Mit stolzen 80 Jahren dreht Clint Eastwood einen Film über das Sterben. Was nach einem sehr persönlichen Werk klingt, ist leider nur die ziemlich dröge Verfilmung eines unausgereiften Drehbuchs von Peter Morgan. Filmkritik
Nanouk Leopold inszeniert mit gewohnter formaler Strenge Sandra Hüller als introvertierte Medizinerin, die ein Doppelleben führt. Filmkritik
Wolfgang Fischers Genre-Mix aus Familiendrama und Horrorfilm ist visuell beeindruckend, zeigt aber dramaturgische Schwächen. Filmkritik
Heute wurden in Los Angeles die Kandidaten für die diesjährigen Academy Awards bekannt gegeben. Überraschungen blieben aus. Hollywood orientierte sich stark an den europäischen Kollegen und den gerade vergebenen Golden Globes. Gleich ein Dutzend Mal vorgeschlagen wurde Tom Hoopers The King's Speech. True Grit, das Western-Remake der Coen-Brothers, ist zehnfach nominiert, David Finchers The Social Network hat die Chance auf acht Preise. Ebenfalls prominent vertreten sind Darren Aronofskys Black Swan, David O. Russels The Fighter, Debra Graniks Winter's Bone, Christopher Nolans Inception, Lisa Cholodenkos The Kids Are All Right und Lee Unkrichs Toy Story 3.
Auffällig ist, dass die Academy viele frühere "Außenseiter" oder Independent-Regisseure umarmt. Ob dies positiv zu werten ist oder eher darauf hinweist, dass die Betroffenen vom System verschlungen wurden, ist im Einzelfall zu überprüfen.
Hier die Liste der Nominierten:
www.imdb.com/features/oscars/2011/nominations News
Morgen beginnt eines der wichtigsten internationalen Independent-Festivals im niederländischen Rotterdam. Ins Rennen um die beiden Tiger Awards gehen 14 Erst- und Zweitfilme.
Auch Rotterdam ist übrigens Opfer der immer häufiger zu beobachtenden Verleiherwillkür, die zumindest in deren Augen als Kalkül zu verstehen ist: The King's Speech, gerade erst als Special Screening für die Berlinale angekündigt, ist als Abschlussfilm des Festivals zurückgezogen worden. Wo Golden Globes eingesammelt und Oscars gerochen werden, greifen so manches Mal seltsame Verleihpraktiken (Strategien würden die Entscheidungsträger es wohl nennen).
Zum Glück stehen die meisten der in Rotterdam programmierten Filme noch nicht derlei im Rampenlicht, so dass ein einigermaßen reibungsloser Ablauf erwartet werden kann... News
Netflix: Gescheiterte Existenzen, die mit ehrenhaften Absichten kämpfen. Hongkong-Regisseur Dante Lam beweist sich mit The Stool Pigeon ein weiteres Mal als Meister des Actionfilms. Filmkritik
Glauben Sie dem deutschen Verleihtitel kein Wort. Filmkritik
Frankreich und Vichy – zur Vergangenheit ihres Landes unter deutscher Besatzung haben die Franzosen ein kompliziertes Verhältnis. Rose Bosch stellt sich mit Die Kinder von Paris den dunklen Seiten der Geschichte. Filmkritik
Ein Gangsterepos als alternative Chronik der Zeitgeschichte. Kinji Fukasakus Battles Without Honor and Humanity ist ein Meilenstein des modernen Actionkinos. Filmkritik
Und noch ein Hitler. Urs Odermatt hat George Taboris Bühnenstück „Mein Kampf“ fürs Kino inszeniert. Beim Balancieren zwischen Realismus und Farce bleibt die Komik auf der Strecke. Filmkritik