GB, AUS, USA 2020. Regie: Francis Lee. Mit: Sarah White, Liam Thomas Start:
Francis Lees zweiter Spielfilm spinnt an der englischen Südküste eine Liebesgeschichte um eine Paläontologin. Auf ein erstes Lächeln von Kate Winslet warten wir über 50 Minuten. Die Konsequenz dieser Unnahbarkeit zeichnet Ammonite aus. weiter
F, IT 1974. Regie: Robert Bresson. Mit: Luc Simon, Laura Duke Condominas
In entgöttlichten Räumen: 1974 sorgte Robert Bressons Verfremdung der Artuslegende Lancelot, Ritter der Königin in Cannes für Zündstoff. Jetzt ist der Film auf DVD und Blu-ray erschienen – und lässt über Weltenden jenseits der spektakulären Apokalypsen nachdenken. weiter
D 1954. Regie: Harald Braun. Mit: Hardy Krüger, Liselotte Pulver
Neu auf DVD: Ein linker Dissident will per Attentat den Umbruch in einem fiktiven Staat erzwingen. Harald Brauns Der letzte Sommer (1954) ist ein als Heimatfilm inszenierter Wahlwerbespot für gemäßigte Kräfte, der zugleich eine Parabel vom Reichstagsbrand bis zur Adenauer-Wiederwahl schlägt. weiter
Clint Eastwood bricht die Geschichte vom alten Mann, der einen wilden Jungen zähmen soll, auf ihre elementaren Bestandteile herunter. In seiner Knochigkeit ähnelt Cry Macho seiner Hauptfigur, die keinen Sinn mehr darin sieht, sich wie ein Gockel zu benehmen. weiter
Wes Andersons The French Dispatch sehnt sich danach, ein Magazin zu werden und das Publikum zu seiner gebannten Leserschaft zu machen. Beim Durchblättern mitzukommen ist nicht ganz leicht. weiter
USA 2020. Regie: Harry Macqueen. Mit: Colin Firth, Stanley Tucci Start:
VoD: Dekonstruktion einer gemeinsamen Zukunft. Anders als The Father will Harry Macqueens Supernova seine Demenz am liebsten selbst vergessen, um im Sommer des Lebens zu bleiben. weiter
Ö 2021. Regie: Norbert Pfaffenbichler. Mit: Stefan Erber, David Ionescu
UNDERDOX Filmfestival: Mit dem No-Budget-Lumpenproletariats-Neostumm-Experimental-Gruselfilm 2551.01 ist Norbert Pfaffenbichler ein bildgewaltiges Werk gelungen, das sich kaum in Worte fassen lässt. weiter
Ein Mord, fünf Hauptfiguren, und alle in ihrem eigenen Film: Dominik Molls Die Verschwundene ist ein paradoxes Puzzle, in dem die Zufälle vorherbestimmt scheinen und die Auflösung keine ist. weiter
Kreidekreise, Blutstropfen bei Kerzenlicht, Versprechungen von rituellem Sex: A Dark Song nimmt den Okkultismus ernst und exerziert den Abstieg in den Wahnsinn oder den Aufstieg in göttliche Sphären in klassischer Ikonografie durch. weiter
D 1948. Regie: Kurt Hoffmann. Mit: Marianne Hoppe, Gustav Fröhlich
Neu auf DVD: Eine von Panikattacken geplagte Frau liebt ihren Arzt, der selbst unter fremder Kontrolle steht. Kurt Hoffmanns Das verlorene Gesicht (1948) ist eine Mabuse-Geschichte für ottonormale Leute – und zeigt einmal mehr, wie fruchtbar das Nachkriegsdeutschland für Horrorfilme war. weiter