Was wäre, wenn KI ein Gesicht hätte, eine Stimme, einen Körper? Mit einer lebensgroßen Puppe für Kinder probiert M3GAN aus, was passieren könnte. Dabei interessiert sich die Big-Tech-Chucky-Variante vor allem für das komische Potenzial des Stoffes. Filmkritik
Der neue Film von João Pedro Rodrigues ist eine Musical-Farce, in der ein Kronprinz gegen den Klimawandel und für den Sex zur Feuerwehr geht. Irrlicht deutet ideologische Konflikte und soziologische Themen an, ist zuvorderst aber an Penissen aller Art interessiert. Filmkritik
Eine Familie versucht ein Ufo zu filmen, das ihre Ranch angreift, und nutzt eine Leerstelle in der Filmgeschichte, um sich in sie einzuschreiben. Jordan Peeles Nope beginnt als ein Film über Bilder und entwickelt sich zu einem Film über das Sehen. Filmkritik
Doctor Strange ist die perfekte Figur für Sam Raimis Rückkehr. Trotz einiger Kompromisse macht der Regisseur aus dem sonst so sterilen Marvel-Universum eine Welt, in der Lebewesen leben, atmen und verwesen. Filmkritik
Look up, please: Roland Emmerich arrangiert ein Rendezvous zwischen Mond und Erde nach seinem Geschmack. Tsunamis und andere Katastrophen sind dabei diesmal nur der Auftakt. Filmkritik
Die Matrix ist nun voller warmer Farben. Der vierte Teil der Reihe erlaubt sich eine Leichtigkeit, für die in den todernsten Vorgängern kein Platz war. Zugleich fühlt sich Matrix 4: Resurrections manchmal an, als ob vier Filme gleichzeitig ablaufen. Filmkritik
DVD: Plansequenz mit Zeitreisen. In seinem Regiedebüt stürzt Junta Yamaguchi einen Cafébetreiber mittels zweier magischer Webcams ins Chaos. Die logistische Mammutaufgabe stört zu keiner Zeit die verspielte Leidenschaft von Beyond the Infinite Two Minutes. Filmkritik
In Gábor Altorjas DDR-Dystopie von 1983 fliegt Udo Kier über Kuckucksnest. Das neu restaurierte psychedelische Stück Zeitgeschichte widmet sich weniger der Systemfrage als grundsätzlichen Ideen von Widerstand und Flucht. Filmkritik
UNDERDOX Filmfestival: Mit dem No-Budget-Lumpenproletariats-Neostumm-Experimental-Gruselfilm 2551.01 ist Norbert Pfaffenbichler ein bildgewaltiges Werk gelungen, das sich kaum in Worte fassen lässt. Filmkritik
Denis Villeneuve hat einen Designer-Science-Fiction-Film gedreht, der nicht zuletzt die politischen Aspekte der Vorlage betont. Zugleich zieht Dune als modernes Schlachtschiff in den Krieg der Franchises – mit einem großen Versprechen. Filmkritik
VoD: Die Fähigkeit zu erinnern als Nachteil des Geborenseins. Sandra Wollners Science-Fiction-Film Vom Nachteil geboren zu sein treibt uns die Vorstellung aus, dass Androiden träumen können. Filmkritik
Possessor handelt von den Geistern weißer Frauen, die in fremde Körper fahren und Auftragsmorde begehen. Brandon Cronenbergs Film führt vor Augen, warum Body-Horror oft nachdrücklicher politisch ist als inszenatorisch reflektierte Lehrstücke. Filmkritik
Netflix: Nicht wissen, wer man ist, und dann auch noch in einer Kammer mit wenig Sauerstoff feststecken. Oxygen spielt in einem Zwangskokon, aus dem sich Mélanie Laurent zu befreien versucht – und mit der Frage, ob Regisseur Alexandre Aja hier der einzige Sadist ist. Filmkritik
In Tim Fehlbaums Tides muss sich ein junger Mensch aus dem Weltall zwischen der vom Vater gegründeten dunklen Seite und der hellen entscheiden. Nur das Wattenmeer darf dabei seine Grautöne behalten. Filmkritik
Neu auf DVD: Welcher tödliche Haushaltsunfall darf's denn sein? Die hanebüchene Story über einen Serienmörder, der seine Kreise durchs noch junge Internet zieht, macht am meisten Spaß, wenn sie dem Irrsinn einer zerstörerischen modernen Welt folgt. Filmkritik
Melancholie in Gummi: Der traurige Held in Latex kann die geheimsten sexuellen Wünsche der Menschen erkennen, aber nicht an ihnen teilnehmen. Ein Endzeit-Kunst-Porno, bei dem man manchmal zurückspulen muss, um alles zu verstehen. Filmkritik
Es gibt keine bürgerliche Unschuld im Faschismus: Im Franco-Regime konnte Regisseur Eloy de la Iglesia davon nur im Gewand eines Fantasiestücks mit Kubrick-Referenzen erzählen. Der erstmals auf DVD erschienene Serienkiller-Thriller Dead Angel (1973) ist ein kleines Wunderwerk des europäischen Genrefilms. Filmkritik
Direct to Video: Die VHS-Kassette wirkte wie das Beweisstück eines Verbrechens. Bevor Found-Footage-Horror mit The Blair Witch Project zum eigenen Genre wurde, lieferte Dean Aliotos U.F.O. Abduction (1989) die Blaupause dafür. Filmkritik
Schießereien, Verfolgungsjagden, Explosionen, und das bitte mindestens alle sieben Minuten. Die Produktionsfirma PM Entertainment lieferte in den 1990er Jahren Low-Budget-Action am Fließband. Zum Auftakt unserer Direct-to-Video-Reihe eine kleine Zeitreise, die in muffigen Videotheken beginnt. Special
Nur weil ein tödliches Virus grassiert, muss doch niemand eine Modenschau absagen. In ihrem in der Fashionbranche angesiedelten Cronenberg-Remake machen die Soska-Zwillinge einer Veganerin Lust auf Menschenfleisch. Filmkritik
In Tsai Ming-Liangs großem Liebesfilm bleiben Virus und Quarantäne im Off der Straßen Taipehs. Im Zentrum von The Hole stehen zwei Menschen, die jeweils vor sich hinleben würden, wäre da nicht dieses Loch in der Wand. Filmkritik