Historienfilm

Angel - Ein Leben wie im Traum

François Ozon inszeniert in seinem neuen Film das Porträt einer aufstrebenden Kitschroman-Schriftstellerin in England zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit liebevoller Distanz und verstörender Künstlichkeit.

  Filmkritik 

Les Amants réguliers

Zwischen politischer Utopie und persönlicher Lebenserfahrung verbringt eine Gruppe junger Pariser gemeinsam die Jahre 1968 und 1969. Ausgezeichnet für beste Regie und Kamera auf den 62. Filmfestspielen Venedig. Filmkritik 

Die History Boys - fürs Leben lernen

Anfang der achtziger Jahre in England wird eine Gruppe hochbegabter Schüler auf die Aufnahmeprüfung für Oxford und Cambridge vorbereitet. Dabei prallen zwei unterschiedliche Auffassungen von Bildung und Lehre aufeinander. Filmkritik 

Golden Door

In dem Auswanderer-Drama träumt eine arme sizilianische Bauernfamilie zu Beginn des 20. Jahrhunderts von der verheißungsvollen neuen Welt Amerikas, in der gigantische Oliven wachsen und das Geld aus den Bäumen fällt - und erlebt die Realität. Filmkritik 

Klang der Stille - Copying Beethoven

Regisseurin Agnieszka Holland etablierte sich nach mehreren kleineren hauptsächlich für das polnische Fernsehen gedrehten Filmen mit politisch engagiertem europäischem Starkino wie Bittere Ernte (Angry Harvest, 1985) und Der Priestermord (To kill a Priest, 1988). In Deutschland machte sie sich mit Hitlerjunge Salomon (1990) einen Namen. Nun schickt sie Beethoven ans Dirigentenpult. Filmkritik 

300

300 kampfeswillige Spartaner versuchen verzweifelt, dem Ansturm eines gewaltigen Heeres aus Persien zu trotzen. Das Kinopublikum wird durch Regisseur Zack Snyder von einem Bombardement ganz anderer Art bedroht. Filmkritik 

Goodbye Bafana

Mit dem Friedenspreis der diesjährigen Berlinale ausgezeichnet und auf einer wahren Geschichte basierend, erzählt Bille Augusts Charakterdrama die Wandlung eines rassistischen Gefängniswärters, der zwanzig Jahre lang einen besonderen Gefangenen bewachte: Nelson Mandela. Filmkritik 

Die Fälscher

„Des Teufels Werkstatt“ ist der Titel der Erinnerungen des Slowaken Adolf Burger, der im KZ Sachsenhausen für die SS Devisen fälschen musste, um den Krieg zu verlängern. Stefan Ruzowitzky hat die Vorlage verfilmt und betont das moralische Dilemma der Häftlinge. Filmkritik 

Strajk - Die Heldin von Danzig

Männer machen Geschichte – Frauen manchmal auch: Volker Schlöndorff erzählt von der Gründung der Solidarnosc mit Katharina Thalbach als streitbarer Kranführerin. Strajk ist die epische One-Woman-Show einer vergessenen Heldin der europäischen Historie. Filmkritik 

The Good German

Ist es möglich, innerhalb der heutigen Filmlandschaft einen Film zu drehen, der nicht nur aussieht, wie die Werke des klassischen Hollywoodkinos, sondern auch so funktioniert? Steven Soderberghs The Good German liefert jede Menge Gegenargumente. Filmkritik 

Letters from Iwo Jima

Wie Flags of our Fathers, so bettet Clint Eastwood auch Letters from Iwo Jima in eine Rahmenhandlung. Hier steht allerdings tatsächlich die Schlacht auf der Insel im Vordergrund. Die Protagonisten sind diesmal Japaner, die Perspektive bleibt allerdings eine analytisch-universelle. Und sie ist geschult am mythologischen Ursprungsphantasma des amerikanischen Kinos. Filmkritik 

Der gute Hirte

Robert De Niro bindet die Geschichte des amerikanischen Auslandsgeheimdienstes von den Anfängen während des Zweiten Weltkrieges bis zur Kubakrise an die fiktive Geschichte des Edward Wilson, verkörpert von Matt Damon. Filmkritik 

Pans Labyrinth

„Es war einmal“: Guillermo del Toros Film haucht dem Märchen mit poetischen Bildern und einer ungeheuer kraftvollen Geschichte neues Leben ein. Filmkritik 

Bobby - Sie alle hatten einen Traum

Emilio Estevez hat ein zeitgeschichtliches Sittenbild der späten sechziger Jahre in den Mikrokosmos eines Hotels gelegt. Die teilweise banale Handlung rund um den Tag der Ermordung von Robert Kennedy schafft es aber - trotz einiger Kabinettstückchen - nicht, die politische Vision zu fassen. Das gelingt erst mit einem fulminanten Schluss. Filmkritik 

Hannibal Rising

Wer schon immer wissen wollte, woher Hannibal Lecters Appetit auf Menschenfleisch stammt, wird mit Hilfe von Hannibal Rising diese Wissenslücke schließen können. Weitergehende Erwartungen sollte man an den Film lieber nicht richten. Filmkritik 

Das Wilde Leben

Kaum eine Person verkörpert in diesem Maße das Lebensgefühl der 68er Generation wie Uschi Obermaier, ihr Leben bringt Sex, Drugs & Rock ’n’ Roll auf den kleinsten gemeinsamen Nenner. Ein Leben, das förmlich nach einer Verfilmung geschrieen hat. Das Wilde Leben erzählt nun ihre Geschichte. Filmkritik 

Dreamgirls

Dreamgirls erzählt mit viel Musik und Gesang die Geschichte von Diana Ross & the Supremes und davon, wie Musik von Schwarzen auch für das weiße Bürgertum gesellschaftsfähig wurde. Filmkritik 

Wer Feuer sät …

Philip Noyce hat mit Wer Feuer sät … einen afrikanischen Polit-Thriller über das Ende der Apartheid geschaffen. Im Fokus steht ein einfacher Arbeiter, der sich zum radikalen Widerstandskämpfer wandelt. Filmkritik 

Jet Li's Fearless

Regisseur Ronny Yu erzählt die Geschichte des chinesischen Volkshelden Huo Yuan Jia. Über weite Strecken ist Jet Lis neues Werk mehr moralischer Entwicklungsroman als Prügelfilm. Filmkritik