Besuch ist eingetroffen; A. kommt aus Hamburg nach Berlin, um Berlinale-Luft zu schnuppern. Was für mich bedeutet: ein Tag außerhalb des Pressezirkus und der professionellen Filmbetrachtung. Vorstellungen mit ganz normalem Publikum, das viel direkter auf das Gesehene reagiert. Mit bezahlten, von mir unter einigen Mühen besorgten Karten. Auf dem Programm stehen der koreanische Wettbewerbsbeitrag Come Rain, Come Shine von Lee Yoon-ki am Nachmittag im Berlinale-Palast, abends dann der restaurierte Taxi Driver (1976) im Friedrichstadtpalast. News
Eine Essaysammlung erkundet in einer vergleichenden Perspektive soziokulturelle und ästhetische Aspekte des europäischen Nachkriegsfilms und versucht das Kino als einen Ort zu erfassen, an dem historisches Bewusstsein entstehen kann. Special
Auf der Berlinale wird das Weltgeschehen zum großartigen Kammerspiel, schreibt Katja Nicodemus. Special
Der Vesper-Ensslin-Komplex. Filmkritik
Während das Image des Rauchens zunehmend in den Keller sinkt, widmet James Benning diesem Vorgang einen ganzen Film. Filmkritik
Der türkische Berlinale-Wettbewerbsbeitrags Our Grand Despair erzählt von zarter Freundschaft und sanfter Männlichkeit. Filmkritik
Der Dokumentarfilm Big Eden riskiert einen Blick hinter die vielen Masken des Playboys Rolf Eden, der einst die angesagtesten Diskotheken in Westberlin besaß. Filmkritik
Viel Arbeit, wenig Glamour - Der Berlinale fehlt es an Höhepunkten, kritisiert Barbara Schweizerhof. Special
Christian Petzold, Dominik Graf und Christoph Hochhäusler stellen im diesjährigen Forum ihr gemeinsames Fernsehprojekt Dreileben vor. Die drei Filme sind das Resultat einer Diskussion via E-Mail, die die drei Regisseure über die Berliner Schule geführt haben. Graf hinterfragt dort die Grundsätze und Ergebnisse des Konzepts, Hochhäusler verteidigt sie, und Petzold vermittelt. Mehr dazu in unserem Special und den Kritiken zu den einzelnen Filmen. News
Bereits in Brillante Mendozas Debütfilm Der Masseur hat der philippinische Regisseur schon seine großen Themen gefunden: Arbeit, Geld, Sex und Tod. Dabei interessiert er sich nicht nur für seinen trauernden Protagonisten, sondern ebenso für den sozialen Mikrokosmos eines Massagesalons für sexuelle Dienste. Filmkritik