Blow Up

Blow Up (Blow-Up, 1966) im Kleinformat der Fernsehleinwand: Die Vergrößerung des fotografischen und somit filmischen Bildes spielt in Antonionis Film eine zentrale Rolle.

Michelangelo Antonioni: Blow Up

Blow Up gehört wohl zu den bekanntesten Werken des 2007 verstorbenen italienischen Regisseurs. Darsteller David Hemmings fängt mit seiner Kamera unwissentlich den Schauplatz eines Mordes ein, ein Foto, das er anschließend mithilfe unzähliger Abzüge auf seinen Wahrheitsgehalt untersucht. Antonioni meditiert hier mit seiner Figur über Wahrnehmungs- und Subjektivitätsmodalitäten und selbstredend über die Natur der dokumentarischen Ebene von Film, und gewährt darüber hinaus fast beiläufig einen Einblick in das Swinging London der sechziger Jahre aus der Perspektive eines Außenseiters. In der Tat war Blow Up der erste Film Antonionis in einer Reihe, in der sein Fokus Örtlichkeiten außerhalb Italiens galt. (kst)

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Foto: © ARD Degeto

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Kommentare zu „Blow Up“


Martin Z.

Ein Klassiker wegen seiner Genialität und ein Denkmal für eine vergangene Epoche.
Durch Vergrößerungen (Blow up) entdeckt der Modefotograf (David Hemmings) eine Leiche im Gebüsch. Die ganz junge Vanessa Redgrave legte hier den Grundstein für ihre Weltkarriere. So freizügig wird sie sich nie wieder vor der Kamera zeigen, ebenso wie Jane Birkin. Außerdem erlebt man das farbenprächtige Swinging London der sechziger Jahre mit Beatkeller und angesagter Rockband. Es ist dieses grenzenlos lebbare Gefühl von Freizügigkeit, Spontaneität und Hedonismus.
Aber im Grunde geht es Antonioni hier um die Darstellung von Schein und Wirklichkeit. Sieht man nur, was man will oder nur das wirklich Offensichtliche?!
Die Antwort gibt das legendäre Tennis Match am Ende, das mit seiner Auflösung immer noch Raum für Diskussionen bietet.






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