In seinem neuen Film übt sich Tony Scott zumindest teilweise in Understatement. Zwei Working Class Heroes versuchen, einen führerlosen, mit giftigen Chemikalien bepackten Güterzug zu bremsen. weiter
Eine Hochzeit wirft alle Beteiligten aus der emotionalen Routine. Mit diesem Melodram bleibt Regisseurin Susanne Bier ihrer persönlichen Handschrift treu und wirft in einer sperrigen Inszenierung existentielle Fragen auf. weiter
Ein Polizist ermittelt den Zusammenhang zwischen dem Tod einer jungen Frau und der Explosion einer Großraumfähre. Doch wieso den Fall nur aufklären, wenn man ihn doch in der Vergangenheit verhindern und so noch das Herz der Dame erobern kann? weiter
Warum endet die Hälfte unserer Lebensmittel im Müll? Valentin Thurn konfrontiert uns in Taste the Waste mit den Ausmaßen unserer Nahrungsmittelverschwendung. weiter
Box- und Filmgeschichte treffen in der Rocky-Saga aufeinander. Diesmal heißt es Abschied nehmen, was Sylvester Stallone deutlich schwer fällt, so dass er sich kaum für ein Schlussbild entscheiden kann. Am Ende aber haben wir die Botschaft verstanden: in jedem steckt ein bisschen Rocky. weiter
In seinem Debütfilm erzählt Regisseur Bouli Lanners die lakonische Geschichte eines Sonderlings und seines mindestens genauso sonderbaren Umfelds. weiter
Diesen Herbst laufen mit Es kommt der Tag und Die Anwälte gleich zwei Auseinandersetzungen mit dem deutschen Linksterrorismus an, die bereits das Filmfest München schmückten und sich wohltuend von Banalisierungsunternehmungen wie Der Baader Meinhof Komplex (2008) abheben. weiter
Tod und Lausbuben, Humor und Bayern, Liebe und Stammtischbrüder. Regisseur Marcus H. Rosenmüller führt in seinem Kinodebüt mit viel Witz all das zusammen, was auf den ersten Blick gar nichts gemein hat. Ein zünftiges Loblied auf die Phantasie. weiter
Hank Deerfield (Tommy Lee Jones) ist ein echter Amerikaner. Einer, der jeden zurechtweist, der das Sternenbanner falsch aufhängt. Einer, der so hart ist, dass er feuchte Umterhemden anzieht. Ein Mann wie in „Männer weinen nicht“. weiter
Der schneidige Pilot Joe Sullivan (Jude Law) und die engagierte Reporterin Polly Perkins (Gwyneth Paltrow) retten eine komplett aus dem Computer entsprungene Welt. Der digital reanimierte Schauspieler Sir Laurence Olivier (†1989) versucht als Doktor Totenkopf (!) dies zu verhindern. Wir befinden uns in the World of Tomorrow, aber sieht so auch das Kino von Morgen aus? weiter
Es geht auch ohne Drehbuch von Charlie Kaufman. Für seinen dritten abendfüllenden Spielfilm kehrt Michel Gondry nach Frankreich zurück und inszeniert den eigenen Stoff um die Traumwelten von Stéphane und Stéphanie. weiter
Nachdem der finanziell angeschlagene Eisenwarenhändler Franz Brenninger von einem Geschäftsmann aus Kenia um sein letztes Geld gebracht wird, verschlechtert sich sein psychischer Zustand dramatisch. weiter
Der neue Film von Doug Liman lässt Hayden Christensen als beliebig durch den Raum springenden „Jumper“ gegen einen sehr bösen Samuel L. Jackson antreten. Dazwischen gibt es Sonnenstühle auf der Sphinx zu sehen. weiter
Oft ist es die pure Verzweiflung, die Menschen antreibt, Unmenschliches zu tun. Das Klischee vom kriminellen Ausländer bedient Der Albaner, dessen Titel ganz programmatisch zu verstehen ist, jedoch nur auf den ersten Blick. weiter
Ein Palästinenser spendet die Organe seines getöteten Sohnes an israelische Kinder. Die Regisseure Marcus Vetter und Leon Geller möchten mit ihrer Dokumentation Vorurteile abbauen – und könnten das genaue Gegenteil erreichen. weiter
Psychologin Katherine glaubt, dass Charlie, der neue Freund von Emily, der Tochter ihres Psychologen-Freundes David, nur ein imaginiertes Trauma-Produkt ist. Ein tödlicher Irrtum, denn in diesem kruden Mix aus Shining (1979) und Angel Heart (1988) agiert Charlie äußerst blutrünstig. weiter
Schon in Das Haus am See spielte Sandra Bullock eine Frau, die sich in einer verwirrenden Geschichte rund um wechselnde Zeitebenen zurechtfinden musste. Auch in ihrem neuen Film, gedreht von einem deutschen Regisseur, geht einiges durcheinander. weiter
Vier Freunde, Las Vegas und die letzte Nacht vor der Ehe: Hangover ist eine durch und durch konventionelle Komödie – aber keine durch und durch schlechte. weiter
Anna Faris quartiert sich als Ex-Playboy-Bunny in einem Verbindungshaus ein, um den Studentinnen einige Lektionen in Sexyness beizubringen. Das beginnt einigermaßen witzig, ignoriert aber über weite Strecken das satirische Potential der Story. weiter
Die Rächer aus dem Altenheim: In seiner neuesten Komödie lässt Leander Haußmann eine Riege von hochverdienten Altstars gegen Bankengier und altenfeindliche Niedertracht anrennen – mit gedrosseltem Tempo, falschen Zähnen und lahmendem Humor. weiter
Ein zu 90 Prozent verbürgter Film über Ray Charles? Taylor Hackford präsentiert einen handwerklich soliden Versuch das Leben von Ray bis zu seiner Verhaftung wegen Drogenbesitzes psychologisch motiviert darzustellen. Die Vielschichtigkeit des Lebens des legendären Musikers - von einem glänzenden Jamie Foxx verkörpert - erscheint dabei jedoch als etwas zu determiniert. weiter
Pepe Danquardt beendet seine Sport-Trilogie nach Heimspiel und Höllentour mit dieser Dokumentation über die Speed-Kletterer Thomas und Alexander Huber, die er beim Versuch, den El Capitan in Kalifornien zu erklimmen, begleitet. weiter
Gegen alle Vernunft wünscht sich ein pummeliges, atypisches Mädchen als Model Karriere zu machen. Eine Erfolgsgeschichte ist dem Mädchen nicht beschieden. Die titelgebende Frage bleibt dennoch nicht offen. weiter
Wes Craven, der seit den 70er Jahren Horrorfilme dreht, in den 80er Jahren mit Nightmare on Elm Street zur Legende wurde und in den 90er Jahren mit Scream einen Horrorfilm mit Metaebene schuf, nimmt sich in seinem Werk Verflucht (Cursed) einen der klassischen Plots des Genres vor: den des Werwolfs. weiter