Kurz nach dem Zusammenbruch des Franco-Regimes verschwinden in der andalusischen Provinz mehrere Mädchen. Alberto Rodríguez’ Thriller betrachtet seinen Mikrokosmos erst von oben – und wagt sich dann tief ins Innere. weiter
Tollkühne Männer in ihren stinkenden Kisten: Death Race ist, wie sein Vorbild Death Race 2000 (1975), pseudopolitischer Trash mit hohem Oktangehalt, zudem aber ehrliches, geradliniges Actionkino mit heißen Schlitten, scharfen Frauen und reichlich Blut. weiter
Alfonso Cuarón kreiert in seinem neuen Film eine höchst pessimistische Utopie unserer Gesellschaft, die vor allem aufgrund ihrer spezifischen Bezugnahme auf geläufiges Bildmaterial unserer Zeit verstört. weiter
Pascale Ferran widmet sich in ihrem ersten Film seit neun Jahren Regieabstinenz D. H. Lawrences wahrscheinlich berühmtestem Roman. Ihre Lady Chatterley-Version zeichnet sich gleichermaßen durch ungewöhnliche Komplexität und überwältigende Sinnlichkeit aus. weiter
Katerstimmung nach dem amerikanischen Bürgerkrieg. Quentin Tarantino trauert einem Kino nach, das noch Haare am Sack hatte, und überrascht mit ungewohntem Klassizismus. weiter
VoD: Ein unschuldig Inhaftierter zieht nach seiner Entlassung eine Blutspur durch die Stadt, beißt Ohren ab und hinterlässt Chaos. Pierre Salvodoris Komödie folgt ihm und gaukelt uns dabei allerhand vor. weiter
RP Kahls A Thought of Ecstasy zeigt wie Hitchcocks Vertigo einen Mann, der Opfer seiner Wünsche und seiner Lust wird, und lotet in einem assoziativen Fluss die Potenziale seiner Begierde aus – mit einer gewissen Freude am Flutschigen und Drastischen. weiter
Die Marvel-Maschinerie surrt in Thor – Tag der Entscheidung wohlvertraut vor sich hin und lässt sich von den Vorlieben der Regie – einem sprücheklopfenden Steinwesen etwa oder Jeff Goldblum – nicht groß stören. Aber was wären wir ohne die Verlässlichkeit der Maschinen? weiter
Ein Film über den Schwarzen von nebenan, anno 1841. Mit einem Quereinstieg in die Geschichte der Sklaverei erteilt 12 Years a Slave Lektionen in Demut. weiter