The Losers

Wenn du ein Loser bist, musst du im B-Picture spielen, und die Leute sehen dich auf DVD. Last Exit Pulp.

The Losers 2

Seit einigen Jahren versuchen die Majors, relativ günstige Actionfilme mit B-Regisseuren und B-Schauspielern zu realisieren. Während die Filme im Kino kaum eine Chance haben, akkumulieren sie ihre Kosten doch über die Fernseh- und vor allem DVD-Auswertung. Einmal im amerikanischen Kino ohne Erfolg gelaufen, starten sie hierzulande nur mit einer minimalen Kopienzahl wie Zwölf Runden (2009), Repo Men (2010), Armored (2010) und Takers (2010) oder steuern geradewegs in die Videoregale wie jetzt The Losers.

Tatsächlich kann man sich fragen, welchen Wert das Genre noch hat, wenn das, was als Action früher einmal spürbar war, als schlechter CGI-Effekt über die Leinwand rieselt. Doch The Losers macht aus der Not eine Tugend und hüllt sich ganz in ein Pulp-Gewand. Was sogar Sinn macht, handelt es sich doch um eine Comic-Verfilmung. Und so kann man selbst überbordende technische Sperenzchen wie Freeze Frame, Double Cutting und eine extraordinäre Nachcolorierung als Konzept akzeptieren. Selbst das zur Karikatur neigende Spiel eines Jason Patric, der mal ein Star werden sollte und erst kürzlich mit Downloading Nancy (2008) aus der Versenkung emporgestiegen ist, wäre so zu rechtfertigen.

Regisseur Sylvain White, unter anderem für Stomp the Yard (2007) verantwortlich, hat neben Idris Elba (zusammen mit Matt Dillon eine Standardbesetzung der B-Actioner) noch Namen wie Jeffrey Dean Morgan, Chris Evans, Columbus Short und Zoe Saldana versammeln können, die der titelgebenden Eliteeinheit ihre Gesichter und Körper leihen. In Bolivien werden sie von Max (Patric) hereingelegt, müssen in den Untergrund und einen Racheplan entwerfen.

Und wenn der gelingt, könnte es eine Fortsetzung geben. Dann aber vermutlich noch günstiger und mit anderen Losers.

The Losers (USA 2010)

Warner Home Video

DVD-Verleih ab: 21.01.2011

DVD-Verkauf ab: 21.01.2011

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