USA 2010. Regie: John Carpenter. Mit: Lyndsy Fonseca, Amber Heard Start:
VoD: Back to the roots. Altmeister John Carpenter beweist nach zehnjähriger Leinwandabstinenz, dass er immer noch in der Lage ist, alte Tugenden des Horrorfilms virtuos auf die Leinwand zu bannen. The Ward ist sein erster guter Film nach einer gefühlten Ewigkeit. Kritik
USA 2010. Regie: Robert Redford. Mit: James McAvoy, Robin Wright Start:
Der Regisseur als Geschichtslehrer: Robert Redford bringt uns in seinem Gerichtsdrama die Parallelen zwischen den Anschlägen des 11. September und dem Attentat auf Abraham Lincoln bei. Da schaut sogar Washingtons Staub sauber aus. Kritik
„Mit einem Eiswürfel im Arsch, da blöken die Männer wie verrückt.“ Der Dokumentarfilm Whores’ Glory inszeniert Rituale der Prostitution in Thailand, Bangladesch und Mexiko. Kritik
CH, L 2010. Regie: Stéphanie Chuat, Véronique Reymond. Mit: Florence Loiret Caille, Michel Bouquet Start:
Von Vernachlässigung und Zuwendung. Das Spielfilmdebüt von Stéphanie Chuat und Véronique Reymond besticht als zurückhaltendes Porträt zweier scheinbar ungleicher Menschen. Kritik
NL 2009. Regie: Reinout Oerlemans. Mit: Carice van Houten, Anna Drijver Start:
Von Narzissmus und anderen Krankheiten: In der Filmadaption des autobiografischen Romans Mitten ins Gesicht erzählt Reinout Oerlemans die Geschichte einer Ehe, die im Angesicht des Todes auf eine harte Probe gestellt wird. Kritik
GB 2011. Regie: Joe Cornish. Mit: Nick Frost, Jodie Whittaker Start:
Aliens in da hood. In Joe Cornish’s rasantem Regiedebüt Attack the Block verteidigt eine Teen-Gang ihren süd-londoner Sozialbauwohnblock gegen die Invasion aus dem All. Kritik
IT 2011. Regie: Gianni Di Gregorio. Mit: Gianni Di Gregorio, Valeria De Franciscis Start:
Vom Versuch, nicht unsichtbar zu werden: Gianni di Gregorios leichte Komödie schaut mit sanfter Selbstironie auf das amouröse Bemühen und Scheitern eines älteren Mannes. Kritik
IRL 2011. Regie: John Michael McDonagh. Mit: Brendan Gleeson, Don Cheadle Start:
Wenn dieser schwarzhumorige Film über einen skurrilen Polizisten und seinen Umgang mit hohem Besuch vom FBI nicht aus Irland käme, könnte man ihn fast als britische Komödie bezeichnen. Kritik
Bin das ich oder ist das nur mein Körper? Damir Lukacevic verhandelt in seinem philosophischen Science-Fiction-Film komplexe Themen wie Identität und Ausbeutung. Kritik
USA 2010. Regie: John Madden. Mit: Helen Mirren, Sam Worthington Start:
Ehre oder Wahrheit. Der neue Film von John Madden ist eine spannende Mischung aus Psychodrama und Agententhriller – und eine wunderbare Hommage an das Kino der 1960er und 70er Jahre. Kritik
D, CH 2010. Regie: Tim Fehlbaum. Mit: Hannah Herzsprung, Lars Eidinger Start:
VoD: On The Road again. Tim Fehlbaum bedient sich in seinem post-apokalyptischen Horrorthriller zwar kräftig bei John Hillcoats Endzeitvision, findet aber dennoch zu einer starken Inszenierung des Überlebenskampfes. Kritik
D 2011. Regie: Andreas Kannengießer. Mit: Renate Krößner, Dieter Mann Start:
Im Unglück vereint. Andreas Kannengießer erzählt in seinem zweiten Film eine Geschichte von Krankheit, Isolation und der mühsamen Suche zweier Nachbarn nach sich selbst. Kritik
D 2011. Regie: Verena S. Freytag. Mit: Maryam Zaree, Tilla Kratochwil Start:
In ihrem Sozialdrama erzählt Regisseurin Verena S. Freytag vom Leben mit Hartz IV und entwirft ein zwiespältiges Bild vom Staat als Unterstützer. Kritik
MAL, JP 2010. Regie: Woo Ming Jin. Mit: Lai Fooi Mun, Pearlly Chua Start:
In seinem vierten Spielfilm präsentiert Regisseur Woo Ming Jin Menschenhandel und Missbrauch als kalte Normalität. Tiger Factory ist durchweg subtil, unterkühlt und konsequent bis zum Schluss. Emotionen sind dabei kaum spürbar. Kritik
USA, F 2011. Regie: Olivier Megaton. Mit: Zoë Saldana, Jordi Mollà Start:
Schön wie die Orchidee, nach der sie benannt ist, aber tödlich: Profikillerin Cataleya sinnt auf Rache an einem Drogenpaten. Luc Besson beweist in Colombiana wieder einen Riecher fürs moderne Actionkino – laut, unlogisch, aber unterhaltsam. Kritik
F 2011. Regie: Cédric Klapisch. Mit: Karin Viard, Gilles Lellouche Start:
Pretty Woman mit französischer Arbeiterwut: In seiner mit Klischees überbordenden Komödie entwirft Cédric Klapisch eine gesellschaftliche Beinahe-Utopie um einen Finanzhai und eine Proletarierin. Kritik
Ein Doku-Märchen über die ehemalige japanische Provinz Echigo, ein Ort, an dem die Zeit stillsteht. Wer unter Zivilisationsstress leidet, wird den Film besonders mögen. Kritik
D 2011. Regie: Jan Schomburg. Mit: Sandra Hüller, Georg Friedrich Start:
VoD: Lassen Sie sich nicht von dem esoterisch klingenden Titel abschrecken! Über uns das All ist sehr präzise, ganz bei sich und bislang einer der wenigen absoluten Berlinale-Höhepunkte. Kritik
USA 2011. Regie: Marcus Nispel. Mit: Jason Momoa, Rachel Nichols Start:
Conan ist mit Marcus Nispels Neuverfilmung in der Gegenwart angekommen. Die ist leider weder kultig noch skurril, sondern eine graue, uninspirierte Schlachtplatte. Kritik
USA 2011. Regie: Seth Gordon. Mit: Jason Bateman, Jason Sudeikis Start:
maDrei Freunde wollen ihre Bosse umbringen. Um ihrem Ziel näher zu kommen, müssen sie sich erst mal durch eine Vielzahl an peinlichen Situationen kämpfen. Kritik
F, USA, GB, D 2011. Regie: Paul W. S. Anderson. Mit: Logan Lerman, Juno Temple Start:
In der modernisierten Story bleibt von Alexandre Dumas’ Klassiker nicht viel übrig. Dafür gibts außer viel Action schöne Menschen in schönen Kostümen an noch schöneren Schauplätzen. Kritik
USA 2009. Regie: Drew Barrymore. Mit: Ellen Page, Alia Shawkat Start:
Drew Barrymores Regiedebüt vermittelt eine befreiende Botschaft für heranwachsende Mädchen: Pfeift auf die Schönheit, schnallt euch Rollschuhe an, werft mit Essen und kloppt euch! Kritik
Ö, L 2011. Regie: Wolfgang Murnberger. Mit: Moritz Bleibtreu, Georg Friedrich Start:
Jude oder Nazi? – Das Outfit entscheidet. Wolfgang Murnberger inszeniert eine Täuschungskomödie im „Dritten Reich“ mit Moritz Bleibtreu in allen Kostümen. Kritik
USA 2011. Regie: Steven Quale. Mit: Nicholas D'Agosto, Emma Bell Start:
Nach dem Überraschungshit von 2000 wütet zum mittlerweile fünften Mal ein überaus kreativer Tod, dessen Pläne man durchkreuzte, über die Leinwand. Dabei veranschaulicht das Sequel von Steven Quale noch einen ganz anderen Plan. Kritik
Meret Becker als Alleinerziehende, die von ihren Kindern verkuppelt wird: Diese Komödie erfüllt viele Klischees, vor allem das von der deutschen Humorschwäche. Kritik
USA 2011. Regie: Jon Favreau. Mit: Noah Ringer, Harrison Ford Start:
Wo J.J. Abrams das Geheimnis seines Sommer-Blockbusters so lange wie möglich geheim hielt, verrät Jon Favreau bereits mit dem Titel alles zu seinem Film. Kritik
ROK 2010. Regie: Sung-Hee Jo. Mit: Yeong-ho Kim, Min-ji Lee Start:
Auf der Straße ins Nirgendwo. Zwischen reduktionistischem Roadmovie und beklemmendem Kammerspiel changierend, vermittelt End Of Animal dem Zuschauer ein intensives Gefühl der Isolation. Kritik
E, USA 2011. Regie: Woody Allen. Mit: Owen Wilson, Rachel McAdams Start:
Nach London und Barcelona nun Paris. Woody Allens neueste Europa-Station führt ihn zurück zum Dialoghumor und in die Künstler-Dekadenz der 20er Jahre. Kritik
USA 2011. Regie: Joe Johnston. Mit: Chris Evans, Hugo Weaving Start:
Ein weiterer in die Jahre gekommener Superheld aus dem Hause Marvel findet seinen Weg auf die Leinwand und stürzt sich in einen selbstlosen Kampf für das Vaterland. Kritik
USA 2011. Regie: Glenn Ficarra, John Requa. Mit: Emma Stone, Steve Carell Start:
Mit erstklassiger Besetzung erzählen die Regisseure Glenn Ficarra und John Requa (I Love You Phillip Morris, 2009) in ihrem zweiten Film von einem Reigen aus ziemlich verrückten Liebesbeziehungen. Kritik
PL 2009. Regie: Katarzyna Roslaniec. Mit: Anna Karczmarczyk, Dagmara Krasowska Start:
Mit der Freiheit kam der Kapitalismus. Zwei Jahrzehnte nach dem Zerfall des Ostblocks blickt dieses polnische Jugenddrama auf die Schattenseiten einer vom Konsum geprägten Gesellschaft. Kritik
USA 2011. Regie: Rupert Wyatt. Mit: James Franco, John Lithgow Start:
Rupert Wyatt knüpft mit sozialkritischen Untertönen an die früheren Planet-der-Affen-Filme an und inszeniert die Tiere als unterdrückte Minderheit. Kritik
USA 2010. Regie: Cam Archer. Mit: Ellen Barkin, Bob Einstein Start:
Es war ein beschissenes Jahr für die Hollywood-Diva Colleen West. Wenn daraus aber solche Bilder entstehen wie in Cam Archers kunstvollem Drama, dann braucht das Kino noch mehr tief deprimierte Figuren. Kritik
D 2011. Regie: Gregor Schnitzler. Mit: Maximilian Brückner, Stephan Luca Start:
Ein Oberfranke findet nach Bestsellerautor Tommy Jaud auf einem Trip nach Buenos Aires alles, was sein Spießerherz begehrt: die Bestätigung, dass zu Hause alles besser ist. Kritik
IT, D, F 2010. Regie: Saverio Costanzo. Mit: Isabella Rossellini, Alba Rohrwacher Start:
Paolo Giordanos Erzählung über zwei junge Menschen so einsam wie Primzahlzwillinge wird in Saverio Costanzos Verfilmung mit überraschend satten Bild- und Klangkompositionen umgesetzt. Kritik
USA 2010. Regie: Derek Cianfrance. Mit: Michelle Williams, Ryan Gosling Start:
Vom Scheitern eines Zustandes, der als scheinbar perfekte Beziehung begann. Derek Gianfrance begibt sich mit seinen Figuren auf die bittersüße Suche nach den Ursachen. Kritik
D, ALB 2010. Regie: Johannes Naber. Mit: Nik Xhelilaj, Ivan Shvedoff Start:
Oft ist es die pure Verzweiflung, die Menschen antreibt, Unmenschliches zu tun. Das Klischee vom kriminellen Ausländer bedient Der Albaner, dessen Titel ganz programmatisch zu verstehen ist, jedoch nur auf den ersten Blick. Kritik
Eine mutige Dokumentation der Filmemacherin Sudabeh Mortezai über ein häufig tabuisiertes Thema in einem repressiven Staat: Ehe auf Zeit im Iran. Kritik
Ö 2011. Regie: Marie Kreutzer. Mit: Andreas Kiendl, Andrea Wenzl Start:
Marie Kreutzer erzählt die Geschichte von vier Geschwistern, die in einer Kommune aufgewachsen sind und sich am Totenbett des Vaters wiedersehen. Leider genügt ihr das nicht. Kritik