Die Bestsellerverfilmung Der ganz normale Wahnsinn – Working Mum versucht, tiefgehende Sozialstudie mit humoristischen Elementen zu verbinden, und scheitert letztlich durch die Stereotypisierung ihrer Hauptfiguren. weiter
In Disturbia (2007) gab Shia LaBoeuf für D.J. Caruso noch den Voyeur, in dessen neuem Film wird seine Hauptfigur selbst höchst erfolgreich überwacht. weiter
Leben bedeutet, im Takt zu bleiben. Das Leben zu meistern heißt, den Rhythmus der Trauer und des Glücks zu tanzen. Wer in Stille lebt, ist lebendig tot. Welcome to the Rileys. weiter
Nach dem künstlerischen Desaster von Find Me Guilty hat Altmeister Sidney Lumet noch einmal den richtigen Stoff und die richtigen Schauspieler gefunden. Was Matchpoint für Woody Allen war, ist Tödliche Entscheidung für ihn: ein kleiner, bösartiger Ensemblefilm, der so gar nicht in die aktuelle Kinolandschaft passen will. weiter
Nach seinen letzten Erfolgen Das Fenster gegenüber und Saturno Contro kehrt Ferzan Ozpetek mit einer Geschichte um eine Großfamilie zurück und bedient sich vieler Zutaten der Commeddia all’italiana. Leider fehlt das entsprechende Rezept. weiter
Verlassen in den Weiten des Ozeans entwickelt sich der vermeintliche Traumurlaub schnell zum Alptraum. Hier stellt sich automatisch die Frage nach den Grundwerten einer Beziehung. Doch das Paar hat sich nicht viel zu sagen. Was den schleichenden und stillen Horror der exzellenten Bilder unterstützt, fördert gleichzeitig die dramaturgischen Schwächen des Films ans Tageslicht. weiter
Dumbledore rät Harry Potter, sich zu rasieren: Die Filme der Fantasy-Reihe und ihre Protagonisten werden erwachsen. Hormonelle Schwankungen inklusive. weiter
Wenn dieser schwarzhumorige Film über einen skurrilen Polizisten und seinen Umgang mit hohem Besuch vom FBI nicht aus Irland käme, könnte man ihn fast als britische Komödie bezeichnen. weiter
„Dies ist kein Wohlfühlfilm“, herrscht die schlechtgelaunte Hauptfigur in Woody Allens neuem Werk die Zuschauer an. Von wegen. Whatever Works ist genau das, und außerdem seine beste Komödie seit langem. weiter
Seinen voyeuristischen Instinkten folgend, verdächtigt ein Teenager seinen unscheinbaren Nachbarn, ein gefürchteter Mörder zu sein. Dieser kontert die Anschuldigungen mit Hundeblick und unheimlicher Gelassenheit. weiter
Kranke und betrogene Stewardess hat Gepard-Vision, verteilt Flugblätter in Eselsmaske und flüchtet vorm Laborratten-Dasein nach Afrika. Pia Marais (Die Unerzogenen) schickt ihre Protagonistin auf eine zoologische Odyssee. weiter
Affe liebt Frau. Frau weiß nicht so recht. Kommen Helikopter, knallen ihn vom Empire State Building. 188 Minuten inklusive mehr Dinosaurier, als in einen Jurassic Park passen. weiter
Das klassische Drama über einen kurdischen Migranten, seinen Schwimmlehrer und die Überquerung des Ärmelkanals wurde in Frankreich unversehens zum Politikum. weiter
Die neueste Produktion der seit einigen Jahren anhaltenden Zombie-Welle ist mal wieder ein Remake eines Klassikers von George A. Romero. Darin geht es allerdings nicht um Untote, sondern um Kleinstadtbewohner, die durch einen Virus zu seelenlosen Mördern mutieren. weiter
Drei Jahrzehnte nach Dudley Moore schlüpft Russel Brand in die Rolle des Millionärssöhnchens Arthur. Den Spaß haben in dem gleichnamigen Remake vor allem die Darsteller. weiter
Ein Familienporträt in „Sternform“. Aus fünf Perspektiven erzählt der Episodenfilm und französische Publikumserfolg von der zarten Zerbrechlichkeit einer Familie im Wandel der Zeit. weiter
Nachdem aus Kerry nichts wurde, gibt es den „Neuen Carrey“. Im Gegensatz zum Politiker John konnte sich das amerikanische Publikum mit dem Ausnahmekomiker Jim in seinem jüngsten Film anfreunden, dort spielte der Film annähernd 120 Millionen Dollar ein. Zugegeben, Carrey hat auch ein leichteres Spiel, es geht in Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse nicht um kontrovers diskutierte Themen, sondern lediglich um die Frage: „Was braucht ein Kind nicht, um glücklich zu sein?“. weiter
Den Athleten in Olympia geht dank Zaubertrank die Puste nicht so schnell aus wie diesem Film. Dünne, bis zum letzten Tropfen ausgequetschte Scherze reichen nicht aus, um die Realfilm-Adaption eines weiteren Asterix-Comics über viel zu lange zwei Stunden Laufzeit zu zerren. weiter
Fünf Einzelschicksale im Dunstkreis der Camorra: In seiner Bestsellerverfilmung bietet Matteo Garrone einen Einblick in die verschiedenen Wirkungsbereiche der süditalienischen Mafia. weiter
Der Computerexperte Jack Stanfield wird erpresst, an einem Bankraub mitzuwirken. Firewall ist gleichzeitig ein spannender Genrefilm und ein Diskurs über Technik und Männlichkeit. weiter
Zwei Tote, vier Gestrandete. Fatih Akin schafft mit dem zweiten Teil seiner „Liebe, Tod und Teufel“-Trilogie einen Kunstfilm, der aus der Distanz zu erzählen weiß. weiter
Von der Unmöglichkeit, ein guter Cop in Brooklyn zu sein: In seinem düsteren Polizei- und Gangsterthriller erzählt Regisseur Antoine Fuqua die Geschichten dreier Männer, die an den Realitäten ihres Lebens scheitern. weiter
VoD: Angriff auf den Thron! Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen ist der erste digitale Animationsfilm seit langem, der in einer Liga mit Pixars Meisterwerken spielen kann. weiter
Der Aufstieg eines armen Schwarzen zum gefeierten Football-Star: Blind Side vollführt eine gefährliche Gratwanderung zwischen Feel-Good-Movie und einer latent rassistischen Moral. weiter
Die Tiere Afrikas erheben sich gegen die Umweltverschmutzung der Menschen. Der Versuch, einen deutschen Animationsfilm im Hollywood-Stil zu etablieren, scheitert gleich an mehreren Fronten.
Eine rauschende Partynacht und ihre weit reichenden Folgen: In dieser nach Schema F inszenierten romantischen Komödie werden Ashton Kutcher und Cameron Diaz zu sechs Monaten Ehe verurteilt. weiter
Eine junge Liebe in Zeiten des Super-Gaus. Die Verfilmung des Romanerfolgs von Gudrun Pausewang schildert aus der Sicht eines Teenagers die tödlichen Auswirkungen eines atomaren Störfalls in einem deutschen Kernkraftwerk. weiter
Marvel bringt seine Comichelden zusammen in einen Ensemblefilm. Als Zweckgemeinschaft, als Ansammlung von Ego-Shootern, als Ersatzfamilie, als Weltenretter. Vor allem aber: als großen Spaß. weiter
Das Starlet und der Reporter: Ein Interview entwickelt sich vom gereizten Smalltalk zur handfesten Psychotherapie. In seiner dritten Regiearbeit macht Steve Buscemi ein New Yorker Loft zum Schauplatz eines medienkritischen Kammerspiels. weiter
Eine Frau wird entführt; ihr einziger Kontakt zur Außenwelt ist ein junger Mann, der nicht weiß, wo sie sich befindet. Das Telefon ist in Final Call Dreh- und Angelpunkt einer actionreichen Geschichte, die gute Unterhaltung ohne allzu viele Überraschungen bietet. weiter
Sein Faible für vertrackte Fallen bewies James Wan bereits in der Saw-Reihe. Der psychologische Subplot seines neuen Horrorthrillers ist so heimtückisch, wie es der Filmtitel verspricht. weiter
Im diesjährigen Gewinner der Goldenen Palme versuchen zwei junge Frauen unter dem sozialistischen Ceauşescu -Regime eine Abtreibung durchzuführen. weiter