Drama

Stilles Chaos

Das Thema Trauer hat Nanni Moretti als Regisseur, Autor und Schauspieler bereits großartig in Das Zimmer meines Sohnes (2001) behandelt. Stilles Chaos ist eine Variation dieses Stoffes unter helleren Vorzeichen. Filmkritik 

Lola Montez

Hyperaktives Technicolorspektakel über die Tänzerin und ambivalente Gesellschaftsdame, die hierzulande wohl am meisten für ihre Liebschaft mit König Ludwig von Bayern berühmt ist. TV-Empfehlung 

Kurzer Prozess – Righteous Kill

Endlich, endlich sind Robert de Niro und Al Pacino wieder gemeinsam in einem Film zu sehen. Als langjährig befreundete New Yorker Cops sind sie einem Serienmörder auf der Spur, dessen Taten sie nicht einmal besonders verwerflich finden. Filmkritik 

Die Perlmutterfarbe

Wer wird den Malwettbewerb der Schule gewinnen? Als Alexander die magische Perlmutterfarbe in die Hände fällt, tritt er ungewollt ein Lügenkarussell und einen Bandenkrieg los. Filmkritik 

Buddenbrooks

Wie die Buddenbrooks stecken wir in der Finanzkrise, aber Verstand besitzen wir noch, Herr Breloer. Der Doku-Dramatiker und Thomas-Mann-Experte (Die Manns – Ein Jahrhundertroman, 2001) beschert uns einen 16 Millionen schweren Weihnachtswitz. Filmkritik 

The Warlords

Statt auf Fantasy-Elemente, wie man sie aus dem chinesischen Wuxia-Kino kennt, setzt dieses historische Schlachtenepos auf ungeschönten Realismus und einen grimmigen, bisweilen nihilistischen Gestus. Filmkritik 

In jeder Sekunde

Es ist die Mechanik und Routine, die den Stein des Sisyphos ins Rollen bringt und die Lebenszeit der Figuren in jeder Sekunde bestimmt. Filmkritik 

Ein Geheimnis

In Claude Millers Verfilmung eines französischen Bestsellers sind die Mitglieder einer jüdischen Familie mehr als Opfer der Nationalsozialisten: leidenschaftlich, abgründig und von einem tragischen Geheimnis verfolgt. Filmkritik 

O’Horten

Wenn Raum, Farbe und Licht anstelle der Figuren zu sprechen beginnen, Lakonie und Tristesse zusammenwirken und surrealistische Elemente in die Banalität des Alltags einziehen, dann kann es sich nur um einen Film von Bent Hamer handeln. Filmkritik 

Pazar - Der Markt

„Alles hat seinen Preis“. In Ben Hopkins schelmischem Marktwirtschaftsdrama schwankt ein türkischer Kleinhändler zwischen Moral und Moneten und wird von der Mehrdeutigkeit seines Mottos eingeholt. Filmkritik 

Lulu und Jimi

Die schöne Lulu aus reichem Haus liebt den armen und noch dazu schwarzen Jimi. In der deutschen Provinz der späten fünfziger Jahre ist das ein Skandal. Oskar Roehler erzählt in quietschbunten Bildern ein modernes Märchen, das sich selbst als Hommage versteht. Filmkritik 

Novemberkind

Es gibt sie noch, die guten Debütfilme: Christian Schwochows Novemberkind mit einer überragenden Anna Maria Mühe ist ein erstaunlich reifes Melodram über die langfristigen Folgen einer Flucht aus der DDR. Filmkritik 

33 Szenen aus dem Leben

Überleben im Transitraum: Der Tod ihrer Eltern lässt die junge Julia innehalten. Von einem Moment auf den nächsten wird sie durch die Ereignisse von einer feiernden Jugendlichen zur erwachsenen Frau.
Filmkritik 

Mein Freund aus Faro

Eine vermeintlich klassisch-stereotype lesbische Butch-Femme-Liebesgeschichte ist das Zentrum dieses kleinen, zauberhaften Films, dem nichts ferner liegt als die platte Reduktion seiner Geschichte auf Typologien. Filmkritik 

Waltz with Bashir

VoD: Traumatherapie als Trickfilm. Der israelische Regisseur Ari Folman (re-)animiert seine verdrängten Fronterlebnisse im Libanon zu einer eindringlichen Kriegsdokumentation, in der das Surreale fassbarer scheint als die Wirklichkeit. Filmkritik 

Die Tränen meiner Mutter

Das bunte Leben in einer Fabriketage: In seinem ersten Spielfilm erzählt Alejandro Cardenas Amelio mit einem Schuss magischem Realismus die Geschichte einer argentinischen Familie im Berlin der 80er Jahre. Filmkritik 

Spur der Steine

Frank Beyers satirischer DEFA-Klassiker lässt sich strukturell in die Nähe des Gerichtsfilms rücken, zitiert dabei entfernt aber ebenso den Western. TV-Empfehlung 

Die Stadt der Blinden

Als ein Autofahrer im Metropolenverkehr erblindet, hilft ihm ein Passant zunächst nach Hause, nur um ihm im direkten Anschluss den Wagen zu stehlen. In dieser Ambivalenz nistet sich Fernando Meirelles fulminante Literaturverfilmung tückisch ein. Filmkritik