Die Faust im Nacken

Nach Endstation Sehnsucht (A Streetcar Named Desire, 1951) und Der Wilde (The Wild One, 1953) spielte sich Marlon Brando mit Die Faust im Nacken (On the Waterfront, 1954) vollends in die erste Liga der jungen Hollywoodschauspieler und machte das Method-Acting salonfähig.

Elia Kazan: Die Faust im Nacken

Elia Kazans Film bezieht einen Großteil seines Reizes sicherlich aus der elektrifizierten Präsenz Brandos. Gekonnt integriert Kazan sie jedoch in seine in atmosphärischen Schwarz-Weiß-Bildern gehaltenen Milieustudie über das Hafenviertel New Jerseys. Letzteres wird von einem skrupellosen Gewerkschaftsboss regiert, und Brandos Ex-Boxer Terry Malloy gerät in einen Loyalitätskonflikt, den viele zeitgenössische Kritiker vielleicht zu schnell als eine versuchte Rechtfertigung Kazans für seine Aktivitäten während der McCarthy-Hexenjagd lasen.    (kst)

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Kommentare zu „Die Faust im Nacken“


Martin Z.

Nicht nur die hervorragenden Schauspieler allen voran Marlon Brando, auch nicht die spannende Story machen allein den Reiz dieses über 50 Jahre alten Film aus, sondern das zeitlose Thema: die Gier nach Macht und Geld. Gerade jetzt wieder ein brisantes Thema.
Die knallharte s/w Fassung beeindruckt durch die geballte Dramatik, in der sowohl Platz ist für eine wenn auch nur ansatzweise gefühlvolle Lovestory, der die Erfüllung im Film versagt bleibt, als auch für die Symbolik der Tauben, die sich durch den ganzen Film zieht. Es ist außerdem ein positives Beispiel für die Übertragung des Titels ins Deutsche; eigentlich “Hafenkante“. Die ’Faust im Nacken’ hingegen umfasst das ganze Spektrum dieses Melodrams viel besser.






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