutz leisten können, in Form einer Armee. Das Hauptproblem auf das ich hinaus will ist einfach, das alle Dialoge die Komplexität solch eines "Klartraums" erläutern, und man die "Nerd"-Dialoge nachvollziehen kann, wenn man sich erst wieder der Thematik des Films bewusst wird. Das die Charaktere selbstverliebt wirken würde ich jetz nicht unbedingt als schlechte Eigenschaft betrachten. Man soll halt als Zuschaer das Gefühl kriegen das die mit diesem "Job" wirklich ihre Brötchen verdienen, und da fände ich es unpassender wenn Cobb Adriane stotternd die Traumkomplexität erklärt weil er selber nicht weiß was vor seinen Augen geschieht: Er soll einen Profi auf seinem Fach darstellen sowie James Bond, Ethan Hunt u.s.w. Die Action ist bloß schmückendes Beiwerk die aber aufgrund der Erklärungen im Bezug auf diese auch Sinn macht. Dieser Film ist nicht nur rumgeballer! Man muss ihn einfach verstehen, sowie man Matrix verstehen musste wo dann auch da die Ballerei Sinn macht. Außerdem will ich Inception nicht mit Matrix vergleichen. Bei Matrix gings um die Versklavung der Menschheit durch hyperintelligente Maschinen und die Menschen die diesen den Kampf ansagen. Bei Inception ging es um "einen kleinen Gedanken". Ich finde das Inception der beste Film ist den ich je gesehen habe, und ich fand die Schauspieler klasse, die Action einfach geil, die Emotionen zwischen Cobb und Mal einfach grandios, und die Story ist der absolute HAMMER!


Icke

Ich fand den Film sau gut und die über 140MIN waren wirklich sehr schnell vorbei.

Am Ende weiß man das nicht so genau, ob er es doch noch geschafft hat, oder ob er dort festsitzt ^^


Mongkut

Keine einzige Filmszene war ohne Musikuntermalung, das ging mir unglaublich auf die Nerven.
Würde mich mal interessieren, ob das anderen Zuschauern auch so geht.
Grässlich war das, dauerndes Hans Zimmer Gedudel. Bäh.


jan

Grauenhafter streifen, die “grossen” Filmmacher der heutigen zeit sind ja an einem echten tiefpunkt angelangt.
NOCH SCHLIMMER: sie haben erfolg damit!

hoffentlich habe ich nur gerade einen albtraum….

der film ist einfach richtig schlecht. da spricht hollywood von film des jahres. (das ich nicht lache)

also ich kann und werde jedem raten sich diese ca. 90 minuten seines lebens zu sparen !!


Grettli

was ist denn so grauenhaft?


Lennart

Ich finde es relativ erschreckend wie wenig fundiert viele Kommentare auf diese Kritik antworten.

Ich als Jugendlicher finde diesen Film sehr gelungen und das liegt nicht an den Actionszenen.
Der Film ist tiefgründiger als er hier dargestellt wird und ist nach meinem Verständins eine Kritik an Massenmedien und Internetkonsum.
Es lässt sich leicht nicht selten verlieren sich (nicht nur) Jugendliche in Onlinespielen, ein Problem was ich selbst an dem Gymnasium welches ich besuche feststellen muss. Ein aktuelles Beispiel wäre wohl das Spiel "Minecraft", in welchem man sich seine Welt selbst aufbauen muss und einen riesigen Handlungsspielraum hat. Hier lässt sich gut eine Parallele zu den Architekten bilden was eigentlich keiner weiteren Erläuterung bedarf. Aber nicht nur dieses Spiel hat so ein Potential. Bekannte Titel wie "World of Warcraft" oder "Gildwars" bieten einem Spieler die möglichkeit ein "Held" zu sein. Bei Konsum kommt es zu Ausschüttung von Glückshormonen wie Dopamin, was die große Gefahr ist. In der heutigen leistungsorientieren Gesellschaft ist es leider viel zu selten der Fall, dass man Glück empfindet. So ist es nur selbstverständlich, dass sich Jugendliche so in Medien verlieren.
Genau das selbe geschieht in "Inception" und das ist zwar nicht zwangsläufig ein politisches Thema, obwohl sich die Politik damit befassen sollte, sehr wohl aber Gesellschaftskritisch

P.s. eine Kritik baut auf einer Kontroverse auf um zu einem Schluss zu kommen, nicht auf einer einseitigen Betrachtung!






Kommentare der Nutzer geben nur deren Meinung wieder. Durch das Schreiben eines Kommentars stimmen sie unseren Regeln zu.