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VoD: In ihrem Film über eine ambulante Palliativpflegerin buchstabiert sich Regisseurin Eva Trobisch formal noch immer sehr frei durch die Berliner Schule - und hat den Hang zum gleichen Musikgeschmack. Filmkritik
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VoD: In ihrem Film über eine ambulante Palliativpflegerin buchstabiert sich Regisseurin Eva Trobisch formal noch immer sehr frei durch die Berliner Schule - und hat den Hang zum gleichen Musikgeschmack. Filmkritik
Berlinale 2024 – Generation: Zwei Jugendliche brechen nach Sizilien auf und suchen das unbeschwerte Leben. Carlo Sironis My Summer with Irène ist ein Sommerfilm, der von Beginn an unter einem Schatten steht. Filmkritik
Margherita Vicarios Film über eine katholische Musikschule für Waisenmädchen 1800 in Venedig ist nicht vom Bild, sondern von der Musik aus gedacht. Trotzdem bleibt Gloria! in einem filmischen Sicherheitsnetz hängen. Filmkritik
Neue globale Verflechtungen, geerdet in der Sinnlichkeit des Tees. Abderrahmane Sissako stellt der ökonomischen Globalisierung eine libidinöse zur Seite. Filmkritik
Die Büroangestellte Misa und ihren Schreibtischnachbarn eint das Gefühl, in einer aufs Funktionieren fixierten Gesellschaft nichts wert zu sein. All the Long Nights erzählt die simple Geschichte ihrer Annäherung voller Sanftmut und urteilsfreier Neugier. Filmkritik
Eine Rentnerin sucht nach Nähe, Liebe und Sex – im Iran. Ein kleines Stück vom Kuchen ist eine Romantic Comedy, bei der einem immer wieder das Lachen im Halse steckenbleibt. Filmkritik
Berlinale 2024 – Forum: Roman Bondarchuk begann seinen Film um einen Biologen in einer unseriösen Zeitungsredaktion vor der russischen Invasion in Cherson, stellte ihn nach Besetzung und Befreiung der Stadt fertig. The Editorial Office zeigt in skurrilen Episoden eine Gesellschaft, an der man verzweifeln möchte. Filmkritik
Berlinale 2024 – Forum: Die Künstlerin, Choreographin und Romanautorin Keren Cytter hat einen Langspielfilm gedreht, mit Drohnen, Influencer und Crack. The Wrong Movie dekonstruiert spielerisch die Genres und erforscht mal wieder den Einfluss sozialer Medien auf menschliche Beziehungen und Gefühle. Filmkritik
Berlinale 2024 – Panorama: In Real- und Animationsszenen erzählt Jérémy Clapin von einer jungen Frau mit Bruderkomplex, der eine Stimme aus dem All mit ziemlich dreisten Forderungen in den Ohren liegt. Das setzt nicht nur ihr körperlich zu. Filmkritik
Alonso Ruizpalacios serviert einen ambitionierten Film über eine berühmte Restaurantküche in New York – die bietet eine allzu perfekte Metapher für US-amerikanische Einwanderungspolitik. Filmkritik
In seinem Regiedebüt spielt Dennis Moschitto einen Arzt, der nach Entzug seiner Approbation in der Kölner Unterwelt arbeitet. Trotz des Titels sind nicht die blutigen Szenen das Krasse am Thriller Schock, sondern die Atmosphäre einer anhaltenden Niederlage. Filmkritik
Tina Satters Film über die Whistleblowerin Reality Winner ist kein Biopic, sondern audiovisuelle Aufbereitung ihrer Entlarvung durch das FBI. Die Bilder knirschen dabei gewaltig – bis Reality schließlich komplett mit seiner „Objektivität“ bricht. Filmkritik
Neu auf MUBI: Mit viel stilistischem Eigensinn, teils brutal eindrücklichen Szenen und einem einzigartigem Setting in rauer Natur erzählt der Neo-Western Colonos von der Grausamkeit, mit der der Süden Lateinamerikas kolonialisiert wurde. Filmkritik
Neu auf Disney+: Unmöglich zu sagen, ob die zarte Liebesgeschichte zwischen Adam und Harry eine Chance hat. Vor allem weil Adam zeitgleich beginnt, seine verstorbenen Eltern zu besuchen und sie aufzuklären darüber, was es heißt, heute schwul zu sein. Filmkritik
Die Jüdin Stella Goldschlag verriet während der NS-Zeit Hunderte Juden an die Gestapo. Kilian Riedhofs Film lässt sie mit ihrem Mann wie Bonnie und Clyde durch Berlin streifen und die Geschichte zunehmend in hochästhetisierten Horror driften. Filmkritik
Neu bei MUBI: Klage, Wut und trotziger Groove. Regisseur Franco Rosso begleitet das Soundsystem „Ital Lion“ durch den Londoner Stadtteil Brixton. Dabei nimmt Babylon (1980) Spike Lees Do The Right Thing (1989) vorweg, ist aber weniger didaktisch. Filmkritik
Die Anwältin, ihr Stiefsohn und eine verbotene Affäre. Catherine Breillats neuester Film kommt als leichtes Sommerstück daher. Doch die französische Regisseurin macht es sich wie eh und je im Schmerz bequem. Filmkritik
Koks-Taxi Teheran. Ali Ahmadzadehs radikaler Locarno-Gewinner Critical Zone begleitet einen Drogendealer und wirft dabei einen komplett unverschleierten Blick auf die iranische Gesellschaft. Filmkritik
Saufen! Ficken! Eskalation! Der beste Urlaub ever! How To Have Sex zeigt die Ferien dreier junger Frauen auf Kreta wie einen Rausch. Doch die Blicke der Hauptfigur Tara lassen erahnen, dass sie nicht ganz eins ist mit der Performance rücksichtsloser Feierlaune. Filmkritik
Ein schwieriger Vater, vielleicht eine Halbschwester und die Skelette der Vergangenheit. In seinem jüngsten Fernsehfilm lässt Dominik Graf einiges auf seine Protagonistin einprasseln. Mein Falke ist eine angenehm kleinformatige Erzählung über die Frage, wie viel Leben im eigenen Leben steckt. Filmkritik
„Solidarity, not charity“. In seinem möglicherweise letzten Film lässt Ken Loach eine Gruppe syrischer Neuankömmlinge die Stammkundschaft des Pubs The Old Oak entzweien. Filmkritik