Avatar - Aufbruch nach Pandora

James Cameron dreht zum dritten Mal einen der teuersten Filme aller Zeiten. Ein Science-Fiction-Fantasy-Western-Spektakel in 3-D.

Avatar - Aufbruch nach Pandora

James Cameron geht es immer um mehr als ums Geschichtenerzählen. Im Zentrum seiner Filme steht eigentlich das haptische (Mit-)Erleben, die emotionale Stimulation – Kino als Erfahrung. Um sich das Kino trotz der großen medialen Konkurrenz als Generator für diese Erlebnisse zu erhalten, greift der Wahl-Amerikaner regelmäßig tief in die technische Trickkiste und damit ins Portemonnaie. Die erstmals überzeugende Nutzung der damals recht neuen Morphing-Technologie sorgte dafür, dass die Produktionskosten von Terminator 2 – Tag der Abrechnung (Terminator 2 – Judgement Day, 1991) zum ersten Mal die magische 100-Millionen-Dollar-Marke überstiegen. Für Titanic (Titanic, 1991) musste er sein Budget dann nochmals auf 200 Millionen Dollar verdoppeln. Avatar – Aufbruch nach Pandora (Avatar) dehnt diese Grenze nun noch weiter nach oben. Etwa 250 Millionen soll Camerons neuestes, komplett in 3D gedrehtes Werk verschlungen haben. Gerüchten zufolge sind sogar bis zu 700 Millionen Dollar in die Produktion geflossen. Dass auch dieser Film alle Investitionen um ein Vielfaches wieder einspielen wird, ist nachvollziehbar und enttäuschend zugleich.

Avatar - Aufbruch nach Pandora

Die ersten Minuten sind nur Staunen. Kaum sitzt die 3-D-Brille richtig auf der Nase, markiert Avatar den aktuellen Stand der digitalen Filmproduktion. Die Räumlichkeit, die auch in den tatsächlich abgefilmten Sequenzen mit der 3-D-Technik entsteht, ist beeindruckend. Wo Figuren und Gegenstände in früheren 3-D-Produktionen noch als zweidimensionale Objekte in einen dreidimensionalen Raum hineinmontiert wirkten, gelingt es Cameron nun, ihnen eine jeweils eigene Tiefe zu geben. In den ausschließlich computeranimierten Teilen des Films ist die Illusion dann nahezu perfekt.

Avatar - Aufbruch nach Pandora

Technische Brillanz allein macht aber noch keinen guten Film. Über weite Strecken sieht Avatar aus wie ein Malbuch. Man hat den Eindruck, als leuchte die Leinwand über die 150 Minuten des Films verteilt in sämtlichen Farben, die die digitale Projektion hergibt. Das Auge wird fast geblendet von der grellbunten Exotik des Dschungels, in dem die blauen Bewohner Pandoras zwischen neon-orangefarbenen Blumen und violett behangenen Bäumen leben. Ein wenig mehr Düsternis hätte der Optik des Films gut getan.

Und dann war da noch etwas: Es gibt auch eine Geschichte, an der sich Avatar – Aufbruch nach Pandora entlang hangelt. Im Kern ist diese Geschichte die merkwürdige Deformation des Indianerfilms. Pandora ist die Heimat der Na’vi, eines naturverbundenen Volkes von baumhohen, blauen, menschenähnlichen Wesen. Ihr Planet wird vom skrupellosen Volk der Menschen, genauer gesagt einem Großunternehmen bedroht, das im Boden unter den Heiligtümern der Na’vi wertvolle Rohstoffe vermutet. Weil es für die Menschen günstiger wäre, einen Krieg zu vermeiden, streben sie zunächst eine gewaltfreie Lösung an.

Avatar - Aufbruch nach Pandora

Der Ex-Marine Jake Sully (Sam Worthington) schlüpft dazu in den Körper eines genetisch gezüchteten Na’vi, seines Avatars. Mit Hilfe der modernen Bioinformatik wird aus Jakes Bewusstsein und dem Körper seines Avatars eine Einheit. In der Gestalt eines Eingeborenen soll er Informationen über die Na’vi sammeln, damit diese ihre Rohstoffe freigeben. Doch es kommt, wie es in dem vorhersehbaren Plot kommen muss: Jake entwickelt immer mehr Sympathie für das Volk, das er eigentlich ausspionieren soll, und verliebt sich obendrein auch noch in die schöne Tochter des Häuptlings. Die Eskalation des Interessenkonflikts wird unausweichlich.

Avatar - Aufbruch nach Pandora

Im Grunde ist Avatar – Aufbruch nach Pandora ein DEFA-Indianerfilm. Es geht um Ausbeutung, Raubbau an der Natur und den Kampf gegen die Kolonisierung. Die direkten Parallelen zu diesem Genre sind offenkundig: Rituale, Waffen, Stammeskultur – die Schablone für das Volk der Na’vi ist ein romantisierendes Indianerbild. Im Gegensatz zu den DEFA-Filmen sind die Indianer bei Cameron allerdings nicht die Protagonisten; das bleibt dann doch den Weißen überlassen. Die Ureinwohner Pandoras zeichnet Cameron als naiv, weitgehend schwach und bemitleidenswert. Ein Volk, das nicht in der Lage ist, sich selbst zu verteidigen.

Avatar - Aufbruch nach Pandora

Gepaart mit den penetranten Anspielungen auf den amerikanischen Militäreinsatz im Nahen und Mittleren Osten bekommt die Geschichte einen merkwürdigen Beigeschmack. Tut man dem Regisseur und Drehbuchautoren Cameron den Gefallen und versucht sein Werk als politischen Kommentar zu lesen, ergibt sich lediglich die krude Vermischung völlig unterschiedlicher historischer Kontexte sowie die stets gern bemühte Formel vom Krieg als Geißel der Menschheit. Dass Cameron dabei – und das ist die zentrale Botschaft des Films – den Krieg ebenso explizit ablehnt, wie er sich gleichzeitig an seiner Ästhetik ergötzt, ist symptomatisch dafür, dass der Film inhaltlich nicht aufgeht.

Das Kino ist seit je her ein Ort für technische Innovationen. Leider ist Camerons Film nun aber kaum mehr als das. Er zeigt zwar den State of the art des dreidimensionalen Kinos, aber sein Avatar – Aufbruch nach Pandora befindet sich noch in einer frühen Phase der Innovation. Cameron baut seinen Film um eine Technologie herum und nicht umgekehrt. Wenngleich das 3-D-Kino zurzeit fast die einzige Hoffnung der Filmindustrie ist, wieder mehr Besucher in die Lichtspielhäuser zu locken – grundlegende Mechanismen von Film wird es auf Dauer nicht aushebeln können. Auch in Zukunft wird das Kino mehr bieten müssen, als sich lediglich selbst auszustellen.

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Kommentare


checka

"Über 300 Millionen Dollar soll die Produktion gedrehtem Werk verschlungen haben" - auch durch Nachplappern wird das nicht besser. Cameron sagt selber: "unter 250 Mio"


Felix Frieler

@ checka:
Erstmal vielen Dank für den Hinweis!
Zu den Produktionskosten von Avatar kursieren widersprüchliche Angaben, von knapp 250 bis 700 Millionen Dollar. In dem us-amerikanischen Blog "thewrap.com" wird ein unbekannter Sprecher von Fox mit einer Angabe von 237 Millionen Dollar Produktions- plus 150 Millionen Dollar Promotionkosten zitiert.
Auf Nachfrage von critic.de teilte "20th Century Fox" mit, es sei aufgrund unterschiedlicher Berechnungsmodelle nicht möglich und unüblich, eindeutige Angaben zum Budget zu machen. So seien auch die unterschiedlichen Zahlen zu erklären. Avatar sei aber sicherlich "einer der teuersten Filme aller Zeiten". Camerons Aussage, die Kosten des Films lägen "unter 250 Millionen", konnte ich so nicht finden.
Wir haben den Text jetzt entsprechend angepasst. Tendenz und Argumentation sind davon aber nicht betroffen.


cbscpe

Die Aufnahmen sind fantastisch. Die 3D Darstellung atemberaubend und markieren sicher einen Meilenstein. Vor allem wenn die Kamera mit dem Geschehen mitfährt. Schön ist auch, dass für einmal der Irrsinn des schnellen Schnitt sich nicht durch eine ganzen amerikanischen Streifen zieht.

Aber dann was bleibt vom Film als Film noch übrig. Eigentlich nichts. Die Geschichte ist abgenützt und mehrfach schon erzählt (Pocahontas lässt grüssen) und wird unnötig in die Länge gezogen. Die Handlung ist linear ohne Überraschungen. Die Darstellung der Na'vi erinnert eher an schlechte Indianerfilme. Die Charaktere sind stereotypisch und einfach gestrickt und das mystische von Pandora ist lächerlich. Spannung ist im Film kaum vorhanden. Wer den Trailer gesehen hat kennt den Film. Sicher kein grosse Kino. Zu einem Meisterwerk gehören halt mehr als Aufnahmen, neuartige Technik und 3D. Ich war nach der Vorführung sehr enttäuscht.


Avatar-Liebhaber

Der Film ist zwar keine Technische Revolution, dafür eine Technische Evolution. James Cameron setzt jedesmal neue Massstäbe, an die sich andere Filmemacher Orientieren sollten/müssen. für mich ein Meisterwerk der Superlative und vor allem in 3D ein hochgenuss


Tim Eifler

@Felix Frieler:
Aus Ihrem Artikel geht leider sehr deutlich hervor, dass Sie den Film nicht verstanden haben. Selbst den Teil, den Sie verstanden haben, analysieren Sie unzutreffend. Die schlimmsten (bei weitem nicht einzigen) Missgriffe Ihrer Kritik:

1) "Dass Cameron dabei – und das ist die zentrale Botschaft des Films – den Krieg ebenso explizit ablehnt, wie er sich gleichzeitig an seiner Ästhetik ergötzt, ist symptomatisch dafür, dass der Film inhaltlich nicht aufgeht." Nein. Dass Krieg abzulehnen ist, ist nicht die Botschaft des Filmes, schon gar nicht die zentrale. Ich finde es gelinde gesagt etwas naiv, dies zu behaupten. Insofern ist es auch nicht ueberraschend, dass der Film in Ihren Augen nicht aufgeht.
Cameron vergleicht in Avatar 2 unterschiedliche Gesellschaftskonzepte. Einmal die naturverbundene Gemeinschaft der Na'vi und zum anderen den gierigen und skrupellosen Grosskonzern der Menschen. Dass unsere Gesellschaft eher zu Letzterem tendiert ist klar und wenn Sie schon eine "zentrale Botschaft" formulieren moechten, dann treibt Cameron die Darstellung beider Gruppen ins Extreme, um uns vor einer von Grosskonzernen dominierten Gesellschaft zu warnen.
Davon abgesehen erzaehlt er aber einfach ein fantasievolles Maerchen. Parallelen zur Indianerkultur sind vorhanden aber was ist daran kritikwuerdig? Das ist schlicht so gewollt.

2) "Die Ureinwohner Pandoras zeichnet Cameron als naiv, weitgehend schwach und bemitleidenswert. Ein Volk, das nicht in der Lage ist, sich selbst zu verteidigen." Schlicht Unsinn, da sie am Ende gewinnen. Auch sonst werden sie nirgends schwach dargestellt...einfach zu sehen an der Tatsache, dass die Menschen in einem kleinen, abgesicherten Habitat vegetieren, waehrend die Na'vi sich frei bewegen.

3) "sind die Indianer bei Cameron allerdings nicht die Protagonisten" Protagonist=Haupt-Handelnder. Es ist doch gerade die Haupthandlung des Films, dass ein "Weisser" zu einem Na'vi wird. Und das soll mit den Na'vi nichts zu tun haben? Aua.

Sie werfen Cameron vor er "baut seinen Film um eine Technologie herum und nicht umgekehrt." Sorry, aber ich muss Ihnen diesen Vorwurf zurueckgeben. Ihre Kritik ist voll von gestelzten Wort und Satzkonstruktionen, deren Inhalt bestenfalls duenn ist. Herausragende Leistungen zu kritisieren, ist noch lange keine Leistung. Man muss es auch koennen.


DerTyp

**** Tim, der Film war ätzend


The Shadow

Hey, ****
Dieser Film war wohl der genialste Film den ich je gesehn habe! Nur weil Leute wie du einen guten Film nich von einem Stück Dreck unterscheiden können! Avatar ist sowohl von der Story als auch von den Graffischen Elementen und der Musik her ein grandioses Meisterwerk!!!


Dr. Wichtigman

Schwache Story hin - Mechanismen des Kinos her. Was ich ein wenig in Ihrer Besprechung vermisse ist eine mehr filmsemiotische Betrachtung zur eingesetzten 3D-Technik, den ästhetischen Repräsentationsmöglichkeiten von 3D und ihrer Nutzung in diesem technischen Meilenstein. Der Einsatz der 3D-Technik ist doch nicht bloß weiterer Marketing-Gimmik sondern aufgrund seiner technischen Massentauglichkeit - ein wichtiges Gestaltungsmittel.
Und wieso ist Cameron ein Amerikaner? Weil er auf dem Nordamerikanischen Kontinent lebt? Falls die Herkunft hier etwas bedeuten soll, dann wäre es wohl origineller "der Kanadier" zu schreiben, was auch präzieser wäre.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. W.


Felix Frieler

@ Tim Eifler:
Zu 1) Cameron vergleicht keine zwei „Gesellschaftskonzepte“, sondern stellt lediglich eins – das der Na’vi – vor. Der Widerpart dieser Gesellschaft, das Volk der Menschen, kommt lediglich als kapitalistisch-paramilitärische Organisation, nicht aber als „Gesellschaftskonzept“ vor.

Das friedliche Leben im Einklang mit der Natur stellt in Avatar einen Idealzustand dar. Sowohl in zahlreichen Dialogen, als auch mit der Läuterung seines Protagonisten, einem zentralen Element der Story, macht Cameron das sehr deutlich. Dieses Statement ist ideologisch nicht zu kritisieren; die Art und Weise, wie Cameron es erzählt ist aus meiner Sicht allerdings äußerst schlicht.

Dass Avatar sich stark am Indianerfilm orientiert, wird in meinem Text an keiner Stelle kritisiert. Schade ist nur, dass Cameron daraus lediglich eine holzschnittartige Geschichte zusammenschustert, die jede Ambivalenz vermissen lässt.

Zu 2) und 3) Sicher „gewinnen“ am Ende die Na’vi. Trotzdem ist die Hauptfigur ein Mensch (ob nun blau oder nicht) mit durch und durch menschlichen (und sehr US-amerikanischen) Heldentugenden, der sie zum Sieg führt. Bis dahin sind die Na’vi weitgehend machtlos gegen die menschliche Übermacht – weinend, trauernd, hilflos, lethargisch. Dass sie sich vermeintlich frei bewegen können, während sich die Invasoren hauptsächlich in einer bewachten Anlage aufhalten, ist aus meiner Sicht kein Zeichen von Stärke.

@ Dr. Wichtigmann:
Die filmsemiotische Analyse der 3D-Technik ist vermutlich Stoff für mehrere filmwissenschaftliche Dissertationen. Ich habe in Avatar aber genau das vermisst, was Sie sich für die Kritik gewünscht hätten: Cameron nutzt die 3D-Technik, um die 3D-Technik zu nutzen und seinen Film zum Erlebniskino zu machen. Eine Zeit lang ist das hübsch anzuschauen, wie Cameron einen 3D-Effekt nach dem anderen vorführt. Den ganzen Film kann das 3D-Erlebnis meiner Ansicht nach nicht tragen.

Danke übrigens für Ihren Hinweis. "Amerikaner" wurde im Text jetzt in "Wahl-Amerikaner" geändert, denn der Regisseur lebt mit Unterbrechungen seit 1971 in den USA. Ich denke, das beschreibt ihn besser als die bloße Staatsangehörigkeit.


Strudel

Ich dachte ursprünglich, dass sollte eine Kritik für den Film sein und nicht für die Filmbranche.
Insgesamt zielt die Kritik ein wenig am Thema vorbei. Ist der Film sehenswert oder nicht? An erster Stelle steht nicht der tiefere Sinn, sondern die Unterhaltung. Werde ich unterhalten?


Antonio

Diese Filmkritik ist komplett unbrauchbar.

Wer ins Kino geht und sich so derart mit Hintergedanken, Vergleichsversuche und Inhaltsaufsplittung versucht einen Film zu bewerten ist komplett daneben. Die Story eines Films ist mittlerweile so derart belanglos, wann kam zuletzt eine wirklich GUTE Story auf die Leinwand? Das ist doch auch schon jahre her und selbst dann wäre es komplett belanglos solange der Film unterhaltsam ist. Natürlich sind einige Elemente geklaut/kopiert, natürlich gibt es Links zum Indianervolk, aber macht es diese Wesen nicht glaubhafter? Macht es die Handlungen der Menschen nicht realer oder denkst du wirklich sie würden nicht so handeln wenn es um Gold/Unoptanium geht? Ich finde die ganze Story ziehmlich gut und auch passend.

Ich bewerte Avatar so:

Wir waren in der 3 D Vorstellung und waren schlichtweg hin und hergerissen von dieser grandiosen Darbietung der Welt der Na'vi, die Optische Farbenflut, die Musik, die Na'vi als ganzes, eine tolle Kreation. Der Film ist nahezuh perfekt, ich wüsste nicht wo ich den ändern würde, er war spannend und dank der noch nie dagewesenen brillianz von 3 D ein absolutes must see Erlebnis. Man fühlte sich praktisch wie "in" der Welt von Pandorra.

Für alle die hier ihre Filmkritik reinziehen.. schaut euch den Streiffen an, am besten in 3 D, es lohnt sich wirklich !


Jan Liebrecht

Diese Kritik ist einfach nur daneben! James Cameron's Avatar - Aufbruch nach Pandora ist seit Jahren mal wirklich wieder ein Film, fuer den es sich lohnt ins Kino zu gehen! Auch wenn die Story schon etwas veraltet ist! Es ist meiner Meinung nach der beste Film, den ich im Kino je gesehen habe, und nicht nur wegen der 3D-Technik, NEIN! Sondern auch von der Nachricht, die an die Menschen überbracht wird! Ich bin vom Film so begeistert das ich ihn mir morgen ein zweites mal ansehen werde, um wirklich nur jedes kleinste Partikel von James Camerons Meisterwerk aufsaugen zu können! Und wie auch meine Vorposter mitgeteilt haben: Diese Kritik ist einfach nur ein Text, der mal wieder gegen den "Mainstream" zieht! Ich hoffe darauf das James Cameron sein Werk weiterführen wird, so das seine zwei nächsten Teile von Avatar schon bald auf der Leinwand zu sehen sind, denn wenn man bedenkt das das Drehbuch schon 15 Jahre alt sein soll, dann ist das wirklich etwas was an die Kino-Perfektion schrammt! James Cameron musste dazu noch die komplette 3D Technik weiterentwickeln! Da sind die 250 Million Dollar, die in das Projekt geflossen sind ein Witz, der Film machte bereits am ersten Release Wochende Einnahmen von knapp 236 US Dollar, da sollen sich die Leute garnicht über Verschwendung oder zu großen Aufwand aufregen!

so meine Meinung!

Mfg


kk

Ein absolut sehenswerter und genialer Film. Allen Kritikern empfehle ich den Film >Ratatouille< und die dort von einem "Kritiker" geäußerten Bedenken zu seinem Beruf. Dieser Beruf ist ebenso anmaßend wie überflüssig - es kann sich doch jeder selbst ein Bild machen und Geschmäcker sind nun mal verschieden.


Judy

Dieser Film hat mich fasziniert! Die Kritik ist einfach nur daneben. Jeder sollte sich sein Urteil über den Film selbst machen.
Die Parallelen zu den Indianer kommt jedem in den Sinn. Dazu kommen die Kampfjets..tTypisch amerikanisch, meiner Meinung nach. Der Spruch "Terror mit Terror bekämpfen" unterstützt das ganze noch um weiten. Diesen Film sollte man nicht verpasen im Kino anzusehen. Einziger fader Beigeschmack ist die Leihgebühr von den 3D Brillen.


Tim Eifler

@Felix Frieler: Ihre Verteidigung auf meinen ersten Kommentar disqualifiziert sich weitestgehend selbst.
1) Eine von Grosskonzernen dominierte Gesellschaft (hier reprasentiert durch einen Grosskonzern) ist also Ihrer Meinung nach kein Gesellschaftskonzept...aha.
2), 3) "Dass sie sich vermeintlich frei bewegen können, während sich die Invasoren hauptsächlich in einer bewachten Anlage aufhalten, ist aus meiner Sicht kein Zeichen von Stärke" Ach so, na das erklaert einiges.

Ich werde Ihre Aussage, dass Cameron die Na'vi als "weinend, trauernd, hilflos, lethargisch" noch etwas weiter mit Beispielen aus dem Film widerlegen (eine Methode, die Sie bei Ihren Behauptungen vielleicht auch beherzigen sollten). 1) Cameron stellt die Na'vi als den Menschen physisch weit ueberlegen dar: Sie reiten auf Drachen, springen von Baeumen, balancieren in schwindelerregender Hoehe und verteidigen sich problemlos gegen Raubtiere. Die Menschen hingegen werden bereits kurz nach Eintreffen in Pandora vom Sicherheitschef gewarnt, dass einige nicht ueberleben werden. Nachtfluege sind gar voellig verboten, der verlorengegangene Avatar waere ohne die Na'vi schon in der ersten Nachtstunde gestorben. Spaeter im Endkampf zeigt Cameron, dass ein Na'vi gegen einen Menschen IN EINEM KAMPFROBOTER bestehen kann. Weiterhin werden die Bodentruppen der Menschen einfach durch genetisch etwas aufgepeppte Nashoerner ueberrannt. Mir ist voellig schleierhaft wieso Sie glauben, dass Cameron die Menschen als stark und die Na'vi als "weinend, trauernd, hilflos, lethargisch". Im Gegenteil, er zeichnet sie als grosszuegig, hilfsbereit und stark. Falls Sie es als ein Zeichen von Schwaeche ansehen, dass sie trauern und weinen, nachdem ihr Heim durch einen Ueberraschungsangriff mit Raketen in Schutt und Asche gelegt wurde, finde ich das mehr als albern.

Ihre Aussage, "Trotzdem ist die Hauptfigur ein Mensch (ob nun blau oder nicht) mit durch und durch menschlichen (und sehr US-amerikanischen) Heldentugenden, der sie zum Sieg führt." ist ebenfalls falsch. Im Film wird eindeutig gesagt, dass es schon oefter in der Geschichte der Na'vi vorkam, dass sich in Zeiten grosser Not die Staemme unter einem grossen Helden vereinen und gemeinsam gegen die Gefahr kaempfen. Das US-amerikanische steht dabei nicht im Vordergrund. Auch wenn Sie dies anscheinend gerne kritisieren wollen, US-amerikanisches Heldenepos findet man in anderen Filmen viel, viel deutlicher. Dies hier zu kritisieren, zeigt, dass Sie zu sehr in Stereotypen denken, und weniger den Film neutral bewerteten.

Trotzdem ist Ihre "zentrale Botschaft des Films", naemlich, dass Krieg eine schlechte Sache ist, vielleicht etwas einfach gestrickt, aber auch nicht schlecht...gerade zu Weihnachten :-).


Filmfreundin

Lieber Felix Frieler,
ich bin soeben die glückliche Augenzeugin eines lange schon überfälligen Monumentalwerkes der Filmgeschichte geworden. Obwohl Camerons neuestes Werk Avatar keine Wünsche und Fragen zu Drehbuch, Ästhetik und Technik offen lässt, scheint es doch Menschen zu geben, die das Offensichtliche nicht wahr haben wollen. Ihrer dilettantischen Filmkritik ist zu entnehmen, dass Sie den Film nicht wirklich verstanden haben. Vielleicht soll diese Kritik aber auch dazu dienen, sich bei gewissen Arbeitgebern einzuschleimen. Meiner Meinung nach reicht diese plumpe Offerte gerade mal für Hartz IV-TV.
Ihr Studium der Film- und Politikwissenschaft scheint Sie ja ganz schön auf Linie gebracht zu haben. Wenn ein Bachelorstudium einem das selbstständige Denken so sehr abgewöhnt, wie es bei Ihnen der Fall zu sein scheint, dann sieht unsere Zukunft so finster aus, wie in Camerons Avatar. Denn er kritisiert genau das: und zwar Menschen, die nur mit dem Strom schwimmen, die nur nach Befehlen und Anordnungen von "Oben" handeln. Menschen, die aus Geldgier über Leichen gehen, denen nichts mehr heilig ist, die sich bei den Falschen anbiedern und damit die Existensgrundlage anderer (im Film die Na´vi) zerstören, und damit ihre eigene. Der Film ist sehr viel tiefgründiger und brisanter, als Sie ihn verstanden haben.
Sie vergleichen Camerons Avatar mit einem DEFA-Indianerfilm. Dabei kommt Ihr Vergleich sehr herablassend daher. Was darauf schließen lässt, dass Sie sich auch mit dieser Materie noch nicht ernsthaft auseinandergesetzt haben. Es stimmt: Ausbeutung, Raubbau an der Natur, Kolonisierung und Krieg sind nach wie vor Geißeln der Menschheit. Wieso geht dann der Film inhaltlich nicht auf?
Ich könnte Ihre viel zu lang geratene Aneinanderreihung von Worthülsen noch weiter auseinanderpflücken, denke aber, dass mein Kommentar als Denkanstoß genügen sollte.


Frédéric Jaeger

Wir freuen uns über Kommentare und Meinungen, ganz gleich ob sie der Kritik von Felix Frieler widersprechen oder nicht. Ich möchte Sie aber alle bitten, davon abzusehen, den Autoren persönlich anzugreifen.
@filmfreundin
Zum kritischen Denken, das Sie zu fordern scheinen, gehört zentral die Auseinandersetzung mit Argumenten und das Hinterfragen von Annahmen. In Ihrem Kommentar tun Sie das Gegenteil: Sie stellen Annahmen ohne jegliches Argument auf ("Obwohl Camerons neuestes Werk Avatar keine Wünsche und Fragen zu Drehbuch, Ästhetik und Technik offen lässt, scheint es doch Menschen zu geben, die das Offensichtliche nicht wahr haben wollen") und kritisieren dann, dass die Kritik eine andere Meinung vertritt, in einer rhethorisch äußerst fragwürdigen und letztlich absurden Weise. Die Kritik ist Ihnen zu kritisch - und das sehen Sie als Indiz für eine sich anbiedernde Kritik? Und wenn sich Kritiker in die PR- und Werbemaschinerie einbinden lassen, applaudieren Sie dann deren Subversivität?


Frédéric Jaeger

@Tim Eifler
Mir scheint bei den von Ihnen angesprochenen Punkten viel in den Nuancen zu liegen:
Ob in Avatar etwa zwei Gesellschaftskonzepte einander gegenübergestellt werden, hängt vom Begriff dessen ab. Die menschliche Gesellschaft wird, wie von Felix Frieler beschrieben, lediglich in einigen wenigen Aspekten gezeichnet, und zwar durch einen wissenschaftlichen aber vor allem einen militärischen Arm. Ob die Gesellschaft als Ganze dadurch bereits gezeichnet ist bzw. von diesem Teil auf das Ganze extrapoliert werden kann, obliegt dem Betrachter. Entscheidender ist aber, dass die Darstellung vollkommen asymmetrisch ist. Die Na'vi haben eine Gesellschaft mit Werten, Traditionen, Mythen, Ritualen, etc. Die Menschen haben einen militärischen Ethos mit Fundament im Profitdenken (der wissenschaftliche Ethos mit humanistischem Fundament ist ebenfalls Menschensache, aber eine der Helden in Minderheit).
Wer wie stark ist, scheint mir tatsächlich eine müßige Frage. Dass aber der Held ein Mensch ist, ebenso eindeutig.


Simon Diestelmann

Ich kann die Kritik größtenteils nachvollziehen. Ich möchte gar nicht auf filmwissenschaftliche Details eingehen, ich habe mich schlichtweg nach der ersten Stunde gelangweilt, weil ich die Story als durchsichtig und öde empfand. Die Darstellung der Na'vi würde ich als Ethno-kitsch bezeichnen, Anderen scheint diese unbedarfte Sanftheit zwischen Buddhismus, Naturreligion und Stammestanz ganz gut gefallen zu haben. Aber schließlich verliebt sich die blaue Dame ja doch in den Helden-Marine, der auch als einziger auf die Idee kommt, dass die Natur ihre Energie gegen die Feinde nutzen könnte. Komischerweise kommen die Natürlinge selbst nicht darauf. Die Kette solcher und ähnlicher Umstände zieht sich durch den ganzen Film.
Optisch gibt es natürlich nicht viel zu meckern, der Einsatz von hell, dunkel und farbig ist schon schick anzusehen. Aber zu einem wirklich guten Film gehört nun mal auch eine gute Story.


Patrick

Es gibt Filme die den Zuschauern keine Botschaft und kaum Inhalt hinterlassen wollen geschweige den können .

Dann gibt es Filme wie Avatar der genau das Gegenteil davon ist.
Viele die den Film gesehen haben gingen sehr nachdenklich nach Hause, den wenn man sein Gehirn nicht an der Kinokasse abgibt erkennt man durchaus Paraellen zur "Realen " Welt.

Natürlich nur wenn der Film den IQ des Betrachters nicht hoffnungslos überfordert was durchaus schon vorgekommen sein soll


Sabzer0

Ich finde den FIlm einfach nur wunderschön und wie schon bereits erwähnt, geht man nach dem Film mit vielen Gedanken aus dem Kino und es hat doch sehr viel mit der realen Welt gemeinsam....Ausserdem find ich die 3D-Optik wahnsinn - ich habe gedacht ich wäre selber in dem Film auf Pandora - wunderschön haben sie das Land dargestellt! ich könnte den Film immer und immerwieder sehen! Eines der Besten Filme für mich!


Sera

Visuell atemberaubend und revolutionär. Handlungsmässig zwar eher altbacken aber nichtsdestotrotz absolut emotional packend und sehr mystisch. Cameron ist ein ganz besonderer Wurf mit AVATAR gelungen. Ich empfehle den Film nicht nur Fantasy-und Sci-Fi-Fans. Natürlich in 3D. ^^


Snickerman

War gerade drin, schließe mich weitgehend der Kritik an, tolle Bilder, aber kaum was dahinter.
Handlung dünn und vorhersehbar:
Der Held, die Guten, die Bösen, der Zweifel, der Aufstieg, der Kampf, der Sieg...
alles millionenmal gesehen- und wenn man die Bücher von Alan Dean Foster gelesen hat, kommt einem alles merkwürdig bekannt vor-
von den schlanken Waldbewohnern bis zu den fliegenden Bergen...

Manche meinen, von Filmen dürfe man ja auch nicht mehr erwarten, ist das Resignation?
ICH will Anstöße, Unerwartetes, Nachdenkenswertes, Aufregendes-
und dass ich aus dem Kino komme und nicht einfach nur erschlagen von den tollen Effekten bin, dann kann ich mir ja auch gleich "2012" *würg* ansehen...

Und ja, die Macher und Geldgeber halten das Publikum wohl zurecht für beschränkt, die Säle sind voll, das Geld fließt, "Avatar" hatte das beste Startwochenende aller Zeiten
(diese Vampir-Schmonzette ist auf Platz 3)

Ich bereue nicht die 10€, aber ich bedauere, dass aus so einer großartigen visuellen Idee nur... eine großartige visuelle Idee wurde.

Und jetzt noch was Ketzerisches am Rande:
Wenn dieses Mineral (die Parallelen zum Coltan aus Afrika waren seeehr deutlich) wirklich soviel wert ist (und die Erde angeblich im Sterben liegt), glaubt ihr im Ernst, die Menschen würden es einfach dabei bewenden lassen und nicht beim nächsten Mal mit Parkplatzbomben wiederkommen (machen aus einem Planeten einen schönen freien Parkplatz)?

Die Indianer sind nach der letzten gewonnenen Schlacht gegen General Custer auch in die unfruchtbaren Reservate deportiert worden und sitzen da zu großen Teilen noch heute- in Armut, Verzweiflung und Suff!

So, die "haben alles, was sie brauchen und wollen von den Menschen nix"?
Das ich nicht lache!
Da wird der eine Stamm gegen den anderen aufgewiegelt, irgendein Suchtmittel verteilt, Waffen gegen Erze getauscht, Decken mit Seuchenerregern verschenkt- die Menschen waren da schon immer sehr erfinderisch und viel flexibler, als die meisten von ihnen im Film dargestellt wurden...

und am Schluss... wie wahrscheinlich ist es, dass die intelligenten Na´vi eigentlich nichts anderes sind als hochgewachsene und zähe Menschen mit fünf Fingern und Co. ?

Wären es Kalmare gewesen (hochintelligente Geschöpfe, die mit Licht kommunizieren), DAS wäre eine Herausforderung fürs Storytelling und die Liebesgeschichte geworden.

Schönen Gruß von "Galaxy Quest"
Rücksturz zur Erde...


Allen

@Snickerman
Im großen und ganzen kann ich Ihren Kommentar gut verstehen.
Ich liebe zwar den Film, aber ein bisschen mehr Tiefe ist immer gut.

Ihren Kommentar bzg. "haben alles, was sie brauchen und wollen von den Menschen nix" habe ich aber leider nicht nachvollziehen könne. Die aufgelisteten Beispiele sind allesamt Methoden der Menschen, die man möglicherweise gegen die Navis einsetzen könnte. Diese sind aber keine Argumente dafür, dass die Navis etwas von den Menschen brauchen.

ps: Die Navis haben 4 Finger; die Avatare dagegen 5!


Shae

Der Film AVATAR ist nicht nur ein leckerbissen für die Augen sondern ein Apell an die Menschheit. Schützt die Umwelt denn sie wird immer über uns Menschen siegen. Wir sind mit ihr verbunden und können nur zusammen überleben. Die Filmkritik ist meiner Meinung nach völlig daneben und zeigt mir nur das der Autor den Film nicht verstanden hat.


Wikimädel

Wenn ich mir so die ganzen Kommentare und die Kritik durchlese, habe ich das Gefühl, daß hier viele Leute den Film nicht verstanden haben, oder es für sie einfach das falsche Gengre ist.
Mich hat vieles bei den Na'vi eher an Afrika erinnert.
Ich war gestern in dem Film und ich bin die Bilder immer noch nicht losgeworden und auch nicht die Gefühle, die in mir hochkamen. Und das Gleiche hätte ich wohl auch in 2D empfunden!

Gut, die Thematik ist alt, aber immernoch aktuell. Auf unserer Erde gibt es auch heute noch Urvölker, die von unserer ach so tollen fortschrittlichen Zivilisation bedroht sind. Das war schon immer so und so lange es Naturvölker gibt, wird es wohl auch so bleiben.

Wer diese Thematik abgedroschen und flach findet, der sollte lieber in Liebesschnulzen gehen und diese ganzen nichtssagenden "Normalo-Filme".

Diese Naturverbundenheit der Na'vi hat mich einfach nur fasziniert. Schade, daß wir diese Fähigkeiten nicht haben. Und das so ein Volk gegen hochmoderne Waffen keine Chance hat, ist von vornherein klar.

Viele, die hier negativ schreiben, können sich wohl nicht mehr vorstellen, daß ein Naturvolk keine Ahnung hat, gegen was es da kämpfen soll. Der Marine kennt "sein Volk" und die Gefahren, die von ihnen ausgehen und kann dementsprechend handeln. Die Na'vi sind militärisch nicht überlegen, aber in allem anderen. Schade, daß die heutige Menschheit die Verbundenheit zur Natur fast völlig verloren hat. Aber in der heutigen Gesellschaft ist das ja auch nicht mehr wichtig. Wenn ich sehe, daß so viele Leute nicht mehr wissen, daß man mit Feuer mehr machen kann als Häuser und Autos anzünden und Grillen!!!!
Wäre das schön, wenn die Welt mal 2 Wochen keinen Strom hätte!!!! Dann würden sich viele Leute wünschen, mehr über die Natur zu wissen!!!!


Snickerman

Natur als Wert?
Die Aboriginies in Australien bspw., die immer so schön als Vorbild für Naturverbundenheit hingestellt werden, haben bei ihrer Ankunft vor etwa 60.000 Jahren die meisten größeren Tierarten ausgerottet und durch Brandrodung das heutige halbwüstenartige Aussehen erzeugt-
in Neuseeland war es ähnlich, da haben ein paar Jahrhunderte genügt, um die prächtigsten Tierarten auszurotten:
u.a. den riesigen Moa und den größten Adler der Welt-
ich rede hier von den Maori, nicht von den Europäern, die haben diese Tiere schon nicht mehr vorgefunden...
Ist also nicht nur der "Weiße, zivilisierte Mann", das ist eine MENSCHLICHE Eigenschaft, statische Kulturen weichen dynamischen, neue Gleichgewichte bauen sich auf.

Und verschont mich mit diesem Selbsthass, wenn Ihr Euch und Eure Kultur nicht leiden könnt, dann bedenkt mal, wie Ihr dann leben würdet- da kann man viel erzählen hier an der Computertastatur...

Im Übrigen hat mich "Avatar" tief emotionell berührt, die Landschaftsaufnahmen und die wunderschöne Szene, wo der Mensch Jack von seiner Frau gerettet wird und sie ihn wie ein kleines Kind liebevoll in den Armen hält...
da habe ich geweint.

Das mit den Fingern ist mir gar nicht aufgefallen...

Und noch zum Schluss, dieses arrogante Gehabe a´la: "Der Film ist so toll, wer das anders sieht, hat ihn nicht verstanden" geht am Wesen jeglicher Kritik komplett vorbei.
Und Leuten, die gerne Filme mit Tiefgang sehen wollen, vorzuwerfen, "sie sollten sich doch lieber irgendwelche Schmonzetten ansehen", ist ja schon ein Widerspruch in sich, sowas sollte man eigentlich selber merken...


Laev

"Die Ureinwohner Pandoras zeichnet Cameron als naiv, weitgehend schwach und bemitleidenswert. Ein Volk, das nicht in der Lage ist, sich selbst zu verteidigen."
Unsinn!
An welchen Stellen beschreibt Cameron die Na’vi als ein solches Volk? Ist es schwach, als es sich konfrontiert sieht mit Stahlkolossen, gewaltigen MGs, Raketenwerfern und dem Kleingeist der Menschheit, der nur nach Geld funktioniert?
Warum sind sie naiv? Weil sie mit Bäumen und Tieren reden und durch die Luft schwebende Samen ihres heiligen Baumes als Zeichen betrachten?
Bemitleidenswert? Sie hüpfen grazil und anmutig über schwindelerregende Höhen, fliegen drachenartige Vögel und zeigen am Ende Gnade für die restlichen Menschen, schicken sie zurück zur Erde, obwohl diese den wohl ältesten und größten Baum der Galaxie zerstört haben!
Als naiv, schwach und bemitleidenswert muss ich leider diese Kritik bezeichnen.
Auch bezüglich der These, der Film baue sich um die Technologie auf, behaupte ich das Gegenteil, denn den Plot findet man bereits in vielen anderen Filmen, in denen es sicherlich nicht um die Technik ging. Die Technik ist demnach nicht das Gerüst, sondern wohl eher der schmucke Mantel einer (nicht neuen, aber wichtigen und aktuellen) Geschichte (Thematik), die einerseits Maßstäbe für Filmemacher setzt, andererseits - und viel wichtiger - Publikum einlädt und womöglich zum Nachdenken anregen vermag.


Stefan

LEUTE

denkt doch mal was man mit soviel herausgeworfenen 500Mio Produktionskosten erreichen könnten.klar macht der Film wieder Umsatz durch euch und leider auch mich, aber wo geht das geld hin. Der Mensch findet den Film nur verstanden im Moment des Sehens.Beim
rausgehen ausm Kino war nur noch der Eintritttspreis das Thema. Gute Nacht


Jose

Ich kann nur sagen : WOW !
Der Film hat mich im Trailer kein bisschen angesprochen, doch dann bin ich eingeladen worden und habe ihn in 3D angesehen, und war begeistert ! Der Film bringt in vielen Stellen ein ''Gänsehautfeeling'' und gibt Wut - Hass - Trauer - Freude - und Mitgefühl wieder, was nicht jeder Film bieten kann.
Es lohnt sich also zweimal zu gehen.
Hochachtung ! Bester Film den ich je gesehen habe !


Bruce Lee

Hab Avatar vor 2 Wochen im Kino in 3D gesehen. Für mich ist es einer der besten Filme die ich in meinem Leben gesehen habe. und das sind eine menge. Ist mein Hobby. Der Film überzeugt mit seiner Story auf ganzer Linie. Wie Bösartig die Menschen sein können würd hier sehr gut dargestellt. Ist leider in der Realität genau so. Die Farben die hier gezeigt werden sind einzigartig. Die 2 1/2 Stunden in denen der Film lief habe ich mich keine Minute gelangweilt. Als der Film vertig war hätte ich ihn mir am liebsten noch einmal angeschaut. Und das werde ich tun. In den letzten 10 jahren gab es kaum was im Kino was mich wirklich beeindruckt hat. Ausser Herr der Ringe. Avatar ist ein Meisterwerk geworden. Die Leute schauen sich so viel Mist im Kino an und sind mit zufrieden. Und bei so einem Meisterwerk der sich wirklich im Kino lohnt vorallem in 3D. Würd hier viel Kritisiert. Mal ganz Ehrlich was ertwarten die Leute heutzutage. Versteh echt nicht wie mann diesen Film als schlecht bewerten kann. dann bleibt zuhause und schaut euch das langweilige fernsehprogramm an. Dieser Film ist ein einzigartiges Meisterwerk.


sibylle

Wer in seinem Leben einem echten Avatar begegnet ist, wird diesen Film boykottieren. Eine Schande und Beleidigend.....
Sibylle


antianti

ich finde es lustig, wenn hier personen mit defizitärer intelligenz beim autor der kritik argumentieren und eine orthographie an den tag legen, die, ach was solls...
1) ich hoffe, die meisten kommentare waren ironisch???
2) der film ist rassistisch. die armen, blauen wesen müssten sterben, gäbe es den großen, starken weißen mann nicht, der das schwert narsil hat und die signalleuchten anzünden lässt, um die reitervölker der ebene zu mobilisieren...oder so
3) wo bitte ist hier der revolutionäre 3d-effekt? da war die achterbahnfahrt im imax vor 15 jahren aber deutlich spannender


robert

haha das hier soviel diskutiert und philosophiert wird spricht für sich. denn avatar is mit einer der besten filme die ich je gesehen habe. das hätte ich nie gedacht nach den ersten 10-15 min des films.

aber warscheinlich nichts fuer menschen die auf biegen und brechen immer ein auf harte schale machen muessen ;) das sind dann wohl meist die die sagen man wa der film schlecht.


C. Friedrich

Lieber Herr Frieler,

zuerst einmal gebührt Ihnen Dank dafür, dass Sie Lebenszeit in diese Kritik gesteckt haben, an der sich hier so viele KommentatorInnen mit Inbrunst reiben.
Vielleicht sollte ich mit etwas grundlegendem beginnen - zum Beispiel, was der (offline) Duden noch immer unter "Kritik" versteht: nämlich in diesem Fall eine "Besprechung einer künstlerischen Leistung".
Das haben Sie allerdings geleistet, an Ihrer Filmkritik lässt sich somit fachlich nicht rütteln.
Da bleiben nur noch ihre Schlüsse und Ableitungen, Ihre Vergleiche - und diese spiegeln letztlich Ihre ganz persönliche Sicht der Dinge wider, was ja auch dazugehört.
Ich lese aus Ihrem Text nur heraus, was Ihnen in diesem Film zur Perfektion eben noch gefehlt hätte; das ist eben dieses Quäntchen Unzufriedenheit, das Streben nach Perfektion und Vollendung, was doch letztlich all unser Handeln durchdringt - wenn alles perfekt wäre, gäbe es nichts mehr zu tun.

Und jetzt zu den Fakten: Naturverbundenheit mag gut oder schlecht sein, man kann es als Ideal verehren oder als Vertreter des Fortschritts ablehnen - es ist und bleibt etwas normativ-behaftetes, etwas das man halt mag oder nicht. Man nennt es glaube ich Überheblichkeit oder Anmaßung, wenn man eigene gefühlte Überzeugungen denen anderer übernordnenen will, wenn man die eigenen Werte als die einzig richtigen ansieht.
Sind sie aber nicht, es gibt einige Milliarden Menschen auf der Welt mit wahrscheinlich genau so vielen dezidierten Meinungen.
"Natur" ist ein Konstrukt, "Natur" gibt es nicht mehr - seit es Menschen gibt, insbesondere aber seit dem Sesshaftwerden vor etwa 10.000 Jahren hat die Spezies Mensch keinen Stein auf dem anderen gelassen und "Kultur" geschaffen, eine ihr angepasste Umwelt die ihr zur "zweiten Natur" wurde.
Ist das gut? Ist das schlecht? Ich weiß es nicht, aber wenn es nicht so gewesen wäre würde ich jetzt nicht hier sitzen, niemand würde es. Es gäbe niemanden.

Long story short...

Die Parallelen zu den Indianern sind mir auch aufgefallen, Stammesrituale, Bemalung, Musik. Vielleicht kann der Film ja diesen Diskurs über einen der Weltweit größten (zumindest in seinem Ausmaß durch die Pocken mehr oder minder intendierten) Völkermorde wieder etwas anregen, aber es ist schlichtweg nichts neues.
Herzzerreißende Szenen:ja; tolle Effekte:ja;Unterhaltungswert:vorhanden. Das gibt's aber auch anderswo.

Sind Filme nur Unterhaltung? Oder dürfen Sie auch mehr sein als ein Mittel, um (in der Regel) 90 Minuten meines Lebens möglichst angenehm vorübergehen zu lassen?

Viele Grüße,
C.


Ferdinand von Praun

Ich kann der Kritik nur zustimmen. Unterm Strich sind die Effekte toll, die Welt vielleicht farblich etwas zu überladen und der Plot schlicht und ergreifend zu banal um echte Emotionen zuzulassen. Da hilft auch keine Diskussion darüber hinweg ob die Einwohner Pandoras nun naiv und hilflos sind oder nicht.
Fazit: mal wieder ein Holywoodstreifen, der optisch viel liefert, inhaltlich aber nicht.


optimat prime

Hallo zusammen, ich war heute abend im kino und hab den film 'avatar' gesehen. Werd mich kurz fassen da es hier schon etliche beurteilungen./ meinungen geäußert wurden. Technisch war der film natürlich sehr gut gemacht ( 3-D, special effects,maske, etc.). aber das war ja eh klar. Leider hat die story mich in keinster weise gefesselt, da ich den verlauf nahezu erahnen konnte. In der pause haben meine freundin+ich nur zum spaß die story bis zum ende weiter gesponnen mit dem erschreckenden resultat daß wirbis auf die ' drachenzähmung' alles drin hatten. Was soll ich sagen: ich empfinde es als eine dreiste unverschämtheit den zuschauer dankteurer technik mit hübschen bildern zu bombardieren und ihm glzeitig eine story hinzuschludern die so alt+ausgeleiert ist wie oma ernas unterhosen. Vollkommen ideenlos, hohl+stereotyp. Mit einem wort: dumm! Da hätte der ach so angesehene 'starfilmer' cameron mal besser die ein o andere million für nen mittelmäßig begabten autor ausgegeben anstatt alles für technik+ werbung zu verplempern. Fazit: tolle technik verpufft wg billo-story. Schade. Lg mat


Snickerman

Und dann bekommt der Film "Golden Globes" in wichtigen Kategorien und wird als "Oscar"- Kandidat gehandelt- AUA!
Sind die in Hollywood komplett enthirnt?
Oder sind nur noch die Verkaufserlöse wichtig?

"Titanic" habe ich die Oscars gegönnt, ich bekomme noch heute feuchte Augen, wenn ich nur das Lied höre (ja, ich habe Gefühle)

"Avatar" mit seiner dutzendfach gesehenen "Handlung von der Stange"? Nein!
Bestenfalls in technischen Kategorien!
(Tricks, Ausstattung, Sound...)


Andy

Jaja,die Kritiker.
Ich möchte mal wissen,warum so viele Leute(Kritiker) einen so tollen Film mal wieder übelst schlechtreden.Natürlich ist die Story nicht neu(Mecker,Mecker),aber sie kann noch so oft geklaut sein,sie ist perfekt umgesetzt.Die Gegend-also Pandora ist so detailliert und liebevoll gestaltet,die Geschichte wird so berührend und spannend erzählt,das einem ein Schauer überkommt.Gut,es gibt ein zwei Szenen,die nicht so ganz in den Film passen(Wiederbelebungszeremonie,Endkampf mit dem Colonel im Roboter),aber gibt es die denn nicht in jedem Film? Der Überfilm Titanic langweilt zum Beispiel mich bis zum Rammen des Eisbergs.Ein anderer empfindet gerade die Lovestory interessanter.Also für mich ist Avatar ein Meisterwerk der Filmgeschichte.Für mich war es das bisher grösste Kinoerlebnis.Und es war mucksmäuschenstill im Kino.Auch noch nie erlebt.
Auch wird er Titanic locker übertreffen.Mit bereits 1,62 Milliarden Einpielergebnissen ist das ne Frage von 2 Wochen.Was der Qualität des Films auch entspricht.Aber die Kritiker wissen ja alles besser.Wie schön,das diese nur eine Randgruppe ist und sich die Kinobesucher von so einem Gelaber nicht beeindrucken lassen..

Andy


Alice

Avatar ist Realität: siehe http://www.survivalinternational.org/films/mine die Dongria müssen um ihr Überleben und die Fortwährung ihres Lebensstils kämpfen, weil sich Regierungen und Unternehmen oft nicht an internationales Recht halten.


Andreas

Immer habe ich etwas Angst davor gehabt, meine Zeit in einem dieser "Schwarzen Löcher" der Diskussion mit Unbekannten zu vertun. (Diese Befürchtung war und ist nicht etwa aus der Geringschätzung der Meinung der (unbekannten) Anderen geboren, sondern weil man ja schon irgendwie etwas von seinem eigenen Wesen preisgibt, wenn man sich z.B. sehr emotional äußert und auch das Feedback oft "unangenehm" ist). Dennoch muss ich einfach zu diesem Film meine Meinung los werden. Es wird sehr viel über die Einfachheit der Story geschrieben, über die tollen Effekte usw. usf. Mich hat der Film im Innersten getroffen. Ich schäme mich fast zu schreiben, dass ich den perfekten Rausch der Bilder wegen meiner ständigen "Heulattacken" nicht mehr so richtig mitbekam. Auch ich war natürlich skeptisch, hatte ich doch pauschale Aburteilungen zum Inhalt im Vorfeld gelesen. Ich habe lange gegrübelt, warum mich der Film emotional so umgehauen hat. Für mich liegt unter der Geschichte viel mehr als man beim einfachen Hinschauen sieht. So sind die beeindruckenden technischen Fähigkeiten des Menschen deutlich sichtbar, sowohl in der reinen Technik (Raumschiffe, Waffen etc.) und auch in der Fähigkeit, so etwas wie die "Seele" von Menschen in die Avatare einzuspeisen. Die Na'vi können dies wohl auch, nämlich unter ihrem "heiligen" Baum, indem sie zwei Wesen miteinander verkoppeln. Der Film hält uns den Spiegel vor: er zeigt die Napalmbomben von Son My und er zeigt das falsche Heldentum der glorreichen Krieger. So war der Vietnamkrieg KEIN Ruhmesblatt der amerikanischen Geschichte. Cameron hat auch im Sinn gehabt, dies zu zeigen. Und er hat bei seinen Fahrten im Unterseeboot hin zum Wrack der Titanic die Wunder unserer Welt gesehen. Filigrane Wesen im Dunkel der Ozeane, die hier als "Blaupausen" neu komponiert wurden. Die aus meiner Sicht sehr gefühlvolle und behutsam gezeichnete Liebesgeschichte möchte ich nicht weiter kommentieren (da wird man schnell abqualifiziert). Jedenfalls hat mich die Verzweiflung der Na´vi sehr bewegt.
James Cameron hat einen großen Beitrag zur Filmgeschichte geleistet. Noch größer ist aber sein Verdienst darin zu sehen, dass er uns eigentlich zeigt, dass wir nicht nach Pandora aufbrechen müssen, um solche wunderbaren Tiere und Pflanzen und intelligenten Wesen zu sehen. Die Wälder und Ozeane unserer Welt, die unseres blauen Planeten Erde, sind voll von wundersamen Kreaturen, denen wir gerade den Garaus machen. Und schließlich sind wir alle die Marines, aber auch irgendwie die Na´vi.


Thomas

@Andreas aus Halle (Saale)
Vielen Dank dür den Beitrag! Ich habe schon viele Kritiken zu Avatar gelesen und auch einige selbst verfaßt - aber Deinen Gedanken kann ich nichts neues hinzufügen. Ich schließe mich vollkommen an.


Ines

Ich kann der Kritik ganz und gar nicht zustimmen. Das Thema des Films mag nicht neu sein, aber "Gut gegen Böse" ist in der Filmgeschichte ein durchaus oft aufgegriffenes Konstrukt und ist daher nicht von vorn herein schlecht.
Wenn ich die Kritik lese, frage ich mich, mit welcher Intention manche Menschen ins Kino gehen und Filme gucken. Die Art, wie über den Film berichtet wurde, klingt voreingenommen - als ob der Schreiber schon vor dem Film dachte, dass so eine teure Produktion nur schlecht und platt sein kann. Zugegeben - bis zum heutigen Tag habe ich Titanic nicht gesehen, absichtlich, weil mir diese Story wirklich zu vorhersehbar ist. Avatar 3D habe ich gesehen, ohne mich vorher über Inhalt und Hintergründe zu informieren.
Was ich zum Film sagen kann: er hat mich verzaubert. Natürlich ist die Geschichte an sich durchaus vorhersehbar, jedoch keinesfalls platt. Es gibt sicher 2-3 Szenen, auf die man hätte verzichten können - was aber in einem 2 Stunden 40 Min-Film durchaus ertragbar ist. Cameron hat es geschafft, Kritik zu üben, ohne den Zeigefinger herauszuholen. Für mich wird auch nicht vorrangig Kritik an Krieg geübt, sondern vielmehr öffnet der Film die Augen für die Schönheit der Erde, dafür, dass die Natur nicht mit Geld bezahlt werden kann und dass kein Geld der Welt es wert ist, die Unberührtheit der Natur anzutasten. Das ist für mich die Kernaussage.
Ich weiß auch nicht, was falsch daran ist, sich bei der Erschaffung des Volkes der Na'vi bei z.B. Indiandern zu orientieren. Ich finde diesen Bezug nicht einmal besonders auffällig - vielmehr hat man sich bei vielen verschiedenen Naturvölkern rund um den Globus bedient. (die allesamt besser mit der Natur um sich herum umgehen als der gemeine "westliche" Mensch...) Eine fiktive Form eines Naturvolkes für den Film zu erschaffen ist letztendlich ein künstlerisches Gestaltungsmittel, denn so konnte die Aufmerksamkeit für die Botschaft des Films auch in solche Zielgruppen getragen werden, die sich normalerweise keine Filme mit Naturbezug ansehen würden.
Trotz künstlich geschaffener Charaktere geht einem das Herz auf, der Sinn für die einfache Schönheit des Lebens und das komplexe Zusammenspiel von Natur und der Verschiedenheit ihrer Wesen wurde für mich nahezu perfekt inszeniert.
Auch die Kritik an der Umsetzung der 3D-Technik kann ich nicht nachvollziehen: allein der Blick auf diesen Wald voller zauberhafter Wesen ist atemberaubend. Das Kind in einem wird wieder zum Leben erweckt - das Auge bleibt an einfachen Blättern, kleinen Insekten, Blumen, Farnen, Bäumen und dieser unglaublichen Vielzahl faszinierender Wesen hängen - eine Wohltat für die Seele, wenn man zuvor noch schnell durch die U-Bahn-Tunnel der Großstadt gehetzt ist. Und daher finde ich den Wald in keinster Weise zu bunt oder zu grell gestaltet sondern einfach faszinierend.
Offensichtlich haben zu viele Menschen vergessen, dass die Natur genauso bunt und faszinierend ist und eben nicht aus quaderförmig beplanzten Pflanzkästen besteht. Die Menschen haben nur leider den größten Teil dieser Naturschönheiten bereits zerstört.
Ich kann jedem nur mit auf den Weg geben - seht Euch den Film an und lasst Euch verzaubern!


Dr. Andreas Jacke

Mentales Kino 2010

"Avatar" vermischt wesentlich geschickter als "Matrix" die mentale Ebene des Zuschauers mit der Hauptfigur des Films. Das Experiment auf zwei Ebenen (einer realen männlichen - militärischen und einer feminin, virtuellen indianischen) erscheint mir sehr gelungen. Die drei D Brille gibt dem Zuschauer noch mehr das Gefühl selbst zu einem Avatar zu werden. Die Story ist eigentlich solange sie die beiden Pole anbietet egal. Der Kontrast ist die Stärke dieses Films. Wenn am Ende das väterliche Prinzip gegen das weibliche Fluidum verliert fühlt man sich im Kinosessel gut aufgehoben. Ja warum nicht so.. einfach.


bob

story:
held spioniert feind aus...held verliebt sich...
frau findet tatsächliche missionsziele heraus...
streit,zorn...versöhnung...krieg...tot...neues leben....naja da muss man nichts mehr sagen

umgebung:
auf den ersten blick sieht alles so toll aus.
habt ihr schon mal "wow" gesehen?

....leuchtende pflanzen...fliegende inseln...flugdrachen...wasserfälle ins nichts fallen...risiege bäume...exotische tiere...

irgendwie alles aus dem spiel rauskopiert.
für insinder ist das nichts neues...wow trailer sehen auch fantastisch aus und sind ka wie alt!!!

Animationen hab sie immerhin ganz gut hinbekommen naja für den preis kann man das auch verlangen.


Dr. Andreas Jacke

12 Stunden später- der Film löst sich in Luft auf. Nir ein dummer Traum - das Gehirn im Wasserbad. Vermutlich operiert er mit einer Kastration -(Behinderung) - die dann in ein phallisches, kraftvolles Reich der Sinne führt.. Fazit: unerheblich und dumm und vor allem nicht wahr-- wer mag lese mein neues Buch über Roman Polanski!!


bob

macht richtig spaß deine comments zu lesen.
und diser gebrauch von fremdwörter und sätze einfach nur herrlich.
"die dann in ein phallisches, kraftvolles Reich der Sinne führt" versuch ich so oft wie möglich zu erreichen! irgendwie fühl ich mich bissel druch dein comment verletzt.
es war ja schließlich nur meine meinung und wie ich zu dem film steh.


wollekassel

Geht einfach nur ins Kino (3D-Version ist Pflicht) und macht Euch selbst ein Bild.
Da jeder seine eigene Vorstellung von "guter Film/schlechter Film" hat muss er schon selbst den Hintern hochbekommen und für lächerliche EUR 10 ne Kinokarte kaufen. Alles andere ist im Jahre 2010 und das was Avatar an Möglichkeiten ausweist nicht fair.


wollekassel

Doktor A. Jacke, Du solltest mehr auf die critic.de Seite eingehen und nicht für Dein "§$"§$"-Buch über Roman Polanski (schleichend) werben Du Vogel


Cheffe

Das war der beste Film den ich in den letzten Jahren gesehen habe. Super tolle Effekte. Interessante Story, einfach nur super.


Andy

Hi,

war jetzt nochmal in dem Film.Es ist unglaublich,wie schnell die Zeit rumgeht.Der Film lässt einen die Realität für 160 Minuten vollkommen vergessen.Man lebt diesen Film und ich war noch nie so mitgerissen von einer Story.Der Film ist einfach perfekt.
Gerade hat er nach 7 Wochen die 2 Milliarden Dollar Grenze überschritten.Und das zurecht.
Dieser Einspielrekord (und es wird noch mehr)steht natürlich,wie hier oft zu lesen ist für einen schlechten Film,eine schlechte Story,schlechte Musik,usw,was hier alles steht.
Wie eines der letzten Postings schon sagt.Schaut euch den Film an,macht euch ein eigenes Urteil und lasst euch nicht davon abschrecken von den auch schlechten Meinungen.Ich kenne es von Fernsehzeitschriften.Ein lachender Stern als Bewertung ist oftmals der allergrösste Schrott und umgekehrt.Ich bin bestimmt auch kein Freund von Fantasy Filmen.Aber das hier..WOW.

Gruss,Andy


Leonidas

@Andreas aus Halle: Auch ich kann mich diesen Ausführungen nur anschließen und bin froh, nicht alleine derart berührt worden zu sein :)


Zwergenemial4

Ich stimme ebenfalls zu! Der Film ist einfach das was man zur Zeit unter großem Kino versteht. Der Film besteht nicht nur wie in der nicht tollen Kritik aus 3D und großen Effekten auch wenn diese hier einen große Anteil am Erfolg des Filmes haben. Der Film hat alles was man sich wünschen kann. Action, Spannung, einen Hauch von Humor und ein bisschen Romantik oben drauf führt zu einem Perfekten Film. Dieser Film ist James Cameron (im Gegensatz zu Titanic) seeeeehr gelungen und hat meiner Meinung nach diese hohen Einspiel Ergebnisse (mittlerweile schon fast 2,5 Mio.) und die 9 nominierungen für de Oscar verdient! Es läuft zwar das altbekannte Schema Gut gegen Böse ab, allerdings wechseln sich die Gedanken wer gut oder böse ist im Film ab! Anfangs dekt man noch "Menschen vor" am Ende eher das Gegenteil.


Harald

AVATAR-Aufbruch nach Pandora ist der geilste Film allerzeiten!!

James Cameron hat sich selbst übertroffn mit AVATAR.
Ich denke manche Leute verstehen nicht um was es in diesem Film geht. Man kann nicht einfach einen FremdenPlaneten erobern und die einwohner töten. Wir Mensche machen das schonseit Jahrtausenden, aber irgendwann wird eine fremde Macht kommen und uns zerstören. Wir Menschendenken nur an uns selbst, das sieht man im Film.
Ich halte zu den Na`vi. Am liebsten wäre ich selbst ein Omaticaya und würde gegen die Menscheit kämpfen!!!

AVATAR ist der geilste, erfolgreichste und Fantastischste Film im ganzen Universum.
Ich vergöttere diesen Film

"Ich sehe dich"


zwergenemial4

Genau so seh ich das auch Harald...


Alex

Harald schreibt politisch korrekt. Aber die Aussage des Generals "gegen Terror antworten wir mit Terror" oder "wir machen alles um sie zu schonen" und gesamte Kriegführung erinnert an Irak oder Afgan-Krieg. Vielleicht ix Allah hört irgendwann zu.


michael

Ich kann mich noch lebhaft an Krieg der Sterne (1977) erinnern, im Berliner Zoo Palast gesehen.

Und ich hatte auch lange gezögert, ob ich mir Avatar antun soll.

Aber ignoriert die verbissenen, haarspalterischen Kommentare der freudlosen selbsternannten Elite!

"Avatar" ist ein umwerfendes, atemberaubendes, berauschendes Erlebnis!!!

Jeder kann in den Film hinein interpretieren, was augenscheinlich sein eigenes Realitätsbild unterstützt:
ökologische Warnung; Raubtier Kapitalismus; Anti-Kriegsbewegung; kolonialistische Rohstoff-Ausbeutung; Unabhängigkeitskampf; Aufruf in Harmonie mit der Natur zu leben.
Versucht nicht an der Oberfläche stecken zu bleiben. Wie würde der Film wirken, wenn die Militärfiguren alle Arabisch aussehen würden oder Russisch oder Blond-Blauäugig oder es "Alien" Kreaturen wären?

Dies ist ein Film über soziale Interaktion und persönliche Wahrnehmung der Realität.
Stell dir vor du wärst seit vielen Jahren querschnittsgelähmt.
Plötzlich steckt jemand deinen Geist/Verstand in einen Körper mit funktionsfähigen Beinen. Aber nur für ein paar Stunden - dann vielleicht morgen wieder. Und du bist in einer völlig neuen Umwelt.
Alle deine "Wahrheiten" werden in Frage gestellt, deine erlernte Realität beginnt sich aufzulösen. Kurz darauf kannst du sogar fliegen, sensorisch mit einem Ikran verbunden.
Wie oft muss Jake als Na'vi wieder und wieder Scheu, Unsicherheit, Angst überwinden?
Die sozialen Elemente sind zahllos, ich nenne nur das Begräbnis und das Einführungsritual.

Die zentrale Botschaft die ich aus disem Film mitnehme ist FÜRCHTE DICH NICHT (und ich bin Atheist). Selbst der gestählte Colonel Quaritch, der nicht den Hauch von Mitgefühl für irgend etwas zeigte, hat tief in sich drin nur Angst.

Wer diesen Film verpasst oder, von Vorurteilen blockiert, selbst in 3D nicht geniessen kann, der tut mir leid!

Und dies war mein erster Film in dem das Publikum am Ende geklatscht hat!!

PS:
Lustig auch dass zwar viele den Köder des augenscheinlich amerikanischen Unternehmens/Militärs als Bösewicht komplett
schlucken, es aber niemanden stört dass Dr. Augustine (Sigourney Weaver) mal so eben ein paar Eingeborene klont und menschlichen Geist
einpflanzt...


Dieter

Ich habe nach diesem Film mit mehreren Bekannten und Kollegen gesprochen. Keinem tut Leid die gestorbene Soldaten, obwohl die Menschen waren. Alle haben Mitleid mit den Ureinwohner. Das finde ich am schlimmsten.
James Cameron hat gelungen, die Menschen von anderer Seite zu zeigen.
In einem Vietnam- oder Indianer-Krieg- Film leider oft anders.


Dr. Andreas Jacke

Ich möchte mich dem oben geannten Urteil von Felix Frieler anschliessen. Ein Sinnenspektakel, dass sich aber dann aufgrund der Narration in Luft auflöst. Das Gehirn im Wasserbad, wie in der Matrix. Vermutlich operiert der Film mit einer Kastration -(Behinderung) - die dann in einen phallischen Traum in eine übermenschliche Ebene übersetzt wird.

Dabei wird dann die Natur zum Traum-Freund der Kreatur von der sich der Mensch nur entfremdet hat. Das das nicht stimmt -zeigen die realen Erdbeben, wo der Mensch sich vor der Natur schützen muss (überhaupt basiert ja Kultur auf diesem Schutz). Damit ist auch die Utopie dahin - weil der Einklang mit der Natur so einfach gar nicht zu haben ist. 3 D ist dem Film nicht äusserlich - sondern in die Handlung eingeschrieben. Daher der Erfolg- weil der Metalsarg das Kino ist - indem der Zuschauer an einem übermenschlichen Abenteuer teilhaben darf. Ich kann darauf verzichten.


Lutz Müller

Endlich ist es soweit. Wie der Beitrag von Dr. Jacke eindringlich beweist verabschiedet sich der Verstand zugunsten des intellektuellen Über-Ich! Der Versuch sich in intertextuellen Hirnrissigkeiten zu ergehen, wenn es um Filmanalyse geht, ist ja weit verbreitet und verführt gerade den Denker minderen Kalibers gern dazu, Konstrukte und Theoreme aufzutürmen, die vom Verfasser in ihrem Urgrund selbst nicht erfasst werden. Man sollte Freud lesen und sich nicht nur mit dem Einband auf den Schädel schlagen - denn dass ist - besieht man sich den Kommentar von Dr. Jacke - augenscheinlich schädlich.
Selten habe ich einen derartigen Unfug gelesen. Tut mir leid, dass sagen zu müssen, aber es schmerzt.
Die Kritik zum Film finde ich hingegen absolut treffend. Danke.


michaela

der film ist der hammer, wobei mir mit der 3d brille ab und an richtig schwindelig geworden ist.


erfolg

ein toller film, gar keine frage...
den hype darum versteh ich allerdings nicht.


peter

Das ist ja schon ein starkes Stück, was uns Amerkia da mal wieder vorsetzt. Ich bestreite, daß die globale Kultur (im Guten wie im Bösen) eine amerikanische ist, auch wenn die Freunde das gerne so hätten.

Der dünne Plot trägt nicht mehr als die amerikanische naive, romantisierte, idealisiert Weltsicht. Das ist Propaganda vom feinsten. Und für den Rest der Welt auch eine Drohung: "Seht her, wir haben verstanden. Wir sind eben auch mal Schweine, aber wir stecken auch mal kräftig ein und dann findet alles seinen demokratischen Ausgleich. Aber vorbei kommt an uns eben keiner, und ohne uns hättet ihr diesen Ausgleich nicht". Perfider und dreister gehts wirklich kaum. Früher waren diese Weltbeherrschungsallegorien im amerikanischen Kino noch nicht so zielgerichtet. Einerseits waren da die harmloseren "Kinderfilme" (A bugs life, Shreck, The Bear, Bambi, Matrix etc.) in denen grundsätzlich ein ähnlicher Plot (dominant/agressiv/schlecht gegen passiv/defensiv/gut) abgespult wurde. Die andere wesentliche Quelle der Avatar Filmsprache stammt hingegen nun aus den vielfältigen amerikanischen Kriegsepen (Platoon, Full Metal Jacket, Garden of Stones, Apocalypse Now, The Thin Red Line etc. etc.) in denen die Ästhetik des Krieges bis ins schönste Directors Cut Detail ausgelebt wird.

Die Innovation besteht wohl darin, diese zwei etwas gegensätzlichen Genres nun endlich einmal zusammengebracht zu haben. Wir scheinen offenbar bereit dazu zu sein. Ich möchte übrigens keinem Amerikaner im Krieg begegnen, der diese Mischung aus Stolz auf sein persönliches Bewußtsein über seine eigene Pluralität aus Böse und Gut, sowie dieser naiven Weltsicht in der Gut und Böse verinnerlicht hat (oder um es mit "Mars Attacks" zu sagen: "dont run away, we are your frinds - tatatatatatat")

Wir haben uns ab dem Moment, als der Colonel die Durchhalteparolen ausgerufen hat, abgeseilt und uns das Gemetzel gespart. Der Rest der Story war ja ohnehin absehbar und vom 3D hat man nach 2 Stunden reichlich genug. Auch das brauche ich nicht.


Dr. Andreas Jacke

Dream IS Over
Kaum ein Film wurde in den letzten Jahren eine solche Aufmerksamkeit zu Teil wie diesem Blockbuster. Ich möchte mich dem oben geannten Urteil von Felix Frieler zunächst einmal anschliessen. Ein Sinnenspektakel, dass sich aber dann aufgrund der Narration in Luft auflöst. Das Gehirn im Wasserbad, wie in der Matrix. Vermutlich operiert der Film mit einer Kastration -(Behinderung) - die dann in einen phallischen Traum in eine übermenschliche Ebene übersetzt wird.

Dabei wird dann die Natur zum Traum-Freund der Kreatur von der sich der Mensch nur entfremdet hat. Das das nicht stimmt -zeigen die realen Erdbeben, wo der Mensch sich vor der Natur schützen muss (überhaupt basiert ja Kultur auf diesem Schutz). Damit ist auch die Utopie dahin - weil der Einklang mit der Natur so einfach gar nicht zu haben ist. 3D ist dem Film nicht äusserlich - sondern in die Handlung eingeschrieben. Daher der Erfolg- weil der Metalsarg das Kino ist - indem der Zuschauer an einem übermenschlichen Abenteuer teilhaben darf. Können wir darauf verzichten? Augenscheinlich nicht. Dennoch ist diese Art von Kino mehr als fragwürdig.


Micky

Es gibt wenige Filme mit solchem Tiefgang. Augen auf, es sind viele Botschaten enthalten... Hollywood hat nicht nur die Augen bedient, nein es es hat Erkentnisse vermittelt. überraschend und neu... es ist mehr als nur ein Augenschmaus, mehr als nur eine flache Story, es ist Erkenntnis.. keine Ideologie, nicht grün, nicht rot, sondern einfach *back to the roots* .... hört auf Euch, Euer inneres, hört auf Eure Umgebung, die Natur und Ihr werdet sehen Pandora ist um Euch... handelt jetzt, handelt besonnen, handelt OHNE IDEOLOGIE!

Es gab lange keine solche Botschaft! Wenn es ein Höheres Wesen gibt, dann spricht es hier zu uns!

DANKE!


Sirad

Nachdem ich mir den Film das erste mal im Kino angesehen habe, war ich sehr tief berührt. Es wird eine Sehnsucht geweckt, die unerfüllbar ist weil die Welt von 'Avatar' eben nur der Phantasie entspringt.

Ich spare mir Kommentare über die Qualität der Handlung, der Umsetzung oder der Visuellen Effekte. Das liegt im Auge des jeweiligen Betrachters und jedem sei eine freie Meinung gegönnt-

Aber der himmelschreiende Kontrast zwischen dem idealisiertem Bild einer Gesellschaft, die nur das aus der Natur entnimmt was sie wirklich braucht und unserer (ja selbst unsere Ökos kaufen ihre 'Ökowaren' fein säuberlich abgepackt in Kunststoff oder Glas zu deren Herstellung sicherlich die ein oder andere Industrielle Anlage existiert...) ist dermassen perfide inszeniert das einem, dem so zu leben nur recht wäre, bewusst wird:

Wir sind unerreichbar weit weg von dem im Film Gezeichnetem Bild. Diese ideale Welt ist, für uns, für immer verloren.

Meine Meinung:

Wer diesen Film gesehen hat und nicht im geringsten berührt war, hat keine Seele, kein Mitleid und die Fähigkeit verloren seine Gefühle auszudrücken. Sind wir denn alle schon so abgestumpft das wir uns nicht einfach in eine schöne gut erzählte Geschichte fallen lassen können ohne sie zu werten und zu zerlegen?


Q.E.D.


Visio1975

Ich bin der Ansicht, wir Erwachsenen sollten uns, wenn wir ins Kino gehen, einfach mal daran erinnern, wie es ist, einen Film mit den Augen eines jungen Menschen zu sehen, ohne krampfhaft nach der möglichen, versteckten, wie auch immer interprierten Botschaft zu suchen.


Ich für meinen Teil bin - erst sehr spät - und vor allem: OHNE Erwartungshaltungen in diesen Film gegangen. Ich hatte keinen Realitätsanspruch an einen Kinofilm und musste, während meine Augen über die überbordenden Farben und Formen von Camerons" Avatar" staunten, auch innerlich weder moralinsaure noch anderweitig geartete Thesen zum Sinn und Zweck des Machwerks für mein eigenes, besseres verständnis formulieren. Ich habe schlicht GENOSSEN, schlicht die Fantasie eines Anderen betrachtet.
Ein Meer an Farben und Formen, und eine Geschichte, ein modernes Märchen, bunt, fantasievoll und mal anders, aus dem jeder Kinobesucher seine ganz eigene, persönliche und für sich unverbrüchliche Wahrheit zieht.

Sinn und Zweck eines Films ist es in erster Linie, zu unterhalten. DAS schafft "Avatar" m.E. ohne Probleme.

Alles weitere liegt dann wohl in der Wahrnehmung des einzelnen Betrachters, ebenso wie die Entscheidung, was er sich aus diesem Film - oder der darin vermuteten Botschaft- mitnehmen möchte.


CameronGetLost

Ich habe mir den Film nur auf DVD angetan, um auch nicht von der Optik erschlagen zu werden.

Ist die Optik weg, so hat man das Machwerk eines misanthropen Althippies vor sich, das bei mir geistigen Brechreiz hervorgerufen hat.
Botschaften außer "Zurück auf die Bäume" und Esoterik-Verherrlichung habe ich jedenfalls nicht finden können.

Zum Thema menschliche Gier, da hat Herr Cameron es gerade nötig, möchte er uns doch in ein paar Monaten mit einem um ein paar Minuten verlängerten Director's cut beglücken. Da darf man für die gleiche Story noch mal bezahlen. Wenn das keine Gier ist.


Michèlle

Hallo,

ich habe lange gezögert, diesen Film anzusehen, oder sollte ich vielleicht eher sagen zu erleben?
Für jemanden wie mich ist es sehr schwierig dessen Handlung so einfach zu verarbeiten wie ihr das könnt, zumindest hat dies den Anschein, wenn man die Kommentare liest.
Wie können sich jene, die diese Bilder nur auf einer Leinwand oder einem Bildschirm gesehen haben, überhaupt erdreisten, irgendwelche Motive zu unterstellen.
Das, was euch mit diesen Bildern vor Augen geführt wird, seid ihr selbst, jeder mag sich auf seine Weise in der skizzierten Handlung wiederfinden. Der eine mehr oder weniger, ob der Regisseur das nun beabsichtigt hat oder nicht sollte man außen vor lassen.
Avatar, der Begriff hat nun eine neue Bedeutung, und diese wird sich weiterentwickeln.
Nur wer ist ein Avatar, ist es wirklich die Fimfigur Jake Sully, oder ist die Person, welche diese in Szene setzte ein Avatar?
Nur wenige haben je ihre Vorstellungskraft so real werden lassen wie Cameron.
Der Film und die Handlung an sich mögen dem einen oder anderen zu trivial oder gar bei anderen gemopst erscheinen, aber wer von ihnen hatte denn schon den Mut, etwas derart faszinierendes und wunderschönes, aber auch gefährliches wie die Umgebung von Pandora für alle anderen die nicht sehen können, sichtbar werden zu lassen?
Niemand, es ist einfacher etwas herunter zu machen als selbst kreativ und aktiv zu werden.
In dem Gruß `ich sehe dich`, den so manch einer jetzt verwendet, hoffentlich nicht gedankenlos, ist auch `ich sehe` enthalten.

Mir hat beim Anblick der Zerstörung dieser wunderbaren, unglaublich schönen Umgebung, die inszeniert wurde, tatsächlich das Herz geblutet.
Auch wenn es Pandora nur in unserer Vorstellung geben sollte.
Etwas atmete in mir auf, als die Handlung jene Wendung erfuhr, die ich in meiner Seele erwartete.

Ich grüße euch, von jemandem der seit langem `sieht`


CameronGetLost

@Michelle

Von wem werden Sie eigentlich bezahlt?


Michèlle

@CameronGetLost

Sorry, ich verstehe die Frage nicht?
Vielleicht wollten Sie mich damit zu einem verbalen Duell in diesem Forum herausfordern, aber das will ich jetzt nicht annehmen.
Darf ich Sie hingegen dazu auffordern, einfach weniger aggresiv zu denken?

Ich grüße Euch


Marcus H.

sorry, aber ich habe noch nie eine solche schlechte und unpassende kritik gelesen. interessant, wer sich heutzutage "kritiker" schimpft!


stoffel442

Die Kritik ist angebracht.

Ein grauenhafter Film,
die 3D technik macht für mich alles nur noch schlimmer, da mir jedes Gefühl von Authenzität verloren geht.

Die Charaktere sind furchtbar stereotyp.

Zu denken das die Menschheit, mit Überlichtgeschwindigkeit ausgestattet,es noch nötig hat
Rescouren zu erbeuten ist vollkommen naiv und unlogisch.

Furchtbar langweilig da vorhersehbar und
völlig platte Story.
Wirklich furchtbar das ganze, schlimmer noch als Matrix.

Ich als Science-Fiction fan bin beleidigt
von so viel Banalität.
Der hype um diesen Film macht mich wütend und ich möchte diesen Film zerstören.

Diesen Film als Meisterwerk oder Meilenstein zu bezeichnen...
eine Schande für das gesamte Universum.

Ja schöne Bilder, na und?
Mein Bildschirmschoner fasziniert mich mehr.

Eine schlimme Sache ist das.


Sirad

Von denen gibts 442 ??? ein grund mehr zu hoffen das sich das Problem mit der Menschheit durch das abverbrauchen unserer Ressourcen schneller erledigen wird als es möglich wird diesen mist noch auf andere Planeten zu tragen :-)


Kinogänger

Meine Gedanken zu Film und obiger Kritik.

1.) Mir scheint es, als würde ein Großteil der Filmkritiken (und damit meine ich NICHT die des Otto-Normal-Kinobesuchers) im kompletten Gegensatz zu der Meinung der Masse stehen. Und das ist, denke ich, auch irgendwie ein unbewusstes Ziel der so genannten "Filmkritiker":
Wenn schon im Vorhinein ein Mainstream-Film hochgelobt wird, dann muss er natürlich direkt mal zerpflückt und niedergeschrieben werden, um sich vom ja allzu naiven Kinogängervolk abzugrenzen. Nicht immer, aber es fällt mir nun mal auf.

2.) Mich regt auf, dass immer und überall Vergleiche gezogen werden müssen. Filmkritiker verfügen nun mal über ein sehr großes film-historisches Wissen - aber scheinen zu vergessen, dass das NICHT für den Großteil der normalen Kinobesucher gilt. Diejenigen, die z.B. "Der mit dem Wolf tanzt" noch nie gesehen haben, werden sich an der Story von "Avatar" nicht dermaßen künstlich aufregen.

3.) Ein Paradoxon:
Viele kritisieren die angebliche Inhaltslosigkeit "Avatars" sowie die Vermischung schon bekannter Storys - zum einen wird aber auch munter drauflos gelästert über diverse Anspielungen auf Politik, Krieg, Rassismus, Ökologie, Wirtschaft etc. etc. (das sind doch sehr viele Aspekte, oder? --> Widerspruch zur angeblichen "Inhaltsleere"?!); zum anderen wird doch gerade durch die Aufzählung vieler verschiedener inhaltlicher "Quellen" automatisch gezeigt, dass dieser Film Neues, Vielfältiges und Interessantes beinhaltet, eben WEGEN dieser unkonventionellen "Vermischung" (ein erneuter Widerspruch). Ich halte es für schlichtweg falsch und unangebracht zu behaupten, "Avatar" weise inhaltlich nichts Neues auf!

3.) Man sollte auch einfach mal daran denken, dass für den Großteil der Kinobesucher der Unterhaltungswert zählt. Einfach mal für 2 Stunden dem Alltag entfliehen, persönliche Probleme ausblenden, staunen und lachen dürfen, unterhalten werden.
Muss man sich denn immer direkt auf alle möglichen Interpretationsansätze stürzen, den Film haarklein auseinandernehmen und krampfhaft nach Vergleichspunkten mit anderen Filmen suchen? Meiner Meinung nach muss und soll man das nicht. "Avatar - Aufbruch nach Pandora" ist ein großartiger Film, der uns für 2, 3 Stunden in eine andere Welt entführt, und das sogar auf wunderschöne, neuartige Weise in 3D. Was jetzt ein jeder vom Film halten mag, ist Ansichtssache.
Mich jedenfalls hat der Film sehr gut unterhalten - und mehr habe ich von einem Film dieser Art auch nicht erwartet. Und auch die Kritiker sollten je nach Film mit differenzierten Erwartungshaltungen an das Werk hinangehen. Wer sich immer bierernst mit tiefgreifenden, inhaltlich auf soziokulturell, politisch und wirtschaftlich getrimmten Themen und Storys auseinandersetzen will, sollte zu Hause bleiben und sich im TV Polittalks anschauen - und nicht James Camerons "Avatar".


stoffel442

Der Unterhaltungswert sinkt rapide wenn
alles so plakativ und wenig originell ist.Dem Alltag zu entfliehen in
eine 3D Bonbon Welt? Schön für den,dem
das ausreicht.
Ist halt einfach nur ein Blockbuster.
Ein paar böhse gierige Menschen.
Ein paar gute, technisch rückständige Indianer,
die warum auch immer infiltriert werden müssen. Ein harter Marine mit einem guten Herz.
Eine platte story die um die schönen Effekte herumgebastelt ist.
Schöne Bilder, leichte Kost,Unterhaltung ohne Anspruch. Alles in Ordnung.

Aber von tiefern Botschaften sprechen und
ernsthaft zu sagen tief berührt worden zu sein von dieser Effekthascherei ist..
Ich bin peinlich berührt.
Schön das Menschen vorurteilsfrei und offen, sich faszinieren lassen, ja, aber mehr ist da doch nicht. Ein durchschnitlicher Kinderfilm den Kinder nicht sehen sollten wegen verdummungs Gefahr.

Der mit dem Wolf tanzt ist ein grossartiger Film, der es nicht nötig hat sich mit diesem Quatsch zu vergleichen.


Johannes

Also ich habe mir sehr viele der Kommentare durchgelesen, und möchte jetzt doch meine Meinung dazu zum Ausdruck bringen.

Ich hörte von Avatar und war erstmal sehr skeptisch, schaute mir den Trailer an und dachte mir da gehst du bestimmt nicht rein was für ein Quatsch.

Bin dann schließlich doch ins Kino und hab ihn mir mit ein paar Freunden angeschaut.

Das war der erste Film seit langer Zeit bei dem es sich gelohnt hat ins Kino zu gehen. Die Story mag vllt alt sein....

Doch der Film regt einfach zum Denken an, welche Motive auch immer hinter der Produktion stehen mögen Geld, neue Specialeffekte.... ist egal tatsache ist das der Film seit langem vermisste neue Elemente ins Kino bringt. Die Fantasie beflügelt. Er ist eine emotionale Handgranate. Die Kochsendungen, Sozialscheiße und andauernde Realityshows, die im Fernsehen dauernd laufen scheint viele Leute so abgestumpft zu haben das sie nicht mehr wie Kinder träumen können, sich der begrenzten Möglichkeiten der realen Welt entledigen können und sich ihrer Fantasie hingeben können und ein Mario Barth unterstützt freies Denken und Fantasie auch nicht gerade. Dieses Schubladendenken platte Story, tolle Effekte... ist einfach nur dumm. Anstatt dessen sollte man sich in das Kino setzen und sich den Film anschauen und Verstehen was der Regisseur zum Ausdruck bringen will.
Aber solche Gedanken scheinen für viele Menschen einfach nicht mehr Möglich zu sein, daran hindern sie Realityshows, Kochsendungen, schlechte Comedians.

Kleiner Tipp:
Schaut euch mal ein Kind an das nicht vor den Fernseh gesetzt wurde, bevor es Laufen konnte, und lasst euch mal von dem Kind eine Geschichte erzählen, ein Bild malen oder beobachtet es einfach... Mit welcher Fantasie und Lebensfreude es versucht seine Umwelt zu begreifen und zu Lernen. Kleiner Denkanstoß....

Dieser Film versucht meiner Meinung nach Erwachsenen das Träumen wieder bei zu bringen und die stumpfsinnige Realität zu erweitern.(unabhängig davon was mit dem Film beabsichtigt war)

"Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt" Albert Einstein.

Um zu verstehen was ich damit Sagen will benötigt es Menschen die fähig sind zu Denken. Nicht den durchschnittlichen Hartz-4 24-Stunden TV-Couchpotato ;) Nix für Ungut


J. Zander

Selten so viele Pseudointelektuelle auf einem Platz gesehen wie hier: die Botschaft an Frieler, Stoffel442 oder wie die auch immer heißen mögen: Sehen statt Quasseln, Denken statt Schreiben!
Avatar hat deutlich mehr zu bieten als nur 3D-Effekte oder eine vorgekaute Story. Ich würde ihn allerdings in der englischen Original-Fassung bevorzugen, da ist er um einiges besser als die lieblos synchronisierte deutsche Version.


DingDong

@Felix Frieler
Aufjedenfall werden im Film 2 Gesellschaftskonzepte erwähnt, allein die Situation, als Jake zu Eywa geht und sie um Hilfe bittet, dabei erwähnt er die Menschen..


Spätzünder

Habe den Film gestern im TV das erstemal gesehen. Flache Story, ganz einfache Geschichte, mit teils guten Szenen. Finde aber die Kombination von "echten Szenen" gepaart mit computergenrierten Szenen misslungen. Cameron hätte den ganzen Film, so wie in "Beowolf", voll konsequent computergenriert durchziehen sollen. Den man merkt trotz aller Technik den Unterschied, und das nervt!






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