Die Komödie über vier vorstädtische Pseudo-Biker in der Midlife-Crisis, die sich auf den US-Highways die verkümmerte Männlichkeit zurückerobern wollen, wirkt wie der homophobe Ableger von City Slickers (1991) mit Harleys anstelle von Pferden. weiter
Nach Katastrophen-, Horror- und Agentenfilm gerät nun auch das Superhelden-Genre in die Finger von David Zucker. Die von dem Comedy-Veteranen produzierte Parodie setzt wie immer auf derbe Zoten und brachiale Anspielungen. weiter
Seine Jungfräulichkeit an ein Playmate zu verlieren: Dieser Männertraum reicht für ein Pseudo-Roadmovie mit verhindertem Sex, schmerzhaftem Sex und seltsamem Frauenbild. weiter
John Simpsons Debüt ist ein radikaler, teilweise utopischer Mediendiskurs über die Bedeutung der Bilder im Zeitalter des Reality-TV und der Videoüberwachung. Die Kriminalgeschichte hinterfragt die Beweiskraft der Aufnahme und spart dabei nicht mit sozialkritischen Anspielungen. weiter
1953 nennen viele Leute Joseph McCarthy einflussreicher als Präsident Eisenhower. Doch eine Gruppe junger CBS-Journalisten mit dem arrivierten Edward R. Murrow an der Spitze stellt sich ihm entgegen. weiter
Die Reisenden und Liebenden in Martin Gypkens’ erstrangig besetztem Episodendrama suchen in der Fremde und im Anderen, was ihnen fehlt. Durch ihr eigenes Leben geistern sie wie Gespenster. weiter
Multiple Persönlichkeiten, dunkle Familiengeheimnisse, zerstörerische Begierden – dazu ein Patriarch im Rollstuhl und eine schicksalhafte Explosion in Casablanca: Margarethe von Trotta ist eine wilde Kolportage gelungen, in der nichts zusammenpasst. weiter
Trevor Reznik befindet sich geradewegs auf dem Highway to Hell in die Tiefen seiner eigenen Seele. Schlaflosigkeit, Gewichtsverlust und Paranoia treiben ihn in den Wahnsinn. Seine Passion führt den Maschinisten schließlich zur Konfrontation mit sich selbst. Brad Anderson visualisiert das Delirium des beinahe selbstmörderisch von Christian Bale inkarnierten Protagonisten in Räumen, die fast durchgehend als Labyrinthe fungieren. Neben der im dunkelsten Farbspektrum gehaltenen alptraumhaften Optik garantiert die perfekt konstruierte Geschichte einen der elektrisierendsten Filme des Jahres. weiter
VoD: Distanz und Nähe eines 17-Jährigen zu seiner Mutter - Xavier Dolans Porträt eines Heranwachsenden in Québec überzeugt durch seine erfrischende Selbstverständlichkeit und stimmige Referenzen. weiter
Der deutsche Film – was ist das? Mit Auge in Auge eröffnen Michael Althen und Hans Helmut Prinzler ein Panorama des hiesigen Kinos, das vom Wintergartenprogramm der Brüder Skladanowsky 1895 bis zur unterkühlten Kapitalismus-Fantasie Yella (2006) reicht. weiter
Heike Makatsch und Anna Maria Mühe erleben als ungleiches Schwesternpaar einen Urlaub voller emotionaler Höhen und Tiefen. Für Makatsch, die auch am Drehbuch mitschrieb, ist es die erste Arbeit vor und gleichzeitig hinter der Kamera. weiter
Eine Sonate vom guten Menschen oder das Porträt eines Unbelehrbaren? Fest steht, dass Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck schon jetzt eines der Glanzlichter des Kinojahres 2006 gesetzt hat. weiter
Die weiße Hölle des Nanga Parbat – Joseph Vilsmaier verpackt in seiner Erzählung vom Tod Günther Messners konservative Gedanken in beeindruckende Bilder. weiter
„Gott vergibt ihnen, nicht ich. Ich führe sie nur zusammen.“ Tony Scott schickt Denzel Washington in zum Teil betörenden Bildern auf die reaktionärste und faschistoideste Reise ins Jenseits, die er sich ausdenken konnte. Fast im Vorbeigehen inszeniert er dabei die Dekonstruktion des postmodernen Kinos schlechthin. weiter
VoD: Das Böse ist unter uns. In seinem mit der Goldenen Palme ausgezeichneten Film Das weiße Band begibt sich Michael Haneke auf die Suche nach der Wurzel des Bösen. Sein Ausgangspunkt ist dabei ein Dorf im protestantischen Mecklenburg am Vorabend des Ersten Weltkriegs. weiter
Das bereits zweite Remake von Leonard Kastles Low-Budget-Film The Honeymoon Killers (1970) macht aus der verstörenden Geschichte eines mordenden Paares einen Hochglanz-Thriller. weiter
Zwischen zickigen Stars und blasierten Kollegen versucht sich der chaotische Engländer Sidney in der Redaktion eines New Yorker Klatschblattes zu behaupten. weiter
Ethan und Joel Coen haben sich zwischen Independentkino und Hollywood als wahrhafte Autorenfilmer etabliert. Mit dem mythischen Thriller No Country for Old Men übertreffen sie nun ihre eigenen Klassiker. weiter
Der Computerexperte Jack Stanfield wird erpresst, an einem Bankraub mitzuwirken. Firewall ist gleichzeitig ein spannender Genrefilm und ein Diskurs über Technik und Männlichkeit. weiter
Über Genregrenzen hinweg, mit Witz und Mut erzählt Stefan Ruzowitzky diese archaische Geschichte über sieben Knechte, die einen Hof erben, und den Herren, die ihnen den Hof wieder wegnehmen möchten. weiter