Neu auf critic.de

Alfie – Kritik

Als ein Europäer in New York tritt Jude Law in die Fußstapfen von Michael Caine und spielt die Titelrolle des modernen Casanova Alfie. Der Regisseur Charles Shyer machte für sein Remake Konzessionen an das Unterhaltungskino, dennoch scheiterte der Film an den US-Kassen. Filmkritik 

Der ganz normale Filmalltag

Zwei Wochen nach der Berlinale ist die Hauptstadt definitiv zum Filmalltag zurückgekehrt. Der medial omnipräsente Filmstart von Sophie Scholl gestaltete sich verhältnismäßig positiv. Die deutsche Vergangenheitskultivierung schaffte es mit über 130.000 Besuchern am ersten Wochenende immerhin auf den vierten Platz der Zuschauergunst.
Das Phänomen des politischen Films, ein offenkundiger Angelpunkt der Berlinale 2005, sorgte auch bei uns für intensive Debatten. Mit etwas Abstand untersuchen wir die Zusammenhänge zwischen einigen der prominentesten angeblich politischen Filme des Festivals - natürlich ausgehend von eben jenem deutschen Erfolgsfilm über die zur Ikone stilisierten Sophie Scholl, denn auch über die Manipulierung der „dokumentarischen Realität“ kann nicht genug geschrieben werden. Special 

Silentium – Kritik

Der neue Film mit dem österreichischen Kabarettisten Josef Hader ist die zweite Verfilmung eines Krimis von Wolfgang Haas, in dem die Salzburger Gesellschaft von der katholischen Kirche bis zu den Festspielen vorgeführt wird. Ein harmloses Kabinettstückchen mit ironischem Blick auf die österreichische Mentalität. Filmkritik 

Code 46 – Kritik

Micheal Winterbottom legt in seinem ersten Science Fiction Film Code 46 weniger Wert auf futuristisches Set Design und Spezialeffekte, wie man es von diesem Genre gewohnt ist, sondern zeichnet einen irritierend vertrauten aber doch beklemmend nahen Zukunftsentwurf. Das Scheitern einer Liebe innerhalb einer genetisch kontrollierten Gesellschaft stellt die Frage nach den emotionalen Folgen des Klonen von Menschen. Filmkritik 

Die syrische Braut – Kritik

In Die syrische Braut erzählt Regisseur Eran Riklis eindringlich von den privaten und politischen Konflikte einer drusischen Familie in den Golanhöhen, die seit 1967 von Israel besetzt werden, eigentlich aber zu Syrien gehören. Filmkritik 

Palindrome – Kritik

Die zwölfjährige Aviva möchte um jeden Preis ein Kind bekommen. Nachdem sie von zu Hause wegläuft, gerät sie auf ihrer abenteuerlichen Reise an christliche Fanatiker und einen Pädophilen. Palindromes von Todd Solondz (Willkommen im Tollhaus, Welcome to the Dollhouse; Happiness) erzählt von einem jungen Mädchen, verkörpert durch acht verschiedene Schauspielerinnen, das sich auf der Suche nach seinem Glück befindet. Trotz einiger interessanter Ideen und einer unkonventionellen Herangehensweise geht dem Film allerdings schon nach der Hälfte die Luft aus. Filmkritik 

Rosenhügel – Kritik

Aus der Perspektive zweier Kinder schildert Rosenhügel das Ungarn aus der Zeit des Volksaufstandes von 1956. Kammerspielartig versucht er, das große politische Drama als das zu zeigen, was es zuallererst ist: eine Tragödie des Einzelnen. Leider können diese Stärken des Filmes seine Schwächen vor allem der Figurenzeichnung nicht ganz verdecken. Dennoch ist der Regisseurin ein Film gelungen, der einen interessanten Einblick in die ungarische Geschichte bietet. Filmkritik 

Der Fluch - The Grudge – Kritik

Ein Haus in Tokio ist mit einem Fluch belegt, der allen Menschen, die es betreten, den Tod bringt. Sarah Michelle Gellar macht sich in diesem Remake eines japanischen Horrorfilms daran, das Rätsel hinter diesem Fluch zu lösen. Leider ist das nicht so interessant, wie es sich anhört. Filmkritik 

Die besten Jahre – Kritik

Viel gelobt wird derzeit Marco Tullio Giordanas Die besten Jahre (La meglio giuventù). In einen Sechsstundenfilm projiziert der Regisseur gut 35 Jahre italienischer Geschichte auf die fiktive Familie Carati. Der Film bestätigt, dass nicht grundsätzlich Quantität gleich Qualität ist. Filmkritik