Drama

Der Ochsenkrieg

Streaming: Eine unerwartet schöne Mittelalter-Serie mit einem ungeahnt großartigen Rolf Zacher: die Ludwig-Ganghofer-Adaption Der Ochsenkrieg (Sigi Rothemund, 1988). Filmkritik 

The Colors Within

Naoko Yamada, Shooting-Regie-Star des Animes, taucht in The Colors Within mit viel Gespür ein in die Ausdrucksdimensionen dreier junger Musiker während der ungewissen, kreativen Zeit vor dem Erwachsensein. Filmkritik 

Blood & Sinners

In Ryan Cooglers Blood & Sinners wird eine durch die Musik zusammengehaltene afroamerikanische Gemeinschaft von einer vampirischen Horde belagert. Der atmosphärische Gangsterfilm gibt sich ganz den Klängen des Blues hin – bis das Trommelfeuer der Tommy Guns alles übertönt. Filmkritik 

Oslo-Stories: Liebe

Ohne Sprache kommt die Liebe nicht aus: Die langsame Annäherung zweier Menschen wird in Oslo Stories: Liebe stets in die Wirklichkeit des Alltags eingebettet. Intimität und Vertrautheit bleiben erkennbar von dieser Welt – und erscheinen gerade dadurch als etwas Utopisches. Filmkritik 

Drop - Tödliches Date

Nach einer traumatischen Beziehung fasst Violet wieder den Mut für ein Date – und gerät in die Gewalt eines unsichtbaren Fremden. Die Stärken von Regisseur Christopher Landon liegen im durchaus spannenden Thriller Drop - Tödliches Date nicht unbedingt in der kammerspielartigen Feinmechanik. Filmkritik 

Aus einem deutschen Leben

Basierend auf den Verhörprotokollen und Aufzeichnungen des KZ-Kommandanten Rudolf Höß inszeniert Theodor Kotulla in Aus einem deutschen Leben (1977) die bestechende Studie eines freiwillig dienlichen Massenmörders mit einem faszinierenden Götz George. Filmkritik 

Parthenope

Schönheit, Jugend und Neapel: In Parthenope vereinen sich drei Obsessionen des für seine Hochglanzästhetik bekannten italienischen Regisseurs Paolo Sorrentino. Leider verkommt dabei die weibliche Hauptfigur zum leeren Mythos. Filmkritik 

Der Wald in mir

Minimalistisch, leicht und leise: Sebastian Fritzschs Der Wald in mir ist eine sorgfältige und berührende, maus- und marderhafte Studie über die Entwicklung eines Studenten zu einem Wahrnehmer von Tieren, Stimmen und Geräuschen. Besondere Highlights: das eigenwillige Schauspiel des Hauptdarstellers und die superbe Tonspur. Filmkritik 

Meine letzte Nacht mit einem Vampir

Eine von Todesvisionen heimgesuchte Teenagerin, eine geheimnisvolle Kostümparty und ein verwunschener Wald: Meine letzte Nacht mit einem Vampir verbindet Motive aus Schauerromantik und Young-Adult-Literatur. Dabei geht es dem Film vor allem um die sinnliche Wirkmacht seiner Bilder. Filmkritik 

Mit der Faust in die Welt schlagen

In ihrem Spielfilmdebüt − einer Adaption von Lukas Rietzschels Roman "Mit der Faust in die Welt schlagen" – zeigt Regisseurin Constanze Klaue gradlinig und ohne KIischees das Aufwachsen zweier Jungs in einer westernhaften Ost-Landschaft, die zwar Weite suggeriert, doch keine Möglichkeiten bietet. Filmkritik 

Beating Hearts

Geschult an 1980er-Romanzen und den Gangsterepen Martin Scorseses zielt Gilles Lellouches Beating Hearts auf großes Gefühlskino. Auf der Drehbuchebene ist der Film ein wenig holprig geraten – aber letztlich geht es darum, sich, begleitend von Popsongs, ins Flammenmeer einer alles verzehrenden Liebe zu stürzen. Filmkritik 

Mond

Eine österreichische MMA-Kämpferin bringt in Kurdwin Ayubs Mond drei jungen jordanischen Frauen das Kämpfen bei. In der Brutalität des Kampfsports prallt dabei patriarchale Unterdrückung gegen das Versprechen der Emanzipation. Filmkritik 

The Last Showgirl

Gia Coppolas The Last Showgirl singt ein schwebend-trauriges Lied über das in die Jahre gekommene Venue „Le Razzle-Dazzle“ in Las Vegas, dessen Ende Shelley (Pamela Anderson) und Annette (Jamie Lee Curtis) die Herzen bricht. Filmkritik 

Für immer hier

In seinem ersten Spielfilm seit 12 Jahren erzählt Walter Salles die Zeit der Militärdiktatur in Brasilien als Familiengeschichte. Für immer hier macht das Private zum Ort des Widerstands gegen staatliche Willkür – und bekam dafür den Oscar als Bester Internationaler Film. Filmkritik 

Köln 75

In Ido Fluks Köln 75 geht es um Keith Jarretts legendären Jazzauftritt und die junge Konzertveranstalterin Vera Brandes, die ihn gegen alle Widerstände möglich machte. Leider tritt der Jazz aus Gründen in den Hintergrund in diesem zwar mitreißend, aber allzu gängig inszenierten Film. Filmkritik 

Die Unerwünschten - Les Indesirables

Im zweiten Teil seiner Banlieue-Trilogie dröselt Regisseur Ladj Ly den Klassenkampf an der Wohnfrage auf und setzt  Hoffnung auf die Politisierung seiner jungen Heldin. Im Mittelpunkt von Die Unerwünschten - Les Indésirables stehen ein Gebäude und eine jahrzehntelange systematische Ausgrenzung. Filmkritik 

Misericordia

Verbote sind dazu da, überschritten zu werden. In Alain Guiraudies Misericordia gerät ein Heimkehrer in einen Krimiplot, der auch mal ins boulevardkomödienhafte ausschert. Filmkritik 

Sing Sing

Die Kunst eröffnet in Greg Kwedars Sing Sing Möglichkeiten, die das Leben oftmals nicht bietet. Das Schauspiel kann, hofft dieser Film, einen Ausweg anbieten aus der Welt des Strafvollzugs, in der unmenschliche Bedingungen unmenschliche Handlungen gebären. Filmkritik 

Bridget Jones 4 - Verrückt nach ihm

Tollpatschig wie eh und je wirft sich die Titelheldin in Bridget Jones 4: Verrückt nach ihm ins Liebeschaos. Doch in den romantischen Überschwang mischen sich diesmal auch dunklere Noten von Trauer, Verlust und der Last des Älterwerdens. Filmkritik 

That Summer in Paris

Berlinale 2025 – Perspectives: Die junge Touristin Blandine stürzt sich nach einer Trennung ins Getümmel der Olympischen Spiele in Paris. That Summer in Paris ist eine sommerliche Tragikomödie voller unangestrengt eingefangener Emotionalität. Filmkritik 

Lurker

In Alex Russells Lurker schleust sich ein obsessiver Fan in das Umfeld eines aufstrebenden Popstars ein. Die Geschichte von Freundschaft und Macht ist am stärksten, wenn sie die Motivationen ihrer Figuren behutsam in der Schwebe lässt. Filmkritik